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Veröffentlicht am 18.09.2020

Konnte mich nicht berühren

milk and honey - milch und honig
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Die meisten Texte haben mich leider nicht wirklich angesprochen. Gerade den Anfang fand ich extrem schwach. Ich mochte weder die Stimmung, noch war die Art, wie die Autorin schreibt, nach meinem Geschmack. ...

Die meisten Texte haben mich leider nicht wirklich angesprochen. Gerade den Anfang fand ich extrem schwach. Ich mochte weder die Stimmung, noch war die Art, wie die Autorin schreibt, nach meinem Geschmack. Dafür hat mir der letzte Abschnitt "das heilen" besser gefallen. In vielen Zeilen habe ich mein eigenes Denken wiederfinden können.

Da ich nur die übersetzte Version kenne, kann ich nicht beurteilen, ob es an der schlechten Übersetzung liegt, oder die Texte generell nicht mein Ding sind, allerdings wurde die nicht immer optimale Übersetzung bereits von anderen Personen angesprochen.

Ich hätte mir hier ein Werk gewünscht, welches sowohl die englischen Originaltexte, als auch die deutsche Übersetzung beinhaltet.

Was nicht in meine Bewertung einfließt, ich aber trotzdem erwähnen möchte: Der Preis. Den finde ich für so wenig Seiten/Text doch echt ein wenig happig.

Empfehlen würde ich das Buch an dieser Stelle nicht unbedingt. Der Stil sagt mir nicht zu und obwohl es erst mein zweites Buch im Bereich Poesie ist, habe ich doch schon einige Texte gelesen, die mich mehr berührt haben. Allerdings empfinde ich das in diesem Bereich noch subjektiver als bei einem Roman, weil es hier wirklich absolut auf das eigene Empfinden ankommt und es kein richtig/falsch gibt. Am besten wirft man einen Blick in die Leseprobe und sieht selbst, ob der Stil gefällt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.09.2020

Verschenktes Potential auf ganzer Linie.

Very First Time
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Leider konnte mich das Buch nicht so ganz von sich überzeugen.

Erwartet hatte ich eine humorvolle, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte, die mich mit charmanten Figuren und ernsten Themen in ...

Leider konnte mich das Buch nicht so ganz von sich überzeugen.

Erwartet hatte ich eine humorvolle, aber auch zum Nachdenken anregende Geschichte, die mich mit charmanten Figuren und ernsten Themen in ihren Bann zieht.

Weder Plot, noch Figuren konnten mich für sich begeistern. Für mich blieben die Figuren durchweg eindimensional und oberflächlich, was schnell dazu führte, dass ich mich immer mehr langweilte.

Die Leseprobe klang wirklich gut und die nachdenkliche Stimmung gefiel mir sehr. Leider blieb diese die meiste Zeit aus. Generell wirkte die Geschichte eher wie ein großes Hin und Her.

Keely ist total naiv und hat mich irgendwann auch nur noch genervt, weil sie überhaupt nichts gecheckt hat. Das musste man natürlich auch bis zum bitteren Ende durchziehen, was das Buch für mich nur noch schlechter macht, denn ich habe das Gefühl, dass man Keely 400 Seiten nur dabei begleitet, wie sie falsche Entscheidungen trifft und dann, wenn es gut wird, ist das Buch zu ende. Für mich in dieser Form keine Geschichte, die ich genießen konnte.

Die Nebencharaktere bleiben leider genauso blass, wobei ich Danielle ziemlich mochte. Sie hatte für mich noch am meisten Persönlichkeit und Biss. Zwar teilt wahrscheinlich niemand diese Meinung mit mir, aber das muss man zum Glück auch nicht. Andrew war ganz niedlich, aber eben auch kein Überflieger. Alles an dem Buch wirkt so penetrant durchschnittlich.

Hin und wieder musste ich mal schmunzeln und es gibt auch wenige Stellen, die ich süß fand, aber größtenteils war ich eher von Keelys Unsicherheit genervt, weil sie anscheinend Tomanten auf den Augen hat. Für mich hat sich da niemand seines Alters entsprechend benommen, weil alle einfach jünger wirkten.

By the way fand ich die Eltern auch total strange. Wieso musste ständig erwähnt werden, dass sie Veganer sind und die Kinder kein Bock auf vegan haben?

Die Debatte rund um Jungfräulichkeit fand ich ganz in Ordnung. Hätte man hier und da definitiv besser ausarbeiten können, aber im Grunde wurden die verschiedenen Meinungen gut dargestellt. Ich finde auch nicht, dass das Buch irgendwie "falsche" Werte vermittelt, oder zu unrealistisch ist. Wer selbst mal Teenie war weiß, wie hart das echte Leben sein kann. Da sind ein paar doofe Sprüche echt noch harmlos.

Durch die nichtssagende Story und den wirklich schwachen Anfang flaute mein Interesse rasch ab. Der Mittelteil nimmt zwar an Tempo auf, aber das Ende war für mich total absurd und wischiwaschi. Als hätte man einfach irgendwelche Komponenten zusammen geworfen. Viel Sinn ergab da für mich leider nichts.

Für mich ist das so ein typisches "Eigentlich passiert nichts" Buch, dem ich desinteressierte 3 Sterne gebe. Es war nicht schlecht, aber es war eben auch nicht wirklich gut. Die Figuren bleiben blass, die Geschichte oberflächlich und eindimensional. Tiefgang findet man kaum, dafür aber eine Menge Klischees. Meines Erachtens nach muss man es nicht lesen, weil man danach schulterzuckend an seinem Leseplatz sitzt und sich denkt: "Und nun?"

  • Cover
  • Gefühl
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 25.07.2020

Verführerisch, heiß, amüsant.

Him - Mit ihm allein
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Nachdem mir eine sehr gute Freundin "Him" empfohlen hatte, hatte ich doch schon einige Erwartungen an das Buch. Besagte Freundin kennt nämlich meinen Buchgeschmack und weiß, wie wählerisch ich bin. Und ...

Nachdem mir eine sehr gute Freundin "Him" empfohlen hatte, hatte ich doch schon einige Erwartungen an das Buch. Besagte Freundin kennt nämlich meinen Buchgeschmack und weiß, wie wählerisch ich bin. Und sie hat mich nicht enttäuscht. Beziehungsweise das Buch. Ich habe es an einem Stück weggelesen. Was, meiner Meinung nach, sehr für das Buch spricht.

Gayromance aus dem Eishockey-Bereich kannte ich bereits aus dem dritten Band der Ivy-Years Reihe von Sarina Bowen und die Geschichte konnte mich damals absolut überzeugen und gehört immer noch zu meinen Highlights.

Zwar hat mich "Him" nicht ganz so sehr berührt und die Figuren haben sich auch nicht ganz so sehr in mein Herz geschlichen, aber trotzdem mag ich "Him" ebenfalls gerne.

Der Schreibstil ist flüssig. Ich hatte zwar durchgehend irgendwie Probleme, mich vollends fallen zu lassen, beziehungsweise mich komplett auf die Geschichte zu konzentrieren, aber ich kann nicht erklären, woran es lag. Letztendlich habe ich die Geschichte am Stück durchgezogen, also - das Buch lässt sich wirklich gut gelesen. Und die Sexszenen sind ganz nach meinem Geschmack. Ein bisschen schmutzig, aber nicht so aufgesetzt und plump, dass sich der Magen umdreht und man quasi schon ängstlich vor jeder weiteren Sexszene zittert. :D

Von den beiden Protagonisten hat mir Jamie einen Ticken besser gefallen. Irgendwie stehe ich auf genau die Art von Typ in Gayromanzen und er war mir auf Anhieb sympathisch. Ryan war definitiv auch in Ordnung, aber er war mir emotional zu sehr aufgewühlt. Damit kann ich mich eher weniger identifizieren, was ihn aber nicht weniger sympathisch macht.

Ein ganz großer Herzenspunkt geht an Pat. Dem Coach aus dem Sommercamp. Dieser Mann ist so herzlich und ich liebe es, wenn es solch eine Figur in Büchern gibt. Ganz viel liebe für Pat.

Liebe gibt es aber auch für Jamies Familie, denn die ist wirklich süß und wahnsinnig witzig.

Der Humor trifft genau meinen Geschmack, das Tempo ist sehr angenehm, nichts geht zu schnell, wird aber auch nicht unnötig langgezogen, an Sexiness wurde definitiv nicht gespart, aber auch nicht alles reingestopft, bis man nicht mehr von nackten Körpern lesen möchte und das Drama hält sich in einem angemessenen Rahmen.

Für Fans von Gayromances also eine große Empfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 19.07.2020

Kein klassischer Thriller. Dennoch mag ich die Geschichte gerne.

Trügerisch
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Mein erster Roman von Megan Miranda. Ich hatte wirklich Sorge, dass er mir nicht gefallen könnte, weil viele Personen vor mir eher wenig begeistert waren - und das, wo ich noch "Tick Tack" von ihr auf ...

Mein erster Roman von Megan Miranda. Ich hatte wirklich Sorge, dass er mir nicht gefallen könnte, weil viele Personen vor mir eher wenig begeistert waren - und das, wo ich noch "Tick Tack" von ihr auf dem SuB habe. Nicht so toll!

Aber es kam dann doch ganz anders. Trotz Bedenken habe ich mir das Buch, nach einem Blick in die Leseprobe, bestellt.

Jessa soll das Zimmer ihres toten Ex-Freundes Caleb ausräumen, weil seine Mutter der Meinung ist, dass eine Mutter sowas nicht tun müssen sollte. Irgendwie seltsamer Grund und das ganze Buch über dachte ich mir, dass die Frau irgendwie total komisch wirkt.
Zum Glück konnte das Jessa mit ihrer Art aber aufwiegeln. So spaziert das junge Mädchen also in das Zimmer und schon vor dem Eintreten erfährt man eine kleine Anekdote, weshalb die Tür blau gestrichen ist. Und so zieht es sich durch den Roman. Sie trifft auf Gegenstände, die sie mit einem Ereignis mit Caleb verbindet und durch ihre Erinnerung erfährt der Leser die Geschichte hinter diesem Gegenstand. Beispielsweise erfährt man, wie die beiden wandern waren, als sie seine Wanderschuhe verstaut, oder was es mit der Libellenkette in seiner Hosentasche auf sich hat.

Diese Art zu erzählen fand ich sehr schön, weil man so einen persönlicheren und näheren Einblick bekommt, als wenn sie einfach nur nacherzählen würde, was es mit dem Gegenstand auf sich hat. Also beispielsweise wäre "Diese Schuhe trug er, als wir wandern waren" weniger aufschlussreich als die komplette Geschichte hinter der Wanderung.

So bekommt man als Leser also eine ganze Menge an Informationen und um ehrlich zu sein: Ich musste mich da schon selbst motivieren, weiter zu lesen, denn es wird irgendwann ein wenig zäh. Man bekommt zwar viele Infos über Calebs und Jessas Beziehung, aber was ist denn nun eigentlich mit Caleb passiert? Wo wollte er hin? Die große Frage.

Aber (!) viele der Informationen benötigt man einfach für die Auflösung. Die ganzen Puzzleteile finden am Ende in einem runden Ergebnis zusammen und das hat mir wirklich gut gefallen.

Jessa ist eine angenehme Person, die es einem nicht schwer macht, ihr durch die verschiedenen Geschichten zu folgen. Ihre Emotionen sind nachvollziehbar und ich konnte definitiv fühlen, was sie durchmacht. Max, Calebs bester Freund, nimmt eine sympathische Rolle ein und auch den Handlungsstrang mit ihm fand ich schön ausgearbeitet. Man konnte sich ein wenig von dem Stress mit Calebs Geschichte erholen, aber er war nicht zu aufdringlich, als dass Calebs Schicksal in den Hintergrund rücken würde. Sehr schön eingeflochten und mit der Hauptgeschichte verbunden.

Sowohl Jessa als auch Max waren mir wirklich sympathisch, auch wenn ich bei Max zu Beginn so meine Bedenken hatte.

Die restlichen Nebenfiguren machen einen guten Job und insgesamt ist die Geschichte wirklich nicht schlecht.

Wo es am Anfang zu zäh und langatmig ist, ist es am Ende leider zu schnell vorbei. Ich hätte mir da einen detailreicheren, ausgeschmückteren Ausgang gewünscht, nachdem ich Jessa nun schon so lange begleitet hatte.

Allerdings: Für einen "Thriller" ist das Buch schon sehr ruhig und gemächlich. Wer etwas aufregendes und viel Spannung sucht, wird hier wohl eher enttäuscht. Es ist ein ruhiges Buch. Mit seinen relativ kurzen Kapiteln eignet es sich gut, um zwischendurch mal ein paar Seiten zu lesen. Mir gefiel der Stil und die Ruhe des Buches aber sehr. Die Atmosphäre hatte etwas ganz eigenes. Irgendwie kuschelig und gemütlich, aber gleichzeitig kalt und trostlos. Wer solche Geschichten mag, sollte sich nicht abbringen lassen, doch zu dieser Geschichte zugreifen.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

Für Fans von viel Gefühl.

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Wieder mal ein "typischer" Cherry-Roman.

Ich liebe ihren Schreibstil und diese Eigenschaft, Satzbausteine zu wiederholen. Wer die Bücher gelesen hat und ihren Stil kennt, weiß was ich meine. Das macht ...

Wieder mal ein "typischer" Cherry-Roman.

Ich liebe ihren Schreibstil und diese Eigenschaft, Satzbausteine zu wiederholen. Wer die Bücher gelesen hat und ihren Stil kennt, weiß was ich meine. Das macht ihre Bücher in meinen Augen wirklich einzigartig und ich bin schwer verliebt.

"Wie die Ruhe vor dem Sturm" behandelt einige schwierige Themen, was man in ihren Büchern eigentlich gewohnt ist. Ihre Geschichten sind nie einfach. Gerade deswegen liebe ich es, in ihren Welten zu versinken.

Mit Eleanor und Grey schafft Cherry erneut zwei Figuren, die dem Leser so viel mitgeben. Ich habe während des Lesens über so viele Dinge nachgedacht und konnte viele "Weisheiten" auf Situationen in meinem Leben übertragen.

Wer Cherrys Bücher nicht kennt, wird von der Erzählweise vermutlich verwirrt sein - zumindest habe ich das schon einige Male mitbekommt - denn man liest nicht nur die Geschichte, die im Klappentext angeteaserd wird, sondern erfährt erstmal, wie die Beiden sich in ihrer Jugend überhaupt kennengelernt haben. Das ist in vielen ihrer Bücher so und mir gefällt der Aufbau sehr, da man so viel besser das Verhältnis nachvollziehen kann, weil man mitten drin dabei ist und nicht nur einer Erzählung lauscht, die einen nicht auf die gleiche Weise berühren kann.

Ich habe während des Lesens wirklich viel geweint, weil die Beziehungen so gut geschildert waren, dass man den Schmerz der Figuren einfach nachempfinden konnte.
Figuren, Stil und Tempo der Geschichte ist für mich rund und gut durchdacht. Man findet 100% Cherry in diesem Roman und für ihre Fans ist das Buch mal wieder ein Must-Read. Für Leser von emotionaler Literatur wird das Buch sicher keine Enttäuschung sein. Wer es weniger "kitschig" und dramatisch mag, wird hier allerdings nicht glücklich.

Cherry hat eine sehr dramatisch-poetische Art, Geschichten zu erzählen und für mich ist sie die absolute Queen of Romance.

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