Cover-Bild Der erste König

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: historischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Ersterscheinung: 17.08.2020
  • ISBN: 9783641232955
Sabrina Qunaj

Der erste König

Historischer Roman
Britannien im 8. Jahrhundert: Der junge Adlige Offa träumt davon, ein großer Krieger Mercias zu werden und das Land gegen die Waliser zu verteidigen. Doch als der König hinterhältig getötet wird, steht Offa plötzlich vor einer gewaltigen Aufgabe: Er selbst wird zum neuen König ernannt und soll die angelsächsischen Reiche unter Mercia einen. Die Krone verschafft ihm mächtige Feinde. Nicht zuletzt wegen der mysteriösen, schönen Drida, die vom fränkischen König Karl zum Tode verurteilt und auf dem offenen Meer ausgesetzt wurde. Als sie an Britanniens Küste gespült wird, bringt sie nicht nur Offas Herz sondern auch sein Reich in größte Gefahr …

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.09.2020

Ein sehr gelungener historischer Roman

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Der neue historische Roman „Der erste König“ von Sabrina Qunaj entführt uns nach Mercia und Frankenreich und lässt uns teilhaben an den ersten Regierungsjahren Karls, der später als Karl der Große in die ...

Der neue historische Roman „Der erste König“ von Sabrina Qunaj entführt uns nach Mercia und Frankenreich und lässt uns teilhaben an den ersten Regierungsjahren Karls, der später als Karl der Große in die Geschichte eingehen wird, sowie an dem Leben des ersten angelsächsischen Königs (daher der Titel) Offa, der versucht Britannien aus vielen kleinen Königreichen zu einem großen zu vereinen. Und das Bindeglied zwischen diesen zwei Reichen ist Drida.

Die Autorin hat es wirklich geschafft ein lebhaftes Bild Britanniens im 8. Jahrhundert entstehen zu lassen. Das Buch bietet alles was einen guten historischen Roman ausmacht: Liebe, Hass, Intrigen, Verrat, blutige Schlachten, Machtkämpfe... Von daher hat sich Sabrina Qunaj einen guten und historisch sehr interessanten Zeitraum ausgesucht. Auch, dass es eher nicht die typischen mittelalterlichen Protagonisten waren, hat mich sehr begeistert — letztendlich wissen wir über Offa und Drida sehr wenig; der junge Karl und sein Bruder Karlmann sind keine beliebten Themen der Romane. Nach wie vor bleibt die Autorin, die den Lesern durch ihre Geraldines-Reihe bekannt ist, England und Wales treu.

„Der erste König“ ist eine spannende, stellenweise sehr bewegende, historisch sehr aufschlussreiche und an menschlichen Dramen nicht arme Geschichte, in der es immer wieder um Freundschaft und Liebe geht. Obgleich der Verrat droht alles zu zerstören, aber die Fähigkeit zu lieben und zu verzeihen kann über vieles hinwegretten. Die Autorin verzichtet auf überzeichnete Beschreibungen der blutigen Schlachten, aber auch auf zahlreiche romantische Liebesszenen. Historische Romane sollen in erster Linie natürlich unterhalten, aber trotzdem bleibt immer die Erwartung, dass diese auch Wissen um die jeweilige Epoche vermitteln sollten. Diesem Roman gelingt beides.

Die Sprache der Autorin ist klar und rein, es gibt keine inhaltlichen oder logischen Fehler innerhalb der Handlung. Es ist genau das richtige Stilmittel, was ich in historischen Romanen so sehr schätze und begrüße: die Geschichte spannend und eindrucksvoll zu erzählen. Sowohl die historischen wie auch die fiktiven Figuren sind sehr genau ausgearbeitet, gut beschrieben und bekommen schnell ein Gesicht, selbst die Nebenfiguren wie Eadburth oder Beornred wirken nicht oberflächlich, sondern bereichern die Szenerie außerordentlich. Ein besonderer Protagonist des Romans ist die Wölfin Luna, die unsere Drida überall begleitet und mit ihr sogar nach Britannien mitreist. Ihre Schicksale sind zum Teil ähnlich und durch ein unsichtbares Band verbunden.

Das Cover ist einfach toll und gibt einen Vorgeschmack auf die Geschichte. Schlicht und dennoch voller Aussage und Bezug zum Buch. Das Schriftbild ist sehr angenehm, die Kapitel von angenehmer Länge. Ein ausführliches Nachwort, das Informationen zur Wahrheit und Fiktion enthält, ein Personenverzeichnis, die Stammbäume und das Kartenmaterial vervollständigen die gute Ausstattung des Buches.

Ein fesselnder historischer Roman, der mich auf den fast 900 Seiten sehr gut unterhalten hat. Gerne gebe ich 5 Sterne und hoffe, dass die Geschichte eine Fortsetzung bekommt, denn es gibt noch sehr viel zu erzählen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2020

Ein spannender Einblick in eine unbekannte Epoche der englischen Geschichte

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Zum Inhalt:
England Mitte des 8. Jahrhunderts. Der junge Krieger Offa wird zum König von Mercia ernannt und sieht es als seine Aufgabe die einzelnen Königreiche zu einem einheitlichen Britannien zu vereinen.
Dabei ...

Zum Inhalt:
England Mitte des 8. Jahrhunderts. Der junge Krieger Offa wird zum König von Mercia ernannt und sieht es als seine Aufgabe die einzelnen Königreiche zu einem einheitlichen Britannien zu vereinen.
Dabei trifft er auf die junge Drida, die Verbindungen zu Karl dem Großen hat. Das Schicksal führt beide zusammen und lässt sie die Weichen für die weitere Geschichte Englands entscheidend beeinflussen.
Das Cover:
Farblich und von der Aufmachung einem Pergament nachempfunden. Es wird schon beim ersten Blick klar, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Mit fehlt nur ein bisschen der Bezug zum frühen Britannien.
Meine Meinung:
Das Buch gibt einen Einblick in eine Epoche der englischen Geschichte, die relativ unbekannt ist. Das Besondere ist hier zudem, dass es Sabrina Qunaj von Personen schreibt, die tatsächlich gelebt haben und Geschichten, die in diversen Quellen überliefert worden sind zu einem stimmigen Roman verwebt.
Das gefällt mir sehr gut, man fühlt und liest heraus, dass viel Recherche betrieben wurde, das macht das Ganze sehr spannend und man kann das Buch kaum aus den Händen legen.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Charaktere der einzelnen Personen sich noch ein bisschen mehr entwickelt hätten, das blieb hier und da auf der Strecke - wobei das bei Drida besser gelingt als bei Offa. Auch fand ich die Zeitsprünge gerade im ersten Kapitel etwas irritierend, so dass dann das ein oder Ereignis etwas überraschend kam. Dagegen gab es dann im weiteren Verlauf, die ein oder andere Länge. Aber insgesamt verschmilzt das Ganze zu einer stimmigen Einheit, die spannend und lebhaft erzählt wird.
Mein Fazit:
Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen. Ich habe schon einige Romane gelesen, die die Geschichte Englands zum Mittelpunkt haben, allerdings beginnend mit der Zeit ab Wilhelm dem Eroberer. Den Einblick in die unbekannte Epoche fand ich wirklich toll.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere