Cover-Bild The Pumpkin Spice Latte Disaster
Band 1 der Reihe "Lower Whilby"
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Forever
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesromane
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 09.10.2025
  • ISBN: 9783989780033
Kyra Groh

The Pumpkin Spice Latte Disaster

Roman | In dieser cosy RomCom treffen Stars Hollow-Vibes auf die Haters to Lovers-Trope

Pumpkin Spice and everything nice: Gilmore Girl-Vibes x Enemies to lovers

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester in ihre Heimat zurückgekehrt. Denn das englische Örtchen steht für alles, was die rastlose 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und Kleinstadt-Gossip.

In Lower Whilby angekommen geht jedoch alles drunter und drüber. Und das hat vor allem mit James zu tun. Der grummelige Barista ist der Sohn legendärer Brit Pop-Stars, ziemlich attraktiv – und überhaupt nicht erfreut darüber, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausquetschen will. Als er Jude aus der Not heraus in seinem Café anstellt, geht sie ihm nicht nur auf die Nerven. Sondern auch nicht mehr aus dem Kopf. Doch kann Jude, die ihr ganzes Leben schon auf der Flucht vor ihren Gefühlen ist, für ihn zur Ruhe kommen?

Du schaust jeden Herbst Gilmore Girls, liebst die Energie zwischen Lorelei und Luke und wünschst dir ein Buch, das noch viel mehr bietet? Dann ist The Pumpkin Spice Latte Disaster dein Fall-Read 2025! 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.10.2025

Ankunft in Lower Whilby

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Jude kommt für die Hochzeit ihrer jüngeren Schwester nach Jahren zurück in das kleine Städtchen Lower Whilby. Das Städtchen, das sie so sehr hasst und ihre schlimmsten Erinnerungen aufwühlt.

Doch Lower ...

Jude kommt für die Hochzeit ihrer jüngeren Schwester nach Jahren zurück in das kleine Städtchen Lower Whilby. Das Städtchen, das sie so sehr hasst und ihre schlimmsten Erinnerungen aufwühlt.

Doch Lower Whilby hat sich verändert, da ist dieser Barista James, der seit zwei Jahren seine Heimat in dem Örtchen gefunden hat und der Jude vollkommen aus der Fassung bringt und auch noch der Sohn einer berühmten ehemaligen Band ist. Ein gefundenes Fressen für Jude, die nebenbei an einem Musikpodcast arbeitet und unbedingt mit seinen Eltern reden möchte. Nur kommen da noch ganz andere Gefühle in ihre hoch.

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh entführt und in das englische Kleinstädtchen Lower Whilby. Grohs Bücher sind für mich seit Fake Dates and Fireworks ein Must-Read und dementsprechend habe ich mich auch schon auf den ersten Band dieser Reihe gefreut. Eins vorweg, Grohs Schreibstil ist wie immer erste Klasse, der Humor, die zahlreichen Metaphern und die Atmosphäre sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

Lower Whilby hat mir ausgesprochen gut gefallen und wirklich Herbstvibes versprüht, die nicht nur auf den Pumpkin Spice Latte zurückzuführen sind. Die Bewohner:innen Lower Whilbys und ihre Strukturen konnte man bereits zu Beginn gut erahnen und einige Nebencharaktere spielen sich schnell ins Herz, sei es der vorlaute Penn oder die toughe Deb. Schnell hat man das Gefühl, dass man selbst in Lower Whilby angekommen ist.

Die Geschichte um Jude und James konnte mich leider aus einigen Gründen weniger abholen. Da haben wir einerseits Jude, die vor allem zu Beginn sehr anstrengend ist. Ihre Gedanken sind wirr, ihr Verhalten teilweise einfach too much. Auch wenn ich sie durchaus verstehen konnte, war die Chemie zwischen ihr und mir nicht die Beste. Das hat sich im Laufe der Geschichte jedoch durchaus gebessert, weil Jude eine Entwicklung durchgemacht hat. James gefiel mir generell besser und ich wurde schneller mit ihm warm, allerdings fand ich seine Gedanken teilweise einfach viel zu früh, viel zu sexuell geladen. Gefallen haben mir jedoch die Dialoge zwischen den beiden, die schlagfertig waren und immer wieder etwas zum Schmunzeln boten.

Schwierig fand ich auch den Fokus der Geschichte. Auch wenn wir die Perspektiven Judes und James’ einnehmen, habe ich das Gefühl, dass es vor allem um das Ankommen in Lower Whilby ging und während des Lesens wurde mir schnell klar, welche Frauen in den Folgebänden ihre Geschichte bekommen, weil sie einen extremen Anspruch an Seiten bekommen (vor allem eine von ihnen) und nur wenig für die Entwicklung zwischen James und Jude, bzw. deren eigene Entwicklung, getan haben. Gefehlt haben mir diese Seiten dann im Bezug auf James und Judes ‚Probleme‘ und so bleibt das Gefühl, dass die beiden sich noch gar nicht richtig kennen, weil kaum darüber gesprochen wurde, warum sie so sind, wie sie sind.

The Pumpkin Spice Latte Disaster konnte mich zwar im Hinblick auf die Lovestory zwischen James und Jude nicht komplett überzeugen, aber am Ende habe ich das Gefühl, dass ich unbedingt in das Städtchen zurückkehren möchte, weil mir dir Dorfgemeinschaft gefällt und ich gerne ihre Entwicklung verfolgen möchte.

Veröffentlicht am 19.08.2026

Keine Überraschungen, aber ganz nett

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Das ist mein erstes Buch von Kyra Groh. Obwohl gerade Hochsommer ist, hatte ich sehr Lust auf ein Herbstbuch und das habe ich definitiv bekommen. In der Geschichte begleiten wir Jude, die immer unterwegs ...

Das ist mein erstes Buch von Kyra Groh. Obwohl gerade Hochsommer ist, hatte ich sehr Lust auf ein Herbstbuch und das habe ich definitiv bekommen. In der Geschichte begleiten wir Jude, die immer unterwegs ist und zurück zu ihrem Kindheitsort kehrt. Lower Wilby ist ein schnuckeliges englische Örtchen, das als Setting wunderbar funktioniert hat. Jude mochte ich ebenfalls als Charakter. Sie hat natürlich ihre Probleme und Päckchen, aber an sich war sie mir sehr sympathisch und auch die Sprecherin des Hörbuches fand ich sehr angenehm zu zuhören.

James mochte ich leider nur in Teilen. Er hat von Anfang an bis kurz vor Schluss so viel sexualisiert in seinen Gedanken. Vor allem hat er Jude die ganze Zeit sexualisiert. Finde ich schwierig. Man kann natürlich sagen, dass das authentisch ist und Männer so halt denken, aber ich finde das falsch. Das Buch lesen oder hören bestimmt auch junge Mädchen und denen wird damit suggeriert, dass so etwas in Ordnung ist, was es eindeutig nicht ist! Leider wurde das gar nicht in der Geschichte aufgearbeitet. Deshalb gibt mir die Beziehung von Jude und James eher eine Situationship oder Freundschaft Plus Vibe mit starkem Fokus auf Sex und allem was dazugehört. Das wäre in Ordnung, wenn es richtig eingeordnet worden wäre.

Die Geschichte an sich war jetzt wenig originell. Eine schöne Herbstromance mit bekannten Background der Protagonistin und eindeutige Verlauf der Handlung. Keine Überraschungen, aber das kann für zwischendurch auch nett sein.

Die Sprecher des Hörbuches haben einen tollen Job gemacht! Ich habe sehr gerne zugehört.

Insgesamt kann ich das Buch wegen der fehlenden Einordnung von Sexualisierung nicht weiterempfehlen, auch wenn der Rest der Story ganz nett war. Drei von Fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 24.07.2026

Zwischen Sympathie und Frustration

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Jude kann es kaum erwarten, bis die Hochzeit ihrer Schwester vorbei ist und sie Lower Whilby endlich wieder verlassen kann, denn das kleine Städtchen steht für alles, was sie nicht ausstehen kann. Doch ...

Jude kann es kaum erwarten, bis die Hochzeit ihrer Schwester vorbei ist und sie Lower Whilby endlich wieder verlassen kann, denn das kleine Städtchen steht für alles, was sie nicht ausstehen kann. Doch dann lernt sie an ihrem ersten Tag den grummeligen Café-Betreiber James kennen, der nicht nur ziemlich gut aussieht, sondern dessen Eltern auch noch berühmte britische Musiker sind. Für Jude ist klar, dass sie alles daran setzen muss, ihn für ihren Musikpodcast auszufragen. Kurzerhand beschließt sie deshalb, bei ihm im Café als Aushilfe anzufangen. Ab diesem Tag bringt sie ihn nicht nur mit ihren zahlreichen Ideen zur Verzweiflung, sondern verdreht ihm auch ordentlich den Kopf.

Vorweg sollte ich erwähnen, dass ich das Buch als Hörbuch gehört habe. Die beiden Sprecher passen aus meiner Sicht sehr gut zur Geschichte und haben es mit ihren angenehmen Stimmen geschafft, mich direkt mitten in die Handlung zu ziehen. Ich bin ein großer Fan von Small-Town-Settings und mochte vor allem die zahlreichen Nebencharaktere aus Lower Whilby. Auch Jude war mir zunächst sympathisch, allerdings fand ich ihr Verhalten im Verlauf der Geschichte stellenweise wirklich anstrengend. Sie wirkt oft besserwisserisch und verhält sich vor allem James gegenüber unfair und kindisch. Erst gegen Ende wurde ihr Verhalten wieder besser und man merkt eine deutliche positive Entwicklung. James war mir dagegen von Anfang an deutlich sympathischer, auch wenn sein Fokus gefühlt oft nur auf dem Einen lag. Schade, denn eigentlich hätte er mit etwas mehr Tiefe viel Potenzial gehabt. Am besten haben mir daher tatsächlich die Szenen mit seinen Eltern gefallen, da man hier etwas mehr über seine Vergangenheit erfahren hat.

Trotz einiger Schwächen konnte mich die Geschichte durch ihr charmantes Setting und die vielen sympathischen Nebencharaktere unterhalten, weshalb ich 3 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Eine Liebesgeschichte mit interessanten Nebenhandlungen

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Das Cover hat mich direkt angelacht. Die knalligen Orangetöne passen sehr zum herbstlichen Setting des Buches. Auch der Schriftzug und die Figuren auf dem Cover sind sehr schön gestaltet.

Das Kleinstadt-Setting ...

Das Cover hat mich direkt angelacht. Die knalligen Orangetöne passen sehr zum herbstlichen Setting des Buches. Auch der Schriftzug und die Figuren auf dem Cover sind sehr schön gestaltet.

Das Kleinstadt-Setting wurde inhaltlich ebenso mühevoll gestaltet und man konnte den Vibe gut spüren durch die Beschreibungen.

Von den beiden Hauptfiguren konnte ich Jude besser lesen. Sie wurde sehr klar skizziert und man kann nachvollziehen, warum sie handelt wie sie handelt. Ihre Familiensituation wurde interessant geschildert und mir gefiel die Nebenhandlung ihrer Schwester.
James, der grumpy Barkeeper ist hingegen schwieriger zu durchschauen, obwohl er eine aufregende Familiengeschichte hätte und man die Handlung auch aus seiner Perspektive erlebt. Teilweise habe ich den Perspektivenwechsel erst nach einer Seite bemerkt.

Im Gegensatz zu Jude erlebt man James kaum mit anderen Menschen als Jude und so konnte ich ihn kaum losgelöst von Interaktionen mit ihr wahrnehmen. Seine Gedankenwelt scheint dabei hauptsächlich aus oberflächlichen, körperbezogenen Gedanken über Jude zu bestehen. Mir fehlte bis zum Schluss das Verständnis dafür, wie fixiert er auf ihre Körperteile war im Vergleich dazu, was er von ihre Persönlichkeit hätte aufnehmen können.

Die frechen, flirty Wortgefechte zwischen den Hauptfiguren, sowie auch Nebenfiguren teilweise sorgten am Anfang wie am Ende für Schmunzler. Kyra Groh spielt sehr gekonnt mit der Sprache, was mir gut gefällt.
In den mittleren dreihundert Seiten empfand ich die Interaktionen zunehmend als zu konstruiert, zu repetitiv und auch zu oberflächlich. Die Geschichte hatte meiner Meinung nach zu viele Längen drin, wo es um wenig Handfestes ging. Ich musste das Buch daher zwischendurch weglegen und einige Zeit später wieder eine neue Chance geben.

Den Anfang fand ich wiederum mit einem unerwarteten Plottwist sehr gelungen. Die Spannung liess jedoch wie erwähnt nach und sie kam meiner Meinung nach erst wieder im letzten Teil der Geschichte auf, wo ich nur so durch die Seiten flog und die Entwicklung der Liebesgeschichte gespannt verfolgte.

Eine interessante Nebenfigur aus Lower Whilby soll im Folgeband zur Hauptfigur werden, was die Neugierde steigen lässt und die Hoffnung, dass diese Geschichte etwas kompakter und tiefgründiger beschrieben wird.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

leider dieses Mal nicht mein Humor

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„Es hat mich nicht geprägt. Es sind nur schlimme Erfahrungen, die ich gemacht habe.“
(Jude in The Pumpkin Spice Latte Disaster)

Worum geht’s?

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester ...

„Es hat mich nicht geprägt. Es sind nur schlimme Erfahrungen, die ich gemacht habe.“
(Jude in The Pumpkin Spice Latte Disaster)

Worum geht’s?

Eigentlich ist Jude nur für die Hochzeit ihrer Schwester in ihre Heimat zurückgekehrt. Denn das englische Örtchen steht für alles, was die rastlose 26-Jährige hasst: Beständigkeit, Gemütlichkeit und Kleinstadt-Gossip. In Lower Whilby angekommen geht jedoch alles drunter und drüber. Und das hat vor allem mit James zu tun. Der grummelige Barista ist der Sohn legendärer Brit Pop-Stars, ziemlich attraktiv – und überhaupt nicht erfreut darüber, dass Jude ihn für ihren Musikpodcast ausquetschen will. Als er Jude aus der Not heraus in seinem Café anstellt, geht sie ihm nicht nur auf die Nerven. Sondern auch nicht mehr aus dem Kopf. Doch kann Jude, die ihr ganzes Leben schon auf der Flucht vor ihren Gefühlen ist, für ihn zur Ruhe kommen?

The Pumpkin Spice Latte Disaster ist Band 1 der Lower Whilby-Reihe. Die Geschichte ist in sich geschlossen.

Schreibstil und inhaltliche Hinweise

Das Buch ist in der Ich-Perspektive von Jude und James geschrieben. Das Buch beinhaltet sexuellen Content.

Meine Meinung

Kyra Grohs Bücher waren für mich immer absolute Highlights. Bücher voller Witz, die auf leichte Weise aber ernste Themen einbauen und mit viel Situationskomik eine kleine Ausflucht im Alltag bieten. Entsprechend war klar, dass ich auch ihr neues Werk unbedingt lesen muss. Cosy Romcom mit Small Town-Vibes und das auch noch kombiniert mit meinem liebsten Haters to Lovers-Trope? Das kann doch nur genial werden. Aber leider wurde es das erste Kyra-Buch, was mich nicht so abholen konnte.

Das Buch begleitet Protagonistin Jude, die vor einigen Jahren regelrecht aus dem kleinen verschlafenen Ort Lower Whilby geflohen ist und seitdem nie wirklich zurückgeschaut hat. Sie ist eine Person, die überall und nirgends zuhause ist, nie lange an einem Ort und bei einer Person sein kann, viel rumprobiert und einfach generell sehr laut, offen und lebhaft ist. Unstreitig legt sie ADHS-Tendenzen an den Tag, auch wenn das im Buch kaum thematisiert wird. Für die Hochzeit ihrer kleinen Schwester kehrt sie nun kurzzeitig zurück – doch nach der Hochzeit bricht das Chaos los und Jude bleibt länger, als sie jemals wollte. Ihr Gegenpol ist James, Sohn von bekannten Musikereltern, die fernab vom Ruhm und Trubel hier ein kleines Cafe betreibt. Er liebt es ruhig, gediegen und möchte sich nicht auf den Familiennamen reduzieren lassen. Als Jude erfährt, wer James ist, will sie unbedingt ein Interview mit ihm – denn Jude führt einen bekannten Musik-Podcast und ein Interview oder Informationen zur Band, die seit Ewigkeiten in aller Munde ist, würde für ihren Podcast natürlich viel bedeuten. Also fängt Jude an, James zu umgarnen. James kann mit Jude anfangs wahnsinnig wenig anfangen, denn sie ist alles, was er nicht ist. Trotzdem gibt er ihr einen Job in seinem Cafe und Jude beginnt, James‘ Leben ordentlich auf den Kopf zu stellen.

Ist Lower Whilby ein süßer Ort? Absolut. Habe ich hier aber mehr Smalltown Cosy Vibes erwartet und dachte vor allem, dass hier mehr Herbstvibes eine Rolle spielen? Ja. Während ich den Anfang noch echt lustig fand und Jude mit ihrer unkonventionellen Lebensart irgendwie mal was anderes war, ging sie mir leider bald auf die Nerven. Schon nach kurzer Zeit fängt sie an, James alles Mögliche aufzudrücken, ist teilweise frech und übergriffig. Dass viele Leute im Ort schlecht über sie denken und Vorurteile haben, ist immer wieder Thema, wird aber erst recht zum Ende wirklich erklärt. Das fand ich schade, weil es ein sehr wichtiges Thema war und mir das irgendwie zu sehr unterging. Vor allem hat es geholfen, einige von Judes Verhaltensweise und ihre Vorbehalte und Abneigung gegen den Ort besser zu erklären. Nach etwa 100 Seiten fand ich es schon anstrengend, das Buch zu lesen. Wenig Handlung, viel Gerede, aber wenig Substanz und dazu jede Menge Angeschmachte von James, der andauernd spitz auf Jude ist, sich gleichzeitig aber wahnsinnig anti ihr gegenüber verhält. Jude brettert wie ein Güterzug durch das Buch und an vielen Stellen fühlte sich die wenige Handlung dann noch gehetzt an, sowohl was ihre Schwester, ihre Vergangenheit als auch ihre Gefühle James gegenüber angingen. James verkommt insgesamt eher zur Nebenfigur und kriegt wenig Charakterentwicklung von der Autorin zugeschrieben.

Nach gut der Hälfte des Buches habe ich kurzzeitig überlegt, das Buch abzubrechen. Einfach, weil mich die wenige Handlung und das viele Geplänkel nicht fesseln konnte. Auch der Humor, den ich sonst bei Kyra Groh immer sehr geliebt habe, wirkte hier einfach wahnsinnig überspitzt und teilweise fast schon unangenehm. Ich habe mich letztendlich entschieden, doch noch durchzuziehen. Ich bin ganz froh, es noch getan zu haben, weil die zweite Hälfte schon ein wenig besser war. Aber ich habe irgendiwe das Gefühl, dass viele lose Enden liegengeblieben sind. Zwar ist die Geschichte um Jude und James (traditionelles Missverständnis und Third Act Breakup inklusive) abgeschlossen, aber einiges bleibt einfach nicht hinreichend geklärt. Ich hoffe, dass die Folgebände mich wieder mehr überzeugen können.

Mein Fazit

The Pumpkin Spice Latte Disaster ist das erste Kyra Groh-Buch, was mich irgendwie nicht so begeistern konnte. Jude und James haben mir in ihrer Dynamik nicht gefallen, vor allem Jude hat es mir sehr schwer gemacht, sie zu mögen. Der Humor war dieses Mal für mich zu überspitzt und das Buch zu handlungslos.

[Diese Rezension basiert auf einem vom Verlag oder vom Autor überlassenen Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hiervon nicht beeinflusst.]