Cover-Bild The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Knesebeck
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons - Memoiren und Tatsachenberichte
  • Genre: Weitere Themen / Comics
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 20.03.2019
  • ISBN: 9783957282415
Alessio De Santa, Filippo Zambello, Lorenzo Magalotti, Giulia Priori, Lavinia Pressato

The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney

Anja Kootz (Übersetzer)

Walt Disney war Pionier großartiger Zeichentrickfilme, gründete die Disney Studios und erschuf mit seinen Figuren wie Mickey Mouse oder Donald Duck sogar einen einzigartigen Erlebnispark, der heute Ableger auf der ganzen Welt hat. Doch dieses Lebenswerk wäre nicht möglich gewesen ohne seinen Bruder Roy, der ihm immer nahe stand und sich um die finanzielle Seite von Disneys Erfolg und ihrem gemeinsamen Unternehmen kümmerte. Schon von Kindheit an hatten die beiden ein sehr enges Verhältnis und Roy unterstützte Walts Pläne, Künstler zu werden. Aus der Sicht von Roy erzählt diese lebhaft illustrierte Graphic Novel die Geschichte von Walt Disney und lässt den Geist der 1940er und 1950er Jahre spüren.

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Lesejury-Facts

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2019

Mitreißend und äußerst berührend

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Meine Meinung

Walt Disney begleitet mich mit seinen bunten und bezaubernden Zeichentrickfilmen schon mein ganzes Leben und so ist es an der Zeit etwas über die Persönlichkeiten hinter der glitzernden ...

Meine Meinung

Walt Disney begleitet mich mit seinen bunten und bezaubernden Zeichentrickfilmen schon mein ganzes Leben und so ist es an der Zeit etwas über die Persönlichkeiten hinter der glitzernden Disney-Welt zu erfahren. Für dieses Unterfangen bietet sich eine Graphic Novel geradezu perfekt an und so griff ich zu der gelb leuchtenden Ausgabe von »The Moneyman«.

Der italienische Autor und Zeichner Alessio De Santa übernahm bei diesem biographischen Werk die künstlerische Leitung des Projekts und ist zusammen mit Filippo Zambello für die Story verantwortlich. Die cartoonesken Zeichnungen der Graphic Novelle sind Lorenzo Magalottis Händen entsprungen, die Farben und das Lettering stammen von Giulia Priori & Lavinia Pressato.

Die Geschichte wird in zwei Ebenen aus der Perspektive von Walt Disneys Bruder Roy erzählt. Zum einen begleiten wir Roy im Jahr 1971 in ein Hotel, dort trifft er auf eine Mutter mit der er ins Gespräch kommt und von seinem Leben erzählt. Diese Panels sind im Gegensatz zur zweiten Handlungsebene sehr farbenfroh dargestellt, so dass sofort ersichtlich ist, wenn die Storyline wechselt und man direkt in den mit Sepiafarben kolorierten Erzählungen von Roy landet.

Während Walt Disney als kreatives Genie hinter den beliebten Zeichentrickfilmen fast jedem ein Begriff sein dürfte, wissen wohl die wenigsten über die wichtige Rolle seines Bruders Roy Bescheid. Die Graphic Novel »The Moneyman« setzt genau an diesem Punkt an und liefert einen spannenden Blick auf den großen Bruder von Walt Disney, der nicht nur Mitbegründer der Walt Disney Company als Disney Brothers Cartoon Studio war, sondern auch über Jahre hinweg den finanziellen Part in der Firma übernahm. Besonders mitreißend wird das Verhältnis der beiden Brüder dargestellt, die sich so gut ergänzten und schließlich zusammen großes leisteten. Die Geschichte richtet somit ihren Blick auch auf die facettenreiche Persönlichkeit von Walt Disney, der schon in jungen Jahren den Kopf voller Ideen hatte und sich mit der Unterstützung seines Bruders Roy allen Zweifeln zum trotz mit seinen Zeichnungen den Weg in die Zeichentrickbranche bahnt.

Authentisch und ohne Schnörkel wird der Lebensweg der zwei Brüder mit diversen Höhen und Tiefen aufgezeichnet und macht bewusst, wie oft der herrschende Krieg und die fehlenden finanziellen Mittel dem Disney Konzern schon frühzeitig den Todesstoß versetzen wollten. Der bedingungslosen Zusammenhalt zwischen Roy und Walt Disney, der zwar immer auch durch Meinungsverschiedenheiten geprägt war, bestand gegenüber jeder Herausforderung und legte den Grundstein zu einer Firma die nicht nur bis heute überdauerte, sondern mittlerweile zu einem regelrechten Imperium angewachsen ist.

»The Moneyman« ist nicht nur eine Geschichte über die Anfänge des Walt Disney Konzerns, sondern vor allen Dingen das bewegende Zeugnis einer einzigartigen Beziehung zwischen dem egozentrischen Künstler Walt und seinem Bruder Roy, der ihm mit seiner Unterstützung und Liebe immer zur Seite stand und ein großes Stück dazu beitrug, zahlreiche Kinderaugen mit zauberhaften Zeichentrickfilmen in Spielfilmlänge zum glänzen zu bringen.

Fazit

Mitreißend und äußerst berührend erzählt diese Graphic Novel die bewegende Geschichte der Disney Brüder. Ein Must-Have für alle Disney-Fans die sich für die Geschichte hinter den märchenhaften Zeichentrickfilmen interessieren.

Veröffentlicht am 13.08.2019

Die faszinierende Geschichte zweier Brüder

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Gleich zu Anfang ein riesengroßes Geständnis: Ich finde die Disney-Kinderfilme schön, habe auch jeden gesehen, spüre aber nicht das Bedürfnis sie noch einmal zu sehen. Auch die aktuellen Realverfilmungen ...

Gleich zu Anfang ein riesengroßes Geständnis: Ich finde die Disney-Kinderfilme schön, habe auch jeden gesehen, spüre aber nicht das Bedürfnis sie noch einmal zu sehen. Auch die aktuellen Realverfilmungen lasse ich links liegen, da ich die Story ja eigentlich schon kenne und die gesungenen Songs meist nicht sehr schön finde.



Doch wieso habe ich mich dann für dieses Buch entschieden? Dafür sorgte die Kurzbeschreibung und die ersten Einblicke in den Comic. Hier zeigte sich nämlich, das es nicht allein um Walt Disney und seine Filme ging, sondern um viel mehr. Es wird die Geschichte von Roy Disney erzählt und wie er es schaffte, die Träume seines Bruders zu verwirklichen. Denn wo dieser der Künstler und Erschaffer war, war Roy der Mann der mit seinem Wissen über Geld und Finanzen glänzte.


Doch fangen wir ganz von vorne an, denn schon die Aufmachung des Comic-Bandes löste meine Faszination aus. Das Gelb des Covers war ja so schon sehr auffällig, doch schon beim Aufschlagen musste ich Grinsen, da man hier gespielt mit dem Thema „Moneyman“ umging. Sowohl vorne als auch hinten fand ich illustrierte Geldscheine mit den Gesichtern der Brüder, was noch einmal auf den Titel des Bandes hindeutete.



Die Geschichte selbst durfte ich aus 2 Zeitlinien heraus verfolgen. Einmal die kurz vor Eröffnung, in dem Roy Disney die Geschichte seines Lebens einer Dame erzählt und die Geschichte rund um ihn und seinen Bruder. Ich mochte es sehr, das man im Buch, Roy seine Geschichte selbst erzählen durfte. Dadurch wirkte es gleich lebendiger, zumal diese Szenen schön farbig waren. Abschnitt für Abschnitt erfuhr ich schließlich, wie die Familie Disney aufwuchs und wie Walt seinen Träumen immer mehr Inhalt geben wollte.



Ein weiterer Punkt waren die Charaktere selbst, welche zumindest ich eigentlich nur als Name kannte. Kaum jemand könnte mir wohl sagen, wie Walt Disney aussah oder was er für eine Persönlichkeit hatte. Verehren tut man ihn trotzdem, auch wenn sein Charakter wohl nicht der Leichteste war. Trotz künstlerischer Freiheit versuchten die Autoren alle Figuren sehr naturgetreu darzustellen und dazugehörte auch Walt, als der darzustellen, der er war. Ein Träumer, Macher und Erschaffer, der aber doch fast fanatisch dachte, wenn es um seine Werke ging. Schon auf dem Cover sieht man eine gewisse Strenge, wohingegen sein Bruder fröhlich lächelnd gezeigt wurde.


Zusammengefasst kann ich sagen, dass mich die Geschichte der Brüder mehr als packte. Für mich war es gerade deswegen spannend, da man nicht auf die einzelnen Filme einging, sondern wie schwer es die Beiden hatten, mit Zeichentrickfilmen Erfolg zu haben. Kriege, Geldnot, Konkurrenzunternehmen, Krankheiten, es wurden einige Steine in den Weg gelegt, doch am Ende schafften sie es. Doch ohne Roy, würden wir wohl nie die Filme sehen, die wir aktuell als Klassiker bezeichnen. Ich bin total fasziniert.



Mein Fazit



Dieser biografische Comic war so ganz anders als erwartet. Die Geschichte der Brüder ist faszinierend dargestellt und zeigte einmal auf, wie schwierig es war ein Imperium auf Zeichentrickfilmen aufzubauen. Inhaltlich als auch optisch ein absolutes Erlebnis, an das ich mich noch eine ganze Weile erinnern werde.

Veröffentlicht am 08.11.2020

ein gelungener Graphic Novel über das Leben der beiden Disney Brüder, die vor fast 100 Jahren das Imperium gründeten, das man heute mit dem Namen Disney verbindet

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The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney ist ein gelungener Graphic Novel über das Leben der beiden Disney Brüder, die vor fast 100 Jahren das Imperium gründeten, das man heute mit dem Namen ...

The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney ist ein gelungener Graphic Novel über das Leben der beiden Disney Brüder, die vor fast 100 Jahren das Imperium gründeten, das man heute mit dem Namen Disney verbindet.
Die gesamte Geschichte wird aus der Perspektive von Walts älterem Bruder Roy geschildert und spielt eigentlich im Jahre 1971. In regelmäßig kurz von der Gegenwart unterbrochenen Rückblenden führt Roy, der einer neugierigen Bekannten seine fesselnde Lebensgeschichte sowie die von Walt erzählt, den Leser dann durch das bewegte Leben der Brüder, beginnend mit ihrer Jugend in Chicago im Jahr 1905 bis hin zur Gegenwart, dem letzten Jahr seines Lebens. Das Buch endet mit der Eröffnung der Walt Disney World in Florida – ein großer Traum von Walt, den dieser selbst leider nicht mehr erleben konnte. Stattdessen hat Roy den Park für ihn nach seinen Plänen vollendet.

Mithin umfasst der Graphic Novel einen relativ langen Zeitraum. Dementsprechend kann er nur einen groben Überblick über die wichtigsten Ereignisse liefern und lediglich einen ersten Eindruck von den Brüdern und der Geschichte der Firma vermitteln. Mehr darf man von diesem Medium allerdings auch nicht erwarten.

Beide Brüder stammten aus sehr ärmlichen Verhältnissen, haben keine hohe Bildung, aber eine strenge Erziehung genossen, und sich alles selbst erarbeitet, wofür man sie wahrlich nur bewundern kann. Ihre Beziehung war schwierig und kompliziert, nach Streits haben sie sich früher oder später jedoch stets wieder zusammen gerauft. Roy musste Walt oft etwas zügeln und ihn daran erinnern die finanziellen Aspekte nicht völlig außer Acht zu lassen, während Walt nur das Ziel im Blick hatte, nicht hingegen die Kosten, die dessen Erreichung verursachen würde. Sie haben sich also gegenseitig ergänzt. Ohne Walt wäre Disney vermutlich nicht das, was es heute ist; ohne Roy würde das Unternehmen heute aber womöglich gar nicht mehr existieren.

Dass Walt Disney ein einzigartiger Visionär und Pionier war, bleibt unbestritten, doch die Arbeit mit ihm scheint manchmal alles andere als einfach gewesen zu sein. Das macht ihn in einigen Momenten mitunter etwas weniger sympathisch und kratzt an der idealen Vorstellung, die man vielleicht von ihm hatte, wirkt aber sehr glaubwürdig und realistisch. Welcher echte Mensch ist schon perfekt oder hat nur eine Facette? Laut dem Autor hat Walt Disney das Bild, welches er der Öffentlichkeit von sich präsentierte, zudem streng kontrolliert und gewisse Eigenheiten beispielsweise nur mit denjenigen geteilt, die ihn persönlich kannten. Darüber hinaus hatte Walt wohl schon mehrere Jahrzehnte vor seinem Tod nicht mehr selbst gezeichnet, sondern sich gänzlich auf andere Bereiche innerhalb der schöpferischen Prozesse konzentriert.

Das alles ändert allerdings nichts daran, dass die Geschichte als solche – über die Brüder und die Entwicklung ihres Familienunternehmens sowie der gesamten Filmindustrie – unheimlich interessant und faszinierend ist. Die Firma hatte über die Jahre hinweg viele Höhen und Tiefen, musste schwere Zeiten durchmachen, zwei Weltkriege sowie die Weltwirtschaftskrise überstehen und stand offenbar mehr als einmal kurz vor dem Ruin. Ohne das Vertrauen einiger Geldgeber in Walts Ideen gäbe es das Studio heute vielleicht nicht mehr. Außerdem hat Disney, zum Teil notgedrungen, damals noch etliche andere Sparten bedient und somit nicht „nur“ die ersten langen Zeichentrickfilme geschaffen, die später zu zeitlosen Klassikern wurden.

Aus heutiger Sicht ist das kaum zu fassen, wenn man bedenkt, dass die Walt Disney Company inzwischen eines der weltweit größten Unternehmen und sogar das weltweit profitabelste Medienunternehmen ist. Die Disney Brüder, allen voran Walt, sind im Laufe ihres Lebens viele Risiken eingegangen. Filme mit Ton und in Farbe sind im 21. Jahrhundert selbstverständlich, in der damaligen Zeit wurde diese Technologie jedoch gerade erst entwickelt und es war keineswegs sicher, dass sie beim Publikum Anklang finden würde. Im Endeffekt haben sich diese Wagnisse aber glücklicherweise bezahlt gemacht. Als Disney-Fan kann man also nur froh sein, dass Walt mit der Unterstützung von Roy und einiger anderer seinen Traum trotz aller Hürden verfolgt und schließlich wahr gemacht hat.

Der Zeichenstil von Lorenzo Magalotti ist schlicht, schnörkellos und ohne viele Details, der Fokus liegt also klar auf der Geschichte. Gegenwart und Vergangenheit unterscheiden sich dabei schon optisch stark voneinander. Erstere ist bunt, hell und freundlich, wohingegen letztere durchgängig in Schattierungen von Grau und Braun gehalten ist.

FAZIT
Wenn man sich für Disney als Unternehmen und/oder Walt Disney als Person interessiert, ist der lesenswerte Graphic Novel The Moneyman – Die Geschichte von Roy und Walt Disney ideal, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Allerdings fungiert sein Bruder Roy darin nicht nur als Erzähler, sondern spielt selbst eine tragende Rolle, sowohl im Leben von Walt als auch in ihrem gemeinsamen Unternehmen.

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