Cover-Bild Immanuel: Immer bei dir
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24,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fontis
  • Themenbereich: Philosophie und Religion - Religion und Glaube …
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 288
  • Ersterscheinung: 01.09.2025
  • ISBN: 9783038483014
Summer Joy Gross

Immanuel: Immer bei dir

Den Schatz der Nähe Gottes erfahren
Karo Kuhn (Übersetzer)

Immanuel, Gott ist bei dir. Wir kennen diese Zusage, aber kann man sie auch wirklich spüren?

Dieses Buch macht Hoffnung, wenn schwierige oder traumatische Erfahrungen es verhindern wollen. Summer Joy Gross zeigt nicht nur, wie unsere allerersten Beziehungen uns bis heute prägen, sondern auch, wie Gott uns trotz und durch diese Prägungen begegnen möchte. Ihr psychologisches Fachwissen zu verschiedenen Bindungstypen verknüpft die Autorin dabei geschickt mit persönlichen Hoffnungsgeschichten, biblischen Zusagen und Erfahrungen aus der geistlichen Begleitung.

Die verschiedenen praktischen Übungen aus den Schätzen der christlichen Tradition helfen dabei mit, dass mit der Zeit unser Bewusstsein, ja sogar unser ganzes Nervensystem mit der Geborgenheit Immanuels in Einklang kommen können.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2026

Nah am Herzen des Vaters

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Was für einen Unterschied würde es machen, wenn Christen wirklich in dem Bewusstsein leben könnten, dass Gott bei ihnen ist – immer, an jedem Tag und in jeder Sekunde. Und dass das etwas Gutes, etwas Schönes ...

Was für einen Unterschied würde es machen, wenn Christen wirklich in dem Bewusstsein leben könnten, dass Gott bei ihnen ist – immer, an jedem Tag und in jeder Sekunde. Und dass das etwas Gutes, etwas Schönes ist.

Der Titel dieses Buches kommt aus dem Hebräischen. Immanuel bedeutet „Gott ist mit uns“ und weist auf den menschgewordenen Gott hin, auf Jesus. Das feiern wir besonders an Weihnachten, doch was bedeutet das im Alltag? Spüre ich auch am Montag, dass Gott mir nah ist – oder nur sonntags in der Kirche?

Die anglikanische Priesterin und Seelsorgerin Summer Joy Gross zeigt in diesem Buch, wie dieses Kopfwissen ins Herz rutschen kann. Sie stellt fest, dass Wunden aus der frühesten Kindheit uns daran hindern können, der Liebe Gottes zu vertrauen. Unsere ersten Bindungserfahrungen – also wie unsere Bezugspersonen auf unsere Bedürfnisse reagiert haben – prägen unser Bild von Beziehungen. Ein Mangel aus diesen frühen Jahren wird, so die Autorin, häufig auf Gott projiziert. Dadurch fällt es vielen schwer, ihn als guten, zuverlässigen Vater wahrzunehmen.

Gross beschreibt die Bindungstheorie in verständlicher Sprache und greift dabei auf Erkenntnisse der Neurowissenschaft zurück. Besonders ermutigend ist ihre Betonung der Neuroplastizität: Das Gehirn kann sich immer wieder verändern. Fehlende Erfahrungen von Sicherheit und Geborgenheit können nachgeholt und im Gehirn neu verankert werden.

Es wärmt das Herz, zu lesen, wie viel Gott an uns liegt und wie sehr er sich nach Beziehung mit uns sehnt. Die Autorin versteht es gut, das Bild eines wunderbar liebenden Vaters vor Augen zu malen.

Im zweiten Teil nennt sie praktische Übungen, die diesen Vorgang unterstützen. Diese kontemplativen Praktiken, wie Stille, Gebet, Bibellesen und Buße, sind keine neumodischen Erfindungen, sondern haben eine lange Geschichte in der Christenheit. Die Erklärungen der Autorin zeigen, wie wohltuend diese Praktiken sein können. So schreibt sie beispielsweise: „Buße ist Gottes Einladung, sich losbinden zu lassen und ungehindert im Licht zu leben.“ Es geht nicht um den Zwang, etwas Bestimmtes praktizieren zu müssen, sondern um das Aufblühen in einer liebevollen und vertrauensvollen Beziehung zu Gott.

Der Schreibstil dieses Buches ist wohltuend, stets verständnisvoll und niemals verurteilend. Hilfreich ist, dass die Autorin viele eigene Beispiele für das Gesagte nennt – ob es um traumatische Erfahrungen oder um das liebevolle Werben Gottes um ihr Herz geht. Immer wieder lädt sie ihre Leser ein, innezuhalten und mit Gott ins Gespräch zu kommen.

Fazit: Dieses Buch ist eine liebevolle Einladung, sich nah an Gottes Herz zu schmiegen und die eigene Gottesbeziehung zu vertiefen. Theologisch fundiert und zugleich warm und persönlich geschrieben, ist es ein Werk zum Immer-wieder-Lesen – für alle, die Gottes Nähe nicht nur wissen, sondern tief erfahren möchten.

Veröffentlicht am 11.11.2025

nicht nur ein Buch der Ermutigung, sondern auch eines, das in die Tiefe geht

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„Immanuel. Immer bei dir.“ ist nicht nur ein Buch der Ermutigung, sondern auch eines, das in die Tiefe geht.

Die Autorin listet die verschiedenen Bindungen auf und geht auch näher darauf ein – zum Beispiel ...

„Immanuel. Immer bei dir.“ ist nicht nur ein Buch der Ermutigung, sondern auch eines, das in die Tiefe geht.

Die Autorin listet die verschiedenen Bindungen auf und geht auch näher darauf ein – zum Beispiel die unsicher-ambivalente Bindung, die unsicher-vermeidende Bindung oder die sichere Bindung.

Ich fand es sehr spannend, dieses Thema wieder aufzugreifen, da ich im Fachabitur in Pädagogik und Psychologie bereits damit zu tun hatte. Dadurch kamen mir viele der Begriffe und Konzepte vertraut vor. Besonders schön fand ich, dass immer wieder ein Bezug zu Gott – Immanuel, „Gott mit uns“ – hergestellt wurde.

Zudem werden zahlreiche Beispiele angeführt, die das Gelesene verständlicher und anschaulicher machen.



Im zweiten Teil des Buches werden verschiedene praktische Übungen vorgestellt, zum Beispiel Stille, Haltung oder das Atem-Gebet. Dadurch wird deutlich, dass das Buch nicht nur theoretisch bleibt, sondern auch praktische Anwendung ermöglicht – etwas, das ich immer besonders schätze, weil es Inhalte greifbarer macht.



Für mich war dieses Buch etwas Besonderes: Es kombiniert Wissen, biblische Verheißungen und geistliche Praxis auf eine stimmige Weise. Beim Lesen wurde mir erneut bewusst, dass Gott immer bei mir ist.



Das Buch ist leicht zu lesen, klar strukturiert und inhaltlich gut aufgebaut.



Ich empfehle dieses Buch sehr gern weiter!

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Die Nähe Gottes erleben

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Immanuel - das bedeutet: Gott ist mit dir. Genau darum geht es hier: Das Erfahren der Nähe Gottes und das Bleiben in derselben.
Das Buch ist zweigeteilt. Auf einen Informationsteil zum Thema Bindung folgen ...

Immanuel - das bedeutet: Gott ist mit dir. Genau darum geht es hier: Das Erfahren der Nähe Gottes und das Bleiben in derselben.
Das Buch ist zweigeteilt. Auf einen Informationsteil zum Thema Bindung folgen praktische Übungen, die einen in die Gegenwart Gottes führen sollen. Im ersten Teil finden wir Informationen darüber, was (un-)sichere Bindung ausmacht, warum das für unser Gottesbild relevant ist und erste Gedanken, wie die Nähe Gottes erlebt werden kann. Im zweiten Teil finden wir praktische Übungen wie das kontemplative Gebet, die Bibelmeditation oder auch Gedanken dazu, was die eigene Haltung eigentlich für eine Rolle spielt.

Meine Gedanken dazu:
Die Inhalte zum Thema Bindung sind sehr umfangreich. Teilweise fiel es durch die Fülle an Informationen schwer, die einzelnen Bereiche voneinander zu trennen. Sehr schlimm ist das dennoch nicht, denn jeder kann ja an der Stelle lesen, an der er persönlich am meisten angesprochen wird.
Gelegentlich fehlte mir in den einzelnen Kapiteln die Struktur: Es folgten viele informative Unterpunkte, dennoch war kein roter Faden erkennbar. Das erschwert das Lesen.
Sehr gut gefällt mir die Fülle an Übungen, um in Gottes Nähe zu kommen. Sie erklärt zu Beginn, dass es sich nur um eine kleine Auswahl handelt und führt auf, welche Bereiche es noch gäbe, die hier aber nicht auftauchen.
Die Erläuterungen der einzelnen Übungen finde ich sehr gelungen. Daran anschließend folgt ein Beispiel, wie die Autorin die Übung kennengelernt oder praktiziert hat. Das stört mich persönlich eher, ist aber natürlich passend, wenn man es sich gerne noch einmal beispielhaft anschaut.

Fazit: Der Gedanke von Summer Joy Gross ist, dass wahre Nähe zu Gott nur dann erfahren werden kann, wenn wir eigenen Bindungswunden auf die Spur kommen und sie aufarbeiten. Wer sich darauf einlassen möchte, hat mit diesem Buch sicherlich ein gutes Handwerkszeug. Um ehrlich zu sein, hatte ich vor dem Lesen nur von dem zweiten Teil gewusst: Wer sich Gott nähern möchte, ohne die Vergangenheit aufzuarbeiten, wird hier auch auf seine Kosten kommen.

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