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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2021

Anders als erwartet

Be my Nerd - Herzenspakt
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Eine leichte, lockere Geschichte sollte man hier nicht erwarten. Gerade durch die Triggerwarnung wird schnell klar, welche Kost man geboten bekommt.

Die Geschichte von Jacky und Martin wird in einem sehr ...

Eine leichte, lockere Geschichte sollte man hier nicht erwarten. Gerade durch die Triggerwarnung wird schnell klar, welche Kost man geboten bekommt.

Die Geschichte von Jacky und Martin wird in einem sehr angenehmen, leichtem Schreibstil erzählt, der sich wirklich schnell weglesen lässt. Dazu passt auch das Tempo der Geschichte, denn für meinen Geschmack gab es nur wenige Längen.

Man liest abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Martin und Jacky und bekommt damit einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Beiden. Die Probleme, die sich in solch einem Brennpunkt stapeln, sind definitiv nicht einfach. Natürlich kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber basierend darauf sind die Figuren und die Thematik gut ausgearbeitet. Es ist ziemlich authentisch und hat mich auf dieser Ebene auch berührt.

Mit Martin bin ich letztlich allerdings nicht warm geworden, weil ich mit Figuren seiner Art einfach wenig anfangen kann. Zwar ist die Liebesgeschichte nicht der wichtigste Punkt in diesem Buch, aber sie gehört dazu und Männern wie Martin kann ich einfach nichts abgewinnen.

Jacky hingegen hat mir ganz gut gefallen. Sie muss sich in jungem Alter alleine durchschlagen und schafft das erstaunlich gut, auch wenn das die Sache nicht besser macht.

Im Großen und Ganzen eine authentische Geschichte, die viele Komponenten aufeinander treffen lässt und mehr ist, als eine bloße Liebeserzählung, auch wenn es doch anders war, als erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2021

Flop

Sex/Life
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Ich war unschlüssig. Will ich das Buch lesen? Die Serie schauen? Beides? Was davon zuerst?

Letztlich habe ich zwei Folgen der Serie geschaut und dann das Buch gelesen. Und das hätte ich mir auch sparen ...

Ich war unschlüssig. Will ich das Buch lesen? Die Serie schauen? Beides? Was davon zuerst?

Letztlich habe ich zwei Folgen der Serie geschaut und dann das Buch gelesen. Und das hätte ich mir auch sparen können.

Die Serie war in meinen Augen schon stellenweise echt langatmig, aber das Buch übertrifft das noch. Womit ich ehrlich gesagt nicht rechnete, weil ich gehofft habe, dass das Buch ein bisschen pfiffiger ist. Die Szenen, die mich in der Serie gelangweilt haben bestanden größtenteils aus rumgucken, weinen und grübeln, also dachte ich, dass man im Buch bestimmt nicht mit sowas hadert.

Dafür gibt es andere ausschweifende Erzählungen, die ich als ziemlich langweilig und eintönig empfand. Die ständigen Wiederholungen über ihre ach-so-tolle Jugend waren repetitiv und irgendwann ziemlich öde. Auf mich wirkte es irgendwann so, als würde eine ungeb*mste Hausfrau ihre wilden Zeiten vermissen und es sich schöner reden, als es letztlich war.

Ich bin kein Freund von mangelhafter Kommunikation, Manipulation und der Tatsache, dass sie als Psychologin so handelt. Sie sollte es ja eigentlich besser wissen ... Auf mich macht es leider einen sehr sturen, kindlichen und trotzigen Eindruck und das macht sie leider echt nicht sympathisch. Ken wäre wahrscheinlich besser dran, wenn seine Frau ihn so schätzen würde, wie er ist und offen über die Dinge redet, die sie stören.

Aber am Ende bleibt für mich immer noch die Frage: Wieso heirate ich einen Kerl, der all das mitbringt, was mich anödet? Und dann BLEIBE ich auch noch bei ihm und muss ihm ein heimliches Tagebuch mit übertriebenen Stories schreiben, damit er so wird, wie ich es gerne hätte? Basierend auf Lügen. Unfair auf ganzer Linie, wenn man mich fragt.

Der Stil an sich war locker und lebendig, aber das, was sie erzählt hat, konnte mich leider absolut nicht abholen. Vielleicht sehe ich das ganze einfach zu ernst, aber ich kann nicht drüber lachen, wenn man so mit seinem Partner umgeht. Ken kann man eigentlich nur bemitleiden für die Frau an seiner Seite und B.B. würde ich gerne zum Mond schießen.

Für mich ein totaler Flop.

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2021

Süße Collegeromance mit sympathischen Figuren

The Deal – Reine Verhandlungssache
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Elle Kennedys Schreibstil ist locker und leicht, gespickt mit Humor und Charme, welcher mich total verzaubert hat. Das Buch wollte ich kaum aus der Hand legen!

Während mir der Einstieg in die Geschichte ...

Elle Kennedys Schreibstil ist locker und leicht, gespickt mit Humor und Charme, welcher mich total verzaubert hat. Das Buch wollte ich kaum aus der Hand legen!

Während mir der Einstieg in die Geschichte nicht ganz so leicht fiel - ich habe manchmal so meine Schwierigkeiten in eine neue Geschichte zu finden, das hat meist wenig mit den Büchern an sich zu tun - bin ich später nur so durch die Seiten geflogen. Es macht unheimlich Spaß, Hannah und Garrett kennenzulernen. Auch der Freundeskreis ist umfangreich, aber übersichtlich und ich kann es kaum erwarten, die Geschichten der anderen Männer zu lesen.

Hannah und Garrett haben mir als Protagonisten beide gut gefallen. Ich mochte seine große Klappe und seinen Kampfgeist. Der Humor der Beiden ist herrlich und die Chemie stimmt einfach.

Das Tempo der Geschichte gefällt mir ebenfalls sehr gut. Lediglich zum Ende hin war es mir an wenigen Stellen minimal zu langatmig. Das geht mir aber oft so, weil ich immer so auf das Ende hinfiebere.

Besonders gut gefallen haben mir die vielen Dialoge. Irgendwann fiel mir beim Lesen auf, dass die Figuren außergewöhnlich viel miteinander kommunizieren. Das ist mir in der Häufigkeit in wenigen Büchern begegnet. Ich persönlich bin aber ein Fan davon und mochte das sehr gerne.

Letztlich bleibt "The Deal" allerdings eine gewöhnliche Collegeromance. Es gab für mich keine großen Überraschungen, aber das stört mich auch gar nicht, weil die Geschichte am Ende genau so war, wie ich es mir gewünscht habe. Sie ist ein Ticken tiefgründiger und behandelt durchaus ernstere Themen als Kollegen aus dem Bereich, aber im Großen und Ganzen erfindet man auch hier das Rad nicht neu. Aber wie gesagt - ich lese Collegeromances mit einer gewissen Erwartungshaltung und genau das habe ich hier bekommen. Charme, Witz, Spaß, Leidenschaft und eine Menge Unterhaltung. + Die Vorfreude auf die anderen Jungs, die hier schon einen echt guten Eindruck hinterlassen haben.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung mit 4,5 Sternen, wenn man auf süße Collegeromanzen steht.

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 28.06.2021

Emotional, berührend und aufwühlend

Irgendwas von dir
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Ich habe das Buch eben beendet und mein Kopf ist eigentlich noch voller wirrer Gedanken dazu. Trotzdem möchte ich jetzt schon meine Rezension dazu schreiben, obwohl ich während des Lesens fest davon überzeugt ...

Ich habe das Buch eben beendet und mein Kopf ist eigentlich noch voller wirrer Gedanken dazu. Trotzdem möchte ich jetzt schon meine Rezension dazu schreiben, obwohl ich während des Lesens fest davon überzeugt war, überhaupt keine schreiben zu wollen.

Ewigkeiten bin ich um dieses Buch herum geschlichen. Letztlich konnte ich mich nie dazu durchringen, es mir zu kaufen und habe es vor Kurzem von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, die es selbst ungelesen aussortierte.

Meine Erwartungen waren praktisch inexistent. Normalerweise lese ich auch gar keine Bücher über psychische Erkrankungen oder Suizide. Seit über einem Jahrzehnt bin ich selbst psychisch krank und oft mag ich die Darstellung in Büchern nicht.

Als ich das Buch begann, war ich ehrlich gesagt wenig begeistert. Ich hatte sowieso schon schlechte Laune und Megs Special Snowflake Attitüde a la "Ich muss unbedingt ganz ganz anders sein als alle anderen" hat mich absolut genervt. Danach habe ich das Buch kurz pausiert und dann (also gestern, von dem Tag aus gesehen, an dem ich das tippe) nochmal neu angefangen. Diesmal konnte es mich richtig fesseln. Es hat mir so gut gefallen. Der Schreibstil war nicht diese 08/15 Art und die Atmosphäre hatte was Besonderes. Eine Mischung aus mysteriös, spannend und emotional. Es hat mich vom Fleck weg gepackt und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.

Durch den Schreibstil konnte ich mich vollends in die Geschichte fallen lassen und es war so, als würde ich Cody auf ihrer Reise begleiten. Als wäre ich hautnah mit dabei. Als hätte ich selbst Meg ebenfalls verloren. Gleichzeitig fand ich auch einige parallelen zu Meg. Auch wenn bei mir, trotz Depressionen, Suizid nie ein ernster Gedanke war, kenne ich diese Lebensmüdigkeit. Ich kann mich total damit identifizieren, viel zu viel zu schlafen und verschlossen zu sein. Genauso kenne ich aber auch Codys Seite der Geschichte und weiß, wie sie sich fühlen muss.

Cody ist mir echt ans Herz gewachsen. Genauso wie viele andere Nebenfiguren wie Joe & Sue, Richard, Harry, Ben und Alice. Zuerst wirken sie so unscheinbar, aber irgendwann merkt man, wie wichtig sie für die Geschichte und für Cody sind. Cody ist auf der Suche nach Antworten für eine Frage, die niemand mehr beantworten kann. Auf ihrem Weg trifft sie auf viele verschiedene Menschen und irgendwann merkt man, dass sie zwar Meg verloren hat, aber durch ihren Verlust so viele gute neue Freunde gewonnen hat.

Bis zum Ende wusste ich nicht, wo die Autorin mit mir hin möchte. Wo soll die Geschichte enden? Was soll sie aussagen? Was soll es mir bringen, das Buch zu lesen, wenn ich doch schon weiß, dass Meg tot ist? Was kann ich hier überhaupt erwarten? Aber letztlich war das irgendwie total nebensächlich. Das hier und jetzt der Geschichte war immer so packend, dass mich gar nicht interessierte, wo ich irgendwann landen würde, weil ich einfach nur auf der jeweiligen Seite klebte und meine Gedanken vollends im "hier und jetzt" der Story waren. Es gab immer einen neuen Punkt, auf den man etappenweise hinarbeitete.

Die Fragen, die das Buch aufwirft, sind richtig und wichtig. Viele Aussagen haben mich zum Nachdenken gebracht und lassen sich sehr frei interpretieren, was ich gerne mag. Vor allem, weil man hier auch gut sieht, wie unterschiedlich ein und dieselbe Aussage von Menschen interpretiert werden kann, die einen unterschiedlichen Lebenswillen haben.

Die Darstellung von Depressionen finde ich persönlich unheimlich gut gelungen und vor allem die Anmerkung der Autorin, am Ende des Buches, halte ich für absolut lesenswert und -notwendig! Irgendwie rundet sie die Geschichte damit nochmal mehr ab.

Das Buch hat mich absolut berührt. Es hat mich aufgewühlt, schockiert, zum Weinen gebracht und erschüttert. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass sich hinter "Irgendwas von dir" (den englischen Titel "I was here" mag ich einen Ticken lieber) so ein unfassbar gutes, bewegendes Werk verbirgt.

Ab hier ist meine Rezension zu Ende und es folgt ein kleiner Spoiler bzgl. einer Aussage über Suizid, die mir im Gedächtnis geblieben ist:

Eine Stelle hat mir besonders gut gefallen. Auch, wenn ich überhaupt nicht religiös oder gläubig bin. Richard erzählt Cody, dass sein Vater (der Pfarrer ist) Suizid als Sünde ansieht, weil man damit die Hoffnung tötet und alles, was Hoffnung tötet, sei eine Sünde. Ich bin niemand, der Menschen verurteilt, die sich getötet haben und grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jeder frei entscheiden dürfen sollte, ob er leben möchte, oder nicht. Aber diese Sichtweise darauf fand ich doch irgendwie sehr poetisch und sehr schön.

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Veröffentlicht am 25.06.2021

Enemies-to-Lover ganz nach meinem Geschmack

Dear Enemy
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Lange habe ich hin und her überlegt. Will ich das Buch lesen? Will ich nicht? Schreibt Callihan die Art von Enemies to Lover Geschichten, die ich mag? Für mich gibt es nämlich zwei Arten. Art Nummer 1: ...

Lange habe ich hin und her überlegt. Will ich das Buch lesen? Will ich nicht? Schreibt Callihan die Art von Enemies to Lover Geschichten, die ich mag? Für mich gibt es nämlich zwei Arten. Art Nummer 1: Es wird gezickt, getobt und gestichelt, weil einem langweilig ist. Man hat überhaupt keinen Grund, ist aber biestig af und damit unglaublich anstrengend und weder sexy, noch leidenschaftlich. Art Nummer 2 ist für mich die Abneigung, die durchblicken lässt, dass unter der Oberfläche die Anziehung brodelt und hier liegt definitiv Art Nummer 2 vor und ich liebs.

Der Schreibstil ist super angenehm und das Buch lässt sich fix lesen. Leider haben mich die vermehrt auftauchenden Rechtschreibfehler irgendwann doch sehr gestört.

Das Tempo der Geschichte gefiel mir auch richtig gut. Zwischendurch gibt es wenige Längen, aber die sind durchaus erträglich. Ansonsten mochte ich die Entwicklungen wirklich sehr gerne. Anders als bei Idol 1 ging es mir hier überhaupt nicht zu schnell und ich konnte gut nachvollziehen, wie sich die Beziehung entwickelt und auf welcher Basis man sich gerade bewegt.

Auch die Figuren waren mir sympathisch. Man hat hier zwar recht klassische Charaktere, aber es passt zur Story und hat sich authentisch angefühlt. Mit Delilah und Macon hatte ich definitiv eine Menge Spaß, auch wenn ich mich erstmal an seinen Namen gewöhnen musste, weil mein Gehirn ständig "Bacon" daraus machen wollte ...

Emotionen sind definitiv vorhanden, sowohl "positive" als auch "negative". Gerade die Entwicklung zwischen Dee und Macon fande ich sehr schön, aber auch die Beziehung zu ihrer Mutter ist wirklich rührend. Zusätzlich fand ich auch Macons Erinnerungen an die Baker-Familie sehr süß. Zwischendurch hatte ich vielleicht ein bisschen Pipi in den Augen.

Im Großen und Ganzen kann ich das Buch echt empfehlen. Es ist eine schöne Kombination aus Humor, Spaß und Leidenschaft und unterhält wunderbar. Wie schon erwähnt gibt es hier und da kleine Schwächen, die der Geschichte im Gesamten aber kein Abbruch tun. Klare Leseempfehlung!

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