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witchqueen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

Ein Buch wie eine Praline

Der Sommer hat doch Meer zu bieten
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Darum geht es:
Julia Schumann ist glücklich. Sie lebt mit Mann und Teenie-Tochter in Föckenrath. Sie muss ich keinerlei Sorgen machen. Ihr Mann verdient genügend Geld, so dass Julia sich ganz auf Kindererziehung ...

Darum geht es:
Julia Schumann ist glücklich. Sie lebt mit Mann und Teenie-Tochter in Föckenrath. Sie muss ich keinerlei Sorgen machen. Ihr Mann verdient genügend Geld, so dass Julia sich ganz auf Kindererziehung und Haushalt konzentrieren kann. Ja, Julia ist glücklich. Hat sie jedenfalls gedacht. Denn als sie ihrem Mann in seinem Büro aufsucht, trifft sie fast der Schlag. Sitzt doch der Herr Gemahl mit heruntergelassenen Hosen und seiner neuen Flamme Vanessa auf dem Schoß da. Für Julia bricht eine Welt zusammen. Aber sie fängt sich recht schnell. Sie nimmt eine Auszeit und fährt nach Sulzhagen an die Ostsee. Dort wird sie sich, mit Hilfe ihrer neuen Bekannten und Freunde, darüber klar, was sie vom Leben überhaupt erwartet und schon bald muss sie einige wichtige Entscheidungen treffen.

Meine Meinung:
Ein wundervolles und humorvolles Buch über die Irrungen und Wirrungen des Lebens. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und man hat direkt zu jedem ein Bild im Kopf. Überhaupt legt das Kopfkino schon nach den ersten Zeilen los. Mit Julia haben wir eine Protagonistin, die der zwar übel mitgespielt wird, die aber dem sofort und recht humorvoll die Stirn bietet und die ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Es lässt sich angenehm lesen und man kommt zügig voran. Das 350 Seiten lange Buch ist in 55 Kapitel unterteilt. So kann man es sehr gut in einem Rutsch, aber auch in mehrere Leseabschnitte unterteilt lesen.

Mein Fazit:
Eine wundervoll und leichte Urlaubslektüre, die man prima im Strandkorb lesen oder von der sich daheim auf Balkon oder Terrasse in den gedanklichen Urlaub entführen lassen kann. Einfach ein tolles Sommerbuch. Ich vergebe ich 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Sommerferien mal anders

Oriksons Organisation
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Darum geht es:
Die Zwillinge Arthur und Antonia haben Sommerferien. An ihrem letzten Schultag begegnen sie einem mysteriösen Nebelfleck. Durch diesen werden sie in eine magische und fantastische Welt, ...

Darum geht es:
Die Zwillinge Arthur und Antonia haben Sommerferien. An ihrem letzten Schultag begegnen sie einem mysteriösen Nebelfleck. Durch diesen werden sie in eine magische und fantastische Welt, genannt den Mitternachtsbereich, gezogen. Hier leben jede Menge fremde Wesen (Flammenköpfe, Tinteaks und Toggel genannt), die teilweise recht sympathisch daher kommen. Arthur und Antonia versuchen herauszufinden, was es mit diesem seltsamen Mitternachtsbereich zu tun hat. Dabei stürzen sie von einem Abenteuer ins nächste. Und das ist auch schon im groben erklärt, worum es geht.

Meine Meinung:
Zum Teil ging es meiner Meinung nach sehr hektisch zu. Grade am Anfang musste man sich sehr konzentrieren, um nicht sofort den Überblick zu verlieren. Zu Anfang hat das Buch zwei Handlungsstränge. Einen um die Zwillinge Arthur und Antonia und einen um ihre jüngere Schwester Alice. Der Handlungsstrang um Alice zieht zu Anfang sehr in die Länge. Es gibt sehr viele Erklärungen und ich muss sagen, dass ich viele nur „quergelesen“ habe, weil es auch für die Geschichte nicht wirklich relevant war.

Dann wieder überschlagen sich die Ereignisse. Leider habe ich bis zum Ende nicht wirklich herausgefunden, um was es jetzt im Wesentlichen eigentlich geht. Es war einfach eine Aneinanderreihung von Ereignissen.
An dieser Stelle muss ich aber fairerweise sagen, dass das Buch (oder besser die Geschichte) noch nicht abgeschlossen ist. Das Ende lässt darauf schließen, dass es wenigstens noch einen Folgeband geben wird. Und vielleicht findet sich dann ja ein roter Faden.

Der Schreibstil war okay. Aber (fast) jedes erwähnte Wesen (außer die Menschen und die Flammenköpfe) hatten irgendeine sprachliche Besonderheit. Die einen haben die Sätze verdreht (z.B. müde ich bin) die anderen haben Wörter gedehnt und verkehrt zusammengesetzt (verstecke-licht statt versteckt) usw. Das hat den Lesefluss doch eingeschränkt.

Das 363 Seiten lange Werk ist in 40 Kapitel unterteilt. So kann man bequem auch mal eine Pause beim Lesen einlegen.

Mein Fazit:
Mein Fall war dieses Jugend-Fantasy-Buch nicht. Wer allerdings auf jede Menge Action und Abenteuer mit vielen verschiedenen Fantasiewesen steht, der ist mit diesem Buch (grade weil es noch mindestens einen weiteren Band gibt) sicher nicht schlecht beraten. Wir vergeben hier 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2021

Leg Dich nicht mit Göttinnen an

Flowerpower und Druidentrank
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Darum geht es:
Karin Schneider bekommt von ihren Kindern zum Muttertag ein ganz besonderes Geschenk. Eine Wanderung. Und so begibt sie sich „Auf den Spuren der Kelten“. Als bei dieser Exkursion zur Veranschaulichung ...

Darum geht es:
Karin Schneider bekommt von ihren Kindern zum Muttertag ein ganz besonderes Geschenk. Eine Wanderung. Und so begibt sie sich „Auf den Spuren der Kelten“. Als bei dieser Exkursion zur Veranschaulichung Sand aus einem keltischen Hügelgrab gehoben wird, befindet sich eben nicht nur Sand auf der Schaufel. Auch ein großer Knochen kommt zum Vorschein. Schnell wird klar, dass es sich um einen menschlichen Arm handelt. Und zwar einen, der noch nicht so lange dort liegt, dass er zu einem der Kelten gehören könnte. Und genauso schnell wird klar, wer dort begraben liegt. Nur warum musste dieser Mensch damals sterben? Rasch führt die Spur zu den „drei keltischen Göttinnen“ (Oma Apollonia – Loni -, Mutter Gertraud – Myrna -, und Tochter Birgit). Die drei sind dem Keltenkult verfallen und halten keltische Rituale und Feste ab. Jedenfalls dann, wenn sie nicht grade in ihrer Gärtnerei (Oma und Mutter) oder im Hotel „Drei Eichen“ (Birgit) arbeiten.
Und auch im Hotel „Drei Eichen“ ist nicht alle Tage Sonntag. Sind sich doch der Senior, der mittlere und der Junior Eichlehner so überhaupt nicht einig. Als dann während eines dieser Keltenfeste der Senior ermordet wird, wird Hobbyermittlerin Karin klar, dass sie den Täter nur mit Hilfe der Kelten finden kann.

Meine Meinung:
Ein herrliches Buch mit jeder Menge Lokalkolorit und einer guten Portion Humor.
Jede Menge skurrile Gestalten, eine sympathische und nicht alltägliche Ermittlerin und Kelten und Göttinnen … eine sehr gelungene Mischung, die mir gut gefallen hat.

„Flowerpower und Druidentrank“ ist der 4. Band um die Physiotherapeutin und „unfreiwillige“ Ermittlerin Karin Schneider. Man kann dieses Buch aber auch sehr gut als Einzelband lesen. Vorkenntnisse aus den Vorgängerbänden sind erforderlich.
Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Es lässt sich angenehm lesen und man kommt schnell voran. Das 252 Seiten lange Buch ist in 8 Kapitel (in diesem Fall Wochentage) unterteilt. So kann man es sehr gut sowohl in einem Rutsch als auch in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

Mein Fazit:
Wer gerne einen nicht alltäglichen Krimi liest und auch eine gute Portion Lokalkolorit und Humor zu schätzen weiß, der ist hier genau an der richtigen Stelle.
Ich kann es nur weiterempfehlen und verdiente 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Nicht unbedingt ein Page-Turner

Nacht über dem Campus
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Darum geht es:
Helen Freitag ist Rechtsanwältin. Einmal die Woche, immer mittwochs, gibt sie als Dozentin an der Hochschule in Hennef Kurse zur Gesetzlichen Unfallversicherung. Einer der Studenten ist ...

Darum geht es:
Helen Freitag ist Rechtsanwältin. Einmal die Woche, immer mittwochs, gibt sie als Dozentin an der Hochschule in Hennef Kurse zur Gesetzlichen Unfallversicherung. Einer der Studenten ist Oliver Schönbom. Seine Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, als Oliver 15 Jahre alt war. Das Tragische: Oliver saß mit im Auto und hat als Einziger überlebt – schwerstverletzt. Als er am Abend nach einer Party in seinem Zimmer des Wohntraktes tot aufgefunden wird, deutet alles auf einen Selbstmord hin. Finden sich doch im Zimmer haufenweise leere Tablettenpackungen und Schnapsfalschen. Doch warum sollte sich Oliver umbringen? Seine Freundin, Yuna Bäcker, glaubt nicht an einen Selbstmord, zumal Oliver jahrelang aufgrund des Unfalls tablettenabhängig war. Helen erinnert sich, dass Oliver ein paar Tage vor seinem Tod ein Gespräch mit ihre gesucht hat und fängt an, Fragen zu stellen. Da sie aber auf eine Mauer aus Schweigen trifft, muss sie sich anders helfen. Ihr Freund, ein Journalist, recherchiert in alten Zeitungsartikeln zum Unfall von Olivers Eltern. Er soll damals im Zusammenhang mit einem Bankenskandal gestanden haben. Was aber nie bewiesen wurde. Um etwas Klarheit in den Fall zu bringen, schleust Helen ihre Auszubildende Marie in den Campus ein. Sie soll sich unauffällig unter den Studenten und Angestellten umhören. Und was Marie da zu Ohren kommt, ist alles andere als „das normale Uni-Leben“.

Meine Meinung:
Ich muss zugeben, ich habe mich mit diesem Buch etwas schwergetan. Man sollte einen langen Atem haben, was die Spannung angeht. Der Anfang zieht sich wirklich unglaublich in die Länge. Auch die Charaktere sind komplett nichtssagend. Es gibt einen Haufen „Nebenkriegs-Schauplätze“ die für die Geschichte nicht wirklich etwas tun. Spannung kommt erst so richtig auf den letzten 100 Seiten auf. Für mich leider viel zu spät.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Das 358 Seiten lange Buch ist in 41 Kapitel unterteilt. So kann man das Buch auch gut in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

Mein Fazit:
Nicht unbedingt ein Page-Turner. Es gibt definitiv was Spannenderes. Hier braucht man am Anfang eine Menge Geduld. Ich würde es nur eingeschränkt empfehlen. Daher von mir 3 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Er läuft und läuft und läuft

Der Marathon-Pater
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Darum geht es:
Andreas Breer ist das jüngste von sieben Geschwistern. Als er im Alten von 15 Jahren seine Mutter verliert, verliert er auch den Glauben an Gott. Er hadert mit seinem Schicksal, wendet sich ...

Darum geht es:
Andreas Breer ist das jüngste von sieben Geschwistern. Als er im Alten von 15 Jahren seine Mutter verliert, verliert er auch den Glauben an Gott. Er hadert mit seinem Schicksal, wendet sich von Gott ab. Erst Jahre später, nach einem Gespräch mit Pater Gottfried findet er nach und nach wieder zu seinem Glauben. Er fühlt eine innere Verbundenheit mit Gott und so entschließt er sich, ins Kloster zu gehen. Er macht sogar Karriere und immer mehr Aufgaben werden ihm zugemutet bzw. mutet er sich selbst zu. Bis er sich eines Tages zu viel zumutet. Und so beschließt er, sein Leben zu ändern. Er fängt an zu laufen. Erst ganz klein, dann immer längere Strecken. Irgendwann hört er von Spendenläufen und so beschließt er, mit seinen Marathonläufen Spenden für seine Gemeinde zu sammeln. Erst schleppend, dann immer mehr. Und mit diesen Spenden können immer mehr Projekt und damit Menschen unterstützt werden.

Meine Meinung:
Eine sehr bewegende und beeindruckende Geschichte.
Wir erleben hier in diesem Buch auf der einen Seite den Werdegang und die seelsorgerische Tätigkeit von Pater Tobias in der Herz-Jesu-Gemeinde in Duisburg-Neumühl, einem sozialen Brennpunkt. Immer wieder setzt sich Pater Tobias für die sozial Schwachen und teilweise von der Gesellschaft vergessenen ein. Wir erleben, was Gemeindearbeit wirklich ist. Wie viele Projekte Pater Tobias durch seine erlaufenen Spenden bereits ins Leben gerufen hat. Wir erfahren von Träumen und erleben deren Umsetzung. Und wir erleben gelebte Ökumene, denn es sind nicht nur die Christen, die die Hilfe und den Zuspruch von Pater Tobias suchen.

Auf der anderen Seite erleben wir den Marathon-Pater bei seinen Läufen, die hier in diesem Buch wirklich sehr lebendig und anschaulich geschildert werden. Pater Tobias lässt uns an seinen Eindrücken, die er bei diesen Läufen sammelt, teilhaben. Der lässt uns aber auch an seinen Zweifeln teilhaben. „Schaffe ich das überhaupt? Schaffe ich es bis ins Ziel? Schaffe ich es den Berg hinauf? Schaffe ich das, was ich mir vorgenommen habe? Im Laufen genauso wie in der Gemeinde“ Denn auch Pater Tobias ist nicht frei von Zweifeln. Und dann immer wieder die Frage: „Was würde Jesus jetzt tun?“

Der Schreibstil dieses Buches ist sehr leicht und flüssig. Es liest sich sehr angenehm und man kommt zügig voran. Das 188 Seiten lange Buch ist in 18 Kapitel (inklusive Epilog) unterteilt. So kann man es gut in einem Rutsch aber auch in mehrere Abschnitte unterteilt lesen.

Am Ende des Buches finden wir noch Tipps für Hobbyläufer, Ernährungstipps sowie Gebetstipps. Im ganzen Buch finden sich immer wieder Fotos vom Marathon-Pater bei seinen Läufen oder in seiner Gemeinde. Das lockert zum einen das Buch auf, zum anderen bekommt man so nochmal einen besseren und persönlicheren Eindruck von Pater Tobias. Das hat mir sehr gefallen.

Mein Fazit:
Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich musste einfach weiterlesen. Diese (wahre) Geschichte hat mich unglaublich berührt, bewegt und beeindruckt, denn ich habe mich an der ein oder anderen Stelle durchaus wiedergefunden. Von mir eine absolute Leseempfehlung nicht nur für Läufer oder gläubige Christen. Ich vergebe ich 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere