Hans-Christian Oeser (Übersetzer), Alexandra Titze-Grabec (Übersetzer)
London, ein flirrend heißes Juniwochenende: Maggie ist schwanger und pleite und fürchtet die Rückkehr in die Vorstadt ihrer Kindheit. Ed jobbt als Fahrradkurier und verheimlicht seine Bisexualität. Phil ist unglücklich in seinen Mitbewohner verliebt. Als Phils Hausgemeinschaft in einer leerstehenden Lagerhalle aufgelöst wird, feiern sie, als wäre es das letzte Mal.
Mit Intensität und Empathie fängt Oisín McKenna die Energie einer Generation ein, die zwischen Arbeit und Selbstfindung, Freiheitsdrang und dem Wunsch nach Stabilität oszilliert. Ein ungeschönter, zärtlicher Roman über das urbane Leben Anfang dreißig – über Kreativität, Prekarität und die Frage, wie man authentisch bleibt, wenn unsere Träume von der Realität eingeholt werden.
Lesejury-Facts
Dieses Buch befindet sich bei lisasophie in einem Regal.
Das Buch hat mich sehr bewegt. Es fängt eine Generation ein, die ich interessant und spannend finde. Ihre Träume und Wünsche hier einzufangen, war ein ganz besonderes Lese-Erlebnis. Das Cover finde ich ...
Das Buch hat mich sehr bewegt. Es fängt eine Generation ein, die ich interessant und spannend finde. Ihre Träume und Wünsche hier einzufangen, war ein ganz besonderes Lese-Erlebnis. Das Cover finde ich sehr passennd und es macht auch neugierig auf den Inhalt. Der Schreibstil ist detailreich und flüssig. Die Figuren sind das Beste an dem Roman. Sie sind unterschiedlich angelegt, sehr besonders und haben Tiefe. Sie sind vielschichtig und sehr sympathisch. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch deshalb gerne weiter.
Ich habe das Buch angefordert, weil mich das Cover fasziniert und weil es nach einem launigen Sommertag in London klang. Letztlich habe ich mit dem Buch bekommen, was ich erwartet habe. Es war trotzdem ...
Ich habe das Buch angefordert, weil mich das Cover fasziniert und weil es nach einem launigen Sommertag in London klang. Letztlich habe ich mit dem Buch bekommen, was ich erwartet habe. Es war trotzdem anstrengend.
Worum geht es?
Der Text zeigt das Leben mehrerer Figuren, überwiegend an einem Tag. Alle leben in London und sind mehr oder weniger miteinander verknüpft. Der Großteil behandelt Ed und Phil, zwei Jugendfreunde, die ein Geheimnis teilen.
Wie hat mir das Buch gefallen?
Das Buch hat einen roten Faden, wirkte aber stellenweise sehr unübersichtlich. Gefühlt kommen ständig neue Figuren hinzu, auf zwei davon hätte man aus meiner Sicht verzichten können. Der Grundkonflikt zwischen Ed und Phil treibt das Buch voran.
Alle Figuren eint, dass sie aus einem Londoner Vorort kommen und mit ihrem Leben hadern. Es war interessant zu sehen, wie sich nach und nach immer mehr das Leben der Charaktere zeigt. Letztlich wollen sich alle Figuren verändern, tun es aber nicht.
Vieles bleibt unausgesprochen. Viele Probleme könnt man lösen, wenn man miteinander redet.
Ich fand das stellenweise langatmig und deprimierend, die ewigen Beschreibungen durch die Straßen Londons habe ich überflogen. Aber auch das ist eine Geschmacksfrage: Leute, die sowas mögen, die sogar mal in London waren, werden ihre Freude haben.
Ein paar queere Figuren gibt es, Generationenkonflikte und Irland wird angesprochen. Fand ich gut.
Außerdem sind an manchen Stellen Lebensweisheitn versteckt. Es ist, obwohl personal erzählt, ein sehr langer Gedankenstrom. Leider ähneln sich die Stile, sodass die Figuren etwas an Profil verlieren.
Fazit
Für mich ist es ganz knapp ein Flop. Die Idee ist nicht neu, aber es gibt interessante Figuren. Man kann viel entdecken. Trotzdem liest es sich langsam und fühlt sich tatsächlich wie ein sehr, sehr langer Tag mit viel Sonne, aber auch viel Ödnis an.
Ein Wort zum Titel
Im Original heißt der Text "Evenings and Weekends", was die Austauschbarkeit der Erlebnisse besser betont - an jedem Wocheneende passiert etwas anderes, Bedeutsames. Der deutsche Titel verweist auf den Sommer, er erinnert an Schwere und Erschöpfung. Ich finde beide Titel gut.
Der Schreibstil hat mir nicht sehr zugesagt und war teils etwas trocken sowie überwiegend langatmig. Insgesamt ist es mir schwergefallen, die Geschichte zu lesen.
Ich habe mich überhaupt nicht verbunden ...
Der Schreibstil hat mir nicht sehr zugesagt und war teils etwas trocken sowie überwiegend langatmig. Insgesamt ist es mir schwergefallen, die Geschichte zu lesen.
Ich habe mich überhaupt nicht verbunden mit den Personen gefühlt und alles wirkte hölzern und distanziert.
Mehrere Perspektiven und die vielen Geheimnisse und Missverständnisse haben etwas Spannung reingebracht, sodass ich letztendlich wissen wollte, wie alles zusammenfindet.