Cover-Bild Zwischen den Welten
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19,95
inkl. MwSt
  • Verlag: U-Line UG
  • Themenbereich: Kunst - Fotografie
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 26.11.2020
  • ISBN: 9783944154633
Annie Betram

Zwischen den Welten

Verlassene Orte in Europa
Lost Places – verlorene Orte, von Menschen erschaffen und irgendwann verlassen. Aufgegeben und dem Verfall überlassen.
Von solchen Plätzen und Häusern ging schon immer eine ganz besondere Faszination aus: Fantastisch, ein wenig unheimlich und von stiller und irgendwie morbider Schönheit sind diese Parallelwelten, in denen sich die Natur langsam aber stetig zurückholt, was vom Menschen in eine funktionale und künstlerische Form gebaut wurde. Wer kennt nicht das heruntergekommene „Spukhaus“ am Rande der Stadt, das uns als Kinder magisch angezogen hat, obwohl wir auch irgendwie Angst davor hatten?

Mit „Zwischen den Welten“ hat sich die renommierte Szene-Fotografin und Künstlerin Annie Bertram einen lange gehegten Wunsch erfüllt. Schon seit ihrer Jugend von der ganz eigenen Magie dieser verlorenen Orte fasziniert, hat sie es sich bereits seit 2003 zum Ziel gesetzt, diese mit ihren scharfen Auge, ihrem unnachahmlichen Gefühl für Bildgestaltung und ihrem fotografischen Können einzufangen.
Meint man zunächst, dass es ein weiter Schritt von den märchenhaften Fotokunstkompositionen ihrer bisherigen Werke zu „dokumentarischer Fotografie“ sein müsste, so spürt man doch sehr schnell, dass dem nicht so ist. Annie Bertram bildet nicht einfach ab, sondern entführt den Betrachter in real-existierende, verwunschene Märchenwelten. Man fällt förmlich in die Bilder hinein und schwelgt in der Schönheit des Verfalls. Die besuchten Orte waren sicherlich auch alle schon beeindruckend, als sie noch von Menschen bevölkert wurden, aber erst die Leere, die fühlbare Stille und die Spuren , die der Zahn der Zeit hinterlassen hat, machen sie zu verzauberten Orten, zu Einfallstoren zwischen den Welten.

Annie Bertram schafft es, diese Magie und das Herzblut, das in den Bildern steckt, ungefiltert auf die Seiten ihres Buches zu transportieren. So ist „Zwischen den Welten“ kein bloßes Fotobuch – es ist ein wunderschöner, morbider und verzaubernder Trip in Parallelwelten, die wirklich existieren, die aber möglicherweise bald für immer verloren sein werden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Die Schönnheit des Zerfalls

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Die Szene-Fotografin und Künstlerin Annie Bertram entführt in diesem Bildband an Orte, die einmal voller Leben waren. Von prunkvoll bis schauerlich, lassen diese sich auf den Fotos entdecken. Annie Bertram ...

Die Szene-Fotografin und Künstlerin Annie Bertram entführt in diesem Bildband an Orte, die einmal voller Leben waren. Von prunkvoll bis schauerlich, lassen diese sich auf den Fotos entdecken. Annie Bertram versteht ihr Handwerk. Großes Augenmerk legt sie dabei auf Italien. Palazzo oder Villa, die Stille des Verfalls besitzt ihre eigene Schönheit. Aber auch Leipzig zum Beispiel findet Erwähnung. Richtig gruselig wird es, wenn eine ehemalige Anstalt besucht wird. Die Rollstühle zeugen von einem Leben, das sicher nicht angenehm war. Man malt sich aus, was dort vorgegangen sein könnte.

Ich mag Lost Places und finde es oft schade, wie diese verfallen. Jedoch entsteht an diesen Plätzen ein eigenes Leben. Die Natur holt es sich zurück, die Gebäude zerstört der Fraß der Zeit, sie verlieren aber nie an Interessantheit, sondern haben etwas Faszinierendes und Spannendes. Ich finde, dass sie äußerst magisch sind und davon zeugen, dass nichts für die Ewigkeit ist.

Außerdem finden sich noch passende Zitate im Buch, die zu den Fotos passen.

Das Buch ist in einzelne Themen unterteilt: Paläste und Villen, Kirchen, Klöster und Waisenhäuser, Psychiatrien und Krankenhäuser, Europäische Industriekultur, Kinos, Theater und Ballsäle und Volksbäder und Thermen.

Das Lektorat sollte für den nächsten Druck überarbeitet werden; dieses tut den Bildern aber keinen Abbruch.

Das Buch hat die Maße 28.7 x 1.8 x 28.8 cm.

Wer sich für Lost Places interessiert, wird mit diesem Bildband viel Freude haben. Er eignet sich auch gut zum Verschenken.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

beeindruckender Bildband

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Der großformatige und hochwertige Bildband hat mir sehr gut gefallen. Besonders gut finde ich, das das Buch keinen Schutzumschlag hat, dieser stört mich nämlich meistens beim Lesen. Die Fotos von Annie ...

Der großformatige und hochwertige Bildband hat mir sehr gut gefallen. Besonders gut finde ich, das das Buch keinen Schutzumschlag hat, dieser stört mich nämlich meistens beim Lesen. Die Fotos von Annie Bertrams sind schon beeindruckend. Bei ihren Arbeiten legt Annie sehr viel Wert auf die Details, die sie mit viel Hingabe fotografiert. Die Fotos von den verlassenen Orten haben mich sehr beeindruckt. Besonders die Bilder von Krankenhäusern und Psychiatrien zeigen einzigartige und schummrige Einblicke, teilweise zum fürchten. Man kann das Leid, was die Menschen dort erlebt haben fast spüren. Annie erzählt auch immer kurze Geschichten zu den Bildern und lässt so die Geschichte der Gebäude wieder aufleben. Mit diesem Bildband lässt sich gut in die Vergangenheit reisen und man sieht, wie sich die Natur ihr Territorium wieder zurück erobert. Ein wirklich tolles Buch über Lost Places, das ich sehr gerne weiter empfehle.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Eine märchenhafte Bilderreise mit stummen Zeitzeugen

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Mit dem Satz" Es war einmal" beginnen viele Märchen, doch wer "zwischen den Welten" von Annie Bertram aufschlägt, wird in märchenhafte Welten entführt, die ihre Geschichten ganz ohne Worte erzählen.

Efeu ...

Mit dem Satz" Es war einmal" beginnen viele Märchen, doch wer "zwischen den Welten" von Annie Bertram aufschlägt, wird in märchenhafte Welten entführt, die ihre Geschichten ganz ohne Worte erzählen.

Efeu windet sich wie eine schützende Umarmung um Eingangspforten, Fensterbögen und dem verrosteten Metallgerippe eines Wintergartens, Staub und Asche wirken wie ergrauter Samt in den verfallene Ruinen und die Sonne taucht alles in ein magisches Licht. Der letzte Walzer ist schon lange ausgetanzt, der letzte Vorhang gefallen und doch ist da Etwas....

Annie Bertram fängt mit ihrer Kamera einzigartige Augenblicke in Lost Places ein, die magisch, geheimnisvoll, zauberhaft und mystisch sind. Die fast lautlos gemurmelten Worte eines Gebetes hallen noch von den Mauern der Kirche wieder, während perlendes Lachen und zartes Gläserklingen von der Terrasse einer verlassenen Villa herüber weht.

In den Ruinen ist noch dieses erhabene Gefühl zu spüren, die Anwesenheit der Reisenden oder Kurenden liegt förmlich noch in der Luft und auch die ein oder andere dunkle und wehmütige Erinnerung schleicht sich ein, wenn das Bilderbuch der Dekadenz der Vergangenheit aufgeschlagen wird und die Betrachtenden auf eine Zeitreise schickt.

Zwischen Verfall und Gänsehaut, abblätternder Wandfarbe und Rost, grünen Teppichen aus Wurzelgeflecht, Schutt und Staub dringt die prachtvolle Atmosphäre von einst auch heute noch aus den Ritzen und zeigt die Magie der Vergänglichkeit. Aufgeplatzte Tapeten hängen in Fetzen von den Wänden, geben einen Blick auf nacktes, bröckeliges Gestein frei.Das einst so kunstvoll geschmiedete Treppengeländer wirkt mit seinen verstaubten Schnörkeln und Ranken wie ein mahnend erhobener Zeigefinger und die Sonne zaubert mit in der Luft tanzenden Staubpartikeln ein mystisch anmutendes Spiel auf dem ausgetretenen Parkettboden. Die exzellenten Aufnahmen des Bildbandes lassen die Betrachtenden eine Zeitkapsel öffnen, um von gescheiterten Träumen,der Hoffnung auf Heilung, finanziellen Fehlentscheidungen und prunkvollen Festen zu erzählen.

Schlafende Schönheiten zwischen Rost und Moos, hinter einst imposanten Fassaden und Maschinen, die noch heute von einer Leidenschaft für Technik und Fortschritt erzählen, werden in diesem Buch wieder zum Leben erweckt. Die Aufmachung ist schlicht, jedoch sehr wirkungsvoll, denn die Seiten atmen Geschichte, werfen das Kopfkino an und es braucht nur wenige Worte, um die eindrucksvollen Aufnahmen im Buch zu einem sehr sinnlichen und abenteuerlichen Leseerlebnis zu verwandeln.

"Zwischen den Welten" ist eine Kombination aus ästhetischer Anziehungskraft, Abenteuerlust und dem Drang, den Geschichten zu lauschen, die die verlassenen Orte und Bauwerke erzählen, um sie anschließend selbst aufzusuchen. Wer sich auf die Abenteuer im Buch einlässt, wird nicht nur beeindruckende Bilder betrachten, sondern auch einen Blick in die Vergangenheit werfen, die manchmal noch gar nicht so lange her ist, Annie Bertram zeigt mit ihrer Bilderwelt der Lost Places, was Nostalgie in Verbindung mit dem morbiden Charme des Verfalls entstehen lässt - eine märchenhafte Bilderreise mit stummen Zeitzeugen.


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Veröffentlicht am 16.01.2026

Optisch eine Freude

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Das Buch weiß schon auf den ersten Blick durch sein ungemein gelungenes Titelbild zu verzaubern und einen hervorragenden Eindruck von der im Inneren zu erwartenden Bildqualität zu geben. Auch das Format ...

Das Buch weiß schon auf den ersten Blick durch sein ungemein gelungenes Titelbild zu verzaubern und einen hervorragenden Eindruck von der im Inneren zu erwartenden Bildqualität zu geben. Auch das Format erfreut – die Seiten sind quadratisch, was ich ungewöhnlich und sehr ansprechend finde, die Größe gefällt mir ebenfalls. Zusammen mit dem festen Einband hat man hier umgehend einen wertigen Eindruck. Ich habe es genossen, dieses Buch in Händen zu halten. Auch der Preis ist für das, was man erhält, mehr als in Ordnung. Schade ist, dass es in einer Plastikverpackung ausgeliefert wird. Eine solche ist bei Büchern völlig unnötig und somit vermeidbarer, überflüssiger Plastikmüll. Das ist nicht nur an sich ärgerlich, sondern auch im Hinblick auf die recht ausführliche Erklärung zum Thema Umweltschutz, die sich auf der Verlagswebsite befindet und die darlegt, welch ein Anliegen dem Verlag Umweltschutz ist. Dort steht u.a. „Bücher und Briefe versenden wir ohne Plastik.“

Die angenehme optische Gestaltung setzt sich auch im Buch fort. Jedes Foto nimmt den Großteil einer Seite ein, manche Fotos ziehen sich über eine Doppelseite. Man kann die Fotografien also in erfreulicher Größe genießen – und ein Genuss sind sie wirklich. Gelegentlich finden sich Zitate, die ausgezeichnet zu den jeweiligen Motiven passen und in ansprechender Schrifttype und Farbe dargeboten werden. Die Fotos selbst sind ausgezeichnet! Annie Bertram versteht ihr Handwerk. Die Motive sind toll gewählt, die Blickwinkel und gesetzten Akzente künden von einem guten Blick und jedes Bild strahlt Atmosphäre aus. Wie das Vorwort schon sagt, jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte. Ich habe mir für das Durchblättern viel Zeit genommen, bin bei jedem Bild verweilt, habe mir die dahinterliegenden Geschichten vorgestellt, bin in der Atmosphäre versunken. Die Bildunterschriften verraten hin und wieder etwas über den entsprechenden Ort, sind aber in der Hinsicht knapp gehalten und ziemlich vage. Hier stehen die Fotografien und die Stimmung im Vordergrund, nicht die Informationen. Ein wenig enttäuscht war ich trotzdem, dass man fast nie erfährt, um welches Gebäude es sich eigentlich handelt. Auch Ortsangaben, die über Länder oder Gegenden hinausgehen, gibt es kaum. Das finde ich schade, ebenso wie die Tatsache, dass es sehr Italien-lastig ist. Nichts gegen Italien, aber bei „Verlassene Orte in Europa“ hatte ich mir – auch wenn der Titel faktisch richtig ist – mehr Ländervielfalt erwartet. Letztlich funktioniert die Mischung aus aussagekräftigen, eindringlichen Fotografien und eher sparsamen Informationen aber natürlich auch und lässt Raum für eigene Gedanken, Interpretationen.

Jeder Bildunterschrift ist ein passender Begriff vorgestellt, wie „Salve“, „Rotunde der Wütenden“ oder „Blue Chapel“ – auch das schafft und unterstützt das Stimmungsvolle der Fotografien. Warum die Mehrzahl dieser Begriffe auf Englisch ist, erschließt sich mir nicht, auch war ich etwas verdutzt, dass ein Zitat von Konfuzius auf Englisch wiedergegeben wird. Englischsprachige Zitate sind nachvollziehbar, wenn es sich beim Original um Englisch handelt, aber warum das chinesische Original ins Englische und nicht ins Deutsche übersetzt wurde, ist nicht nachvollziehbar.
Insgesamt finde ich sowohl die Zitate wie auch die Bildunterschriften aber gelungen – jedenfalls abgesehen von dem großen Manko des unglaublich schlampigen Lektorats. Es gibt eine bunte Mischung zahlreicher Fehler, die sowohl von erheblicher Unachtsamkeit wie auch Unkenntnis grundlegender Schreibweisen künden. Symptomatisch war die Stelle mit gleich drei Fehlern in zwei Wörtern (davon allein zwei in einem Wort!): „While a dissapear“, oder die Seite mit lauter falschen Apostrophs und Stellen wie „ANNIE’sPortfolio“, also mit falschem Apostroph und fehlendem Leerzeichen direkt hintereinander. Das ist in dieser Häufung nicht akzeptabel, hat mir das Lesen der eigentlich ansprechenden Texte ziemlich verleidet und zeugt von äußerst geringer Sorgfalt. Wenn nur ein bis zwei Sätze auf einer Seite stehen, ist es eine Kleinigkeit, diese so Korrektur zu lesen, dass sie fehlerfrei sind (und die reinste Negativleistung, so viele Fehler zu übersehen). Das ist besonders schade, weil es das Vergnügen an den Texten beeinträchtigt, die an sich eine exzellente Begleitung der Fotografien darstellen. Sie berichten ein wenig über die jeweiligen Gebäude, gelegentlich persönliche Eindrücke, sogar ein wenig Familiengeschichte, haben teils auch eine schöne, melancholische Atmosphäre, die gut zu den Motiven passt.

Es ist schade, dass das schlechte Lektorat einen solch großen Wermutstropfen darstellt, denn abgesehen davon ist „Zwischen den Welten“ ein herrliches Buch: wertige, liebevolle optische Gestaltung, unaufdringliche und erfreuliche Textbegleitung durch Bildunterschriften mit persönlicher Note und gut gewählte Zitate, gekrönt von stimmungsvollen, gekonnten Fotografien.

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