Ein überzeugender Roman über Generationen und ihre Fragen
Rachel Khong – Real Americans
Ein Familienroman über drei bis vier Generationen, erzählt in drei Teilen aus unterschiedlichen Perspektiven. Mutter, Tochter, Enkel, und erst im dritten Teil, mit der Geschichte ...
Rachel Khong – Real Americans
Ein Familienroman über drei bis vier Generationen, erzählt in drei Teilen aus unterschiedlichen Perspektiven. Mutter, Tochter, Enkel, und erst im dritten Teil, mit der Geschichte der Großmutter, klärt sich vieles. Für mich war genau dieser Abschnitt der dichteste.
Mei wächst in China auf, erlebt die Kulturrevolution und will raus aus der Enge ihres Dorfes. Sie ist tough, studiert Biologie und geht nach Amerika, auch wenn sie dafür die Liebe ihres Lebens zurücklässt. Später wirkt sie als Mutter eher kühl und distanziert.
Ihre Tochter Lily heiratet einen weißen Multimilliardär, fühlt sich in dieser Welt aber nie wirklich wohl. Sie verlässt ihn und lebt mit ihrem Sohn Nick auf einer kleinen Farm in den USA. Auch hier wieder dieses Gefühl von Nicht-Dazugehören.
Nick sucht schließlich seinen Vater und findet ihn auch. Matthew ist überglücklich, während Nick eher auf Distanz bleibt. Diese Dynamik zieht sich durch die Generationen.
Es geht immer wieder um Entfremdung, um Rassismus, um Arm und Reich, um die Unterdrückung von Frauen und die Frage, wer eigentlich die „Real Americans“ sind.
Mich hat das total gefesselt. Gerade weil sich vieles erst im Verlauf erschließt und die Perspektiven ineinandergreifen.