Profilbild von xNachtblume

xNachtblume

Lesejury Profi
online

xNachtblume ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit xNachtblume über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

Satz mit X

Small Town Love
0

Eine Geschichte, die mich in keinem Aspekt überzeugen konnte - leider.

An sich habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich kannte bisher noch nichts von der Autorin, fand die Idee aber interessant.

Leider ...

Eine Geschichte, die mich in keinem Aspekt überzeugen konnte - leider.

An sich habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich kannte bisher noch nichts von der Autorin, fand die Idee aber interessant.

Leider kam dann auch gleich die Ernüchterung und ich hätte am liebsten sofort wieder aufgehört. Sowohl Donovan, als auch Eve fand ich überhaupt nicht sympathisch. Wobei Donovan ein bisschen weniger schlimm als Eve war. Leider war er mir einfach zu laut, zu aufdringlich und auch seinen Humor fand ich nicht witzig.

Eve war für mich genau das Gegenteil von dem, wie sie beschrieben wurde. Von wegen friedfertig, harmonisch oder freundlich. Und sie bildete sich ja üüüberhaupt nichts auf ihre Hochbegabung ein. Ja..natürlich. Man merkt von Anfang an, dass sie auf Donovan herabsieht, weil er ja nicht hochbegabt ist und wie viel besser und toller und schlauer sie ja ist, weil sie sich nicht mit so banalen Dingen wie Spaß, Make Up oder Shopping beschäftigt. Ganz tolle Leistung, Eve. Sie ist einfach das Vorzeigebild einer Special Snowflake, die für alles, was sie tut, wahrscheinlich am Liebsten einen Orden haben würde. Sie lebt vegan, was sie natürlich immer wieder erwähnen muss und auch in anderen Aspekten geht es ihr gefühlt mehr darum, dafür Anerkennung zu ernten, als das es ihr tatsächlich um die gute Sache an sich geht.

Zusätzlich haben mir ihre Gedanken bzgl. Sex und Jungfräulichkeit nicht gefallen. Man könnte wirklich langsam aufhören so zutun, als wäre es ein Geschenk, einer Person das erste Mal Einlass in den Körper zu gewähren und als würde man danach irgendeinen Wert verlieren. Man ist nicht besser oder schlechter, wenn man Sex hatte - oder eben nicht. Das definiert niemanden. Auch nicht, wenn man hochbegabt ist.

Des Weiteren hat mich ziemlich gestört, dass Donovan direkt mal mit seiner Bisexualität vorgestellt wurde. Und natürlich ist er ein Schürzenjäger und hat viele Sexpartnerinnen. Weil es eben das ist, was Bisexuelle den ganzen Tag treiben. Ich finde solch schwierigen und problematischen Stereotypen uncool und in 2021 auch wirklich nicht mehr akzeptabel.

Handlungstechnisch wurde es leider nicht besser. Ich habe mich durch unzählige Streitereien gequält und ich finde die Beiden überhaupt nicht harmonisch. Sollen sie doch einfach voneinander ablassen, wenn sie sich gegenseitig so krass abf
cken und "nur bei dem anderen" so sind. Sollte man sich mal Gedanken drum machen. Gesund klingt das nämlich nicht.

Aurora und Gabriella hingegen fand ich echt süß und niedlich. Bei Aurora wirken die Erzählungen auch deutlich weniger angeberisch als bei Eve und ich hatte sie sofort in mein Herz geschlossen.

Dennoch, für mich hat das Buch auf keiner Ebene funktioniert. Die wichtigen Figuren konnten mich nicht für sich gewinnen, die Handlung ist durch die ständige Reiberei zwischen Donovan und Eve leider auch nicht so prickelnd und die Quälerei, weil man denkt "Vielleicht wird es ja besser" hat sich am Ende überhaupt nicht gelohnt.

Für Leserinnen, die die Vorgänger kennen und mögen, ist dies sicherlich eine gelungene Fortsetzung, aber mein Geschmack trifft es leider überhaupt nicht.Eine Geschichte, die mich in keinem Aspekt überzeugen konnte - leider.

An sich habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Ich kannte bisher noch nichts von der Autorin, fand die Idee aber interessant.

Leider kam dann auch gleich die Ernüchterung und ich hätte am liebsten sofort wieder aufgehört. Sowohl Donovan, als auch Eve fand ich überhaupt nicht sympathisch. Wobei Donovan ein bisschen weniger schlimm als Eve war. Leider war er mir einfach zu laut, zu aufdringlich und auch seinen Humor fand ich nicht witzig.

Eve war für mich genau das Gegenteil von dem, wie sie beschrieben wurde. Von wegen friedfertig, harmonisch oder freundlich. Und sie bildete sich ja üüüberhaupt nichts auf ihre Hochbegabung ein. Ja..natürlich. Man merkt von Anfang an, dass sie auf Donovan herabsieht, weil er ja nicht hochbegabt ist und wie viel besser und toller und schlauer sie ja ist, weil sie sich nicht mit so banalen Dingen wie Spaß, Make Up oder Shopping beschäftigt. Ganz tolle Leistung, Eve. Sie ist einfach das Vorzeigebild einer Special Snowflake, die für alles, was sie tut, wahrscheinlich am Liebsten einen Orden haben würde. Sie lebt vegan, was sie natürlich immer wieder erwähnen muss und auch in anderen Aspekten geht es ihr gefühlt mehr darum, dafür Anerkennung zu ernten, als das es ihr tatsächlich um die gute Sache an sich geht.

Zusätzlich haben mir ihre Gedanken bzgl. Sex und Jungfräulichkeit nicht gefallen. Man könnte wirklich langsam aufhören so zutun, als wäre es ein Geschenk, einer Person das erste Mal Einlass in den Körper zu gewähren und als würde man danach irgendeinen Wert verlieren. Man ist nicht besser oder schlechter, wenn man Sex hatte - oder eben nicht. Das definiert niemanden. Auch nicht, wenn man hochbegabt ist.

Des Weiteren hat mich ziemlich gestört, dass Donovan direkt mal mit seiner Bisexualität vorgestellt wurde. Und natürlich ist er ein Schürzenjäger und hat viele Sexpartner
innen. Weil es eben das ist, was Bisexuelle den ganzen Tag treiben. Ich finde solch schwierigen und problematischen Stereotypen uncool und in 2021 auch wirklich nicht mehr akzeptabel.

Handlungstechnisch wurde es leider nicht besser. Ich habe mich durch unzählige Streitereien gequält und ich finde die Beiden überhaupt nicht harmonisch. Sollen sie doch einfach voneinander ablassen, wenn sie sich gegenseitig so krass abfcken und "nur bei dem anderen" so sind. Sollte man sich mal Gedanken drum machen. Gesund klingt das nämlich nicht.

Aurora und Gabriella hingegen fand ich echt süß und niedlich. Bei Aurora wirken die Erzählungen auch deutlich weniger angeberisch als bei Eve und ich hatte sie sofort in mein Herz geschlossen.

Dennoch, für mich hat das Buch auf keiner Ebene funktioniert. Die wichtigen Figuren konnten mich nicht für sich gewinnen, die Handlung ist durch die ständige Reiberei zwischen Donovan und Eve leider auch nicht so prickelnd und die Quälerei, weil man denkt "Vielleicht wird es ja besser" hat sich am Ende überhaupt nicht gelohnt.

Für Leser
innen, die die Vorgänger kennen und mögen, ist dies sicherlich eine gelungene Fortsetzung, aber mein Geschmack trifft es leider überhaupt nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

Enttäuschend

GIRL A
0

Ich hatte mich so sehr auf das Buch gefreut! Die Leseprobe hat mich total mitgerissen und ich konnte es überhaupt nicht erwarten, mehr über Lex und die anderen Gracie Kinder zu erfahren!

Der Schreibstil ...

Ich hatte mich so sehr auf das Buch gefreut! Die Leseprobe hat mich total mitgerissen und ich konnte es überhaupt nicht erwarten, mehr über Lex und die anderen Gracie Kinder zu erfahren!

Der Schreibstil ist sehr nüchtern, was Lex Persönlichkeit geschuldet ist. Sie wirkt resigniert und distanziert, aber das hat mir gut gefallen. Authentisch, irgendwie. So, wie ich mir eine Überlebende wie sie vorstellen würde.

Auch die anderen Figuren fand ich gut ausgearbeitet. Jeder geht mit dem Geschehenen anders um und hat die traumatische Kindheit auf unterschiedliche Art verarbeitet. Man hat sofort in den ersten Schilderungen gemerkt, dass jedes Kind seine eigene Persönlichkeit und vor allem seinen eigenen Stand in der Familie besitzt. Einige Kinder wurden ganz klar bevorzugt behandelt, während andere diesen Luxus nicht genießen durften. Im Großen und Ganzen kann man sich aber ganz sicher darauf festlegen, dass es keinem der Kinder wirklich gut ging.

Die Geschichte ist in 7 große Kapitel geteilt, in dem man sich größtenteils mit einem der Graciegeschwister auseinandersetzt. Man erfährt einiges über die Vergangenheit, springt aber auch immer wieder in die Gegenwart, wo Lex auf das jeweilige Geschwisterkind trifft. Gerade die Vergangenheitsparts haben mir sehr gut gefallen. Die Schilderungen sind spannend und interessant. Auch das ständige Wechseln hat mich überhaupt nicht gestört und ich konnte der Geschichte gut folgen.

Leider haben mich die Parts aus der Gegenwart allerdings überhaupt nicht abholen können. Die meiste Zeit fand ich die Handlung sehr langweilig. Die Treffen mit den Geschwistern sind recht kurz gehalten und immer wieder wird etwas eingestreut, was zur eigentlichen Story wenig beiträgt. Es wirkt langgezogen und das leider auf künstliche Art.

Die Idee hinter "Girl A" finde ich klasse und sie hat sofort die Neugier in mir geweckt. Gerade als True Crime Fan ist man hier schnell angefixt. Leider konnte mich das Buch aber nicht überzeugen. Dafür ist es mir im Gesamten einfach zu fad und langatmig. Das Buch ist recht ruhig - was an sich ja okay ist -, allerdings passiert mir insgesamt zu wenig, was wirklich interessant ist. Es ist eine gute Idee, mit leider schlechter Umsetzung - mit wenig spannungsgeladenen Szenen, die die Nerven kitzeln oder mich den Atem anhalten lassen. Unter einem Thriller verstehe ich definitiv etwas anderes und daher kann ich leider nicht mehr als 2 Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2021

Gute Unterhaltung

Forever and ever
0

Vor dem Lesen bin ich über einige kritische Stimmen bei Goodreads gestolpert und da ich sehr beeinflussbar bin (leider) hatte ich dann doch ein wenig Sorge - wobei recht schnell deutlich wurde, dass diese ...

Vor dem Lesen bin ich über einige kritische Stimmen bei Goodreads gestolpert und da ich sehr beeinflussbar bin (leider) hatte ich dann doch ein wenig Sorge - wobei recht schnell deutlich wurde, dass diese unbegründet ist. Trotz dessen hatte ich enorme Lust auf das Buch. Ich mag einige Bücher von Young sehr gerne und auch Callihans Stil durfte mich im ersten Band der Idol-Reihe unterhalten, auch wenn ich doch eher Young-Fan bin. Außerdem kommt noch der Plot hinzu. Geschichten über Fake-Beziehungen gehören zu meinen Lieblingsplots und ich lese sehr gerne darüber.

Auch Young und Callihan schaffen es, mich mit diesem Plot zu fesseln. Der Schreibstil ist locker und leicht und der Humor ist ebenfalls mein Ding. Hin und wieder musste ich echt laut lachen. Nicht zuletzt, weil die Protagonisten und ihre Chemie echt sympathisch und toll ist.

Parker ist eine sehr gefasste und organisierte Frau. Sie weiß, was sie will und lässt sich nicht einschüchtern. Trotzdem bringt sie irgendwie eine gewisse Unsicherheit mit, vor allem, weil sie ihre Eltern nicht enttäuschen möchte. Ich mochte sie auf Anhieb. Sie hasst Schimpfwörter, was sie trotzdem nicht daran hindert, Rhys die Stirn zu bieten, während dieser die meiste Zeit mit Fluchen beschäftigt ist. Hier hätte es mir ruhig ein bisschen weniger sein dürfen. Gerade sein Sprachstil kommt mir manchmal zu gewollt vor, mit möglichst vielen Flüchen vollgestopft und ich mag seine halben Sätze auch nicht so wirklich.

Insgesamt mochte ich aber sowohl Parker, als auch Rhys sehr gerne. Auch Parkers Eltern fand ich sympathisch, während mir ihre Schwester nicht ganz so sympathisch waren. Rhys' Bruder Dean hingegen konnte mich da einige Male schon besser unterhalten. Auch die restlichen Nebenfiguren erfüllen ihre Rolle gut.

Die feministische Ader, die sich durch das Buch zieht, und die ebenfalls kritisiert wurde, stört mich überhaupt nicht. Ich lese Bücher zwar zum Abschalten und sie sollen mich in erster Linie unterhalten, aber realistische Einflüsse sind nicht immer verkehrt und ich fand sie hier wirklich gut umgesetzt.

Des Weiteren habe ich mich sehr gefreut, dass ein gewisser Handlungsstrang nicht so verlief, wie ich zuvor befürchtete. Das gibt nochmal einen dicken Pluspunkt.

Die Handlung verlief Tempo-mäßig genau nach meinem Geschmack. Nicht zu schnell - so wie ich es eher von Callihan kenne - aber auch nicht zu langsam. Alles entwickelt sich genau richtig. Auch Young und Callihan greifen auf einige, aber wenige Klischees des Plots zurück, aber das finde ich ebenfalls nicht weiter tragisch. Als Fan dieser Handlungsart erwartet man ja auch gewisse Teile, die den Plot so interessant für einen als Leser machen.

Obwohl ich nicht wirklich emotional in der Geschichte involviert war, musste ich doch ein paar Tränchen verdrücken. Es ist eher eine leichte und lockere Geschichte, mit nur zum Teil schwierigeren, emotionalen Parts. Die konnten mich allerdings nicht packen, was ich sehr schade finde. Irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Ich hatte Spaß beim Lesen, aber wirklich ans Herz gewachsen sind mir die Figuren nicht.

Von mir gibt es 3 Sterne, weil es mich - wenn auch nicht auf emotionaler Ebene - gut unterhalten und amüsiert hat. Es macht einfach Spaß, Parker und Rhys bei ihrem Schlagabtausch zu begleiten und zu sehen, wie sich die Beiden immer mehr unter die Haut gehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Ängste überwinden

Long Distance Playlist
0

Ich liebe liebe liebe Nachrichtenromane. Seien es E-Mails, SmS oder Chats - was auch immer, aber es macht mir unheimlich Spaß, solche Bücher zu lesen. In "Long Distance Playlist" geht es zwar nicht ausschließlich ...

Ich liebe liebe liebe Nachrichtenromane. Seien es E-Mails, SmS oder Chats - was auch immer, aber es macht mir unheimlich Spaß, solche Bücher zu lesen. In "Long Distance Playlist" geht es zwar nicht ausschließlich um Nachrichten, die Isolde und Taylor sich schicken, aber sie nehmen doch einen guten Teil der Geschichte ein.

Durch die Mischung aus den verschiedenen Erzählweisen wird es eigentlich nie langweilig und die erste Hälfte des Buchs habe ich regelrecht inhaliert, während die zweite Hälfte mich leider nicht ganz so mitreißen konnte. Da war die Atmosphäre einfach anders und ein bisschen weniger magisch, was mich nach dem Lesen dann doch ein wenig ernüchternd zurückgelassen hat, während ich die erste Hälfte des Buchs wirklich geliebt habe.

Sowohl Isolde als auch Taylor sind sympathische Figuren. Während ich Isolde hin und wieder ein wenig zu stur und nervig fand, war Taylor einfach perfekt. Da bekommt man nur leider ab und an das Gefühl, dass die ätzende Zicke ihn gar nicht verdient hat. Aber das war nur minimal präsent und schnell wieder vergessen, denn an sich sind beide wirklich tolle Charaktere und ihre Gespräche waren einfach super schön. Das hätte ich so nicht erwartet.

Beide Figuren sind unheimlich gut darin, ihre Gefühle wiederzugeben, was die Dialoge sehr angenehm macht. Sie reden offen darüber, was sie bewegt - zumindest am Anfang. Das wäre mein erster Kritikpunkt. Ich weiß nicht, ob es in jedem Jugendbuch diesen Punkt geben muss, an dem die Figuren plötzlich aufhören, ehrlich und offen zueinander zu sein, aber ein wenig nervig finde ich das schon, weil es für mich zu überflüssigen Konfliktpunkten führt, die man easy hätte vermeiden können. Gott sei Dank nimmt das Problem aber nur wenig Raum in der Geschichte ein. An sich tragen beide ihr Päckchen und bieten sich gegenseitig Halt. Keiner ist präsenter mit seinen Problemen oder heult sich nur bei dem anderen aus, was ich gut ausgearbeitet finde.

Die Nebenfiguren fand ich mehr oder weniger auch ganz gut. Isoldes Mutter fand ich total unsympathisch - ihr Verhalten ist in keiner Sekunde nachvollziehbar - während ich Isoldes Vater, Taylor Eltern, Finn und Ana richtig gut fand. Finn und Ana sind die jeweiligen besten Freunde von Taylor und Isolde und quasi das jeweilige Äquivalent zueinander. Beide sind unheimlich witzig und treten den Protagonisten ein wenig in den Hintern, sich endlich mal anzunähern.

Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat: Die Playlists. Diese bunte Mischung an Songs war richtig toll und vor allem abwechslungsreich. Ich habe bei den meisten Liedern auch mal reingehört und mochte sie ziemlich gerne. Auch den alten Kram - wobei ich den nicht extra anhören musste, da ich definitiv zu den Leuten gehöre, die ständig nur "alten Kram" hören.

Ich liebe Romance Jugendbücher, weil sie oft so viel mehr hergeben, als andere Liebesromane. Weil es eben nicht nur um Liebe geht. Aus "Long Distance Playlist" kann man so viele Ratschläge und Weisheiten für sich selbst mitnehmen und das Buch zeigt in so vielen Facetten, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt ist. Und wie unwichtig es ist, alles durchzuplanen oder zu wissen, wo man in x Monaten steht. Es zeigt auf, wie wichtig das hier und jetzt ist und das man sich nicht von seinen Ängsten leiten lassen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2021

Gemischte Gefühle

Perfect Mistake
0

Dieses Buch hebt sich, meiner Meinung nach, von anderen Scottbüchern ab, die ich bisher gelesen habe.

Der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig und macht Spaß. Scotts Bücher lassen sich immer schnell ...

Dieses Buch hebt sich, meiner Meinung nach, von anderen Scottbüchern ab, die ich bisher gelesen habe.

Der Schreibstil ist, wie gewohnt, flüssig und macht Spaß. Scotts Bücher lassen sich immer schnell lesen und der Humor ist genau mein Geschmack.

Die Geschichte wechselt zu Beginn zwischen Gegenwart und Vergangenheit, bis man bei Adeles Geburtstagsparty/Silvesterparty ankommt. So bekommt man einen guten Eindruck über Adeles und Petes Beziehung und ihr Verhalten zueinander. In der Vergangenheit waren die beiden echt goldig. Die Gespräche sind voller Leichtigkeit und unterhaltsam. Vor allem ihren Schlagabtausch fand ich immer sehr amüsant.

Allerdings verhält sich Pete in der Gegenwart wie ein unreifer Teenie und macht aus seiner Abneigung gegenüber Adele kein Geheimnis. Bis zu einem gewissen Punkt kann ich das nachvollziehen, allerdings war es mir zeitweise ein bisschen too much.

Außerdem wirken die Szenen in der Gegenwart - zumindest zu Beginn - irgendwie zusammengewürfelt. Ein wenig willkürlich. Mir fehlte der rote Faden und ich konnte lange keine Verbindung zu den Figuren aufbauen, weil es in sich einfach nicht abgerundet oder stimmig wirkte.

Die Handlung hat mich - besonders im Mittelteil - kurzzeitig echt verwirrt und durcheinander gebracht, weil ich einfach nicht mehr mitkam. Petes Verhalten war für mich nicht mehr authentisch, sondern eher unpassend und unglaubwürdig.

Adele hingegen war eine ausgewogene Mischung aus sympathisch und nervig. Die Sympathie zu ihr überwog gen Ende immer mehr, aber zu Beginn geht sie mir mit ihrer naiven Schwärmerei echt auf die Nerven.

Adeles Dad Andrew fand ich am Anfang ein bisschen anstrengend. Im Kombination mit seiner Frau Shanti ist er allerdings ziemlich lustig. Shanti ist eine unfassbar herzliche Frau, die weiß, wie der Hase läuft und ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist absolut sympathisch und nimmt immer wieder eine tolle Position in den Gesprächen ein.

Scotts Sexszenen sind für gewöhnlich angenehm zu lesen. Es gibt immer Abwechslung und sie ist eine der wenigen Autorinnen (ich glaube, in meinem Regal sogar die Einzige) die auch mal Blowjobs beschreibt. Wichtig ist das zwar nicht, aber es rundet den erotischen Teil ab. Stellenweise gab es mir hier insgesamt aber zu viele Sexszenen, sodass die Handlung kurzzeitig nachließ, was sich zum Ende hin aber wieder gut fing.

Insgesamt dreht sich aber den Großteil der Geschichte einiges um die körperliche Anziehung und Sex - oder Sex, den Adele gerne hätte. Ich hätte mir hier mehr Gedankengänge auf emotionaler Ebene gewünscht. Scott ist mir nicht als emotionale, dramatische, tränenreiche Autorin bekannt, aber trotzdem - hier wurde mir zu viel aufs Optische reduziert und die Gefühle blitzten immer nur kurzzeitig mal durch. Im Gesamtpaket wirkt das Buch zwar tiefgründiger bzw. emotionaler als ihre anderen Werke, die ich bisher gelesen habe, aber irgendwie konnte es mich nicht packen. Diese Tiefgründigkeit, die ich woanders schätze, konnte mich zwischen all dem "Oh, er sieht so heiß aus" nicht berühren und wirkte irgendwie unecht. Gefühle wurden ausgesprochen, aber man konnte sie nicht greifen. Also wirkt es zwar emotionaler, aber wirklich emotional berühren konnte es mich nicht, weswegen ich ihre anderen Werke lieber mag.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Handlungsverlauf. Zu Beginn läuft alles so, wie man sich das bei einem Romancebuch auch erwartet und es ist relativ vorhersehbar. Dann tauchen aber Plotpoints auf, die zwar überraschen, aber nicht wirklich etwas für die Story tun. Für meinen Geschmack hätte man das gerne anders lösen können. Mit dem Verlauf bin ich nur so semi-zufrieden und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll. Es gibt einfach Handlungen und Verläufe, die ich nicht mag und ein Teil dessen, finde ich auch hier wieder. Letzten Endes war es nicht so schlimm, wie ich zuvor bzw. als die Handlung eintritt, erwartete, aber trotzdem - ein fader Beigeschmack von "Hätte man das wirklich gebraucht?" bleibt zurück.

Ach ja. Eigentlich bewerte ich das Cover mittlerweile nicht mehr, aber hier muss ich mal erwähnen, wie unpassend ich es finde, wenn man mal bedenkt, wie alt die Protagonisten sind und wie jung sie auf dem Cover aussehen.

Perfect Mistake fühlt sich für mich nicht wie ein typisches Kylie Scott Buch an. Trotzdem mochte ich es und es gab überwiegend Szenen, die mir total viel Spaß bereitet haben. Das Buch konnte mich gut unterhalten, auch wenn es einige Schwächen hatte. Trotz der pseudotiefgehenderen Atmosphäre als in ihren anderen Büchern, gehört es für mich nicht zu ihren stärksten Werken und bekommt von mir 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere