Cover-Bild Die Stunde der Mauersegler
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: C.Bertelsmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 16.10.2024
  • ISBN: 9783570105528
Margarethe Adler

Die Stunde der Mauersegler

Roman
Geteiltes Schweigen: Ein ost-westdeutsches Familienschicksal über die heilende Kraft der Wahrheit

Januar 1988. Als Familie Simon-Hauschke Ost-Berlin im Morgengrauen verlässt, liegt mehr als ein Jahr der Ausgrenzung hinter ihnen. Der größte Schlag: Sie dürfen nur zu dritt ausreisen, denn für Sohn Christian gilt der Ausreiseantrag nicht mehr … Viele Jahre nach der Wiedervereinigung kommt es auf einer Familienfeier zum Eklat: Zu viele Geheimnisse und Lügen haben sich in den Jahren der DDR, zur Zeit des Mauerfalls und in der Nachwendezeit angestaut, zu groß ist die Last des Schweigens. Erst Urenkelin Lou, die Journalistik-Studentin, beginnt, kritische Fragen zu stellen. Dabei muss sie erkennen, wie schwer es ist, den eigenen moralischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Ein bewegender Roman, biografisch motiviert, dem zum Teil hochemotionale Zeitzeugeninterviews der Autorin zugrunde liegen.

  • Ein generationenübergreifender, bewegender Familienroman für die Leserinnen von Susanne Abel bis Anne Rabe.
  • Berührend, spannend, klug erzählt

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

ein wichtiges Buch

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„Die Stunde der Mauersegler“ ist ein Buch das mich von Anfang an begeistern konnte.
Anhand einer Familie erzählt es dieAuswirkungen des DDR Regimes mit all seinen Einschränkungen und Reglementierungen ...

„Die Stunde der Mauersegler“ ist ein Buch das mich von Anfang an begeistern konnte.
Anhand einer Familie erzählt es dieAuswirkungen des DDR Regimes mit all seinen Einschränkungen und Reglementierungen und wie diese noch Jahre nachwirken.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen 1988 und 2015.Protagonisten sind die Familienmitglieder der Familien Simon und Hauschke.
Bei einem Familientreffen 2015 erfährt der jüngste Spross der Familie Lou,von einem Großonkel,der kurz nach Mauerbau 1961 in den Westen flüchtete,er wurde die ganze Zeit totgeschwiegen,warum?

IhreGrossmutter Isa stellt mit ihrer Familie 1987 einen Ausreiseantrag,dem nach einem Jahr stattgegeben wird.Ein Jahr,in dem die Familie Ausgrenzung und Schikane ausgesetzt ist und auch andere Familienmitglieder um Privilegien fürchten müssen,da ja schon ein Familienmitglied nicht linientreu war.
In Rückblicken wird immer wieder über diese Zeit berichtet.
In der Gegenwart verlangt Lou Antworten und sucht ihren Großonkel auf und bringt damit einiges an Dynamik in das Familiengeheimnis.

Dieses Buch berührt.Es zeigt auf,wie das DDR Regime funktionierte,mit Angst,Druck,Bespitzelung und Bestrafung.
Kein Wunder,dass dieMenschen dieses Landverlassen wollten.Es zeigt aber auch anhand von Elisabeth,Lou‘s Urgroßmutter,dass viele Menschen nach Staatsgründung,große Hoffnung auf ein gerechteres Leben hatten.Chancengleichheit in Bildung und Beruf,auch unter den Geschlechtern.Leider konnte man dies nur erreichen,wenn man auf Staatslinie war.Ich kann mir schon vorstellen,dass es schwer für die Menschen war zu sehen,wie sich ihre Ideologien immer mehr in Rauch auflösten und statt dessen ein autoritäres Regime die Macht an sich riss.

Auch die Stimmung wurde gut eingefangen.Immer Angst etwas falsches zu sagen,immer Misstrauen,selbst den Familienmitgliedern gegenüber.Die Folge war -Schweigen-.
Alles wurde totgeschwiegen,aus Angstetwas an die Oberfläche zu holen,was gegen einen gerichtet werden konnte.Auch die Zerrissenheit zwischen zwei Staaten zu stehen,der Heimat,in der man geboren wurde und dem Land,für das man sich dann entschieden hatte.Eine Zerrissenheit,die auch nach Mauerfall nicht endete.

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Veröffentlicht am 20.10.2024

Fesselnde Geschichte

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2015: Bei einer Familienfeier kommt es zum Eklat . Ein Familienmitglied, von dem nicht mehr gesprochen wurde, taucht plötzlich auf und konfrontiert seine Schwester Elisabeth mit unangenehmen Vorwürfen. ...

2015: Bei einer Familienfeier kommt es zum Eklat . Ein Familienmitglied, von dem nicht mehr gesprochen wurde, taucht plötzlich auf und konfrontiert seine Schwester Elisabeth mit unangenehmen Vorwürfen. Die 20jährige Lou stellt Fragen, die ihr niemand beantworten möchte und so macht sie sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit.
Es geht um Ausreise aus der DDR, Mauerbau, Stasi, einzelne damit verbundene Schicksale, Schwierigkeiten in der Familie über Probleme zu sprechen und um die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Dieses Buch konnte ich gar nicht mehr weglegen. Zu neugierig war ich wie es in der Geschichte weitergeht. Eine unheimlich spannende und auch emotionale Familiengeschichte finden wir hier, die von 1962 über 1987/1988 bis hin zu 2015 spielt. Es wird abwechselnd aus der Sicht der Frauen der Familie erzählt. Elisabeth, Isabella, Anke und Lou, 4 Generationen, die viel zu wenig voneinander wissen. Tolle Protagonisten, ganz liebevoll gezeichnet. Man taucht ab in eine Welt voller Schweigen, Geheimnissen und Unsicherheit. Dem Sog des Buches kann man sich nicht entziehen. Für jeden Leser, der sich gern mit der deutschen Geschichte beschäftigt ein absolutes MUSS. Ich bin sehr beeindruckt.

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Veröffentlicht am 20.01.2025

Eine Familie schweigt!

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Darum geht es:
2015: Auf der Familienfeier zum 85. Geburtstag von Konrad der Familie Simon-Hauschke kommt es zu einem Spektakel. In den Sechzigerjahren ist Henning Fuchs, der Schwager von Konrad aus der ...

Darum geht es:
2015: Auf der Familienfeier zum 85. Geburtstag von Konrad der Familie Simon-Hauschke kommt es zu einem Spektakel. In den Sechzigerjahren ist Henning Fuchs, der Schwager von Konrad aus der DDR, geflohen. Nach all den Jahren der Funkstille taucht Henning ausgerechnet auf dieser Feier auf. Henning konfrontiert seine Schwester Elisabeth und die Familie mit schweren und unangenehmen Vorwürfen.
Ohne Aufklärung ist er dann aber auch schnell wieder verschwunden. Die 20-jährige Urenkelin Lou ist neugierig geworden. Was ist damals geschehen? Was steckt hinter den Vorwürfen von Henning? Warum hat nie jemand aus ihrer Familie über Henning gesprochen? Die junge Journalistik-Studentin beginnt, unbequeme Fragen zu stellen.

Mein Leseeindruck:
Die Stunde der Mauersegler" ist ein generationsübergreifender Familienroman, der mich von Anfang an eingenommen und gepackt hat. Margarethe Adler hat einen flüssigen und einfühlsamen Schreibstil. Die Geschichte spielt auf verschiedenen Zeitebenen und erzählt die Geschehnisse der damaligen Zeit aus Sicht von vier Generationen, die durch Schweigen und Verdrängen viel zu wenig voneinander wissen. Mich hat es erschrocken, wie die Vergangenheit die Zukunft prägt. Die Autorin hat gut recherchiert und liebevolle, authentische Protagonisten skizziert. Sie lässt Elisabeth, Isabella, Anke und Lou in ihrer Geschichte zu Wort kommen.
Fassungslos habe ich verfolgt, wie die DDR als Überwachungsstaat Familie Simon-Hauschke beeinflusst und reglementiert hat. Man wusste nie, wem man trauen kann.
Ein schrecklicher Gedanke. Die Zeit der deutschen Teilung hat mich thematisch schon immer fasziniert. Von daher war der Roman ein literarischer Genuss für mich.

4,5/5 ⭐️ Eine eindrucksvolle und spannende Familiengeschichte! Leseempfehlung ♥️

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