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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2019

Ich hatte eine andere Handlung erwartet...

Für damals, für immer
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Ich habe den Klappentext und auch die Leseprobe mit Begeisterung gelesen und mich auf eine gefühlvolle und mitreißende Handlung gefreut. Denn das Potential war definitiv vorhanden: Evangelines Leben verläuft ...

Ich habe den Klappentext und auch die Leseprobe mit Begeisterung gelesen und mich auf eine gefühlvolle und mitreißende Handlung gefreut. Denn das Potential war definitiv vorhanden: Evangelines Leben verläuft im Prinzip völlig nach Plan, sie lernt in der Kirche den Herzblut-Polizisten Eamon kennen und schließlich auch lieben. Sie heiraten, sie wird schwanger. Alles soll sich ändern, aber womit niemand gerechnet hat: Eamon wird im Dienst erschossen. Evis Lebenstraum platzt und stets an ihrer Seite ist Dalton, Eamons Bruder, der denselben Schmerz durchlebt wie Evi. Sie leben gemeinsam im Haus von Eamon und Evi, Dalton kümmert sich liebevoll um seinen Neffen Noah, sie teilen ihren Schmerz und küssen sich schließlich...
Relativ schnell war klar, dass der Schreibstil sehr polarisiert, entweder man kommt mit der melodischen, an Musik erinnernden und poetischen Sprache zurecht oder nicht. Ebenfalls verwundert haben mich die vielen Rückblenden, ich habe tatsächlich viel eher mit einer Geschichte gerechnet, die im Hier und Jetzt spielt und die Schwierigkeit in den Blick nimmt, dass Evi und Dalton sich ineinander verlieben und wie sie dagegen ankämpfen, sich fragen, ob das richtig oder falsch ist,... Stattdessen wird man auf die Lebensgeschichte der Protagonisten mitgenommen, wie alles begonnen hat, Erlebnisse aus ihrer Kindheit, Erzählungen. Mir persönlch ist die Gegenwart definitiv zu kurz gekommen. Als Charakter hat mich besondern Dalton überzeugt, ein herzensguter Mann.
Was wunderbar begonnen hat, hat mit der Zeit geschwächelt und das Ende war dann für meinen Geschmack sehr abrupt.

  • Gefühl
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 05.10.2019

Wenn aus Freundschaft Liebe wird

Never Too Close
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Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Es ist ansprechend und defintiv ein Hingucker, der sich von den anderen Büchern abhebt. Die Pastellfarben sind wecken die Aufmerksamkeit und der Verlauf lässt bereits ...

Das Cover finde ich wunderbar gestaltet. Es ist ansprechend und defintiv ein Hingucker, der sich von den anderen Büchern abhebt. Die Pastellfarben sind wecken die Aufmerksamkeit und der Verlauf lässt bereits auf eine explosive Geschichte hoffen.

Die Leseprobe hatte mich wirklich begeistert. Ein neuer New Adult Roman, der mich für seine 464 Seiten in eine andere Welt entführt.
Ich empfand den Schreibstil zunächst etwas abgehackt. Zu Beginn des Romans, lag das daran, dass Violette in Bewegung war und auch wenn das zunächst den Lesefluss hemmt, ist es immer grandios, wenn Form und Inhalt sich aufeinander beziehen. Irgendwann hatte ich jedoch ein paar Probleme mit dem Schreibstil, weil mir die Zeitsprünge etwas zu viel waren. Natürlich haben sie dabei geholfen, den aktuellen Handlungsstrang besser zu verstehen und diese Verknüpfungen zwischen der Vergangenheit und dem Hier und Jetzt ist natürlich auch eine gestalterische Leistung, mich persönlich hat es aber dabei gehemmt, mich in der Geschichte zu verlieren. Erst mit der Zeit wurde es besser und ab dem zweiten Teil war ich dann vollends angekommen.
Ansonsten empfinde ich den Schreibstil als sehr leicht und angenehm zu lesen. Vor allem die humorvollen Passagen und Dialoge haben es mir angetan und mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht.
Gut finde ich den Prolog, da Loan am Anfang erst nicht selbst auftaucht, sondern man nur indirekt etwas über ihn erfährt. Im Prolog wirkt er sehr sympathisch auf mich, es werden Andeutungen gemacht, die im weiteren Verlauf der Handlung aufgegriffen werden, z.B. woher genau seine Narbe am Hals bzw. Rücken stammt und waru,m er stets leise spricht.
Loan und Vio sind beides Charaktere, die sich dem Leser erst Stück für Stück erschließen, weil ihre Geschichte nach und nach Sinn ergibt und ihren Charakter und ihr Handeln verständlich machen.

Zoé ist mir erst mit der Zeit sympathisch gworden, da war ich lange Zeit unentschlossen, was ich von ihr halten soll. Mit einigen Informationen versteht man sie jedoch besser. Denn es steckt mehr dahinter, als es zunächst den Anschein macht.

Die Nebencharaktere fand ich sehr überzeugend, am liebsten mochte ich Ethan. Seine ruhige und bodenständige Art haben es mir wirklich angetan.

Es ist ein Teenie-Roman, der auch ernstere Töne anschlägt, dennoch oftmals sehr klischeebehaftet. Wer sich aber darauf einlässt, kann während des Lesens für eine Zeit dem Alltag entfliehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 13.08.2019

Leichte Lektüre mit der ein oder anderen Lücke

Perfect Mistake
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Das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet, die umarmenden Personen in den warmen Farben des Sonnenuntergangs sind definitiv ein Blickfang und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Als nächstes fällt ...

Das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet, die umarmenden Personen in den warmen Farben des Sonnenuntergangs sind definitiv ein Blickfang und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Als nächstes fällt einem der Titel ins Auge, der sich zunächst zu widersprechen scheint, sobald man aber einen Blick auf den Klappentext und die Leseprobe geworfen hat, erkennt man, dass der Titel zu dem bisher Gelesenen gut passt. Und angesichts dessen darf man schon auf ein happy end hoffen. Jedoch habe ich später gesehen, dass es sich beim Titel der deutschen Ausgabe nicht um den Originaltitel handelt. Der Originaltitel lautet nämlich „It seemed like a good idea at the time“ und passt meiner Meinung nach noch viel besser zum Roman.
Adele ist eine sehr sympathische Protagonistin und dank des leichten, flüssigen Schreibstils der Autorin kann man ihr sehr gut folgen. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und sorgt deshalb für immer wieder für sehr humorvolle Momente. Mit dem ersten Satz bin ich in diese Geschichte eingetaucht und sie hat mich gute zwei Drittel des Romans lang auch getragen und begeistert. Das letzte Drittel war etwas durchwachsen und konnte mich leider nicht mehr ganz so überzeugen. Dennoch habe ich den Weg der beiden gere verfolgt.
Bei Pete haben mir zuerst definitiv noch ein paar Puzzleteile gefehlt, um ein Gesamtbild von ihm zu erhalten, letztlich bin ich aber etwas ratlos zurückgeblieben, was seinen Charakter betrifft. Das liegt vor allem daran, dass wir Leser über sein Innenleben kaum etwas erfahren, vieles wird indirekt angesprochen bzw. eher angedeutet, aber letztlich nicht explizit ausgedrückt.
Shanti ist ein toller Charakter, mit ihrem sonnigen Gemüt strahlt sie etwas aus, was einen sofort in ihren Bann zieht. Andrew, Adeles Vater macht ebenfalls einen sympathischen Eindruck, reiht sich für mich aber neben Pete ein, da fehlen einem irgendwie ein paar weitere Informationen, um zu verstehen, warum Adele und er an diesem Punkt, an dem sie sich jetzt befinden, gelandet sind.
Es sind die Kleinigkeiten, die mir besonders gefallen: Dass man weiß, dass die Stimmung gerade angespannt ist, wenn Pete Adele mit ihrem Namen und nicht mit "Kleine" anspricht. Oder der Ausruf "Ausdrucksweise" von Andrew, Adeles Vater, wenn sich seine Mitarbeiter ziemlich derb ausdrücken, weil sie die Anwesenheit von Adele vergessen haben. Als hätte das bei Adele irgendeinen Unterschied gemacht ?
Die Umgebung wird, wie ich finde, auch sehr detailliert beschrieben. Unter anderem merkt man das an den vielen Tieren und Pflanzen, die genannt werden.
Ich hatte zu Beginn irgendwie Zweifel, dass das mit dem Alter nicht so hinhaut. Aber die Rückblicke haben mir gezeigt, dass Adele einfach schon immer eine starke Persönlichkeit war, die kein Blatt vor den Mund genommen hat und definitiv schon reif für ihr Alter war. Von daher haben sich meine Zweifel, was den Altersunterschied anbelangt, schnell wieder gelegt. Zum besseren Verständnis der Jetzt-Situation finde ich die Rückblicke einfach grandios! In den Rückblenden hat man mehr über die Beziehung von Adele und Pete erfahren und warum es auch so dramatisch war, als es das Band zwischen ihnen nicht mehr gab.
Zudem finde ich es irgendwie schön, dass alle ernsten Gespräche von Adele und Pete im Pool stattfinden, das hat etwas ganz intimes an sich.
Irgendwie finde ich es charmant, wie Pete und Adele eigentlich über etwas reden und letztes Endes immer an dem Punkt landen, an dem sie implizit oder explizit über sich reden. Das hat die Autorin unfassbar gut gemacht, denn jedes Mal hat es mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, wenn ich es wieder bemerkt habe.
Auch wenn die Handlung manchem vielleicht zu dünn sein mag, hat mich die Geschichte unterhalten und darauf kommt es letzlich an.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.07.2019

Stille Wasser sind tief

Gezeiten der Liebe
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Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ...

Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ein Zuhause gefunden. Aufgrund der schlimmen Erfarhungen, die er in seiner Kindheit gemacht hat, hat er sich völlig in sich selbst zurückgezogen. Das hat eine Weile lang ganz gut funktioniert, jedoch schafft es Ethan nicht länger seine Gefühle für Grace unter Verschluss zu halten.
Grace und Ethan kennen sich schon lange, eigentlich seit Ethan von den Quinns aufgenommen wurde und fast genau so lange hegt er auch schon Gefühle für sie. Da er sein früheres Ich aber gut versteckt hält, möchte aus Angst, was passieren könnte, lieber keine nähere Bindung eingehen. Er liebt das Meer, die Ruhe, die Zurückgezogenheit.
Grace ist eine sympathische, starke Persönlichkeit, die trotz der Steine, die ihren Weg kreuzten, nicht aufgibt und für ihre kleine Tochter Aubrey alles Menschenmögliche tut.
Wie auch im ersten Band steht natürlich der Handlungsstrang um die Geschichte von Ethan und Grace im Mittelpunkt, dennoch werden auch die anderen Figuren aus dem ersten Band erneut aufgegriffen und ihre Geschichte weitergespannt. Ebenfalls thematisiert wird die Beziehung zwischen Seth und Ethan und auch zwischen Grace bzw. Aubrey und Seth.
Man kann den zweiten Band gut lesen, ohne den ersten gelesen zu haben, dennoch ist es natürlich so angelegt, dass es erst mit beiden Bänden eine runde Sache gibt.
Nora Roberts hält ihren flüssigen Schreibstil bei, der es einem leicht macht, mitzukommen und sie schafft es, dass sich die wunderbare Kulisse einem ins Gedächtnis brennt.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Auftakt der Quinn-Saga

Tief im Herzen
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Cameron Quinn, inzwischen ein erfolgreicher Rennfahrer, erhält plötzlich eine beunruhigende Nachricht aus der Heimat: Sein Vater hatte einen schlimmen Autounfall und liegt im Sterben. Das bildet den Auftakt ...

Cameron Quinn, inzwischen ein erfolgreicher Rennfahrer, erhält plötzlich eine beunruhigende Nachricht aus der Heimat: Sein Vater hatte einen schlimmen Autounfall und liegt im Sterben. Das bildet den Auftakt zum ersten Band der Quinn-Saga, in deren Mittelpunkt die Quinn-Jungs stecken. Cameron, Ethan und Philipp hatten alle drei eine schwere Kindheit und wurden - man kann es nicht besser ausdrücken - von Stella und Ray Quinn gerettet. Das Ehepaar hat ihnen unendlich viel Liebe geschenkt und sie zu selbstbewussten, starken und liebevollen Männern erzogen.
Stella ist bereits vor einiger Zeit gestorben, Ray stirbt letzlich an den Folgen des Autounfalls. Zuvor hat Ray jedoch Seth, den vierten und letzten Quinn-Jungen, in seine Obhut genommen und die Verantwortung für ihn seinen drei Söhnen übertragen.
Jedem Quinn-Jungen ist ein Buch gewidmet und Cameron ist der erste, da er als erster von den drei Jungs zu den Quinns kam. Die Handlung dreht sich nicht ausschließlich um ihn, sondern auch um seine Brüder sowie um Anna Spinelli, die Sozialarbeiterin von Seth. Cam und Anna fühlen sich zueinander hingezogen und verlieben sich. Das macht die ganze Sache jedoch nicht einfacher...
Der Roman ist leicht zu lesen, auch wenn man kurze Lesepausen einlegt, kommt man problemlos mit. Ganz in typischer Nora Roberts Manier geschrieben, wissen ihre Leser/innen, was auf sie zukommt: Ein netter Roman für eine kleine Auzeit.