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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2021

Pure Spannung und unerwartete Wendungen!

Das Kreuz des Pilgers
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Petra Schier hat mit "Das Kreuz des Pilgers" einen, wie ich finde, tollen und spannenden historischen Roman mit einigen nicht vorhersehbaren Wendungen vorgelegt. Wohlgemerkt der erste Band einer Trilogie. ...

Petra Schier hat mit "Das Kreuz des Pilgers" einen, wie ich finde, tollen und spannenden historischen Roman mit einigen nicht vorhersehbaren Wendungen vorgelegt. Wohlgemerkt der erste Band einer Trilogie. Erwartet hatte ich thematisch zwar einen etwas anderen Inhalt, aber ich war wirklich positiv überrascht! Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang bis Ende sehr eingängig und das Buch somit sehr flüssig lesbar. Vielleicht muss man sich zu Beginn noch an die familiären Beziehungen gewöhnen, aber man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Die Charaktere wirkten auf mich durchweg authentisch, auch wenn sich dem Leser das ein oder andere Verhaltensmuster vielleicht erst im weiteren Verlauf erschließen mag. Aber genau das fand ich an diesem Roman so gut! Die Rollenverteilung ist relativ klar, doch kommt es immer wieder anders als man denkt.
Jedoch gab es im Roman eine Stelle, von der ich (ohne jetzt zu spoilern..) dachte, dass der Roman von dieser Stelle an - einem Kuss - absolut unglaubwürdig werden könnte. Doch nach weiterer Lektüre fügte sich glücklicherweise alles wieder zusammen, driftete nicht ins Kitschige ab und machte durchaus Sinn. Interessant wiederum fand ich die Einblicke in den Handel dieser zeitlichen Ära, wobei sich hier wie auch bei den Dialogen und dem Rollenverständnis der Frauen vielleicht hier und da einige Fiktion wiederfinden lässt. Auch was das Kreuz des Pilgers selber angeht, ist natürlich ein wenig Mystik im Spiel. Insgesamt fand ich den Roman aber ziemlich packend und aufgrund so mancher unerwarteten Wendung und überraschenden Entwicklung unglaublich spannend. Man darf also auch noch extrem gespannt sein auf die beiden noch folgenden Fortsetzungen! Von mir gibt es deshalb eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2021

Einfach nur großartig!

Naturphänomene verstehen
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Peter Wohlleben hat hier im Hörverlag mit „Naturphänomene verstehen“ ein durch und durch wunderbares Hörbuch veröffentlicht. Die Kapitel sind inhaltlich unglaublich vielfältig und von Anfang bis Ende wahnsinnig ...

Peter Wohlleben hat hier im Hörverlag mit „Naturphänomene verstehen“ ein durch und durch wunderbares Hörbuch veröffentlicht. Die Kapitel sind inhaltlich unglaublich vielfältig und von Anfang bis Ende wahnsinnig interessant und auch lehrreich. Peter Wohlleben behandelt besondere Abläufe des Jahres, Geschehen in Wald und Garten, Wetterphänomene, Tiere & Pflanzen, wie wichtig Schädlinge oder auch Pilze sind und die Notwendigkeit des Zusammenspiels dieser ganzen Bereiche – aber im Detail auch noch extrem Vieles mehr. Und wie man das von Peter Wohlleben kennt, geht er den Dingen auf seine ganz eigene Art auf die Spur und erklärt uns die Natur liebevoll bis in manches verblüffende Detail, ohne dabei belehrend oder langweilig zu werden. Ein weiterer Pluspunkt bei diesem Hörbuch ist meiner Meinung nach auch die Wahl des Sprechers: Peter Kaempfe holt mit seiner Stimme, Les- und Sprechart noch einmal den letzten Rest der Faszination aus dem Buch und den Inhalten heraus. Man lauscht seinen Worten durchgängig wie gebannt und folgt neugierig den Schilderungen. Wohlleben und Kaempfe in Kombination sind hier meiner Meinung nach die perfekte Wahl. Ich persönlich habe das Hörbuch mittlerweile nicht nur 1 mal gehört, sondern nach dem Ende gleich noch einmal mit dem Hören begonnen. Ich denke, das Buch bietet derart viele tolle Inhalte, dass man es wahrscheinlich immer wieder einmal hören kann. Es eignet sich definitiv für Kinder UND Erwachsene. Von meiner Seite her kann ich das Hörbuch nur uneingeschränkt empfehlen und jedem ans Herz legen, der sich auch nur entfernt für Abläufe und Zusammenhänge in der Natur interessiert oder auch gerne die bisherigen Bücher von Peter Wohlleben gelesen hat. Absolute Kauf- und Hörempfehlung, deshalb 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.06.2021

Gelungenes Yoga-Buch

Restorative Yoga
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„Restorative Yoga“ von Lorna Neuber bietet exakt das, was es in Titel und Untertitel bereits verspricht: Yoga-Einheiten und -Übungen, die beruhigen, kräftigen und entspannen sollen. Insgesamt bietet das ...

„Restorative Yoga“ von Lorna Neuber bietet exakt das, was es in Titel und Untertitel bereits verspricht: Yoga-Einheiten und -Übungen, die beruhigen, kräftigen und entspannen sollen. Insgesamt bietet das Buch meiner Meinung nach eine spezifisch gute Bandbreite von Asanas mit und ohne Hilfsmitteln. Alle Übungen sind gut durch Bebilderung und mit verständlichen Texten erläutert. Auch ist der Schwierigkeitsgrad nie übermäßig hoch (es handelt sich ja ach vorwiegend um Entspannungseinheiten), so dass sich dieses Yoga-Buch absolut auch für Ungeübte eignet. Lediglich die Asanas, die mit gleich mehreren Hilfsmitteln durchgeführt werden müssten, halte ich für Einzelpersonen, bzw. nicht fortgeschrittene Yogis kaum umsetzbar, da der Aufbau doch zu knifflig sein dürfte und bei nicht korrektem Aufbau bei der ein oder anderen Übung womöglich sogar eine gewisse Verletzungsgefahr bestehen könnte. Auch benötigt man für die Übungen mit Hilfsmitteln doch immer recht viele Zusatzelemente (z.T. mehrere Decken, Blöcke, Bolster, belastbarer Stuhl). Man kann diese Elemente zwar grundsätzlich alternativ ersetzen, aber ist es meines Erachtens zur Umsetzung durchaus hilfreich, mindestens 3 Decken, 2 Blöcke, 1 Kissen und 1 Bolster zur Hand zu haben, um die Übungen mit weniger Aufwand entspannt durchführen zu können.
Mir persönlich waren die Asanas überwiegend bekannt und ich finde die meisten Einheiten mit Hilfsmitteln tatsächlich eher zu aufwendig. Ich mache selber oft Yin Yoga zum Dehnen, Kräftigen und Entspannen und habe hier wohl meine favorisierten Asanas / Einheiten bereits gefunden, "arbeite" dann aber auch nur mit Bolster, Halbmond-Kissen, 2 Blöcken und Gurt.
Insgesamt ist „Restorative Yoga“ aber ein Buch, bei dem es sich durchaus lohnt einen Blick hinein zu werfen und sich praktisch mit den gezeigten Asanas auseinanderzusetzen. Die Aufmachung ist sehr gelungen und alle Erklärungen wie gesagt bestens nachzuvollziehen. Deshalb würde ich es auch trotz meiner kritischen Punkte absolut empfehlen. 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Großartig!

GOTT
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Grandios – war mein Gedanke während des Lesens. Ferdinand von Schirach geht in seiner als Theaterstück konzipierten Auseinandersetzung zum Diskurs zur Sterbehilfe sprachlich wie inhaltlich in einer bewundernswerten ...

Grandios – war mein Gedanke während des Lesens. Ferdinand von Schirach geht in seiner als Theaterstück konzipierten Auseinandersetzung zum Diskurs zur Sterbehilfe sprachlich wie inhaltlich in einer bewundernswerten Sachlichkeit auf die gesellschaftlichen und ethischen Aspekte dessen ein, was der Mensch und der Staat darf – oder auch nicht. Vielfältig in den Argumentationsketten, gewieft wegen der selbsterklärenden Rolle des Ethikrates und fast schon belustigend bezüglich der religiös vertretenden Meinungen. Ich fand das Buch trotz der möglichen Schwere des Themas nicht bedrückend, sondern ganz im Gegenteil sehr flüssig zu lesen und gut verständlich in den Disputen. Ferdinand von Schirach schreibt hier, wie er meines Erachtens nach oftmals auch persönlich argumentiert: ruhig, sachlich und mit manch doppeldeutigem Bild. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an, hält sich aber mit einem eindeutigen Ausgang zurück. Von Schirach überlässt es dem Leser, bzw. Theaterzuschauer, wie die Debatte beendet wird. Mich hat der Verlauf der Dialoge und die nach innen gerichtet wirkenden Ausführungen der Figur Gärtner manches Mal an Friedrich Dürrenmatts Werk „Die Physiker“ erinnert. Sprachlich wie inhaltlich einfach großartig! Ich würde dieses Werk jedem ans Herz legen und kann es nur absolut empfehlen. Sehr, sehr lesenswert – deshalb ganz klar 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2021

Eine beinahe verworrene, aber unglaublich packende Geschichte!!!

Was der Fluss erzählt
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Diane Setterfield erschafft in ihrem Roman „Was der Fluss erzählt“ eine fast schon mystische und magische Welt, in der der Fluss neben dem Verschwinden und wieder Auftauchen eines Kindes (oder wie man ...

Diane Setterfield erschafft in ihrem Roman „Was der Fluss erzählt“ eine fast schon mystische und magische Welt, in der der Fluss neben dem Verschwinden und wieder Auftauchen eines Kindes (oder wie man will, gleich mehrerer Kinder) eine tragende Rolle spielt. Und die Menschen, die am Fluss leben, erzählen sich in den Dorfschenken, ganz besonders in den kalten Jahreszeiten, wundersame Geschichten. Über den Fluss. Und auch über den geisterhaften Fährmann, der die Ertrinkenden aus dem Fluss zu sich holt. Ebenso erzählen sich die Leute nach alter Art Geschichten in jener Nacht, als ein Mann auftaucht, mit einem fast toten Kind im Arm, beide triefend nass und kaum noch bei Bewusstsein, bzw. eigentlich schon fast tot. Doch wie durch ein Wunder, lebt der Mann – wie auch das tot geglaubte Kind. Und von hier an wird es ein wenig kompliziert für jegliche Figuren in diesem Roman. Denn nicht nur 1 Person erhebt Anspruch auf das Kind, um das sich von nun an viele Geschichten ranken werden. Zu wem gehört es? War es nicht eigentlich doch schon tot? Und wie kam es in einer kalten Nacht in den Fluss? Diane Setterfield erzählt eine Geschichte, die gleich auf mehreren Ebenen spielt. Durchdringende Gestalten, wüste Charaktere und insgesamt detailreiche, liebevoll ausgestaltete Figuren übernehmen abwechselnd die Hauptrolle in diesem packenden Possenspiel. Alles eher undurchsichtig und im Verlauf der Story manches Mal auch fast schon ein wenig verwirrend, dafür aber auch immer auf hohem Spannungsniveau! Mir gefiel der Roman im Gesamtrückblick extrem gut und ich würde das Buch somit auch absolut uneingeschränkt weiterempfehlen. Deshalb 5 Sterne.

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