Cover-Bild Sternenmeer
Band 6 der Reihe "Luc Verlain ermittelt"
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13,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Polizeiarbeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 03.11.2022
  • ISBN: 9783455014877
Alexander Oetker

Sternenmeer

Luc Verlains delikatester Fall
Band 6 der großen Bestsellerreihe: Hinter dem Glanz der schönen Welt kulinarischer Hochgenüsse entdeckt Luc Verlain eine raue Wirklichkeit voll Neid, Konkurrenz und brutaler Arbeitsbedingungen.
Es ist der Höhepunkt der französischen Gourmetsaison: Die Spitzenköche und Restaurantbetreiber fiebern der Vergabe der Sterne des Guide Michelin entgegen. Ausgerechnet in der renommierten "Villa Auguste" wird der berühmteste Restaurantkritiker des Landes noch während der Vorspeise vergiftet. Dabei sollte seine Höchstwertung doch die Karriere des legendären Auguste Fontaine krönen! Will jemand seinem Ruf schaden? Ging es darum, den Kritiker loszuwerden? Oder stecken aggressive Tierschützer hinter dem Anschlag – schließlich sind die Fontaines auch als Produzenten der umstrittenen Gänsestopfleber bekannt, die sich auf dem Teller des Kritikers befand? Luc und sein Team ahnen, dass die Lösung des Falls so einfach nicht ist. 

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2023

Etwas ruhiger als die Vorgänger

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Buchmeinung zu Alexander Oetker – Sternenmeer

Sternenmeer ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2022 bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Dies ist der sechste Fall für Luc Verlain und sein ...

Buchmeinung zu Alexander Oetker – Sternenmeer

Sternenmeer ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2022 bei Hoffmann und Campe erschienen ist. Dies ist der sechste Fall für Luc Verlain und sein Team.

Zum Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist, als Frankreich-Experte von RTL und n-tv berichtet er seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Er lebt en famille zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.

Klappentext:
Es ist der Höhepunkt der französischen Gourmetsaison: Die Spitzenköche und Restaurantbetreiber fiebern der Vergabe der Sterne des Guide Michelin entgegen. Ausgerechnet in der renommierten "Villa Auguste" wird der berühmteste Restaurantkritiker des Landes noch während der Vorspeise vergiftet. Dabei sollte seine Höchstwertung doch die Karriere des legendären Auguste Fontaine krönen! Will jemand seinem Ruf schaden? Ging es darum, den Kritiker loszuwerden? Oder stecken aggressive Tierschützer hinter dem Anschlag – schließlich sind die Fontaines auch als Produzenten der umstrittenen Gänsestopfleber bekannt, die sich auf dem Teller des Kritikers befand? Luc und sein Team ahnen, dass die Lösung des Falls so einfach nicht ist.

Meine Meinung:
Auch in diesem Buch spürt der Leser die Liebe des Autors zu Frankreich und seinen Bewohnern, insbesondere denen der Aquitaine. Dazu widmet er sich thematisch um die Gourmetküche samt Sternenvergabe und der umstrittenen Gänsestopfleber. Er zeigt die verschiedenen Sichtweisen auf dieses Thema zwischen Tradition und Gegenwart. Privat hat Luc Verlain die ersten Monate mit seiner Frau und ihrem Baby in heimischen Gefilden verbracht. Dann wird ein Restaurantkritiker in einem Nobelrestaurant vergiftet und die junge Familie steigt in den Fall ein. Der Autor zeigt auch die Schattenseiten der Sternenküche auf. Gerade das Personal und die Zulieferer stehen unter massivem Druck. Doch es bleibt Raum für Reisetipps in wunderschöne Landschaften und zur Auffrischung alter Bekanntschaften des Kommissars in seiner Heimat. Es scheint viele Motive zu geben und die Ermittlungen entwickeln sich eher gemächlich. Lucs Chef darf erneut seine Inkompetenz zeigen und beginnt bereits, Mitleid bei mir zu wecken. Trotz vieler Nebenhandlungen ist das Erzähltempo durchaus hoch und auch für Spannung ist gesorgt, auch wenn auf andere Art wie gewohnt.
Die Geschichte wird meist aus der Perspektive Luc Verlains erzählt, der aber nicht so dominant und perfekt auftritt wie in früheren Bänden. Diese Entwicklung gefällt wird. Der Schreibstil ist sachlich empathisch und lässt einen kaum noch los. Lucs Team wirkt kompetent und sympathisch und die überraschende Auflösung ist nachvollziehbar. Nur wenige Figuren sind ausführlich mit Ecken und Kanten gezeichnet, meist sind sie nur grob skizziert mit einem Hang zur schwarz-weiß Darstellung.
Wie gewohnt fließen die Erfahrungen des Autors als Journalist und Restaurantkritiker positiv ein.

Fazit:
Trotz einiger kleiner Schwächen hat mich dieser Titel wieder sehr gut unterhalten. Deshalb bewerte ich ihn mit guten vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 27.11.2022

Ein kulinarischer Krimi mit einem überraschenden Ende

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Commissaire Luc Verlain genießt die letzten Tage seiner gemeinsamen Elternzeit mit Anouk und der kleinen Aurélie, als ihn der Anruf erreicht, im 3-Sterne-Restaurant Villa Auguste ist Ugo Gennevilliers, ...

Commissaire Luc Verlain genießt die letzten Tage seiner gemeinsamen Elternzeit mit Anouk und der kleinen Aurélie, als ihn der Anruf erreicht, im 3-Sterne-Restaurant Villa Auguste ist Ugo Gennevilliers, der renommierte Restaurantkritiker des Guide Michelin, zusammengebrochen.

Recht schnell ist klar, dass der Mann vergiftet worden ist und hat die Fois Gras, die als Vorspeise gereicht wurde in Verdacht. Die Gänsestopfleber ist inzwischen wegen ihrer brutalen Herstellungsart in Verruf geraten, weswegen militante Tierschützer gleich einmal verdächtigt werden, die Gänseleber vergiftet zu haben. Blöderweise ist deren Lieferant ausgerechnet der Sohn des Restaurantbesitzers, der sich eigentlich nach dem dritten Stern zur Ruhe setzen wollte.

Luc Verlain glaubt nicht an die vergiftete Leber und beginnt fieberhaft nach der Substanz zu suchen. Ihm zur Seite steht natürlich auch Anouk, die es kaum erwarten kann, wieder zu arbeiten. Baby Aurélie muss mangels Babysitter auch mit.

Natürlich ist auch Lucs unsäglicher Chef mit dabei, der von einem Fettnäpfchen ins andere tritt.

Es gibt einige Verdächtige, die sich allerdings so auffällig verhalten, dass ich sie recht bald ausschließen konnte. Nach einigen Sackgassen kommt es zu einer doch etwas überraschenden Wendung. Als wahrer Täter wird jemand, der so gar nicht in das Profil gepasst hat.

Meine Meinung:

Auch in seinem 6. Fall entführt uns Autor Alexander Oetker wieder gekonnt in die kulinarische Welt des Aquitaine.

Der Einblick in die hektische Küche der gehobenen Gastronomie lässt mich einen Restaurantbesuch mit anderen Augen sehen. Dort herrscht Stress pur, vor allem dann, wenn es um Sterne oder Hauben geht.

„Sie alle liebten diesen Mann wegen seines Könnens und seines Genies – aber sie hassten ihn zugleich auch wegen seiner Detailversessenheit, seiner Härte, dafür, dass er ausschließlich für die Küche lebte.“ (S. 12)

Das Frankreich-Feeling ist Alexander Oetker wieder perfekt gelungen. Allerdings bin ich nicht damit einverstanden, ein Baby zu den Ermittlungen mitzunehmen. Das und das für mich doch etwas überraschende Ende kosten den 5. Stern.

Fazit:

Ein komplexer Fall mit einem überraschenden Ende. Diesmal gibt es nur 4 Sterne.