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Veröffentlicht am 17.03.2017

Freundschaft und Gerechtigkeit gegen die Lüge

Das Jahr, in dem ich lügen lernte
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Ein Buch über Freundschaft und Gerechtigkeit. Was der Zusammenhalt einer Familie bedeutet, Wertschätzung und Vertrauen - Und was Lügen alles anrichten kann.

Inhalt:

Das Buch „Das Jahr, in dem ich lügen ...

Ein Buch über Freundschaft und Gerechtigkeit. Was der Zusammenhalt einer Familie bedeutet, Wertschätzung und Vertrauen - Und was Lügen alles anrichten kann.

Inhalt:

Das Buch „Das Jahr, in dem ich lügen lernte“ spielt in der Zeit Herbst 1943. Annabelle und ihre Familie leben in einem kleinen Dorf in Pennsylvania. Das Leben dort ist einfach, aber es fehlt ihnen an nichts.

Aber für Annabelle ändert sich alles, als die schwererziehbare Betty auf den Nachbarhof der Großeltern zieht. Und Betty hat es sofort auf Annabelle abgesehen, fängt sie ab als sie auf dem Weg zur Schule ist. Betty bedroht sie und schlägt sie sogar. Man merkt schnell, dass Sie kein Nein akzeptieren wird.

Auch ist da noch der Einsiedler Toby, der plötzlich auftaucht. Ein ehemaliger Kriegssoldat. Er spricht nicht viel, sieht aber alles. Und er ist der erste der Betty sofort durchschaut und wird Zeuge von mehreren schlimmen Vergehen. Annabelle und ihre Mutter unterstützen ihn wo sie nur können, mit Essen und Kleidung. Und schnell entsteht eine Freundschaft zwischen Annabelle und Toby.

Aber plötzlich ist Toby ein Hauptverdächtiger und wird von der Polizei gesucht. Annabelle versucht alles um ihm zu helfen. Sie versteckt ihn, gibt ihm neue Kleidung und schneidet ihm die Haare. Ein ganz neues Aussehen. Ein ganz neuer Toby.

Wird die Gerechtigkeit siegen oder gewinnt die Lüge?!

Meine Meinung:

Als ich das Buch bei Lovelybooks gewonnen habe, habe ich mich riesig gefreut und war so gespannt das Buch zu lesen. Ich wurde auch nicht enttäuscht, das Buch war einfach unglaublich bewegend und emotional, aber auch spannend und „Actionreich.“

Die Geschichte hat mich so mitgenommen und auch jetzt noch denke ich darüber nach, wie alles anders hätte sein können, wenn Betty nicht die ganze Zeit gelogen hätte. Warum sollte man ihr auch nicht glauben, sie ist doch nur ein Kind. Das dachten Sie alle zumindest, wenn sie da so unschuldig stand und dir in die Augen gesehen hat und Toby die Schuld gab. Nur Toby wusste die Wahrheit. Aber er war nun mal der Einsiedler, alle hielten ihn für seltsam, wenn er da so in sich gekehrt und mit seinen drei Gewehren auf der Schulter, die Straße entlang ging. Warum sollte man ihm glauben. Schnell wendeten sich alle gegen ihn, nur Annabelle nicht. Das nenne ich wahre Freundschaft.

Annabelle war mir von Anfang an sympathisch, mit Ihren jungen Jahren scheint es, als würde sie schon viel verstehen. Auch wenn es Probleme gab, bewahrt sie einen kühlen Kopf. Und dass sie die gesamte Zeit hinter Toby steht, zeigt nur was sie für ein Menschenbild hat, sie sieht immer das positive. Toby war und bleibt undurchschaubar, man wusste nie was er als nächstes vorhat. Aber als er Annabelle von seinen Kriegszeiten erzählt hat, war ich echt gerührt und mitgenommen. Er hat so viel durchgemacht. Nur wusste keiner was er wirklich für das Land getan hat. Mit Betty konnte ich nicht warm werden, sie war immer so hinterhältig und gemein. Aber ich glaube das die Autorin genau das wollte, eine Protagonistin die jegliches Böse in sich trägt. Ich habe bis jetzt nicht verstanden warum Betty so abscheulich war, vor allem zu Annabelle und zu Toby. Ich meine was sie imstande war zu tun um am Ende was zu haben, Aufmerksamkeit oder Freunde?! – nichts hat sie damit erreicht, außer anderen zu schaden. Der einzige der sie wirklich leiden konnte, war Andy und ich glaube nur, weil sie sich so ähnlich waren.

Der Schreibstil gefiel mir gut, es war klar und flüssig geschrieben, sodass man alles gut verstanden hat. So hat es einfach Spaß gemacht weiter zu lesen. Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen, vor allem in Annabelle und Toby.

Das Ende hat noch einmal alles aus dem Buch rausgeholt, so schockierend, damit hätte ich nie gerechnet. 2 Tode. Einfach unglaublich, das fand ich so traurig. Ich kann es nicht fassen. Ich bin sprachlos. Nach allem was sie versucht haben, Das schockt mich wirklich. Ich habe so gehofft das sich noch einmal alles zum Guten wendet, aber es sollte wohl nicht so ein. Das wirklich einzig Positive an der ganzen Sache ist, das Annabelle und ihre Familie stärker zusammen gewachsen ist. Zumindest hat sich das Verhältnis zu ihren Brüdern verbessert.

Ein absolut fesselndes Buch bis zum Ende. Dieses Buch war eine Bereicherung und ich werde einiges daraus mitnehmen. Ich kann es absolut weiterempfehlen.

Bewertung: 4/5

Veröffentlicht am 05.03.2017

Eher ein Lebensratgeber - sehr enttäuschend

Die Verseflüsterin
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Eine Buch über eine unbekannte Nachricht und wie sie dein Leben beeinflussen kann.

Inhalt:

Die erste Botschaft die Marcus erhält „Hör auf deine Gefühle,“ klebt an der Windschutzscheibe seines Autos. ...

Eine Buch über eine unbekannte Nachricht und wie sie dein Leben beeinflussen kann.

Inhalt:

Die erste Botschaft die Marcus erhält „Hör auf deine Gefühle,“ klebt an der Windschutzscheibe seines Autos. Von wem hatte er diese Nachricht bloß bekommen und so begibt sich Marcus auf ein kleines Abenteuer um den Menschen zu finden, der sein Leben so schnell umkrempeln konnte.

In der Zwischenzeit lernt er Angelo kennen, sie merken schnell dass sie viel gemeinsam haben. Und so baut sich schnell eine Freundschaft auf. – konnte er der Unbekannte sein?!

Aber auch seine Frau Isabelle, könnte ihm die Botschaften geschickt haben. Und wie sieht es aus mit seiner Mutter.

Viele liebe Menschen, die in Frage kommen könnten.

Meine Meinung:

Ich kann diesen Roman einfach nicht mit anderen vergleichen. Für mich ist es ein Ratgeber. Ich habe ehrlich gesagt auch keine richtige Meinung dazu, weil ich nicht genau weiß was ich von diesem Buch halten soll.

Es geht mehr um eine gesunde Lebensweise, mehr Sport zu machen, sozusagen das der Körper und der Geist im Einklang sind. Ein Ratgeber für das Leben, mit einem Roman hat das leider nichts zu tun.

Die Geschichte an sich, fand ich ganz gut. Dass Marcus Nachrichten von einem Unbekannten bekommt, fand ich zunächst sehr spannend. Und ich wollte unbedingt wissen, wer der Unbekannte war. Jemand aus seiner Familie, seinen Freunden oder doch jemand Fremden. Allerdings war die Geschichte meist durchschaubar und alltäglich. Es gab keine großen Wendungen oder Handlungen, die ich überraschend fand. Auch fand ich die Ehe von Marcus und Isabelle eher übertrieben. Keine Ehe läuft so gut. Jedes Paar hat mal Momente oder Tage, an denen sie sich nicht so gut verstehen. Aber in diesem Buch war die Beziehung zwischen den beiden perfekt, zu perfekt.

Die Charaktere waren gut beschrieben. Sehr sympathisch fand ich Isabelle, die Frau von Marcus. Sie hat immer das Gute in den Menschen gesehen und wollte immer das alle glücklich sind. Die Mutter von Markus fand ich von Anfang an echt total lieb. Aber ich kann sie auch nicht verstehen, wie kann sie mit Angelo befreundet sein oder sogar mehr, wenn er sie vergewaltigt hat. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Und das sie das so lange vor ihren Kindern geheim hält, natürlich muss sie selber erst damit klarkommen, aber so lange. Und dann lässt sie auch noch zu, dass Angelo sich in das Leben von Marcus „einschleicht.“ Die Freundschaft zwischen Marcus und Angelo, habe ich auch nie richtig verstanden.

Der Schreibstil des Autors hat mich gar nicht überzeugt. Sehr kurz und knapp. Bei mir kamen null Emotionen an. Dadurch war es schwer, dem Buch und der Geschichte zu folgen. Man hätte das Buch eigentlich sehr schnell beenden können. Aber es war einfach „platt“ geschrieben, ohne großen Beschreibungen oder Hintergründen.

Ich habe leider den Sinn dieses Buches nicht ganz verstanden. Die Leseprobe hatte mich so fasziniert und ich war gespannt darauf, zu erfahren wie es weiter geht. Und dann lese ich dieses Buch und bin einfach nur enttäuscht. Wenn ich hätte ein Lebensratgeber lesen wollen, hätte ich mir einen gekauft. Das war wirklich schade, denn die Idee des Buches war eigentlich echt gut, nur die Umsetzung war einfach nicht gelungen.

Bewertung: 2/5

Veröffentlicht am 02.03.2017

Wie kann das Leben mit so viel Schmerz und Verlust klarkommen

Wie die Luft zum Atmen
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Ein Buch über Verlust und Trauer und wie er alles verändert

Inhalt:

Elizabeth verliert Ihren Mann bei einem Autounfall. Sie wollte erstmal alles zurücklassen und zieht mit ihrer Tochter zu ihrer Mutter. ...

Ein Buch über Verlust und Trauer und wie er alles verändert

Inhalt:

Elizabeth verliert Ihren Mann bei einem Autounfall. Sie wollte erstmal alles zurücklassen und zieht mit ihrer Tochter zu ihrer Mutter. Aber sie kehrt zurück nach Hause. In dem Haus, mit all den Sachen von Steven , seiner Kleidung, seinem Duft. Eine schwere Zeit lag vor Elizabeth und Emma, ihrer kleinen Tochter.

Aber dann war da ihr neuer Nachbar, Tristan. Alle warnten Sie vor ihm, er sei verrückt, ein Monster, gezeichnet durch die Vergangenheit. Doch schnell war klar, dass sie ihm nicht lange wiederstehen konnte.

Denn eins verbindet Sie – der Verlust.

Meine Meinung:

Ich hatte schon so viel Gutes über dieses Buch gelesen und gehört, es wurde total gehyped, daher musste ich es auch unbedingt lesen. Und ich hatte das Glück das Buch zu gewinnen.

Das Cover ist einfach der Wahnsinn. Dieses Schwarz- Weiß wäre mir im Laden, optisch auf jeden Fall ins Auge gefallen und ich hätte es bestimmt in die Hand genommen. Auch finde ich das der Mann auf dem Cover, genau das ausdrückt was die Autorin uns mitteilen wollte. Er wirkt traurig aber auch geheimnisvoll, sowie Tristan im Buch.

Die Geschichte hat mich wahnsinnig berührt, keiner sollte so etwas mitmachen. So herzzerreißend und emotional, es ging einfach unter die Haut und manchmal war kein Auge trocken. Der Verlust ist genau das, was Tristan und Elizabeth verbindet, gemeinsam versuchen sie darüber hinwegzukommen. Am Anfang macht Tristan noch auf unnahbar, will Elizabeth von sich fernhalten. Er möchte weder eine Freundschaft noch irgendwas anderes, er möchte nur seine Ruhe. Das war aber leichter als getan, denn die Anziehung zwischen den beiden, war von Anfang an greifbar. Die „Beziehung“ zwischen den beiden, hat mich aber auch echt verwirrt, erst heißt es dass sie sich lieben und im nächsten Moment wissen sie nicht wie sie zueinander stehen.

Das Thema mit dem Element Luft fand ich sehr gut umgesetzt. Explizit wurde das Atmen immer wieder hervorgehoben und die Sache mit den Federn war eine so schöne Geste.

Die vielen Charaktere waren so unterschiedlich und doch gehörten sie alle auf ihre eigene Art und Weiße zusammen. Tristan ist ein so toller Protagonist, ein unglaublich positiver Mensch. Das meiste hat er Elizabeth zu verdanken, sie hat ihn sozusagen wieder zurück ins Leben geholt. Elizabeth ist eine so herzliche Protagonistin, sie sieht einfach in jedem Menschen das gute. Sie möchte jedem eine Chance geben und genau diese gibt sie auch Tristan. Eine gute Wahl denn zusammen werden sie immer stärker. Emma ist einfach ein so bezauberndes Wesen, mit ihrer Art kann sie jedem zum Lächeln bringen. Und wie sie einfach Tristan sofort annimmt und in ihr Herz schließt, ihren Lieblings „Fisch“ und ihre Mutter durch die schwere Zeit hindurch hilft. Einfach einzigartig, ich meine sie ist gerade mal 5 Jahre alt und kümmert sich um alle.

Der Schreibstil gefällt mir gut, es ist flüssig und klar geschrieben, dass man alles schnell verstehen konnte. Auch gefiel mir wie detailreich die Handlungen, Gedanken und Gefühle dargestellt wurden. In Elizabeth und Tristan konnte ich mich wirklich gut hineinversetzen, ich verstehe genau wie es ist, jemand wichtigen zu verlieren. Und wie schwer die Zeit danach ist, das man Menschen um sich braucht, die füreinander da sind.

Das Ende war dann aber doch zu viel des guten. Auf der einen Seite war das Ende sehr schön, aber auch extrem klischeehaft. Auf der anderen Seite, fand ich es schade dass alles so schnell irgendwie ging. Das ganze hätte man noch ein wenig ausbauen sollen. Außerdem ist es mehr als nur ein Happy End, einfach jeder ist glücklich und hat keine Probleme mehr. Na klar erwartet der Leser, nach so einem hin und her ein gutes Ende. Aber das war dann doch etwas übertrieben. Das fand ich echt schade, denn der Anfang gefiel mir wirklich gut. Nur wurde es bis zum Ende immer schwächer. Dass die Autorin ein Rückblick darauf gegeben hat, was alles nach 5 Jahren passiert, gefällt mir sehr. Auch hier sehr klischeehaft, aber ein typisches „Happy End“ Ende.

Ein berührender, emotionaler und mitfühlender Roman. – zum mitweinen und mitlachen. Trotz der kleinen Schwächen des Buches, ist es sehr Empfehlenswert. Ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil der Romance- Reihe – „Wie das Feuer zwischen uns“ mit dem Element Feuer.

Veröffentlicht am 18.02.2017

Unterscheide die Dunkelheit von der Wirklichkeit

Alle Farben der Nacht
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Ein Buch über die ernsten Themen des Lebens – Drogen, Alkohol und Missbrauch

Inhalt:

Emilia, eine erst 17-jährige junge Frau. Lebt zunächst bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter verstorben ist und ihr ...

Ein Buch über die ernsten Themen des Lebens – Drogen, Alkohol und Missbrauch

Inhalt:

Emilia, eine erst 17-jährige junge Frau. Lebt zunächst bei ihrer Großmutter, da ihre Mutter verstorben ist und ihr Vater nicht auffindbar war. Dort lebt sie in Isolation, abgeschottet von der Außenwelt. Wird von einem Lehrer zu Hause unterrichtet. Nachdem die Großmutter ein Schlaganfall erlitt, musste sich Emilia um sie kümmern und um den Haushalt. Sie fühlte sich nicht mehr wie Ihre Nichte, sondern eher wie ein Dienstmädchen.

Nur sonntags durfte sie das Haus verlassen, um Gebäck für die Großmutter abzuholen. Wie jeden Sonntag, ging sie auch an diesem Morgen zur Bäckerei. Aber anstatt wie jedes Mal von dem Bäckerjungen begrüßt zu werden, wurde sie niedergeschlagen. Sie wacht auf und ist Nackt. An diesem Tag wird sie von dem Bäckerjungen vergewaltigt. Dieser Vorfall hat sie gezeichnet.

Nachdem sie beschloss alleine zu wohnen, geriet ihr Leben ins Schwanken. Schon morgens fängt sie an zu trinken und hört erst am Abend wieder auf, wenn die Drogen ins Spiel kommen. Schon in der Zeit bei ihrer Großmutter, griff sie oft nach der Flasche. Aber nachdem sie alleine wohnte, gelten auch Ihre Regeln.

Eines Tages lernt sie dann auch noch, den Künstler Theo kennen. Kurz darauf hat sie aber ein Autounfall und dieser ändert alles. Theo rückt aber nicht von ihrer Seite, er ist für sie da. Und dann ist da auch noch Rebecca, deren Leben Emilia rettet.

Das konnte nur eine heikle Geschichte werden. Über Alkohol- und Drogenabhängigkeit und wie es dein Leben verändern kann.

Meine Meinung:

Der Titel „Alle Farben der Nacht“ passt wirklich gut zu diesem Buch. Am Anfang habe ich noch gedacht, dass damit vielleicht die Farben des Himmels gemeint sind, wenn der Abend immer näher rückt. Aber nein, der Titel hat noch eine viel tiefere Bedeutung. Dieses Buch hat mich einfach gefesselt. Noch Tage später, denke ich darüber nach.

Die Geschichte an sich war sehr verwirrend, aber gleichzeitig auch berührend und fesselnd. Über eine junge Protagonistin, die den falschen Weg einschlägt und keine Hilfe annehmen möchte. Mit so vielen Wendungen und Möglichkeiten. In dieser kurzen Zeit lernt Emilia, so viele Leute kennen. Aber sie merkt gar nicht, dass sich diese Menschen wirklich für sie interessieren. Dave, der Sänger aus der Band, bezeichnet sie sogar als Muse. Ben, der Arzt, dem sie auf der Straße begegnet, nimmt Sie sogar mit zu sich und möchte ihr sofort helfen. Aber das „sieht“ sie gar nicht. Ich kann Emilias Einstellung zum Leben, einfach nicht verstehen. Ich meine sie redet davon, wie ihr Leben sein könnte, sie aber nicht die Kraft und den Mut dazu aufbringen kann, so auch zu Leben. Das finde ich einfach nur schade und ich habe wirklich Mitleid mit ihr. Nicht weil sie diese Einschränkung hat, sondern weil sie nicht versucht zu LEBEN.

Die Charaktere oder sagen wir mal der Hauptcharakter Emilia, eine junge Frau, die im Alkohol – und Drogen Einfluss untergeht. Ich weiß bis jetzt nicht genau, was ich von Ihr halten soll. Durch ihre Vergangenheit ist sie gezeichnet und so lebt sie ihr Leben. In sich gekehrt, alleine, in Isolation, in ihren eigenen vier Wänden. Keine Freunde. Nacht für Nacht geht sie in irgendwelche Bars oder hat mit wildfremden Sex. Oder dröhnt sich mal wieder zu, das sie sich an kaum noch was erinnert.

Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Es ist flüssig und klar geschrieben, dass man alles schnell verstehen konnte. So spannend, das ich es fast an einem Tag durchlesen musste. Auch gefällt es mir, wie er die Gedankengänge und Handlungen von Emilia und ihren Persönlichkeiten detailliert beschreibt. Ich finde es echt unglaublich, wie gut der Autor die gesamte Geschichte so rüberbringen konnte, dass man es auch verstanden hat. Ab und zu musste ich auch erstmal die Textstelle Review passieren lassen und kurz darüber nachdenken, was uns der Autor damit sagen wollte oder was er versucht hat rüberzubringen. Aber dann war es meist schlüssig.

Das Ende hat mich echt umgehauen. Damit hätte ich niemals gerechnet. Ich will nicht zu viel verraten, da es vielleicht einige noch nicht gelesen haben. Aber ich verstehe einfach nicht, warum sie geglaubt hat, damit durchzukommen. Irgendwann macht jeder einmal ein Fehler und dann kommt es doch raus. Ich bin einfach Zwiegestalten, auf der einen Seite fand ich das Ende passend, aber auf der anderen Seite war ich so verwirrt, das ich es bis jetzt nicht richtig realisiert habe. Ich glaube man braucht ein paar Tage, um das Buch in sich aufzunehmen und alles zu verstehen.

Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Ich würde es auch weiterempfehlen. Aber man sollte vorher wissen, dass das Buch nicht nur so zum „dahinlesen“ ist, nur weil es 150 Seiten hat. Außerdem ist es nicht gemacht für „Zarte Gemüter.“ Da es schon detailreich ein Leben beschreibt, in das jeder von uns reinrutschen könnte.

Bewertung: 4/5 Sternen

Veröffentlicht am 17.02.2017

Briefe voller Gefühle

Ich wollte nur, dass du noch weißt ...
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Nie veröffentlichte Briefe, so emotional und berührend.

Die Autorin Emily Trunko, ist mit ihren sechzehn Jahren einer der Jüngsten die ich kenne und lesen durfte. Die Idee nie verschickte Briefe zu sammeln ...

Nie veröffentlichte Briefe, so emotional und berührend.

Die Autorin Emily Trunko, ist mit ihren sechzehn Jahren einer der Jüngsten die ich kenne und lesen durfte. Die Idee nie verschickte Briefe zu sammeln und sie dann anonym zu veröffentlichen, finde ich sehr schön. Wer hat denn nicht schon einmal ein Brief geschrieben voller Gefühle und Gedanken und sich dann doch nicht getraut, diesen abzuschicken oder demjenigen zu geben.

Die Briefe haben mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Sie waren sehr inspirierend. Die Briefe waren so unterschiedlich und in jedem einzelnen hat man einfach gemerkt, wie viel Liebe und Gefühl dahinter steckt.

Ich wusste nicht genau, was mich bei diesem Buch erwartet. Dann habe ich die ersten paar Seiten gelesen. Und ich war so sprachlos. Nach jeder Seite musste ich einmal Inne halten und nachdenken. Ich meine die Autoren der Briefe, haben uns sozusagen einen Einblick in ihre kleine Welt gegeben. Meiner Meinung nach ist das eine Ehre. So etwas kriegt man nicht so oft zu Gesicht.

Besonders getroffen haben mich die Briefe in den Rubriken „Verrat“ und „Verlust.“ Aber ich habe so gut wie in jeder Rubrik, ein paar die mir besonders ans Herz gewachsen sind. Natürlich kann man nicht einfach urteilen. Denn alle Briefe sind etwas BESONDERES. Trotz allem denke ich, dass jeder so seine „Favoriten“ hat oder Briefe die einem irgendwie bekannt vorkommen. Weil man vielleicht schon selber in so einer Situation war oder so ein ähnliches Gefühl kennt. Oder weil die Briefe dich einfach so emotional mitgenommen haben

Einer der Briefe war zum Beispiel: (Rubrik Verrat)

Der Mensch, dem es nicht wichtig genug war,

Ich weiß nicht was ich erwartet habe.

Vielleicht habe ich erwartet, dass du dich entschuldigst.

Vielleicht hätte ich nicht gedacht, dass du lachst, wenn du mich weinen siehst.

Vielleicht habe ich angenommen, du würdest mich bitten zu bleiben.

Vielleicht wollte ich, dass du mir sagst, dass du mich liebst und uns nicht aufgibst.

Vielleicht habe ich gehofft, du würdest dich endlich ändern.

Jedenfalls habe ich nicht damit gerechnet, dass du mich verlässt.

- Der Mensch, dem es zu wichtig war.

Meiner Meinung nach, war es ein ziemlich gelungenes Buch. Allerdings haben sich ein paar Briefe auch gedoppelt. Einige haben ungefähr das gleiche geschrieben, nur mit anderen Worten. Das fand ich dann doch etwas „langweilig.“ Natürlich wollte Emily Trunko alle Briefe veröffentlichen, die Ihr geschickt wurden. Aber nicht wenn man ungefähr 3 Mal das gleiche liest. Außerdem fand ich etwas anstrengend beim Lesen, das die Seiten so chemisch gerochen haben. Weil alle Seiten so bunt gestaltet wurden. Das fand ich echt schön, weil es mal was anderes war. Aber der Geruch ist mir echt bis in den Kopf gestiegen, so dass ich meistens Kopfschmerzen davon bekommen habe. Das war ein bisschen schade. Ansonsten war dieses Buch mit den Briefen einfach so schön und bei ein paar Briefen hatte ich auch Tränen in den Augen. Ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen.