Cover-Bild I feel you
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eichborn
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaft und Kultur, allgemein
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Seitenzahl: 144
  • Ersterscheinung: 26.09.2025
  • ISBN: 9783847902201
Yasmine M‘Barek

I feel you

Über Empathie

Empathie gilt als höchste Kunst des Miteinanders. Trotzdem scheint sie der gegenwärtigen Debattenkultur abhanden gekommen zu sein. Im digitalen survival of the fittest beschäftigen sich alle mit allem, vorrangig jedoch mit sich selbst. Meinungen werden absolut, Zwischentöne unmöglich.

Warum wir wieder lernen müssen, empathisch zu sein - oder zumindest mehr empathische Egoisten brauchen -, erzählt Yasmine M’Barek in I FEEL YOU . Von relatable content auf Instagram über den Zusammenhang von Empathie und Kapitalismus bis zum Tod der Kritik: Mit Schärfe, Humor und analytischer Klarheit plädiert Yasmine M’Barek für ein gesellschaftliches Wiederentdecken der Empathie - politisch, privat und popkulturell.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2025

Nicht überzeugt

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Grundsätzlich behandelt das Buch ein wichtiges und aktuelles Thema. Einige Gedanken fand ich durchaus interessant, vor allem dort, wo mir die Autorin eine neue Perspektive auf Empathie eröffnet hat. An ...

Grundsätzlich behandelt das Buch ein wichtiges und aktuelles Thema. Einige Gedanken fand ich durchaus interessant, vor allem dort, wo mir die Autorin eine neue Perspektive auf Empathie eröffnet hat. An manchen Stellen konnte ich mich selbst wiedererkennen, insbesondere bei den Beschreibungen der Blicke und Bewertungen, die man im Alltag von anderen Menschen wahrnimmt.
Trotzdem hat mich das Buch insgesamt nur bedingt überzeugt. Nicht alle Gedankengänge der Autorin waren für mich gut nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 30.11.2025

Ein Essay mit guten Ideen, der mir aber eher nicht im Gedächtnis bleiben wird

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Ein Buch über Empathie zu lesen in den aktuellen Zeiten, die mich oft zum Verzweifeln bringen, schien mir eine gute Idee zu sein. Und so manchen Aspekt mochte ich auch wirklich an Yasmine M’Bareks Buch. ...

Ein Buch über Empathie zu lesen in den aktuellen Zeiten, die mich oft zum Verzweifeln bringen, schien mir eine gute Idee zu sein. Und so manchen Aspekt mochte ich auch wirklich an Yasmine M’Bareks Buch. Nach der Lektüre fühle ich mich aber ein wenig in der Luft hängen gelassen, was bei Essays natürlich immer eine Gefahr ist, anderen aber auch schon besser gelungen ist.

Zu Beginn fand ich das Buch nicht gerade niedrigschwellig, die zweite Hälfte hat mir dahingehend deutlich besser gefallen. Bis dahin empfand ich den Text oft gleichzeitig relativ detailliert und zu allgemein gehalten, zudem gespickt mit recht vielen Referenzen bzw. theoretischen Erklärungen. Grundsätzlich finde ich das nicht schlimm, hatte im Verhältnis zur Kürze des Buchs aber trotzdem damit zu kämpfen.

In der zweiten Hälfte kamen mir Text und Autorin deutlich zugänglicher vor. Sicherlich liegt das auch an den persönlichen Meinungsäußerungen M’Bareks, die für mich eher positiv zu bewerten sind. Anhand ihrer eigenen Einstellungen macht die Autorin so deutlich, wie kritisches Denken und Ambiguitätstoleranz aktiv gelebt werden können. Das war auch der größte positive Punkt beim Lesen für mich, denn an der Stelle habe ich mich bei all meinem Weltschmerz abgeholt gefühlt. Schwarz-Weiß-Denken und Frontenbildung tun mir aktuell nämlich ganz schön weh, besonders innerhalb linker Strömungen.

Und obwohl mir das ebenso wie die leicht selbstironische Erzählweise der Autorin gut gefallen hat, bleibt nach der Lektüre zu wenig bei mir hängen, als dass es für mich jetzt ein total einprägsames Werk gewesen wäre. Einige Ideen sind gut und haben mir phasenweise Hoffnung gegeben, aber ich fand es jetzt auch nicht total weltbewegend. Am Ende war es für meinen Geschmack dann auch etwas abrupt vorbei, das fühlte sich nicht ganz stimmig an. Vielleicht ist es eher ein Werk für Menschen, die ein dünnes Buch mit inhaltlichem Anspruch sowie leicht hoffnungsvoller Färbung suchen.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Empathie

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Meine Meinung

Ich habe das Buch "I feel you" von Yasmine Mbarek gelesen und fand es interessant. Es geht darum, was Empathie heute bedeutet und wie schwer es manchmal ist, wirklich zuzuhören. Sie selbst ...

Meine Meinung

Ich habe das Buch "I feel you" von Yasmine Mbarek gelesen und fand es interessant. Es geht darum, was Empathie heute bedeutet und wie schwer es manchmal ist, wirklich zuzuhören. Sie selbst sagt auch, dass viele mit dem Begriff um sich werfen, ohne wirklich zu wissen was Emphatie bedeutet. Besonders in sozialen Medien reagieren viele schnell, ohne wirklich zu verstehen.

"Man denkt dann ja vermutlich auch, dass man empathisch sei. Das ist immer eine 50/50-Chance, dass das tatsächlich so ist und man sich nicht nur selbst darstellt. Es ist ein wenig verblendet und zeugt vielleicht auch von Naivität. Das hier ist kein Appell, sondern ein unterschwelliger Dauerbeweis, wie schön Empathie ist, wenn man ihr eben nicht verblendet entgegensteht, voller Erwartung und Gutgläubigkeit." (ZITAT)

Mir gefällt, dass Mbarek Empathie nicht als etwas Schönes und Einfaches beschreibt. Sie zeigt, dass es Kraft kostet, andere wirklich zu verstehen. Besonders spannend fand ich ihre Idee von den "empathischen Egoisten". Das sind Menschen, die andere verstehen wollen, auch wenn sie dabei auch etwas für sich selbst erreichen. Das wirkt ehrlich und realistisch.

"Der Versuch, empathisch zu sein, ist gleichzeitig auch der Versuch, Menschen zu lieben." (ZITAT)

Ich finde die Sprache insgesamt gut, allerdings fand ich die Menge am Denglisch zu viel / störend.

Die Gedanken im Buch sind spannend. Beim Lesen musste ich oft nachdenken, weil immer wieder neue Ideen kommen und oder weil ich mich angesprochen gefühlt habe, zum Beispiel bei dem Thema, dass man manchmal automatisch empathisch reagiert, weil man sehr sensibel ist und früh gelernt hat, Stimmungen und kleine Veränderungen wahrzunehmen. Dadurch stellt man oft die Bedürfnisse anderer vor die eigenen, um Konflikte und Stress zu vermeiden.

Besonders gefallen hat mir, dass Mbarek Beispiele aus dem Alltag, der Politik (u.a. AfD), Musik (u.a. Dua Lipa) und den sozialen Medien verbindet. Das macht das Thema verständlich. Ich hätte mir manchmal mehr Tiefe gewünscht, aber das Buch soll eher zum Nachdenken anregen, als alles genau zu erklären. Die Zitate bei den Kapitelanfänge finde ich gut und passed gewählt.

Das Buch gibt tolle Einblicke und lässt einen selbst mehr über Empathie nachdenken.


Über die Autorin

Yasmine M’Barek, geboren 1999, ist Journalistin, Podcasterin und Autorin. Sie hat die Kölner Journalistenschule besucht und ist Redakteurin bei ZEIT Online. Regelmäßig ist sie in politischen Talkshows zu Gast und hostet den ZEIT-Podcast Ehrlich jetzt. Yasmine M’Barek lebt in Köln und Berlin.

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