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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Zimmer 27

Das White Octopus Hotel
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Alexandra Bell hat mit „Das White Octopus Hotel“ eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man das Gefühl ...

Alexandra Bell hat mit „Das White Octopus Hotel“ eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man das Gefühl hat, nicht nur eine Geschichte zu lesen, sondern einen realen Ort zu betreten.

Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die unglaubliche Liebe zum Detail. Die Beschreibungen des Hotels und seiner Umgebung sind so realistisch und lebendig, dass ich die mir das Personal und die Gäste so gut vorstellen konnte. Jedes Zimmer, jeder Korridor und jedes noch so kleine Einrichtungsstück scheint eine eigene, geheimnisvolle Geschichte zu flüstern und ich mochte es, dass man Seite für Seite erfahren hat, was die Gegenstände so besonders macht. Es ist kein Buch, das man mal eben schnell wegliest, sondern eins, das man richtig genießen muss, weil die Atmosphäre so dicht und besonders ist.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Zwischen Plappergei und Hähmster

Das NEINhorn-ABC
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Optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet. Beim Durchblättern entdeckt man immer wieder kleine Details, die zusätzlichen Charme verleihen.

Außerdem ...

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker. Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet. Beim Durchblättern entdeckt man immer wieder kleine Details, die zusätzlichen Charme verleihen.

Außerdem gefällt mir die Bandbreite an Tieren, die im Laufe der Geschichte vorkommen. Neben dem Neinhorn begegnet man verschiedenen fantasievollen Figuren, die jeweils ihre ganz eigenen Eigenschaften und Sprachweisen mitbringen. Das sorgt für Abwechslung und macht die Geschichte lebendig und vielseitig.

Kritisch sehe ich allerdings die absichtlich falsch geschriebenen Tiernamen. Zwar sind diese als humoristisches Stilmittel gedacht, jedoch können sie – gerade für jüngere Kinder, die noch lesen und schreiben lernen – zu Verwirrungen bei der Rechtschreibung beitragen. Ich persönlich fände es besser, wenn sich die reimenden oder besonders kreativen Wortspiele stärker in den Sprechblasen oder im Dialog wiedergefunden hätten, während die Namen selbst korrekt geschrieben wären. So hätte man den Humor beibehalten können, ohne mögliche Unsicherheiten bei der Schreibweise zu fördern. Zudem kommt das Neinhorn nur einmal vor und das finde ich zu wenig, da es auch auf der Titelseite ist. Hier hätte ich mir Dialoge zwischen dem Neinhorn und den anderen Tieren gewünscht.

Insgesamt ist Das Neinhorn ein sehr schön illustriertes, witziges Kinderbuch mit viel Einfallsreichtum. Trotz meiner Kritik an der Schreibweise der Tiernamen bleibt es eine unterhaltsame Geschichte, die zum Vorlesen und gemeinsamen Lachen einlädt.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Willkommen zurück

Willkommen in Gravity Falls - Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß
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Als großer Fan von Gravity Falls war ich sehr gespannt auf dieses Buch – und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Willkommen in Gravity Falls – Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß ...

Als großer Fan von Gravity Falls war ich sehr gespannt auf dieses Buch – und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Willkommen in Gravity Falls – Dippers und Mabels Leitfaden zu Mysterien und endlosem Spaß schafft es, den einzigartigen Humor und den Charme der Serie perfekt einzufangen.

Besonders begeistert haben mich die wunderschönen Illustrationen. Jede Seite ist liebevoll gestaltet und steckt voller kleiner Details, die man beim ersten Durchblättern vielleicht sogar übersieht. Die Zeichnungen sind farbenfroh, lebendig und bleiben dem Stil der Serie absolut treu. Dadurch fühlt man sich sofort wieder wie mitten im Mystery Shack.

Auch die Story hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist witzig, spannend und gleichzeitig typisch verrückt – genau so, wie man es von Dipper und Mabel erwartet. Die Mischung aus Mysterien, Tagebuch-Elementen und den unterschiedlichen Perspektiven der Charaktere macht das Lesen abwechslungsreich und unterhaltsam. Besonders schön ist, dass der Humor sowohl für jüngere Leser als auch für ältere Fans funktioniert.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Die Vergangenheit

The Exes
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„Ex's and the oh, oh, oh's they haunt me
Like ghosts they want me to make 'em all
They won't let go
Ex's and oh’s“

Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, hatte ich diese Songzeile von „Ex’s ...

„Ex's and the oh, oh, oh's they haunt me
Like ghosts they want me to make 'em all
They won't let go
Ex's and oh’s“

Als ich den Titel und den Klappentext gelesen habe, hatte ich diese Songzeile von „Ex’s & Oh’s“ von Elle King sofort im Kopf – und sie ging einfach nicht mehr weg. Und ich muss sagen: Selten hat ein Song ein Buch so gut beschrieben.
Der Einstieg hat mich direkt gepackt. Das Buch beginnt mit einer kleinen, aber intensiven Auseinandersetzung zwischen James und Natalie während einer Party bei ihnen zu Hause. Zack – ich war drin.
Die Spannung wird durch Zeitsprünge in die Vergangenheit aufrechterhalten: frühere Beziehungen, Kindheitserinnerungen, prägende Momente. Dadurch setzt sich nach und nach ein Gesamtbild zusammen, das immer komplexer wird.
Natalie konnte ich mir unfassbar gut vorstellen – sie wurde so detailliert und greifbar beschrieben, dass sie beim Lesen fast neben mir stand. Und das ist ein Thriller-Debüt! Wirklich: WOW. Die Charakterzeichnung war für mich eines der absoluten Highlights.
Besonders spannend fand ich die verschiedenen Versionen von Natalie:
ihre innere Stimme, die Geschichten bei ihrer Therapeutin, und die sorgfältig inszenierte Fassade gegenüber ihrem Mann, ihrer Familie und ihren Freunden. Dieses Aufeinandertreffen der unterschiedlichen „Natalies“ war für mich der stärkste und faszinierendste Teil des Buches.
Neben den Ex-Freunden geht es hier auch um Trauma, familiäre Bindungen, Misstrauen und die dunklen Geheimnisse, die man mit sich herumträgt. Allerdings kämpft fast jede Figur mit einem schweren familiären Trauma – das fühlte sich zeitweise etwas erdrückend an.
Der Mittelteil zog sich für mich leider ziemlich. Ich habe zwischendurch gemerkt, wie mein Interesse nachließ und ich mich etwas durch die Seiten gearbeitet habe. Abbrechen wollte ich trotzdem nicht – irgendwas sagte mir: Da kommt noch was. Und ja, ich lag richtig.
Das Ende hatte es in sich. Ein Plot-Twist nach dem nächsten – teilweise so schnell, dass es fast ein bisschen zu viel war und stellenweise überladen wirkte. Positiv: Rund 60 % der Wendungen habe ich absolut nicht kommen sehen. Dennoch blieben für mich einige Fragen offen, wodurch sich das Gesamtbild am Ende nicht ganz rund angefühlt hat.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Wer ist er wirklich?

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? ist ein intensiver Roman, der mit einer provokanten Grundfrage spielt und genau davon lebt: Wer ist dieser Boss wirklich – gefühlskalter Machtmensch oder brillanter ...

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? ist ein intensiver Roman, der mit einer provokanten Grundfrage spielt und genau davon lebt: Wer ist dieser Boss wirklich – gefühlskalter Machtmensch oder brillanter Kopf mit mehr Facetten, als es zunächst scheint?

Iliana Xander zeichnet das Bild eines dominanten, komplexen Protagonisten, der polarisiert und bewusst aneckt. Die Dynamik zwischen ihm und der weiblichen Hauptfigur steht klar im Mittelpunkt und entwickelt sich spannungsgeladen, emotional und nicht selten konfliktreich. Macht, Kontrolle und Anziehung greifen ineinander und sorgen dafür, dass man die Figuren ständig hinterfragt – sowohl ihr Handeln als auch ihre Motive.

Besonders gelungen ist die psychologische Komponente der Geschichte. Die Autorin spielt geschickt mit Grauzonen und zeigt, dass Menschen nicht einfach nur gut oder böse sind. Dadurch entsteht eine gewisse Sogwirkung, die dazu führt, dass man immer weiterlesen möchte, um den Boss besser zu verstehen und hinter seine Fassade zu blicken.

Der Schreibstil ist flüssig und direkt, stellenweise sehr intensiv, was gut zur Thematik passt. Allerdings hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Tiefe oder ruhigere Passagen gewünscht, um bestimmten Entwicklungen noch mehr Raum zu geben.

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