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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Angenehm

Heimkehr nach Morioka
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"Rückkehr nach Morioka" erzählt die Geschichte der jungen Mio und ihrer Familie, deren Mitglieder sich voneinander aus unterschiedlichen Gründen voneinander entfremdet haben. Mio wird in der ...

"Rückkehr nach Morioka" erzählt die Geschichte der jungen Mio und ihrer Familie, deren Mitglieder sich voneinander aus unterschiedlichen Gründen voneinander entfremdet haben. Mio wird in der Schule gemobbt und läuft deswegen aus Tokio nach Morioka davon, die Heimat ihres Großvaters. Was ein endgültiger Bruch werden könnte, schweißt die Familie auf ungewöhnliche Weise wieder zusammen.
Das Buch hat einen recht typischen japanischen Stiil, den man entweder mag oder nicht. Es erzählt die gesamte Geschichte eher unaufgeregt und braucht recht lange für den Spannungsbogen. Auch kulturelle Eigenheiten werden hier deutlich.
Insgesamt ist das Buch sehr angenehm zu lesen, zeigt verschiedene Sichten auf und lässt die Charaktere sich im Verlauf langsam weiterentwickeln. Es ist nicht besonders spannend und letztendlich sehr vorhersehbar, also eher ein Wohlfühlbuch, das allerdings auch traurige Wendepunkte hat.

Veröffentlicht am 22.04.2026

Enttäuschend

Bachelorette Party
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"Bachelorette Party" hätte das Potential zu einer spannenden und überraschenden Geschichte gehabt, aber leider hat mich das Buch größtenteils enttäuscht.
In dem Buch geht es um Tessa, eine gescheiterte ...

"Bachelorette Party" hätte das Potential zu einer spannenden und überraschenden Geschichte gehabt, aber leider hat mich das Buch größtenteils enttäuscht.
In dem Buch geht es um Tessa, eine gescheiterte True-Crime-Podcasterin, und ihre Freundinnen, mit denen sie auf einer einsamen schwedischen Insel einen Junggesellinenabschied feiert. Vor zehn Jahren verschwanden auf dieser Insel vier Frauen spurlos, und plötzlich wird auch jetzt eine der Freundinnen vermisst.

Der Plot hätte richtig gut sein können und das Buch lässt sich an sich auch sehr gut lesen, aber es hat zahlreiche Schwächen.
Zum einen weiß man ziemlich schnell, wer der eine Übeltäter ist. Bei dem anderen Übeltäter hat man hingegen das Gefühl, da brauchte man ganz plötzlich eine Auflösung, und hat einfach irgendjemanden genommen.
Zum anderen werden alle beteiligten Übeltäter ganz merkwürdig von "gewöhnlicher, netter Mensch" zu "krasser Psycho" - das lässt sich als Leser schwer abkaufen. Irgendwie fehlt da eine hintergründige Entwicklung, so lässt sich das Agieren der Charaktere einfach schwer nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere schwächeln im Punkt weiterer Entwicklung. Sie bleiben deshalb tatsächlich auch nach 330 Seiten alle ziemlich befremdlich.
Desweiteren finde ich es schade, dass das Buch, das selbst erwähnt, dass Meuchel-Pornographie irgendwie kacke ist, sich genau dieser zu bedienen scheint. Ganz ehrlich, mussten da diverse Details wirklich sein? Diese Details haben zu dem "krasser Psycho"-Eindruck durchaus stark beigetragen und waren wirklich nicht für die Geschichte wichtig.
Insgesamt kann ich das Buch daher trotz der zu Beginn spaßigen Lektüre leider nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 16.04.2026

In Ordnung

Ein guter Blick fürs Böse
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"Ein guter Blick fürs Böse" ist zwar insgesamt ganz okay, da unterhaltsam, allerdings ist es auch eher vorhersehbar und zieht sich stellenweise unnötig in die Länge.
In dem Buch geht es um drei Freundinnen, ...

"Ein guter Blick fürs Böse" ist zwar insgesamt ganz okay, da unterhaltsam, allerdings ist es auch eher vorhersehbar und zieht sich stellenweise unnötig in die Länge.
In dem Buch geht es um drei Freundinnen, die durch ihre mörderischen Männer zueinander gefunden haben, und nun einen neuen Serienmörder zu finden versuchen. Die Charaktere sind sehr bewusst unterschiedlich gestaltet, entsprechen allerdings jeweils einem Klischee; da gibt es also keine Überraschungen. Stellenweise werden Themen angeschnitten, die dann später fallengelassen werden, sodass sich das Buch unnötig in die Länge zieht. Der Spannungsbogen ist leider durch zu früh gestreute Hinweise nicht optimal.
Für ein paar nette Lesestunden ist das Buch allerdings in Ordnung.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Schön zum Schmökern

Eine Seite noch
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Ich habe von "Eine Seite noch" nicht allzuviel erwartet, bin aber positiv angetan von dem Buch. Es ist recht unterhaltsam aufgebaut, und auch wenn es sich stellenweise etwas zieht und viele weit verbreitete ...

Ich habe von "Eine Seite noch" nicht allzuviel erwartet, bin aber positiv angetan von dem Buch. Es ist recht unterhaltsam aufgebaut, und auch wenn es sich stellenweise etwas zieht und viele weit verbreitete Erkenntnisse zusammenträgt, ist es insgesamt nicht langweilig.
Das Buch ist für Buchliebhaber ein schöner Spiegel; man fühlt sich als Leser verstanden und gesehen. Man erhält außerdem diverse gute Buchempfehlungen, ebenso wie Empfehlungen für Orte, Veranstaltungen oder Aktionen. So kann man als Leser je nach Geschmack durchaus etwas für sich mitnehmen.
Fazit: Das Buch ist kein Must-read, aber wirklich nett zum Schmökern für Buchliebhaber.

Veröffentlicht am 03.04.2026

Langatmige Erkenntnisse

Mit anderen Augen
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Ich habe von "Mit anderen Augen" wahrlich mehr erwartet.
Das Buch erzählt die Geschichte von Tilda, einer Fotografin mit erfolgreichem Unternehmen, zwei tollen Töchtern und einem eigentlich schönen Leben. ...

Ich habe von "Mit anderen Augen" wahrlich mehr erwartet.
Das Buch erzählt die Geschichte von Tilda, einer Fotografin mit erfolgreichem Unternehmen, zwei tollen Töchtern und einem eigentlich schönen Leben. Sie ist nur leider etwas einsam, was Männer angeht, seit ihr nichtsnutziger Mann sie verlassen hat. Außerdem fühlt sie sich kreativ nicht mehr wirklich gefordert. Also bekommt sie nun die Unsichtbarkeitsdiagnose, denn einzelne Körperteile von ihr verschwinden plötzlich.

Eigentlich bedient sich das Buch einer ganz interessanten Metapher und zeigt durchaus einige wichtige Probleme unserer Gesellschaft auf: Frauen werden, vor allem ab einem bestimmten Alter, nicht mehr wahr- und ernstgenommen, sie verschwinden nach und nach und werden irrelevanter. Das liegt an den sexistischen Strukturen, in denen eine Frau vor allem an ihrem Äußeren gemessen wird und hauptsächlich in ihrer Jugend Anerkennung bekommt. Schlimm genug.

Leider wurde diese Metapher allerdings eher schlecht als recht behandelt und durchgezogen. Hin und wieder wirken die Situationen etwas lächerlich und haben nichts mehr mit dem eigentlichen Problem zu tun. Außerdem ist Tilda leider nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht viel zu oft andere Menschen, um die gefühlt einfachsten Dinge zu verstehen. Wenn man auch nur ein wenig Selbstreflexion hat, wirkt das Buch viel zu langatmig und dadurch auch leider recht langweilig.