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29,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Chinabooks E. Wolf
  • Themenbereich: Graphic Novels, Comics, Cartoons
  • Genre: Weitere Themen / Comics
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 24.03.2025
  • ISBN: 9783038870289

OKEN

Geburt eines Dichters.
Marc Hermann (Übersetzer), Shih-Hung Wu (Illustrator)

OKEN - Geburt eines Dichters basiert auf der halb-autobiografischen Essaysammlung Shan feng hai yu («Wind aus dem Gebirge, Regen vom Ozean») des berühmten taiwanesischen Dichters YANG Mu. Der Essay verwebt die Kindheitserinnerungen des Dichters mit seinen Gedanken als Erwachsener, um seine spirituelle Reise und künstlerische Erkundung auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu schildern. Der Held des Comics, der junge Oken, erlebt Ereignisse wie den Zweiten Weltkrieg, Veränderungen in der taiwanischen Sprachpolitik, ein großes Erdbeben in Hualien und die Verhängung des Kriegsrechts in den Jahren bis 1950. Er erlebt auch sein sexuelles Erwachen und das Trauma des Todes. Mit seinem sensiblen und feinen Blick ist er nur ein Beobachter dieser verwirrenden Ereignisse in seinem Leben, bis er einen Bildhauer von Tempelstatuen trifft. Als er das Handwerk des Bildhauers und die Schönheit seiner Arbeit betrachtet, erkennt er, dass das Schaffen von Kunst sein Weg im Leben sein wird. Als Erwachsener blickt Oken auf seine Erfahrungen zurück, die er in Hualien gemacht hat, und wie sie seine Arbeit als Schriftsteller beeinflusst haben.

Der Künstler Wu Shih-Hung, der aus der Animationsfilmbranche kommt, hat für sein Comic-Debüt 2021 den renommierten belgischen Preis «Prix Raymond Leblanc de la jeune création» erhalten.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Beeindruckend

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Vor der Lektüre des Buches hatte ich noch nichts von Yang Mu oder Wu Shih-hung gehört, bin nun aber sehr beeindruckt und konnte viel aus dem Buch mitnehmen. Die Aufmachung des Werkes ist total schön, das ...

Vor der Lektüre des Buches hatte ich noch nichts von Yang Mu oder Wu Shih-hung gehört, bin nun aber sehr beeindruckt und konnte viel aus dem Buch mitnehmen. Die Aufmachung des Werkes ist total schön, das große Format und die wertvollen Infos am Ende des Buches tragen dazu bei.
Das Ganze aus der Perspektive von jemandem zu erfahren, der die geschichtlichen Ereignisse in Taiwan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts miterlebt hat, ist natürlich toll. Auch wenn das hier "nur" eine Comicadaption ist, hat der Künstler Wu Shih-hung das Erlebte vermutlich sehr gut getroffen. Wer von dem geschichtlichen Hintergrund noch wenig Ahnung hat, der wird durch Erzählerinfos abgeholt, die aber nicht zu detailliert sind und gut in das Erzählte eingebettet werden. Der geschichtliche Hintergrund rund um den Pazifikkrieg, den Chinesischen Bürgerkrieg und das große Erdbeben von Hualien ist mit seinen Auswirkungen auf die Bevölkerung dargestellt, da der Autor persönlich betroffen war.
Künstlerisch ist das Comic eine Wucht, besonders die Landschaften sind toll eingefangen. Text wird hier reduziert verwendet und die Aufteilung und Zahl der Panels ist durchdacht. Wie der Krieg in die unberührte Natur einbricht, ist toll dargestellt. Dafür braucht es keine Worte, die Bilder reichen aus, um die Dimensionen zu verdeutlichen. Die Figuren sind sehr gut dargestellt, speziell die Mimik ist sehr gut getroffen, auch wenn ich nicht alle Gesichter sympathisch finde. Im Verlauf der Geschichte wird die Erinnerung des Erzählers an das Vergangene immer wieder als Vorgang betont, wodurch das Erzählte mehrdimensional wird. Man merkt, dass die Geschichte sehr persönlich beschrieben wird und die Umsetzung durch den Künstler Wu Shih-hung sensibel und gut gelungen ist. Wer mehr über die Biografie von Yang Mu erfahren möchte, sollte dieses Buch definitiv selbst lesen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Die Kunst in diesem Buch hat mich in seinen Bann gezogen und nachhaltig beeindruckt.

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Das Buch basiert auf einer halb-autobiografischen Essaysammlung mit dem Titel Shan feng hai yu ("Wind aus dem Gebirge, Regen vom Ozean") des taiwanesischen Dichters YANG Mu. Es geht um Oken, der Ereignisse ...

Das Buch basiert auf einer halb-autobiografischen Essaysammlung mit dem Titel Shan feng hai yu ("Wind aus dem Gebirge, Regen vom Ozean") des taiwanesischen Dichters YANG Mu. Es geht um Oken, der Ereignisse wie den Zweiten Weltkrieg, Veränderungen in der taiwanischen Sprachpolitik sowie ein großes Erdbeben in Hualien erlebt. Zudem ist sein Leben geprägt von der Verhängung des Kriegsrechts in den Jahren bis 1950. Der Essay verwebt diese Kindheitserinnerungen des Dichters bis zum Erwachsenenalter. So trifft Oken auf einen Bildhauer von Tempelstatuen und erkennt die Schönheit der Arbeit und somit, dass das Schaffen von Kunst sein Weg im Leben sein wird. Im Erwachsenenalter blickt er auf seine Erfahrungen zurück, die er in Hualien gemacht hat, und wie ihm seine Arbeit als Schriftsteller beeinflusst haben.
Das Buch hat mich in ein Genre geführt, was ich sonst nicht wirklich lese. Der Comic kommt insgesamt mit sehr wenig Text aus, der mit beeindruckenden Bildern an Bedeutung erlangt. Sie untermalen die Stimmung und lassen die wenigen Worte noch greifbarer machen. Dies gilt auch für die Gefühlswelt des Protagonisten Oken, dessen Kindheit wir miterleben. Es ist die Ernsthaftigkeit der Geschichte und gleichzeitig diese kindliche Hoffnung, die das Buch ausmachen. Es zieht einen sofort in seinen Bann und man ist gespannt, wie es weiter geht. Die geschichtliche Einordnung der Geschichte fand ich sehr hilfreich und unterstützend, um den Bildern noch mehr Gewicht zu geben und um die Gefühle von Oken nachvollziehen zu können. Insgesamt wird die Kindheit sehr eindrucksvoll dargestellt. Später kommt es zu einem Zeitsprung und man erfährt auch etwas aus dem Erwachsenenalter. So hängt man als Leser nicht in der Luft, wie es weiterging.
Ich kann diesen Comic wirklich sehr empfehlen. Ich habe einiges über die Geschichte Taiwans gelernt und gleichzeitig hat mich die Kunst in diesem Buch in seinen Bann gezogen und nachhaltig beeindruckt. Wen die Themen interessieren, sollte auf jeden Fall einen Blick hineinwerfen.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Ein Gedicht in emotionalen Bildern

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Dieser Comic schafft, was zunächst unheimlich schwierig erscheint: Er wandelt die Worte und die Geschichte des Dichters Yang Mu in wunderschöne Bilder um, die auch ohne viele Worte eindrucksvoll Emotionen ...

Dieser Comic schafft, was zunächst unheimlich schwierig erscheint: Er wandelt die Worte und die Geschichte des Dichters Yang Mu in wunderschöne Bilder um, die auch ohne viele Worte eindrucksvoll Emotionen vermitteln.
Dabei werden eine Vielzahl von Themen aufgegriffen, ohne den Leser jedoch zu überfordern. Man wächst zusammen mit dem jungen Yang Mu, genannt Oken, in der Zeit des 2. Weltkriegs in Taiwan auf und erlebt die anschließenden politischen Geschehnisse aus seinen kindlichen Augen.

Zunächst zu den Bildern: Der Comic ist durchgängig in Farbe und wirkt qualitativ hochwertig. An die Darstellung der Menschen musste ich mich kurz gewöhnen, jedoch fand ich es mit jeder Seite passender. Manche Seiten sind künstlerisch sehr beeindruckend, andere entwickeln ohne große Effekte im Kontext extreme Symbolkraft. Man fühlt die Bilder und wird schnell in ihren Bann gezogen, manchmal hatte ich richtig Gänsehaut. Tragische Erlebnisse werden gleichzeitig bedrückend, aber auch unheimlich poetisch dargestellt, man merkt die poetischen Züge des zugrunde liegenden Werkes.

Auch die erzählte Geschichte fand ich sehr interessant, vor allem, da mir die Geschichte Taiwans vorher noch komplett unbekannt war. Man bekommt wichtige Sachen kurz erklärt zur besseren Einordnung, was ich sehr hilfreich fand, auch weil sich die Anmerkungen auf die Kerninformationen beschränkt haben.
Es werden oft berührende Kontraste verwendet, man erlebt ein Land im Krieg und späteren kulturellen Wandel mit den dazugehörigen Schrecken, sieht dies alles aber auch aus der kindlichen Sicht von Oken. Die Flucht vor Bombenangriffen wird zur abenteuerlichen Reise, fremde Kulturen und Soldaten üben eine besondere Faszination aus, erste romantische Gefühle führen zu Verwirrung.
Auch gibt es ein ausführliches Nachwort des Autors und an der Entstehung beteiligter Personen, das ich ebenfalls sehr interessant fand, man bekommt noch mehr Kontext geliefert und einen Blick hinter die Kulissen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Ernste Thematik, vereint mit tollen Wasserfarbenzeichnungen

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Die Biographie des Autors über seine Kindheit von 1940 bis in die 1950er-Jahre in Taiwan, geprägt von Krieg und Katastrophen und ihren Kulturellen als auch menschlichen Veränderungen, nun an das Medium ...

Die Biographie des Autors über seine Kindheit von 1940 bis in die 1950er-Jahre in Taiwan, geprägt von Krieg und Katastrophen und ihren Kulturellen als auch menschlichen Veränderungen, nun an das Medium Graphic Novel umformulieren und angepasst.

Von der ersten Seite an war ich ein echter Fan des Zeichenstils, die Szenerie wirkt zauberhaft durch die Aquarelloptik, aber die Menschen sind anders gemalt und heben sich von der restlichen Optik ab, daran musste ich mich erst gewöhnen, aber durch den gegensätzlichen Zeichenstil machte es auch eine gewisse Besonderheit aus. Der Comic kommt ohne viel Text aus, die Zeichnungen sprechen größtenteils für sich selbst.

Alles in allem ein interessantes Werk aus einer Zeit, die Millionen von Menschen geprägt hat und von der Außenstehende viel zu wenig wissen. Ein wichtiger Zugang zu diesem Thema, vor allem für diejenigen, die lieber Bilder für sich sprechen lassen als viel Text und trotzdem einen prägenden Eindruck hinterlassen werden.

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