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Veröffentlicht am 17.08.2019

Gelungene Rückkehr in die Welt der Schattenjäger

Lady Midnight
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„Wir alle sind die Summe unserer Handlungen - gute und schlechte.“

Lady Midnight von Cassandra Clare ist der sehr gelungene Auftakt der Trilogie „Die Dunklen Mächte“. Erzählt wird die Geschichte in der ...


„Wir alle sind die Summe unserer Handlungen - gute und schlechte.“

Lady Midnight von Cassandra Clare ist der sehr gelungene Auftakt der Trilogie „Die Dunklen Mächte“. Erzählt wird die Geschichte in der Welt der Schattenjäger, diesmal befinden wir uns am Institut von Los Angeles und verfolgen die Handlung rund um Emma Carstairs und Julian Blackthorn. In regelmäßigen Abständen tauchen seltsam verstümmelte Leichen auf, die dieselben Zeichen tragen wie die Leichen von Emmas Eltern vor fünf Jahren. Deshalb lässt Emma der Verdacht nicht los, dass alles irgendwie zusammenhängen muss und gemeinsam mit den Blackthorns und Cristina, einer jungen Schattenjägerin aus Mexiko, beginnt sie zu ermitteln, obwohl sie damit alle in Gefahr bringt...

Ich habe schon die Chroniken der Unterwelt und die Chroniken der Schattenjäger geliebt, weshalb es sich ein bisschen wie nach Hause kommen angefühlt hat, als ich vor drei Jahren das erste Mal in das Buch eingetaucht bin. Auch diesmal, beim zweiten Lesen, könnte ich einfach nicht aufhören und musste das Buch innerhalb von wenigen Tagen verschlingen. Beide Male war ich durchweg gefesselt von der Geschichte und trotz der Länge von 832 Seiten kam kein einziges Mal Langeweile auf. Die Handlung bleibt durchweg spannend, was auch daran liegt, dass sie aus der Sicht von mehreren Charakteren erzählt wird. So erfährt man nicht nur über Emma und Julian etwas, sondern unter anderem über Cristina. Besonders liebgewonnen habe ich die kleinen Geschwister von Julian, die allesamt einzigartige Charaktere sind. Emmas Art finde ich auch super, ich mag sie sogar lieber als Clary in „Die Chroniken der Unterwelt“. Über Julian braucht man da gar nicht reden, der ist sowieso absolut umwerfend, so wie er sich um seine Familie kümmert, die für ihn an allererster Stelle steht. Es war wirklich schön zu lesen, wie besonders er sich im Laufe des Buches entwickelt.

Wie immer wird man von Cassandra Clares Schreibstil nicht enttäuscht. Wer bereits andere Bücher von ihr gelesen hat - was ich auch empfehle, es vorher zu tun - der wird bestimmt das ein oder andere Mal ein Lächeln auf den Lippen haben oder begeistert aufschreien, wenn bereits bekannte Personen ihren Auftritt haben. Dieses Buch hält viele Überraschungen bereit.

Lady Midnight erhält von mir absolut verdiente 5/5 Sterne!

Veröffentlicht am 07.08.2019

Eine wunderschöne und wichtige Geschichte

Flying High
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„Menschen machen Fehler. Und vielleicht geht es gar nicht mal darum, alles zu vergeben und zu vergessen, sondern darum, zu lernen, Menschen trotz all ihrer Fehler zu lieben.“

Ich habe nun endlich auch ...

„Menschen machen Fehler. Und vielleicht geht es gar nicht mal darum, alles zu vergeben und zu vergessen, sondern darum, zu lernen, Menschen trotz all ihrer Fehler zu lieben.“

Ich habe nun endlich auch Flying High beendet und dieses Buch hat mich umgehauen!

Der Abschluss der Dilogie rund um Hailee und Chase setzt genau dort fort, wo Falling Fast endet. Hailees Geheimnis wurde gelüftet. Nun müssen sich alle um sie herum mit den Konsequenzen befassen, allen voran Chase und natürlich Hailee selbst, was eine große Herausforderung für beide darstellt.

Der Einstieg ins Buch fiel mir, anders als im ersten Band, sehr leicht und ich konnte problemlos in das Geschehen in Fairwood eintauchen. Wie nach dem fiesen Cliffhanger zu erwarten, waren die ersten Seiten emotional extrem aufwühlend und gingen mir sehr ans Herz. Auch danach blieb es äußerst gefühlvoll, die Gefühls- und Gedankenwelt von Hailee und Chase hat sich total real angefühlt. Was ich persönlich auch beeindruckend finde, ist die Art und Weise, wie die Autorin Hailees Weg danach geschildert hat - und es gleichzeitig auch geschafft hat, alle um sie herum mit einzubinden. An keiner Stelle hat sich die Geschichte unrealistisch angefühlt oder wurde zu schnell erzählt. Die Charakterentwicklung kann man sehr gut mitverfolgen. Die Themen, mit denen man sich als Leser hier auseinandersetzt, sind wahnsinnig wichtig und auch mir hat das Buch so einiges mit auf den Weg gegeben, was ich nicht so schnell vergessen werde.

Flying High ist ein großartiges Buch und ein wunderschöner Abschluss von Hailee und Chase‘ Geschichte. Die 5 Sterne sind hier absolut verdient! Ein großes Dankeschön an Bianca Iosivoni, dass sie uns nach Fairwood reisen ließ und diese wunderschöne Geschichte erzählt hat.

Veröffentlicht am 13.07.2019

Glamourös, glänzend, geheimnisvoll

Die Prinzessinnen von New York - Scandal
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Scandal - Die Prinzessinnen von New York führt einen hinter die Kulissen der High Society Manhattans im Jahr 1899. An was denkt man? Selbstverständlich Geheimnisse, Intrigen und Drama.

Das Cover ist ein ...

Scandal - Die Prinzessinnen von New York führt einen hinter die Kulissen der High Society Manhattans im Jahr 1899. An was denkt man? Selbstverständlich Geheimnisse, Intrigen und Drama.

Das Cover ist ein echter Blickfang. Es ist wundervoll glamourös gestaltet, aber gleichzeitig auch nicht zu übertrieben und protzig aufgetragen. Allerdings erweckt es nicht den Anschein, dass die Handlung vor über 100 Jahren spielt, was mich doch sehr überrascht hat.

In der kurzen Beschreibung der Handlung konnte man dann auch nicht wirklich herauslesen, wann die Geschichte spielt, allerdings werden viele Intrigen und Drama versprochen. Auf den ersten Seiten erfährt man sehr viele Informationen aufeinmal und weiß nicht so recht was jetzt genau los ist. Dies baut Spannung auf und man möchte sofort weiterlesen. Allerdings ist der Schreibstil zwar flüssig, aber zeitweise doch recht anstrengend zu lesen da man sich schon sehr konzentrieren muss und teilweise Absätze mehrmals lesen muss, damit man genau weiß was jetzt Sache ist bei dem Haufen an Charakteren. Apropos Charaktere, eigentlich wird in der Beschreibung der Anschein erweckt, dass Elizabeth die Protagonistin sei, allerdings wird die Geschichte aus vielen verschieden Sichten erzählt, was die Spannung etwas erhöht. Die Charaktere an sich sind recht gut ausgearbeitet, allerdings sticht bis auf Diana keiner so wirklich hervor. Da fehlt es etwas an Vielfältigkeit. Intrigen und Geheimnisse sind durchaus vorhanden, allerdings hätte man mehr erwarten können.

Alles in allem ist Scandal - Die Prinzessinnen durchaus lesenswert, allerdings hatte ich andere Erwartungen an das Buch. Dennoch war Spannung und Freude am Lesen vorhanden und ich werde die Geschichte weiter verfolgen!

Veröffentlicht am 12.05.2019

Wunderschöne Worte einer berührenden Geschichte

Wenn Donner und Licht sich berühren
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„Ich würde immer behaupten, ich hätte ihn zuerst gesehen, doch er bestand darauf, dass es umgekehrt war.“

Brittainy C. Cherry zählt zu meinen Lieblingsautorinnen und mit diesem Buch hat sie es geschafft, ...

„Ich würde immer behaupten, ich hätte ihn zuerst gesehen, doch er bestand darauf, dass es umgekehrt war.“

Brittainy C. Cherry zählt zu meinen Lieblingsautorinnen und mit diesem Buch hat sie es geschafft, einen neuen Favoriten auf meine Liste zu setzen. „Wenn Donner und Licht sich berühren“ ist eine wunderschöne und herzzerreißende Geschichte, ein Buch was man gern immer und immer wieder liest.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der beiden Protagonisten, Jasmine Greene und Elliott Adams. Die beiden lernen sich in New Orleans kennen und beide behaupten sie hätten den anderen zuerst gesehen. Ihre Leben könnten eigentlich nicht verschiedener sein – Jasmine, die den Traum ihrer Mutter als Superstar leben soll, viel unterwegs ist und in der Schule zu den Beliebten zählt, Elliott, der eine herzensgute Familie hat, aber in der Schule gemobbt wird – wenn da nicht die Liebe der beiden zur Musik wäre. Eine Verbindung zwischen ihnen entsteht, die kaum etwas trennen könnte – bis ihre Welten aus den Fugen gerissen werden…
Schon der Titel, und natürlich auch das wunderschöne Cover, konnten mich überzeugen, das Buch zu lesen. Der Klappentext, der nicht viel über die Story aussagt, aber andeutet, welche Gefühle die Geschichte in einem wecken wird, machte mich dann noch neugieriger. Von den ersten Seiten an war ich gefesselt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und die Worte sind sehr gut gewählt, es macht richtig Spaß und man kann wirklich mitfühlen, was passiert und was in den Hauptpersonen vorgeht.

Meine ersten Gedanken zu Jasmine waren, dass sie mir total leidtut. Ihre Mutter scheint sie nicht zu lieben, auch wenn sie das Beste für ihre Tochter will. Das Problem liegt nämlich dabei, dass sie nicht sieht, oder nicht sehen will, wie sehr ihre Tochter darunter leidet, dass sie nicht ihren eigenen Traum, sondern den ihrer Mutter leben soll. Alles, was Jasmine sich wünscht, ist, dass sie Soul singen darf, aber ihre Mutter will sie zur erfolgreichen Tänzerin, Schauspielerin und Pop-Sängerin machen. Ganz schön viel für ein junges Mädchen. Jasmines Charakter konnte ich ganz gut leiden, aber dennoch gab es das ein oder andere Mal Entscheidungen und Handlungen ihrerseits, da saß ich mit hochgezogenen Brauen da und hab mich gefragt, was das jetzt bitte soll.
Elliot dagegen marschierte schnurstracks unter meine Lieblingsprotagonisten. Mit ihm wurde mal ein männlicher Charakter geschaffen, der kein typischer Bad Boy ist, sondern absolut einzigartig, und ganz nebenbei auch noch total liebenswürdig. Er lebt zusammen mit seiner Mutter und seiner großen Schwester, Katie, die beide genauso lieb sind. In der Schule wird er gemobbt, da er ein Außenseiter ist, was leider nicht zu selten vorkommt. Aber er spielt liebend gern und voller Leidenschaft Saxophon, generell liebt er Jazz. Besonders fasziniert haben mich von daher seine und Jasmines Referenzen und Unterhaltungen über die Musik.

„Es gab im Leben aller Menschen Zeilen, die einfach zu schmerzhaft waren, um sie frei zu singen.“

Wie der Klappentext verrät, werden beide für mehrere Jahre getrennt. Als sie sich schließlich wiedersehen, haben sich beide verändert, was teilweise nicht wirklich überzeugend war. Dies ist mein einziger Kritikpunkt, der aber nur minimal ist. Bei Jasmine hatte man manchmal das Gefühl, dass diese Veränderung überspielt wurde, während Elliott regelrecht darin versinkt.

„Du bist die Musik in einer stummen Welt, und mein Herz schlägt, weil du da bist.“

Aber dennoch hatte ich während des kompletten Buches durchweg Spaß am Lesen und ich werde diese Geschichte nicht so schnell vergessen. Die Worte berühren einen, man kann sie sich immer und immer wieder durchlesen und es wird nie langweilig. Alles in allem ist „Wenn Donner und Licht sich berühren“ eine wunderschöne Geschichte mit vielen Emotionen, wie ich sie gern erneut lese.

Veröffentlicht am 28.03.2019

Düster, gewaltig, grandios!

Too Late
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"Jeder weiß, dass es gefährlich ist, zu sehr zu lieben. Aber ich konnte nicht anders."

Too Late - zu spät. Man liest die ersten Sätze, die erste Seite, das erste Kapitel - eh man sich versieht hat einen ...

"Jeder weiß, dass es gefährlich ist, zu sehr zu lieben. Aber ich konnte nicht anders."

Too Late - zu spät. Man liest die ersten Sätze, die erste Seite, das erste Kapitel - eh man sich versieht hat einen dieses Buch vollkommen in seinen Bann gezogen und es ist zu spät, man kann es nicht mehr aus der Hand legen.

Colleen Hoover, dieser Name sagt bestimmt sehr vielen Lesern von Liebesromanen etwas. Sie ist bekannt für ihre wunderschönen und fantastischen Jugendromane, die ich allesamt gelesen und ins Herz geschlossen habe. Von Too Late, einem zuerst eher nebensächlichen Projekt ihrerseits, hatte ich schon vor einiger Zeit ab und an mal gehört, aber es ist bei mir irgendwann immer wieder untergegangen. Letzten Herbst sah ich dann, dass Too Late auf Deutsch als Taschenbuch erscheinen wird und von da an konnte ich es kaum erwarten. Die Handlung und das Thema des Romans unterschieden sich sehr von dem, was sie üblicherweise schrieb, was das Warten auf das Buch besonders spannend machte. Ich wusste absolut nicht was mich da erwartet, egal, wie viele Vermutungen ich anstellte. Egal, was ich mir ausgemalt hatte - letztendlich übertraf diese Story meine Vorstellungen.

Auf der ersten Seite taucht man dank des flüssigen Schreibstils, wie man ihn von Colleen Hoover kennt, sofort in die Handlung ein. Sloan, eine junge Studentin, führt eine Beziehung zu dem Drogenboss Asa Jackson. Doch was er als seine größte und einzig wahre Liebe betrachtet, ist für sie die Hölle. Allein die Tatsache, dass Asas dreckiges Geld den Pflegeheimplatz ihres jüngeren Bruders ermöglicht, zwingt sie zum Bleiben. Was beide nicht wissen ist, dass die Polizei dem Kartell auf die Schliche gekommen ist, und bereits an der Zündschnur für die Sprengung arbeitet - Undercover-Cop Carter soll dabei mithelfen. Er mimt den Mittelsmann zwischen Asa und dessen Kunden, doch die Ermittlungen haben noch nicht mal richtig begonnen, da begegnet er Sloan. Das Knistern zwischen den beiden ist nicht zu übersehen, jedoch entwickelt sich die Situation rasch zu einem hochgefährlichen Versteckspiel um Leben oder Tod in einem hauchdünnen Netz aus Lügen und Verbrechen.

"Die Liebe findet dich in der Tragödie."

Die mal längeren, mal kürzeren Kapitel sind aus der Sicht von Sloan, Carter und Asa geschrieben, weshalb man als Leser oft nicht mehr weiß, was man jetzt denken und fühlen soll. Die Spannung ist greifbar und die Stimmung schlägt von einem Wort auf das andere um. Man muss immer auf der Hut sein, Vermutungen braucht man gar nicht erst anstellen. Was als nächstes kommt, ist bis zur letzten Seite ungewiss.

Die Hauptcharaktere sind alle drei einzigartig und echt. Sie entspringen förmlich den Seiten und man kann sie in Gedanken vor sich sehen. Alles, was sie fühlen, habe ich auch gefühlt. Ich habe gelacht, geweint, war schockiert, war gerührt. Das war mehr als nur eine Achterbahnfahrt der Gefühle, das war ein Rausch. Ein Rausch mit extrem hoher Suchtgefahr. Man zittert, die Gedanken überschlagen sich, dein Herz ist vollkommen überlastet, aber trotzdem geht immer noch mehr. Lesen auf eigene Gefahr.

"Die falsche Liebe zieht einen runter wie ein schwerer Anker. Die richtige schenkt einem Flügel."

Zum Thema Gefahr: Das Thema dieses Buches dessen Umsetzung ist nichts, was man öfter mal irgendwo liest. Es ist rau, es ist düster, es haut einen um. Wer sich nicht wirklich sicher ist, ob er damit umgehen kann, der sollte vorsichtig sein. Wenn man es allerdings einmal gelesen hat, bekommt man es so schnell nicht mehr aus dem Kopf, denn es ist einzigartig. Colleen Hoover damit etwas Gewaltiges geschaffen.

Hat sich der Kauf dieses Buches gelohnt? Ohne Widerrede.
Würde ich es nochmal lesen? Definitiv. Mehrmals.

Die Worte gehen dir unter die Haut, die Story legt dich in Fesseln und lässt dich so schnell nicht wieder los, du gehst an dein Limit. Wenn du damit umgehen kannst, dann lass dir dieses Buch definitiv nicht entgehen.