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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2019

Leichte Lektüre mit der ein oder anderen Lücke

Perfect Mistake
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Das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet, die umarmenden Personen in den warmen Farben des Sonnenuntergangs sind definitiv ein Blickfang und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Als nächstes fällt ...

Das Cover ist wirklich sehr ansprechend gestaltet, die umarmenden Personen in den warmen Farben des Sonnenuntergangs sind definitiv ein Blickfang und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich.
Als nächstes fällt einem der Titel ins Auge, der sich zunächst zu widersprechen scheint, sobald man aber einen Blick auf den Klappentext und die Leseprobe geworfen hat, erkennt man, dass der Titel zu dem bisher Gelesenen gut passt. Und angesichts dessen darf man schon auf ein happy end hoffen. Jedoch habe ich später gesehen, dass es sich beim Titel der deutschen Ausgabe nicht um den Originaltitel handelt. Der Originaltitel lautet nämlich „It seemed like a good idea at the time“ und passt meiner Meinung nach noch viel besser zum Roman.
Adele ist eine sehr sympathische Protagonistin und dank des leichten, flüssigen Schreibstils der Autorin kann man ihr sehr gut folgen. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und sorgt deshalb für immer wieder für sehr humorvolle Momente. Mit dem ersten Satz bin ich in diese Geschichte eingetaucht und sie hat mich gute zwei Drittel des Romans lang auch getragen und begeistert. Das letzte Drittel war etwas durchwachsen und konnte mich leider nicht mehr ganz so überzeugen. Dennoch habe ich den Weg der beiden gere verfolgt.
Bei Pete haben mir zuerst definitiv noch ein paar Puzzleteile gefehlt, um ein Gesamtbild von ihm zu erhalten, letztlich bin ich aber etwas ratlos zurückgeblieben, was seinen Charakter betrifft. Das liegt vor allem daran, dass wir Leser über sein Innenleben kaum etwas erfahren, vieles wird indirekt angesprochen bzw. eher angedeutet, aber letztlich nicht explizit ausgedrückt.
Shanti ist ein toller Charakter, mit ihrem sonnigen Gemüt strahlt sie etwas aus, was einen sofort in ihren Bann zieht. Andrew, Adeles Vater macht ebenfalls einen sympathischen Eindruck, reiht sich für mich aber neben Pete ein, da fehlen einem irgendwie ein paar weitere Informationen, um zu verstehen, warum Adele und er an diesem Punkt, an dem sie sich jetzt befinden, gelandet sind.
Es sind die Kleinigkeiten, die mir besonders gefallen: Dass man weiß, dass die Stimmung gerade angespannt ist, wenn Pete Adele mit ihrem Namen und nicht mit "Kleine" anspricht. Oder der Ausruf "Ausdrucksweise" von Andrew, Adeles Vater, wenn sich seine Mitarbeiter ziemlich derb ausdrücken, weil sie die Anwesenheit von Adele vergessen haben. Als hätte das bei Adele irgendeinen Unterschied gemacht ?
Die Umgebung wird, wie ich finde, auch sehr detailliert beschrieben. Unter anderem merkt man das an den vielen Tieren und Pflanzen, die genannt werden.
Ich hatte zu Beginn irgendwie Zweifel, dass das mit dem Alter nicht so hinhaut. Aber die Rückblicke haben mir gezeigt, dass Adele einfach schon immer eine starke Persönlichkeit war, die kein Blatt vor den Mund genommen hat und definitiv schon reif für ihr Alter war. Von daher haben sich meine Zweifel, was den Altersunterschied anbelangt, schnell wieder gelegt. Zum besseren Verständnis der Jetzt-Situation finde ich die Rückblicke einfach grandios! In den Rückblenden hat man mehr über die Beziehung von Adele und Pete erfahren und warum es auch so dramatisch war, als es das Band zwischen ihnen nicht mehr gab.
Zudem finde ich es irgendwie schön, dass alle ernsten Gespräche von Adele und Pete im Pool stattfinden, das hat etwas ganz intimes an sich.
Irgendwie finde ich es charmant, wie Pete und Adele eigentlich über etwas reden und letztes Endes immer an dem Punkt landen, an dem sie implizit oder explizit über sich reden. Das hat die Autorin unfassbar gut gemacht, denn jedes Mal hat es mir ein Grinsen ins Gesicht gezaubert, wenn ich es wieder bemerkt habe.
Auch wenn die Handlung manchem vielleicht zu dünn sein mag, hat mich die Geschichte unterhalten und darauf kommt es letzlich an.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Stille Wasser sind tief

Gezeiten der Liebe
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Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ...

Ethan ist defintiv der Ruhepol unter den drei Brüdern und entspannt die schnell aufbrausende Art von Cam und Philipp. Ethan kam als zweiter zu Ray und Stella und hat bei ihnen, ebenso wie Cam, endlich ein Zuhause gefunden. Aufgrund der schlimmen Erfarhungen, die er in seiner Kindheit gemacht hat, hat er sich völlig in sich selbst zurückgezogen. Das hat eine Weile lang ganz gut funktioniert, jedoch schafft es Ethan nicht länger seine Gefühle für Grace unter Verschluss zu halten.
Grace und Ethan kennen sich schon lange, eigentlich seit Ethan von den Quinns aufgenommen wurde und fast genau so lange hegt er auch schon Gefühle für sie. Da er sein früheres Ich aber gut versteckt hält, möchte aus Angst, was passieren könnte, lieber keine nähere Bindung eingehen. Er liebt das Meer, die Ruhe, die Zurückgezogenheit.
Grace ist eine sympathische, starke Persönlichkeit, die trotz der Steine, die ihren Weg kreuzten, nicht aufgibt und für ihre kleine Tochter Aubrey alles Menschenmögliche tut.
Wie auch im ersten Band steht natürlich der Handlungsstrang um die Geschichte von Ethan und Grace im Mittelpunkt, dennoch werden auch die anderen Figuren aus dem ersten Band erneut aufgegriffen und ihre Geschichte weitergespannt. Ebenfalls thematisiert wird die Beziehung zwischen Seth und Ethan und auch zwischen Grace bzw. Aubrey und Seth.
Man kann den zweiten Band gut lesen, ohne den ersten gelesen zu haben, dennoch ist es natürlich so angelegt, dass es erst mit beiden Bänden eine runde Sache gibt.
Nora Roberts hält ihren flüssigen Schreibstil bei, der es einem leicht macht, mitzukommen und sie schafft es, dass sich die wunderbare Kulisse einem ins Gedächtnis brennt.

Veröffentlicht am 14.07.2019

Auftakt der Quinn-Saga

Tief im Herzen
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Cameron Quinn, inzwischen ein erfolgreicher Rennfahrer, erhält plötzlich eine beunruhigende Nachricht aus der Heimat: Sein Vater hatte einen schlimmen Autounfall und liegt im Sterben. Das bildet den Auftakt ...

Cameron Quinn, inzwischen ein erfolgreicher Rennfahrer, erhält plötzlich eine beunruhigende Nachricht aus der Heimat: Sein Vater hatte einen schlimmen Autounfall und liegt im Sterben. Das bildet den Auftakt zum ersten Band der Quinn-Saga, in deren Mittelpunkt die Quinn-Jungs stecken. Cameron, Ethan und Philipp hatten alle drei eine schwere Kindheit und wurden - man kann es nicht besser ausdrücken - von Stella und Ray Quinn gerettet. Das Ehepaar hat ihnen unendlich viel Liebe geschenkt und sie zu selbstbewussten, starken und liebevollen Männern erzogen.
Stella ist bereits vor einiger Zeit gestorben, Ray stirbt letzlich an den Folgen des Autounfalls. Zuvor hat Ray jedoch Seth, den vierten und letzten Quinn-Jungen, in seine Obhut genommen und die Verantwortung für ihn seinen drei Söhnen übertragen.
Jedem Quinn-Jungen ist ein Buch gewidmet und Cameron ist der erste, da er als erster von den drei Jungs zu den Quinns kam. Die Handlung dreht sich nicht ausschließlich um ihn, sondern auch um seine Brüder sowie um Anna Spinelli, die Sozialarbeiterin von Seth. Cam und Anna fühlen sich zueinander hingezogen und verlieben sich. Das macht die ganze Sache jedoch nicht einfacher...
Der Roman ist leicht zu lesen, auch wenn man kurze Lesepausen einlegt, kommt man problemlos mit. Ganz in typischer Nora Roberts Manier geschrieben, wissen ihre Leser/innen, was auf sie zukommt: Ein netter Roman für eine kleine Auzeit.

Veröffentlicht am 26.06.2019

Ende der Trilogie

Und Gott sprach: Du musst mir helfen!
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Ich habe den ersten Band der Trilogie regelrecht verschlungen, ein herrlich amüsantes Buch, das zum Lachen ist und zum Nachdenken anregt. Weil ich diesem Band die vollen 5 Sterne geben würde, habe ich ...

Ich habe den ersten Band der Trilogie regelrecht verschlungen, ein herrlich amüsantes Buch, das zum Lachen ist und zum Nachdenken anregt. Weil ich diesem Band die vollen 5 Sterne geben würde, habe ich auch Band 2 und zuletzt Band 3 gelesen.
Der letzte Band hat mich dann doch irgendwie enttäuscht und ich kann leider nur noch 2 Sterne geben. Die Geschichte hat ihr Ende gefunden, die Luft war inzwischen raus. Das mag vielleicht unter anderem daran liegen, dass ich diese weihnachtliche Geschichte im Hochsommer gelesen habe und somit nicht vollends in die Geschichte eintauchen konnte. Es war schön, dass Abel Baumann wieder auftritt, dennoch habe ich in diesem Buch die theologischen Nebenbezüge vermisst und die religiöse Symbolik, die ich im ersten Band so herrlich erfrischend fand.
Teilweise war die Geschichte irgendwie abstrus und an den Haaren herbeigezogen. Das gewisse Etwas hat mir hier gefehlt und ich bin bis zum Schluss nicht richtig warm mit der Geschichte geworden.

Veröffentlicht am 21.06.2019

Da fehlen einem die Worte...

Was man von hier aus sehen kann
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Bereits während ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mir die Frage gestellt, wie ich meine Leseerfahrungen in eine Rezension packen soll und auch nach der Lektüre mag mich dieses Unterfangen nicht so ...

Bereits während ich dieses Buch gelesen habe, habe ich mir die Frage gestellt, wie ich meine Leseerfahrungen in eine Rezension packen soll und auch nach der Lektüre mag mich dieses Unterfangen nicht so recht gelingen.
Ich bin verliebt in dieses Buch und mir fehlen die Worte, um deutlich zu machen, woran das liegt.
Die Geschichte lässt sich wohl am ehesten als simpel und skurril beschreiben. Sobald Selma von einem Okapi träumt, bibbert das ganze Dorf, denn das ist das Vorzeichen, dass jemand aus dem Dorf sterben wird. So auch relativ zu Beginn des Buches, als Selmas Traum das Dorf in einen absoluten Ausnahmezustand versetzt und alle auf den nächsten Todesfall warten. Der letzlich zwar den 24stündigen Zeitrahmen überschreitet, das Dorf aber umso härter trifft.
Hauptfigur ist eigentlich Luise, die zu verschiedenen Lebensabschnitten aus ihrem Leben im beschaulichen Dorf erzählt. Als Leser darf man also ihren Lebensweg begleiten.
Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, einen besonderen Narren habe ich am Optiker gefressen. Auf ganz zauberhafte Art und Weise werden alltägliche und absurde Dinge miteinander verknüpft, was zudem eine besondere Gabe des Optikers darstellt (man kann ihm zwei völlig unterschiedliche Dinge nennen, dennoch schafft er es, eine Verbindung zwischen ihnen herzustellen).
Die Wortwahl, der Fluss der Geschichte lässt sich einfach nur als besonders und außergewöhnlich beschreiben, unbedingt selbst lesen und sich ein Bild davon machen, denn wie mein Titel schon aussagt, fehlen mir hier einfach die Worte, die Mariana Leky sicherlich problemlos finden würde.
5 Sternen sind and dieser Stelle wirklich zu wenig!