Wenn Lügen selbstverständlich wird
Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?Spätestens seit „Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden liebe ich das Haushälterinnen / Kindermädchen Thema in Thrillern und dadurch habe ich mich mit dem Klappentext direkt angesprochen gefühlt. Wir begleiten ...
Spätestens seit „Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden liebe ich das Haushälterinnen / Kindermädchen Thema in Thrillern und dadurch habe ich mich mit dem Klappentext direkt angesprochen gefühlt. Wir begleiten Sloane in ihrem Alltag und es ist sehr schnell festzustellen, dass sie immer wieder lügt, auch bei ganz alltäglichen Sachen und oft ohne erkennbaren Zweck. Man erfährt nur begrenzt etwas über Sloanes Hintergrundgeschichte, wenn auch viel über ihren Alltag, und es zeichnet sich relativ schnell ab, das sie etwas verbirgt. Dadurch entsteht automatisch eine düstere, unheilschwangere Atmosphäre, das hat mir sehr gut gefallen.
Bald lernt sie Jay und Violet kennen und beginnt dort als Kindermädchen zu arbeiten. Auch hier hatte ich schnell das Gefühl, das vielleicht etwas mit dem Ehepaar nicht stimmt, ohne sagen zu können, was genau. Ich liebe solche „Schwingungen“! Im Mittelteil hatte das Buch für mich jedoch einige Längen, diese Abschnitte hätten für meinen Geschmack spannender sein können. Trotzdem ließ sich das Buch sehr gut weiterlesen, da der Schreibstil sehr flüssig war.
Ich fand die Geschichte teilweise vorhersehbar, das kann aber auch daran liegen, dass ich sehr viele Thriller lese. Als es Richtung Ende ging, wurde es wieder spannender und die Geschichte nahm an Fahrt auf. Ich hatte ein Ende im Kopf und war positiv überrascht, als sich doch alles anders fügte als gedacht. Das Ende hat mir Spaß gemacht. Mich hat das Buch ganz gut unterhalten und ich würde es vor allem Freida McFadden Fans empfehlen.