Cover-Bild The Perfect Date
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Magellan
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 21.01.2020
  • ISBN: 9783734850462
  • Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Steve Bloom

The Perfect Date

Ska Radczinski (Übersetzer), Felix Grünspan (Übersetzer)

Als Brooks einem Mädchen aus der Patsche hilft und als Ersatz-Date für den Abschlussball einspringt, hat er nur die besten Absichten. Nie hätte er damit gerechnet, dass der Vater des Mädchens ihm zum Dank einen ordentlichen Batzen Geld in die Hand drückt und sich bald weitere verzweifelte Eltern bei ihm melden. Auf einmal steht Brooks vor dem Geschäftsmodell seines Lebens: Von nun an bietet er den meist schüchternen Töchtern reicher Eltern seine Dienste als – rein platonische – Begleitung zu Schulbällen und ähnlichen Events an. Eine echte Win-win-Situation! Was soll da schon schiefgehen? Nur leider hat Brooks weder mit der bezaubernden Shelby noch der anstrengenden Celia gerechnet …

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Esme-- in einem Regal.
  • Esme-- hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2020

Nett für zwischendurch

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Bei „The Perfect Date“ war es eindeutig der Klappentext, der mich auf Anhieb überzeugen konnte. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so mein Fall. Es macht allerdings auf den ersten Blick deutlich, ...


Bei „The Perfect Date“ war es eindeutig der Klappentext, der mich auf Anhieb überzeugen konnte. Das Cover, muss ich gestehen, ist nicht so mein Fall. Es macht allerdings auf den ersten Blick deutlich, dass es sich hierbei um das Buch zur gleichnamigen Netflix-Verfilmung handelt. Den Film habe ich noch nicht gesehen. Ich bin also ganz ohne die Filmbilder im Kopf in das Buch abgetaucht.

Brooks größtes Ziel ist es, auf die renommierte Columbia University zu gehen. Dafür fehlt ihm nur leider einiges an Geld. Als er eines Tages ein Gespräch eines Mitschülers belauscht und erfährt, dass niemand mit dem Mädchen Gina zum Abschlussball gehen möchte, bietet sich Brooks kurzerhand als Ballbegleitung für sie an. Nie hätte er damit gerechnet, dass Ginas Vater ihm als Dank einen ordentlichen Batzen an Kohle in die Hand drücken würde. Noch erstaunter ist er, als sich kurz darauf weitere Eltern bei ihm melden und um seine Hilfe bitten. Es scheint sich in der Nachbarschaft herumgesprochen zu haben, dass Brooks die perfekte Ballbegleitung ist. Da Brooks Geld gerade sehr gut gebrauchen kann, fasst er den Entschluss, ein Geschäft aus dem Ganzen zu machen. Er bietet reichen Eltern an, deren Töchter auf Bälle, Partys und ähnliche Events zu begleiten - gegen Bezahlung, versteht sich. Geile Sache, findet Brooks und anfangs funktioniert auch alles wunderbar, allerdings hat er nicht mit Shelby und Celia gerechnet...

Wie oben bereits erwähnt kenne ich den Netflix-Film „The Perfect Date“ nicht. Ich bin auch noch am überlegen, ob ich ihn mir ansehen werde, denn das Buch konnte mich leider nicht so begeistern wie von mir erhofft. Die Rezensionen zu der Verfilmung sind allerdings gar nicht so schlecht...Na, mal schauen, ob mir den Film nicht doch noch reinziehen werde. Interessieren würde er mich ja schon. :D

Bei dem Buch jedenfalls gab es so einige Dinge, die mir nicht so gut gefallen haben. Womit ich meine meisten Probleme hatte, ist Brooks, unser Protagonist. Mit ihm bin ich einfach nicht warm geworden. Er ist egoistisch, selbstsüchtig, furchtbar oberflächlich und gefühlt ständig am Trinken und Kiffen. Mir war Brooks den größten des Buches einfach nur mega unsympathisch. Zum Ende hin, wenn er endlich eine positive Entwicklung durchmacht, habe ich Brooks zwar deutlich lieber gewonnen, aber so richtige Freunde sind wir beide leider dennoch nicht geworden.
Die Nebencharaktere haben mir um einiges besser gefallen, allerdings gab es irgendwie dennoch keinen, bei dem ich sagen könnte, dass ich ihn so richtig in mein Herz geschlossen hätte.

Was mir auch nicht so zugesagt hat, ist der Schreibstil. Er ist sehr jugendlich gehalten, was ich eigentlich richtig gerne mag. Hier aber fand ich es auf Dauer etwas anstrengend zu lesen und war irgendwann auch ein bisschen genervt von diesem extrem jugendlichen Erzählton. Schade fand ich auch, dass sich das Buch stellenweise mehr wie ein Drehbuch liest als wie ein Roman. Brooks spricht uns Leser öfters direkt an und auch so etwas mag ich normalerweise echt gerne – hier aber hat es für mich einfach nicht so wirklich gepasst.

Mir hat „The Perfect Date“ trotz allem aber sehr unterhaltsame Lesestunden beschert. Besonders das letzte Drittel fand ich richtig gut.
Die Handlung kann insgesamt zwar nicht groß mit Überraschungen aufwarten und ist zudem ziemlich klischeebehaftet, aber da ich damit irgendwie gerechnet hatte und generell so jemand bin, der nicht viel Action braucht und Klischees nicht schlimm findet, haben mich diese Punkte nicht groß gestört.
Super fand ich, dass es insgesamt so einige humorvolle Szenen gab, die mir ein fettes Grinsen aufs Gesicht gezaubert und bestens unterhalten haben. Brooks Dates zum Beispiel, auch wenn es mir da eindeutig an Emotionen und Gefühlen gefehlt hat.
Für mich war „The Perfect Date“ letztendlich einfach ein nettes Buch für zwischendurch, was man in meinen Augen allerdings nicht unbedingt gelesen haben muss.

Fazit: Leider nicht so gut wie erhofft, aber dennoch nicht schlecht. Meine Erwartungen konnte das Buch „The Perfect Date“ leider nicht komplett erfüllen. Der Schreibstil war nicht so meiner und der Protagonist hat es mir wahrlich nicht leicht gemacht ihn zu mögen. Trotz einiger Schwächen, die die Story für mich hatte, hat mir das Buch aber nette Lesestunden beschert. Wer gerade auf der Suche nach einer leichten, humorvollen und kurzweiligen Lektüre ist und auf Teenieromane steht, sollte sich „The Perfect Date“ vielleicht mal näher anschauen. Von mir gibt es knappe 3 von 5 Sternen!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Geschmackssache

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Inhalt:

Brooks größter Wunsch ist es Zugang zur prestigeträchtigen amerikanischen Elite-Universität Columbia zu bekommen. Bald lernt er, wie weit er gehen würde, um seinen Traum in Erfüllung gehen zu ...

Inhalt:

Brooks größter Wunsch ist es Zugang zur prestigeträchtigen amerikanischen Elite-Universität Columbia zu bekommen. Bald lernt er, wie weit er gehen würde, um seinen Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Sein moralischer Kompass scheint dabei etwas durcheinander geraten zu sein.

Brooks Vater Charlie war zwar einst selbst in Havard und hat einen Roman verfasst. Heute ist er aber nicht mehr die hellste Leuchte, macht sich keine Sorgen um seine Zukunft, oder die seines Sohnes und hat merklich Probleme mit der Körperhygiene. Nach Brooks Auffassung wirkt er auf den ersten Blick wie ein Serienkiller.

Brooks ist also eigentlich kein Ivy League Material. Da bedarf es schon den ein oder anderen Hingucker im Lebenslauf. Karriereratgeber predigen schließlich immer wieder, im Lebenslauf die fachlichen und persönlichen Stärken in den Vordergrund zu stellen.

Als Brooks an einem Arbeitstag im Diner ein Gespräch eines Mitschülers belauscht, ist er ganz Ohr. Burdette versucht seine Freunde zu überreden, seine Cousine Gina zum Homecoming-Ball zu begleiten. Doch statt Zusagen erntet er nur Lästereien. Brooks überkommt Mitleid. So sollte man nicht über ein Mädchen reden. Aus einem Affekt heraus bietet er seine Dienste als Ballbegleitung für Gina an.

Ein wenig später bereut Brooks diese Zusage. Eigentlich fehlt ihm die Zeit für den Ballbesuch. Denn er müsste dringend für die Schule lernen. Doch als er letztlich vor dem Haus von Ginas wohlhabender Familie steht, wird schnell klar, dass es für Brooks eine Belohnung geben wird. Die gesamte Familie begrüßt den Jungen voller Begeisterung. Burdettes Onkel leiht dem Jungen einen hochwertigen Anzug und drückt ihm sogleich ein Bündel Geldscheine in die Hand. Natürlich darf Brooks seine Tochter auch nicht mit seinem alten Electra zum Ball fahren. Diesen Abend über soll er den Lamborghini der Familie nutzen.

Für Brooks beginnt ein luxuriöser Abend, den er so schnell nicht vergessen wird, und der sogar mit einem großzügigen Trinkgeld endet.

Die Eltern sind begeistert von Brooks Diensten. Schnell spricht sich herum, dass dieser Junge ein idealer Begleiter ist. Bald schon kann sich Brooks vor Aufträgen nicht mehr retten. Auch andere Eltern suchen dringend eine Partybegleitung für die Tochter. Dafür sind sie bereit gut zu zahlen. Geld benötigt Brooks dringend. Auch, wenn die Zeit fürs Lernen darunter leiden muss, lässt er sich gerne auf den ein oder anderen Deal ein.

Alles hat seinen Preis und auch der neue Traumjob hat einen Haken. Denn als Brooks auf die reiche und gutaussehende Shelby trifft, merkt er schnell, dass sein Doppelleben als bezahlter Compagnon zu einem Problem werden könnte. Dieses Mädchen ist überdies Luxus gewöhnt und würde sich nicht mit einem Jungen aus einfachem Haus einlassen.
Und dann gibt es da noch Celia, das Mädchen, das kein Blatt vor den Mund nimmt und Brooks eigentlich nur als eine Last empfindet, die sie tragen muss, um ihre Eltern zufriedenzustellen. Wenn diese beiden Mädchen aufeinanderträfen, und Brooks enttarnt würde, dann könnte das perfekte Leben schnell ein Ende finden. Die mögliche Konsequenzen einer Demaskierung reichen vom Ende seiner Beziehungsambitionen bis hin zum Versiegen der neu erschlossenen Geldquelle.



Im Detail:

Als das Durchbrechen der vierten Wand wird der Vorgang bezeichnet, wenn sich der Charakter einer Serie direkt an die Zuschauer richtet, diese direkt anschaut, und dann zu ihnen spricht. Wir kennen das zum Beispiel aus House of Cards.

Dass es sich bei The Perfect Date von Steve Bloom um eine Netflixverfilmung handelt, verrät nicht nur der aufgedruckte Sticker auf dem Buchcover. Bereits beim Lesen der ersten Seiten, hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch für eine Verfilmung geschrieben worden ist. So spricht der Protagonist den Leser eben auch hier oft an.
Obwohl das Durchbrechen der vierten Wand ein charakterzentriertes Stilmittel ist, das viel über das Innenleben des Charakters verrät, trägt es in einem Buch meines Erachtens nicht dazu bei, dass die Identifikation mit dem Charakter gesteigert wird.

Brooks gibt den verführerischen, Hedonisten, dessen Selbstbezogenheit ebenso abstoßend, wie entwaffnend wirkt. Er möchte unbedingt eine Eliteuniversität besuchen, auch einem teuren Auto und einer anspruchsvollen Freundin ist er nicht abgeneigt. Kein Wunder, dass er sein aktuelles Umfeld kritisch betrachtet. Der Vater ist in seinen Augen ein absoluter Versager; sein bester Freund ein Verlierer. Murf trägt gerne zerlöcherte Jogginghosen und Batikshirts, ist einem Joint nicht abgeneigt, und bringt auch mal den ein oder anderen schlüpfrigen Spruch. Genau wie Brooks arbeitet er als Putzkraft in einem Diner. Doch im Gegensatz zu seinem besten Freund ist er mit seinem Leben durchaus zufrieden.

Brooks gelingt es zwar, seine Partybegleitungen als Menschen anzunehmen. Jedes Mädchen hat für ihn etwa Besonderes, was es zu schätzen gilt. Seine Freunde und seinen Vater jedoch betrachtet er umso kritischer. Für die Umsetzung seiner persönlichen Ziele ist Brooks durchaus bereit, seine Liebsten über die Klinge springen zu lassen. Dieses Verhalten macht den Protagonisten nicht zu einem Sympathieträger, verleiht dem Handlungsstrang im zweiten Teil des Buches aber Spannung.



Fazit:

Die amerikanischen Elite-Universität Columbia steht sinnbildlich für den amerikanischen Traum. Die Besten kommen nach ganz oben, verdienen genug Geld und müssen sich künftig keine Gedanken um ihre Finanzen machen. Und das Ticket zu dieser Welt ist der Abschluss. Auch Brooks möchte als ihr Absolventen in der gesellschaftlichen Hackordnung ganz weit oben stehen.

Zur Finanzierung seiner Bildungsambitionen gibt er die Datingbegleitung für Mädchen reicher Eltern. Das Buch diskutiert nicht über die Kategorien Stand oder Klasse. Brooks Aussicht auf den sozialen Emanzipationsprozess geht vielmehr Hand in Hand mit der Verachtung seiner sozialen Schicht. Dies muss man mögen. Es gibt auch wenige Ansätze von Reflektion und von Gefühlen bei dem Protagonisten.

Der Leser kann er sich auch nicht sicher sein, ob er es mit einem Roman oder einem Drehbuch zu tun hat. Es wirkt oft so, als wolle der Roman viel lieber ein Drehbuch sein.

Das Buch ist eine lockere Balkonlektüre und liest sich überaus flüssig. Es ist zum Schmunzeln, zum Kopfschütteln, aber auch mal zum Achselzucken. Insgesamt kann man das Buch als sehr kurzweilig bezeichnen.

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