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Veröffentlicht am 08.07.2020

Humorvoll, sexy und ernst, ohne dabei langweilig zu sein!

Mister West
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Vi Keeland überzeugt auch in “Mister West” mal wieder mit einer wundervollen Kombination aus Humor, Sexiness und Ernsthaftigkeit.

Die Geschichte startet locker mit einem Missverständnis, das sich recht ...

Vi Keeland überzeugt auch in “Mister West” mal wieder mit einer wundervollen Kombination aus Humor, Sexiness und Ernsthaftigkeit.

Die Geschichte startet locker mit einem Missverständnis, das sich recht schnell aufklärt. Rachel und Caine sind mir auf Anhieb sympathisch. Vor allem, weil sie gerne Tests in Zeitschriften macht. Ich gehöre noch zu der Generation “Bravo”-Zeitschrift und habe diese Tests geliebt, als ich noch jünger war. Somit beginnt die Story mit viel Witz und man hat eine ganze Menge zu lachen.

Während die Leidenschaft und Anziehung zwischen Professor West und Rachel immer höher treibt und man deutlich ins Schwitzen kommt, wird langsam der ernsthaftere Handlungsstrang eingeleitet. Bis dato las man nur aus der Sicht von Rachel, bekommt nun aber Rückblenden aus Caines Sicht von vor 15 Jahren. Ich war ziemlich überrascht, als hin und wieder der ernstere Ton angeschlagen wurde, weil ich damit nicht rechnete, war allerdings auch froh darum, denn so schön es ist, Caine und Rachel dabei zu beobachten, wie sie scharf aufeinander sind, so schnell kann das Ganze auch langweilig werden. So befindet man sich zwar hauptsächlich in der Gegenwart, taucht aber nach und nach immer weiter in Caines Vergangenheit ein, was dafür sorgt, dass die Spannung aufrechterhalten wird und man nicht das Interesse an der Geschichte verliert.

Das Buch dreht sich übrigens nicht hauptsächlich um Sex. Ein weiterer Pluspunkt. Der Humor dreht sich nicht ausschließlich darum, wie gerne er sie vögeln würde und tatsächlich lernen die Beiden sich auf persönlicher Ebene kennen, was ich sehr erfrischend fand.

Neben Rachel und Caine hat mir ganz besonders Charlie gefallen. Das ist Rachels Chef im O’Learys, wo sie nebenbei arbeitet. Charlie ist ein Polizist im Ruhestand und betrachtet Rachel als sein kleines Mädchen. Er ist fürsorglich, aufmerksam und auf seine grummelige Art total liebenswert. Man erhält einen kleinen Einblick in sein Leben, als er erzählt, wie er “seine Audrey” kennengelernt hat und da ist mir doch ein wenig das Herz weggeschmolzen.

Caine ist übrigens auch wahnsinnig aufmerksam und ich weiß nicht wieso, aber aufmerksame Männer sind definitiv heiß! Aber generell ist er recht fürsorglich, charmant und die Dialoge zwischen ihm und Rachel sind absolut unterhaltsam. Man spürt einfach die Chemie zwischen den Beiden.

Die ganze Hintergrundstory hatte direkt zu Beginn ihrer Erwähnung mein Interesse und ich finde, sie wurde richtig gut eingebaut. Nicht zu früh, nicht zu spät, sondern perfekt, um die Neugier des Lesers zu wecken und beizubehalten.

Mir persönlich gefällt es sehr, wenn Bücher mich nicht nur mit Humor und Leidenschaft packen können, sondern mir mit einer gewissen Tiefgründigkeit auch noch Stoff zum Nachdenken bieten, denn wie schon vorher erwähnt - Witz und Sex alleine füllen “leider” keinen knapp 370 Seiten Roman. Die Autorin schafft es hier allerdings, alle Komponenten perfekt miteinander zu verbinden, ohne, dass eins davon zu viel Platz in Anspruch nimmt.

Übrigens hebt sich das Buch deutlich von der klassischen “Professor-Stundentin”-Romance ab. Es dreht sich nicht alles nur darum, dass sie sich wollen, aber eigentlich nicht zusammen sein dürfen, weil Lehrer/Schüler und es gibt auch kein elendiges nervtötendes Drama, weil irgendwer über ihre Beziehung geplaudert hat. Falls jemand diese Sorgen haben sollte, kann ich sie getrost beruhigen - “Mister West” ist nicht “so ein” Buch.

Während ich von “One more Chance” absolut enttäuscht war, hatte Keeland mein Interesse mit “Bossman” neu erwecken können und umso mehr freue ich mich, dass auch “Mister West” mich nicht erneut enttäuscht hat. Lediglich in der Mitte des Buches war ich ein wenig verwirrt, da ich nicht ganz verstand, weshalb Rachel ständig so ein Drama schiebt, aber da dies immer nur kurzzeitig auftrat, war es nicht allzu störend. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Überraschend anders.

Wenn die Dunkelheit endet
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“Wenn die Dunkelheit endet” hebt sich sehr von den Büchern ab, die ich eigentlich lese und es fällt mir ein wenig schwer, diese Rezension zu schreiben, da ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll. ...

“Wenn die Dunkelheit endet” hebt sich sehr von den Büchern ab, die ich eigentlich lese und es fällt mir ein wenig schwer, diese Rezension zu schreiben, da ich überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll. Eigentlich möchte ich auch gar nicht zu viel verraten, oder zu sehr auf die Geschichte eingehen, denn jedes Detail, was man selbst herausfindet, ist so wahnsinnig spannend!

Dachte ich nach dem Klappentext zuerst, dass es lediglich um Helen und ihre Verbindung zu Juliet geht, wurde ich schnell eines Besseren belehrts. Amüsanterweise habe ich zu Beginn im Bezug auf Luke etwas ganz anderes angenommen und erst im Laufe des Buches bemerkt, dass ich etwas Grundlegendes falsch verstanden hatte – was aber nicht ganz so tragisch war, denn Luke Varners Rolle klärte sich dann doch rasch auf.

Das Buch gab mir etwas komplett anderes, als ich erwartet hatte und ich muss zugeben, dass ich ein wenig sprachlos bin. Ich bin überwältigt davon, wie viel man in ein einziges Buch packen kann. Es ist, als hätte ich 4 eigenständige Geschichten gelesen, die aber doch durch einen roten Faden verbunden sind.

Der fesselnde Schreibstil sorgt in jeder Phase der Geschichte für eine absolut authentische und greifbare Atmosphäre und ich habe zwischendurch tatsächlich fast vergessen, dass dieser Abschnitt zu etwas Größerem gehört.

Am meisten beeindruckt haben mich die verschiedenen Figuren. Sowohl Juliet, als auch Nora und Sandra haben mich auf unterschiedliche Weisen emotional berühren können und auch Luke hatte schnell mein Herz für sich gewonnen. Die Vielschichtigkeit der einzelnen Personen hat mir unheimlich gefallen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mit jeder Frage, die sich aufklärte, wurde es interessanter und spannender. Ich wollte mehr wissen und all die Antworten in Erfahrung bringen, die Helen fehlte.

Helen spielt in der ganzen Geschichte tatsächlich eine fast untergeordnete Rolle, da sie die ganzen Geheimnisse quasi mit uns gemeinsam aufdeckt, aber wenig eigene Geschichte besitzt. Trotz ihres geringen Auftauchens war sie mir sympathisch und ich mochte sie wirklich gerne. Gerade die innere Zerrissenheit mit jeder neuen Information und die Emotionen, wenn sie etwas besonders Erschütterndes erfahren hat, konnte ich so gut nachempfinden. Aber auch mit Luke konnte ich mitfühlen, was stellenweise nicht gerade angenehm war. Er ist liebevoll und charmant, aber auch humorvoll und selbst seine eifersüchtige Seite hat irgendwas an sich, was mich jedes Mal mit Bedauern erfüllte, weil ich nicht wollte, dass er sich so schlecht fühlte.

Generell mag ich Zeitreise-Geschichten sehr gerne – auch wenn ich hier gar nicht mit einer gerechnet hätte und so wirklich reist Helen ja auch nicht durch die Zeit. Dennoch mochte ich den geringen Fantasy-Anteil der Geschichte und vor allem die Atmosphäre hat mich umgehauen. Einige Male war ich zwar verwirrt, weil der Aufbau manchmal ein wenig wirr ist, im Großen und Ganzen hat sich allerdings alles gut aufgeklärt.

Die Kombination aus diesem mitreißendem Schreibstil, der Figuren, die wirklich absolut authentisch und nachzuvollziehen sind und dem Plot, der mich immer wieder überrascht, insgesamt aber einfach besonders gut unterhalten konnte, bringt eine Geschichte hervor, die mich sprachlos vor Begeisterung zurücklässt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Leider zu oberflächlich und körperfixiert.

Second Chance
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Nach dem Klappentext erwartete ich eine emotionale und mitreißende Story. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Aber beginnen wir erstmal am Anfang.

Die Geschichte liest man aus den Gegenwarts- ...

Nach dem Klappentext erwartete ich eine emotionale und mitreißende Story. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Aber beginnen wir erstmal am Anfang.

Die Geschichte liest man aus den Gegenwarts- und Vergangenheitsperspektiven von Cassie und Trips aka. Tanner. Während mir Cassie nur in der Vergangenheit sympathisch ist, mag ich sowohl Trips mit 17 Jahren, als auch seine erwachsene Version Tanner mit 24/25 Jahren. Er ist interessant und gerade seine Familiengeschichte rund um seine Brüder weckt meine Neugier. Dementsprechend freue ich mich auf die Folgebände, in denen es um Nash und Ev geht und hoffe sehr, dass die Beiden eine nette Protagonistin an die Seite gestellt bekommen. Generell fand ich die Vergangenheitsparts sehr viel ansprechender.

Cassandra war für mich unausstehlich. Sie ist zickig und führt sich auf, wie eine verzogene Göre, der man irgendwas verwehrt, auf dass sie doch ein Anrecht hatte, was natürlich völliger Schwachsinn ist. Gerade in den Vergangenheitsepisoden merkt man, wie abhängig und unselbstständig sie ist. Sie ist vollkommen auf Trips angewiesen, weil sie alleine überhaupt nicht lebensfähig ist und mit sich alleine nichts anzufangen weiß, was die Beziehung der Beiden mehr als toxisch erscheinen lässt.

In der Gegenwart hingegen ist sie einfach nur eine eiskalte, arrogante Kuh, die unheimlich nervig ist. Nein, ich habe kein Verständnis für ihr Verhalten und nein, verlassen zu werden rechtfertigt solch ein kindisches Verhalten auch nicht, danke. Als Tanner erneut in ihr Leben tritt, möchte sie nicht mal mit ihm reden, was ich total schwachsinnig finde. Nach ihrer ach-so-tiefen Verbindung hätte es mich an ihrer Stelle sehr wohl interessiert, was er zu sagen hätte - aber nein, sie muss auf stur stellen und das führt zu einem ewig langen hin und her, was mehr als frustrierend und nervig ist. Dieses ewige “Ich will ihn, ich will ihn nicht und ach, vögeln können wir ja eigentlich schon, aber mehr bitte nicht” führt dazu, dass dem Buch ordentliches Potenzial flöten geht. Diese Szenen, die zu nichts führen und in denen sich die Beiden nur im Kreis drehen, hätte man mit einer besseren Story füllen können.

Da ich die meiste Zeit eigentlich nur genervt die Augen verdreht habe und mich gefragt habe, was sowohl Trips mit 17, als auch Tanner als erwachsener Mann von Cassandra wollte, kamen bei mir herrlich wenig Emotionen an. Die Geschichte bleibt durch die ewige Bumserei insgesamt zu oberflächlich und Gefühle kamen bei mir nur an, als ich das Buch endlich beendet hatte. Erleichterung, dass ich mir nicht weiter Cassandra auf ihrem hohen Ross antun muss und gezwungen bin zu beobachten, wie Tanner wie ein räudiger Hund bei ihr zu Kreuze kriecht. Ständig wird erwähnt, wie nah die Beiden sich doch sind und welch eine innige Verbindung sie haben, aber gemerkt habe ich davon allerdings nichts. Ich wünsche mir bei sowas, dass Autor*innen mir das zeigen und nicht nur davon schreiben, denn das bringt mir am Ende auch nichts.

Während das Buch hin und wieder doch einige Szenen aufbringt, die meine Neugier wecken konnten – wie gesagt, besonders die Geschichte um die Brüder fand ich gut und an sich hätte sie für meinen Geschmack noch mehr ausgebaut werden können, enttäuscht es mich die meiste Zeit leider, was ich wirklich schade finde.

Hier handelt es sich allerdings überwiegend um den klassischen Fall “nervige Protagonistin versaut das Lesevergnügen” . Der Schreibstil ist nett – nicht überragend, aber völlig in Ordnung – und auch die anderen Figuren sind ganz okay. Davon gibt es zwar nicht viel, aber die handvoll ist schon okay.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Alter der Männer teilweise durcheinandergeworfen wird. Cassie erwähnt, dass Ev 15 Jahre alt war, als sie ihn kennenlernte, obwohl er erst 13 Jahre alt war und Nash 15 Jahre alt – was nur einige Kapitel vorher erwähnt wurde. Da hätte ich mir einen genaueren Blick gewünscht.

Insgesamt hätte ich mir mehr Tiefe und echte Emotionen gewünscht. In der Vergangenheit konnte ich in der Richtung zwar etwas erahnen, aber greifbar war es dort auch nicht. In der Gegenwart geht es gefühlt nur um Sex, was das ganze Gefasel über Gefühle Lügen straft und dafür sorgt, dass die Geschichte stellenweise wirklich langatmig, eintönig und fast öde wird. Da hilft auch nicht der kurze Schlenker in Richtung Ernsthaftigkeit gen Ende, um meine Erwartungen zu erreichen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein absolutes Must-Read für Liebesroman-Fans.

Repeat This Love
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Seit ich “Trust” von Kylie Scott gelesen habe, bin ich ein riesen Fan ihrer Geschichten. Besonders ihre Hauptfiguren mag ich einfach total und auch die Story rund um einen Gedächtnisverlust fand ich sehr ...

Seit ich “Trust” von Kylie Scott gelesen habe, bin ich ein riesen Fan ihrer Geschichten. Besonders ihre Hauptfiguren mag ich einfach total und auch die Story rund um einen Gedächtnisverlust fand ich sehr ansprechend. Und auch in “Repeat this Love” konnten mich Clementine und Ed für sich gewinnen.

Clementine hat durch einen Unfall all ihre Erinnerungen verloren und sucht Ed auf, da eine Person in einem Café sie auf ihr Tattoo angesprochen hat, was er ihr gestochen hat. Dort wird sie allerdings nicht gerade herzlich begrüßt, denn Ed ist nicht nur ihr Tätowierer, sondern ihr Ex-Freund, den sie vor einem Monat aus heiterem Himmel verlassen hat.

Besonders gut gefällt mir hier wieder mal, dass die Geschichte sofort im Geschehen beginnt. Es geht direkt mit der Story los, die der Klappentext versprochen hat und das weiß ich zu schätzen, denn langes Blabla mindert meine Begeisterung eher.

Clem ist eine unheimlich sympathische Protagonistin und ich mochte sie auf Anhieb. Sie besitzt einen herrlichen Sinn für Humor und die Chemie zwischen ihr und Ed lädt zum Schwärmen ein. Aber auch ihre rationale Seite hat mir total gut gefallen. Sie ist in der Lage, sich zu reflektieren - was nicht viele Romanfiguren können und hat damit fleißig Sympathiepunkte gesammelt. Außerdem ist sie sich nicht zu fein, Fehler einzugestehen und fair zu sein. Sie ist wirklich genau das, was ich mir von einer Liebesromanprotagonistin immer wünsche.

Generell fand ich die Beziehung zwischen Clem und Ed total aufregend und spannend. Ed ist nicht nur witzig und heiß, sondern auch sehr fürsorglich, auch wenn er zu Beginn eher abweisend und misstrauisch wirkt – was man ihm nicht verübeln kann.

Der Schreibstil ist mitreißend und hat mich absolut gefesselt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil mich die Geschichte unfassbar gut unterhalten konnte. Die Figuren sind sympathisch, authentisch und machen Lust auf mehr. Nicht nur die Protagonisten sind toll, sondern auch die Nebenfiguren wie beispielsweise Leif. Der kleine Bruder von Ed nimmt kein Blatt vor den Mund und seine flirtige Art haben mich bestens amüsiert.

Aber die Geschichte ist nicht nur humorvoll und unterhaltsam, sondern auch spannend, denn es steht immer noch die Frage im Raum, ob es jemand auf Clementine abgesehen hat, oder ob der ganze Unfall nur Zufall war. Einiges in dieser Sache fand ich ein wenig vorhersehbar, tat der Geschichte in meinen Augen aber keinen Abbruch.

Scott wählt ein angenehmes Tempo und eine perfekte Kombination aus Humor, Spannung und Sexiness. Nichts wirkt too much und das Buch ist auch nicht überladen oder vollgestopft mit Sexszenen. Die Entwicklung der Geschichte und der Figuren ist wirklich gut ausgearbeitet und ich hatte wundervolle Lesestunden, wobei ich fast schon ein bisschen traurig darüber bin, dass ich mir das Buch nicht “besser” eingeteilt habe.

Das Buch ist lustig, flirty, aber auch süß, romantisch und spannend. Für Fans von Kylie Scott ein absolutes Must-Read!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Langweilig

Falling - Ich kann dich nicht vergessen
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Abgebrochen nach Kapitel 9 - 106 Seiten.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber nicht wirklich anspruchsvoll. Hätte ich bei dem Genre aber auch nicht wirklich erwartet.

Die Story allerdings ist super ...

Abgebrochen nach Kapitel 9 - 106 Seiten.

Der Schreibstil war in Ordnung, aber nicht wirklich anspruchsvoll. Hätte ich bei dem Genre aber auch nicht wirklich erwartet.

Die Story allerdings ist super langweilig. Jaden und Danielle, die Zwillinge, haben vor einem Jahr ihre Eltern bei einem Autounfall verloren. Kenzie, die Jaden damals gedated hatte und mit Dani befreundet war, geht den Beiden seit dem aber aus dem Weg, weil sie selbst nicht mit Trauer umgehen kann. Man erfährt, dass ihre Mom ein Alkoholproblem hat und ihr Dad es mehr ignoriert, als wirklich etwas dagegen zu unternehmen. So weit, so schlecht.

Kenzie war mir direkt unsympathisch. Sie ist mit ihren 17 Jahren extrem naiv und unreif. Außerdem wiederholt sie ständig alles. Alleine im ersten Kapitel wird ungefähr 10 Mal erwähnt, wie wenig man in der Stadt, in der sie lebt, doch unternehmen kann. Zudem plagen sie ständig Gewissensbisse, weil sie sich nicht bei Jaden gemeldet hat. Und das war eigentlich schon die Essenz der Geschichte. Bis zu diesen 106 Seiten geht es nur darum, wie schlecht sie sich fühlt. Sie versucht dann recht zu Beginn, den Kontakt wiederaufzubauen, aber das wirkt eher so, als würde sie das einzig und alleine für sich tun und nicht, um den Beiden eine Freundin zu sein. Egoistisch ist die gute Dame also gar nicht... Außerdem veranstaltet sie 'nen übelsten Eiertanz, weil sie nicht weiß, wie sie mit Jaden und Dani umgehen soll, was ich auch total nervig fand, weil's einfach übertrieben ist. Die Beiden wollen einfach weiter machen und werden dabei von Leuten wie Dani ausgebremst, die nicht einsehen will, dass man sie nicht mit Samthandschuhen anfassen muss.

Will und Holden, ihre besten Freunde, sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Während Will eigentlich noch echt in Ordnung ist, ist Holden unausstehlich. Ständig hat er schlechte Laune und nervt damit andere Leute. Der Ursprung seiner Miesepetrigkeit liegt im Football, denn diese Saison läuft für seine Mannschaft überhaupt nicht gut. Logisch, dass man dann auf anderen Leuten herumhacken muss.

Während Jaden und Dani wirklich mit Abstand die sympathischsten Figuren sind, finde ich Jaden trotzdem viel zu freundlich. Im Grunde sind allerdings alle Figuren oberflächlich. Bisher habe ich keine Ecken und Kanten, oder auch nur annähernd so etwas wie eine Persönlichkeit entdeckt.

Die Story plätschert nicht mal mehr vor sich hin. Es gibt einfach keine. Es ist langweilig, es gibt keine Anziehung, keine spürbaren Emotionen oder irgendetwas in Richtung Spannung. Die einzigen Szenen, die mich näher interessiert haben, waren die, mit ihrer Mom. Und selbst die waren absolut absurd. So sollte sie z.B. um halb 12 nachts vor einem Schultag für ihre Mutter Alkohol besorgen. An einem anderen Abend trifft sie ihre Eltern gemeinsam beim Trinken an. Da kann ich einfach nur den Kopf schütteln.

Die Geschichte gibt mir nichts. Sie ist nicht packend, fesselnd oder mitreißend. Sie spornt mich nicht an, sie weiterverfolgen zu wollen. Sie macht mich nicht neugierig und mir ist es völlig egal, was aus Kenzie und Jaden wird. Es ist nicht absehbar, dass irgendwas Interessantes passiert, weswegen ich mich dazu entschieden habe, das Buch nach 106 Seiten auszusortieren.

  • Cover
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