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23,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 19.10.2023
  • ISBN: 9783751748599
Sandra Newman

Julia

Roman
Karoline Hippe (Übersetzer)

Mit seinem berühmten Roman "1984" gelang George Orwell eine visionäre Dystopie über eine Welt der totalen Überwachung. Nun wird dieser Klassiker zu ganz neuem Leben erweckt - und aus der Sicht der weiblichen Hauptfigur erzählt. Die gewitzte Mechanikerin Julia hat längst ihre ganz eigenen Strategien entwickelt, um in dem unmenschlichen Überwachungssystem zu überleben. Doch dann verliebt sie sich in Winston, und damit gerät alles aus den Fugen. Dieser eigentümliche Mann gibt Julia immer wieder Rätsel auf, und sollte ihre Liebe auffliegen, könnte sie das ihr Leben kosten. Allmählich verliert Julia jeglichen Halt in der ihr vertrauten Welt - und dabei gilt immer: Big Brother is watching you ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2024

Zu hohe Erwartungen

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Als ich dieses Buch gesehen habe, war die Vorfreude groß, war 1984 doch der Roman, der mich für Dystopien begeistert hat und mich auf weiterem Wege auch zur Science Fiction gebracht hat. Schon damals hat ...

Als ich dieses Buch gesehen habe, war die Vorfreude groß, war 1984 doch der Roman, der mich für Dystopien begeistert hat und mich auf weiterem Wege auch zur Science Fiction gebracht hat. Schon damals hat mich die Figur der Julia fasziniert und die Rolle der Frauen in Dystopien war etwas, das ich immer schon näher erforschen wollte. Da schien dieser Roman wie die Faust aufs Auge zu passen. Leider war er eher ein Schlag in die Magengrube.
Julia, die Frau, die mich in Orwells Original noch so fasziniert hat, scheint naiv und nicht wirklich definiert. Sie scheint "situationselastisch", denn sie ist immer so, wie es die Situation gerade benötigt, damit der Roman fortschreiten kann. Ob im Vorfeld hier wirklich Überlegungen über den Charakter stattgefunden haben, bin ich mir nicht sicher.
Auch die Sprache ist nicht nur durch den "Neusprech" gewöhnungsbedürftig, sondern auch weil sie oft einfach nicht auszuhalten ist. Statt Sex das f-Wort zu verwenden, kann ich noch entschulden, aber für die weiblichen Genitalien nur das F-Wort zu schreiben, während eine Frau aus der Sicht einer Frau schreibt... Da wird mir schlecht! Ist dieser abwertende Begriff tatsächlich notwendig? Können wir nicht anfangen, Vagina zu sagen?
Spannung kommt nicht wirklich auf, denn neben einer charakterlosen Protagonistin und der Sprache, an die ich mich nicht gewöhnen will, tauchen einfach zu viele weitere Charaktere auf, deren Bedeutung für den weiteren Verlauf, oft nicht klar ist, und meist geht es sowieso nur ums (um es im Stil des Romans auszudrücken) F***en. Im letzten Teil wurde es zwar etwas spannender, jedoch hilft auch das nicht, wenn es nicht möglich ist, eine Beziehung zu einer austauschbaren Protagonistin aufzubauen.
Für mich leider eine Enttäuschung. Vielleicht sollte man die alten Klassiker einfach in Ruhe lassen...

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