Cover-Bild Dreck am Stecken
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 320
  • Ersterscheinung: 09.09.2019
  • ISBN: 9783328102311
Alexandra Fröhlich

Dreck am Stecken

Roman
Eine Familie, die sich fremd geworden ist. Ein unerwartetes Erbe, das sie wieder zusammenführt. Und jede Menge Dreck am Stecken ...

Opa Heinrich ist tot. Sein Vermächtnis: ein vergilbtes Tagebuch. Johannes und seine Brüder beschließen erst mal, seine Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch zur Beerdigung erscheinen lauter Menschen, die sie noch nie gesehen haben, eine alte Dame ist sogar aus Argentinien angereist. Was hatte der Großvater mit diesen Leuten zu schaffen? Aus Neugierde beginnt Johannes, das Tagebuch zu lesen. Danach ist klar: Die vier Brüder müssen ihrer Familiengeschichte auf den Grund gehen. Denn Opa hatte Dreck am Stecken. Und zwar nicht zu knapp ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2021

Eine Familiengeschichte

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Opa Heinrich ist tot und hinterlässt ein vergilbtes Tagebuch, das ein gut gehütetes Geheimnis zutage fördert. Die vier Enkel, Johannes, Jakob, Philipp und Simon, erfahren aber erst nach der Beerdigung, ...

Opa Heinrich ist tot und hinterlässt ein vergilbtes Tagebuch, das ein gut gehütetes Geheimnis zutage fördert. Die vier Enkel, Johannes, Jakob, Philipp und Simon, erfahren aber erst nach der Beerdigung, von dem Buch. Die Beerdigung war sowieso sehr merkwürdig. So viel fremde Menschen erschienen dort, und eine Dame aus Argentinien fiel sehr unangenehm auf. Nachdem nun das Tagebuch auftaucht, wollen die vier Brüder damit eigentlich nichts zu tun haben. Nur Johannes treibt es um und er beginnt es zu lesen. Was er dort liest, beunruhigt ihn!


Die Familie lebt in Hamburg in sehr ärmlichen Verhältnissen und die Sprache ist dem angepasst. Die Mutter ist Alkoholikerin und leidet zudem an Depressionen, ihre vier Söhne haben vier verschiedene Väter und dann zieht Opa ein. Das Leben läuft weiter, nur von der Vergangenheit ihres Opa's erfahren sie nichts. Man soll die Vergangenheit ruhen lassen, ist ein beliebter Standardspruch von Opa.



Der Roman liest sich sehr flüssig und die Autorin hat es sehr gut geschafft, dass man auch in den verschiedenen Jahrzehnten nicht den Überblick verliert. Johannes und seine Brüder sind sehr gut beschrieben, auch bei Opa Heinrich hat man sofort ein Bild im Kop. Auch ihre Art, wie sie das Problem lösen, hat mir gut gefallen. Ich kann mir schon vorstellen, dass so eine Geschichte in Deutschland passiert ist.

Den Roman, Dreck am Stecken durfte ich als Buchgewinn lesen. Und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne. Auch die weiteren Bücher von Alexandra Fröhlich werde ich mir ansehen.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Facettenreicher Familienroman, in dem auch der "Wahnwitz" nicht zu kurz kommt..

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Vier teils schrullige Halbbrüder, die bei ihrem Großvater aufwachsen, irgendwie ihre herausfordernde Jugend überstehen und mittlerweile zu Männern mit ihren ganz eigenen Problemfeldern und Familienkonstrukten ...

Vier teils schrullige Halbbrüder, die bei ihrem Großvater aufwachsen, irgendwie ihre herausfordernde Jugend überstehen und mittlerweile zu Männern mit ihren ganz eigenen Problemfeldern und Familienkonstrukten geworden sind, stehen nach dem Tod des Opas vor vielen rätselhaften Fragen zu ihrer eigenen Familiengeschichte, die eh schon wenig normal erscheint. Sie suchen Antworten und gehen aus diesem Grund auf Reise – denn eines ist ganz offensichtlich: „Opa hatte Dreck am Stecken“.

Alexandra Fröhlich hat mit ihrem neuesten Buch einen tollen Familienroman vorgelegt, der sich nicht nur mit den Familienangelegenheiten und vielen Eigenheiten der vier Halbbrüder und ihrem Großvater auseinandersetzt, sondern auch Geschichte, sowie Schuld und Reue behandelt. Allerdings schreibt die Autorin wie gewohnt mit so viel Witz und trotz manch derbem Sprachgebrauchs der Charaktere mit so viel Feingefühl, dass das Lesen des Buches großen Spaß macht. Es ist sehr facettenreich und die Figuren, sind trotz aller Kuriosität liebevoll in Szene gesetzt und gut in ihre jeweilige Rolle eingefügt. Ich finde, der Roman lässt sich sehr leichtgängig lesen und bietet viele eher lustige, aber einige auch spannende Szenen. Die Erzählung ist in ihrem Fluss zum Ende hin vielleicht nicht zu 100% authentisch (zu viel „Ganoventum“), aber im Gesamtrückblick trotzdem noch sehr stimmig. Meines Erachtens war der Vorgänger-Roman „Gestorben wird immer“ zwar noch etwas besser, aber auch „Dreck am Stecken“ ist eine wahre Lesefreude. Deshalb von meiner Seite für das Buch 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 11.04.2020

Liebenswerte Familie mit Macken...

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Als Fan von Familiengeschichten sprach mich der Klappentext enorm an, aber ich konnte ja nicht ahnen was für eine amüsante Geschichte ich da zu lesen bekam.

Im Roman geht es um die vier Brüder Johannes, ...

Als Fan von Familiengeschichten sprach mich der Klappentext enorm an, aber ich konnte ja nicht ahnen was für eine amüsante Geschichte ich da zu lesen bekam.

Im Roman geht es um die vier Brüder Johannes, Jakob, Philipp und Simon, die sich nach dem Tod ihres Großvaters auf Spurensuche begeben, um die Familiengeschichte zu ergründen. Als das Tagebuch des Opas auftaucht, sind sie dem Geheimnis ganz dicht auf den Fersen. Werden sie das Rätsel lösen?

Der älteste Bruder Johannes agiert als Ich- Erzähler des Romans und lässt uns über zwei Zeitebenen am Familienalltag teilhaben. Zum einen wandeln wir im damals, die Zeit nicht konkret benannt, zum anderen in der Gegenwart im Jahr 2008. Tagebucheinträge runden diese besondere Familiengeschichte ab.

Selten habe ich eine Familie erlebt, die mich trotz aller Tragik so zum Schmunzeln gebracht hat und deren Mitglieder ich bereits nach wenigen Seiten ins Herz geschlossen hatte. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich solch ein Männerhaufen mal emotional berühren würde.

Die Jungs wachsen unter schwierigen Verhältnissen auf und gehen trotzdem ihren Weg. Ich habe vor allem ihren Zusammenhalt bewundert, denn trotz aller Schwierigkeiten wird niemand zurückgelassen. Ich denke jeder Leser wird seinen Liebling finden, da die Jungs durch ihre Ecken und Kanten so liebenswert sind. Ich weiß nicht ob es an der Erzählperspektive lag, aber ich mochte am meisten Stotterer Johannes, der sich als Ältester um alles kümmert und den Zusammenhalt der Familie am meisten forciert. Auch wenn er nicht der typische Anführer ist, sorgt er für das Wohl der Truppe.

Das Geheimnis, welches im Laufe der Handlung gelüftet wird, hat es wirklich in sich. Ich hatte zwar beim Lesen bereits erste Vermutungen, aber alle Hintergründe werden wirklich erst zum Schluss aufgeklärt, so dass es lange spannend bleibt.

Fazit: Ein klasse Familienroman, der mich berührt und zum Schmunzeln gebracht hat. Gern spreche ich eine Empfehlung aus. Spitze!

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Die Gemeinschaft der Brüder

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Die Vergangenheit sollte man ruhen lassen, so die Worte der Mutter, wenn einer der vier Brüder etwas über Opa wissen will. Der taucht eines Tages auf und zieht bei der Familie ein. Einer unterschiedlicher ...

Die Vergangenheit sollte man ruhen lassen, so die Worte der Mutter, wenn einer der vier Brüder etwas über Opa wissen will. Der taucht eines Tages auf und zieht bei der Familie ein. Einer unterschiedlicher als der andere sind die Brüder, jeder hat einen anderen Vater.
Sie verstehen sich gut und sind immer für einen Blödsinn zu haben.
Als der Großvater stirbt, hinterlässt er den Brüdern eine Kiste mit einem Tagebuch. Darin erfahren sie einiges aus der Vergangenheit vom Opa, er hatte nämlich Dreck am Stecken.

Zudem gibt es in Argentinien anscheinend Verwandtschaft, von der bisher keiner der Brüder etwas wusste. Eine Reise dorthin bringt zwar Aufklärung, aber auch viele neue Fragen.
Den Brüdern bleibt nichts anderes übrig, als das Tagebuch komplett zu lesen und mit dem neuen Wissen versuchen Licht in die Wirren Gedanken zu bringen.

Von der ersten Seite an ist der Humor an erster Stelle. Ich hätte ohne Pause lesen und lesen können. Der Zusammenhalt der Brüder ist toll, so unterschiedlich sie auch sind, sie sind immer für einander da und helfen dem anderen aus der Klemme. Alexandra Fröhlich hat einen extrem unterhaltsamen Schreibstil, das Buch ist von Anfang bis Ende genial.
Zunächst fand ich das Cover merkwürdig, aber im Laufe der Geschichte fand ich es sehr passend.

Es erfordert etwas Aufmerksamkeit dieses Buch, da zwischen Gegenwart und Vergangenheit oft gewechselt wird. Über jeden Kapitel ist eine Überschrift mit Jahreszahl oder Damals und die Tagebucheinträge sind kursiv geschrieben, man findet sich daher gut zurecht. Mir hat besonders gut die Schlagfertigkeit der Jungs gefallen, es fallen witzige Bemerkungen und es kommt viel Wortwitz vor. Zusammen genommen ein sehr gutes Buch, welches zum vielen Humor auch nachdenkliche Aspekte enthält.
Ein ernstes Thema kommt zur Sprache, wobei den Brüder dann doch mal die Spucke weg bleibt.

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Veröffentlicht am 21.11.2019

So wunderbar wurde deutsche Geschichte noch nie erzählt.

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Alexandra Fröhlichs Roman "Dreck am Stecken" erscheint im Penguin Verlag.

Als ihr Großvater vor Jahren bei ihnen in Hamburg wie aus dem Nichts auftauchte und bei ihnen einzog, wussten die vier Brüder ...

Alexandra Fröhlichs Roman "Dreck am Stecken" erscheint im Penguin Verlag.

Als ihr Großvater vor Jahren bei ihnen in Hamburg wie aus dem Nichts auftauchte und bei ihnen einzog, wussten die vier Brüder nichts von ihm. Erst als er gestorben ist, machen sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit der Familie. Bisher bekamen sie auf ihre Fragen nie eine hinreichende Antwort, ständig hieß es, die Vergangenheit sollte man ruhen lassen. Doch das vererbte Tagebuch wirft nun einige Fragen auf, die die Brüder beantwortet haben wollen. Was hatte ihr Großvater zu verbergen?


"Vier Kinder von vier verschiedenen Vätern. Sodom und Gomorrha! Das wird alles böse enden." Zitat Seite 11

Alexandra Fröhlich taucht mit ihrem Roman in das dunkle Kapitel einer ungewöhnlichen Familie ein und bringt dadurch einige Geschichten ans Licht, die die Brüder Johannes, Philipp, Jakob und Simon noch enger zusammen schweißt. Dabei erzählt sie einen Teil deutscher Geschichte, die für viel Leid gesorgt hat und die den Großvater gedanklich bis ins hohe Alter verfolgt.

Der Roman wird aus verschiedenen Zeitebenen und zusätzlich mit Briefen des Großvaters erzählt, die nach und nach ein komplexes Bild ergeben. Als Erzähler führt der älteste Bruder, der stotternde Johannes, durch die Geschichte und immer wieder zeigt sich die enge Verbundenheit der Brüder. Sie leben in eher schwierigen Verhältnissen mit ihrer allein erziehenden Mutter. Das Jugendamt schickt regelmäßig eine Vertreterin vorbei. Doch die Familie arrangiert sich einigermaßen und entwickelt eine gemeinsame Strategie. Auch nachdem die Brüder erwachsen geworden sind, ihre Lebenswege sich trennten, halten sie Kontakt miteinander. Der Tod des Großvaters lässt sie gemeinsam eine Reise antreten, die Licht in die Vergangenheit ihrer familiären Geschichte bringen soll.


Das Buch glänzt durch den wunderbar lebendigen und witzigen Erzählstil Alexandra Fröhlichs, die ihren Protagonisten damit regelrecht Leben einhaucht. Beim Lesen sieht man die Brüder, so unterschiedlich wie ihre verschiedenen Väter, deutlich vor Augen. Es werden nicht nur ihre unterschiedlichen Charakterzüge und ihr gemeinsames Schicksal erzählt, sondern es entspinnt sich ein Coming-of-Age, das zusätzlich mit einem Blick in die Vergangenheit einen Bogen um diese besondere Familie schlägt und das besondere Erbe der Familie deutlich macht.

Diese Geschichte liest sich durch die speziellen und auf ihre Art sympathischen Charaktere einfach flüssig weg. Die Brüder werden so beschrieben, das man sie alle trotz ihrer kleinen Fiesheiten sofort ins Herz schliesst. Schon früh von ihrer Mutter verlassen, sind sie bis auf Johannes alle noch minderjährig, der Großvater ist ihnen keine große Hilfe. Doch die Jungen halten zusammen wie Pech und Schwefel. Alle haben so ihre persönlichen Makel, doch egal, welche Widrigkeiten ihnen in den Weg gelegt werden, gemeinsam schaffen sie jede Hürde.

Durch herrlich zu lesende Alltagsbeschreibungen im Leben dieser Heranwachsenden kann man ernste Themen als auch Szenen jugendlichen Leichtsinns miterleben und nimmt förmlich an ihrem Leben hautnah teil. Es wird witzig, bissig, alltagssprachlich jungenhaft und doch nimmt auch der ironische Unterton mancher Szenen einen humorvollen Charakter an. Mit erstaunlicher Leichtigkeit bringt die Autorin inhaltlich ernste Themen unter, die die Brüder bei ihrer Entwicklung durchmachen und bei ihren Nachforschungen um den Großvater aufdecken.

Wie werden die Brüder mit der Wahrheit umgehen und können sie das Unrecht wieder gutmachen?
Genau diese Frage lässt den Leser das Buch gespannt bis zum Ende verfolgen.


Dieser Roman ist herrlich unterhaltsam, dabei tiefgründig und macht betroffen und doch steckt er voller Humor. Eine wunderbare Lektüre, die mir sehr gut gefallen hat, so habe ich deutsche Geschichte noch nie gelesen.