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40,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Manesse
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 928
  • Ersterscheinung: 05.10.2022
  • ISBN: 9783717525462

Prosaische Passionen

Die weibliche Moderne in 101 Short Stories - Übersetzungen aus 25 Weltsprachen
Sandra Kegel (Herausgeber)

Das erste weibliche Weltpanorama der literarischen Moderne – Erzählungen und Prosastücke aus über 25 Sprachen

Frauen schreiben anders! Katherine Anne Porter schreibt anders als Eileen Chang, Alfonsina Storni schreibt anders als Marina Zwetajewa, Edith Wharton schreibt anders als Else Lasker-Schüler, Clarice Lispector schreibt anders als Carson McCullers, Marguerite Duras schreibt anders als Tania Blixen, Djuna Barnes schreibt anders als Grazia Deledda, Selma Lagerlöf schreibt anders als Silvina Ocampo, Anaïs Nin schreibt anders als Tove Ditlevsen und Sofja Tolstaja schreibt anders als Virginia Woolf.

Diese erste globale Prosasammlung weiblichen Schreibens um und nach 1900 zeigt: Die literarische Moderne war ganz wesentlich weiblich! Nicht nur in Europa, überall auf der Welt veränderte sich das künstlerische Selbstverständnis von Frauen von Grund auf. Sie eroberten sich kreative Freiräume, machten weibliches Denken und Fühlen literaturfähig, vor allem aber schufen sie große Erzählkunst und behaupteten sich so auf dem Feld der Hochliteratur, die bis dahin als exklusive Männerdomäne galt. Ab 1900 ist Weltliteratur nicht mehr bloß ein Gruppenbild mit Dame.

Sandra Kegel, renommierte Literaturkennerin und -liebhaberin, hat für diesen einzigartigen Band moderne Kurzprosa aus aller Frauen Ländern zusammengetragen – Klassikerinnen, deren Rang unbestritten ist, neben solchen, die erst noch entdeckt werden wollen. Ein längst überfälliges Panorama weiblicher Erzählkunst!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2022

Kaleidoskop der weiblichen Literatur

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Diese Anthologie über große Literatinnen ist eine wahre Freude und in der Tat umfangreich! Es enthält 101 Kurzgeschichten von 101 Autorinnen aus aller Welt. Es sind Übersetzungen aus 25 Sprachen und hier ...

Diese Anthologie über große Literatinnen ist eine wahre Freude und in der Tat umfangreich! Es enthält 101 Kurzgeschichten von 101 Autorinnen aus aller Welt. Es sind Übersetzungen aus 25 Sprachen und hier ist spannend, dass es Kurzgeschichten in dieser Sammlung gibt, die bisher noch nicht ins Deutsche übertragen wurden. Genauso gibt es auch Neuübersetzungen.
Weibliche Literatur ist hier geballt zu finden und ist ein Gegengewicht zu der doch dominierenden männlichen Schreibkunst, die wir alle kennen aus dem letzten Jahrhundert. Dieses Buch zeigt uns was es noch zu entdecken gibt, eine unerwartete Fülle und Variation. Und vor allem nicht nur in Europa, ein Bild der globalen weiblichen literarischen Schaffenskunst. Natürlich liegt mit dieser Anthologie nur ein Ausschnitt der schieren Vielfalt vor und es wurden die Geburtsjahrgänge 1850 bis 1921 gewählt mit einer einzigen Ausnahme: Sofja Tolstaja (geboren 1844). Aber selbst in diesen Geburtstjahrgängen gibt es Schriftstellerinnen, die leider nicht enthalten sind. Sprich diese Sammlung ist der Beginn einer Entdeckungsreise für uns alle! Simone Beauvoir, Agatha Christie und Doris Lessing gehören sicherlich zu den bekanntesten Autorinnen in der Sammlung. Aber wie steht es um Sui Sin Far oder Florbela Espanca oder Ulfat Idilbi?
Ich habe einige spannende Entdeckungen gemacht, die mir sehr gut gefallen haben. Dazu helfen hinten im Buch die Autorinnenviten. Hier gibt es zu jeder Autorin einen kurzen Lebenslauf und ihre Werke. Hochspannend und hilft auch Weiteres dieser vielen Damen zu erkunden. Meine Leseliste und meine Lust auf Klassikerinnen ist stark angestiegen!
Die einzige marginale Kritik die ich an diesem tollen Buch äußern kann:Das Nachwort von Sandra Kegel ‚Schreiben, um nicht zu sterben‘ hätte ich gerne an den Anfang gestellt. Ich habe es nach ca 10 Kurzgeschichten gelesen und wäre auch gerne mit dieser Einstimmung in die Texte gestartet. Die Herausgeberin dieser Anthologie, die auch Feuilletonchefin der FAZ ist, rundet das Bild der Kurzgeschichten gekonnt und gut ab. Auch ein lesenswerter Text mit der Gegenwartsbrille auf die short stories.
Fazit: Mehr Modernistinnen lesen!

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Veröffentlicht am 10.11.2022

Tolle Sammlung!

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Jahrhundertelang spielte Literatur von Frauen nur eine untergeordnete Rolle. Autorinnen wurden bewusst unsichtbar gemacht; stattdessen wurde darauf verwiesen, dass es in einer bestimmten Epoche eben keine ...

Jahrhundertelang spielte Literatur von Frauen nur eine untergeordnete Rolle. Autorinnen wurden bewusst unsichtbar gemacht; stattdessen wurde darauf verwiesen, dass es in einer bestimmten Epoche eben keine oder nur wenige bedeutende schreibenden Frauen gegeben habe. Mit der vorliegenden Ausgabe rückt der Manesse Verlag Schriftstellerinnen der Moderne nun ins rechte Licht. Herausgegeben von Sandra Kegel ist so eine bemerkenswerte Anthologie entstanden, die weibliches Schreiben aus mehr als 50 Ländern gebührend würdigt.

Der Fokus der – übrigens auch wunderschön anzusehenden – Ausgabe liegt auf Kurzprosa. Konkret wurden Autorinnen der Geburtenjahrgänge 1850 bis 1921 ausgewählt; mit Ausnahme der 1844 geborenen Sofja Tolstaja, die den Anfang macht. Die ingesamt 101 Short Stories umfassende Sammlung endet mit der 1921 geborenen Eileen Chang und enthält viele große, bekannte Namen: Selma Lagerlöf, Charlotte Perkins Gilman, Else Lasker-Schüler, Virginia Wolf, Agatha Christie, Simone de Beauvoir, Tove Ditlevsen – um nur einige zu nennen. Übersetzt wurde dabei aus 25 Sprachen, teilweise zum ersten Mal oder komplett neu.

Ob es ein typisch weibliches Schreiben gibt, ist bereits vielfach diskutiert worden. Deutlich wird in dieser Anthologie aber, dass Frauen durchaus andere Themen umtreiben als Männer. So beschäftigen sich die Texte oft mit der zwanghaften, einengenden Struktur der Ehe und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Darüber hinaus sind die ungerechte, stereotype Verteilung von Aufgaben (Männer im Beruf, in der Außenwelt, Frauen im Haushalt, in der Innenwelt) ebenso Motiv, wie sexuelle Selbstbestimmung oder Mutterschaft. Interessant ist hierzu auch das Nachwort der Herausgeberin.

Eine Sammlung wie diese erfordert immer eine gewisse Auswahl, welche in „Prosaische Passionen“ jedoch sehr gut gelungen ist – sei es, was Inhalt oder Struktur der Texte oder den Kulturkreis der Autorinnen betrifft. Meine einzige, winzige Kritik ist, dass oftmals Auszüge aus Romanen verwendet werden, wodurch der Kontext fehlt. Umso größer die Motivation, die Sammlung als Startpunkt für weitere Lektüre zu verwenden.

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Veröffentlicht am 01.02.2023

Großartige Sammlung

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Prosaische Passionen ist eine ungewöhnliche Anthologie, die mich sehr fasziniert hat. Sie bündelt insgesamt 101 Geschichten aus weiblicher Feder und unterschiedlichen Kulturkreisen bzw. 25 verschiedenen ...

Prosaische Passionen ist eine ungewöhnliche Anthologie, die mich sehr fasziniert hat. Sie bündelt insgesamt 101 Geschichten aus weiblicher Feder und unterschiedlichen Kulturkreisen bzw. 25 verschiedenen Sprachen. Einige der Geschichten wurden sogar erstmalig ins Deutsche übersetzt. Und als wäre das noch nicht spannend genug, sind zu allen Autorinnen zentrale Informationen am Ende des Buches gebündelt. Eine Schatzkiste für alle, die wie mich die Neugierde gepackt hat.

Die Sammlung zeigt es für mich eindrucksvoll, dass die literarische Moderne durchaus auch weiblich war – obwohl uns vermutlich mehr Autoren als Autorinnen einfallen würden bzw. Sammelbände oft den Eindruck erwecken, dass Frauen schlichtweg kaum vertreten waren. Neben den wenigen sehr bekannten Autorinnen wie Virginia Woolf, Agatha Christie und Simone de Beauvoir gibt es noch so viel mehr zu entdecken!

Ich habe viele Autorinnen kennengelernt, die mir vorher gänzlich unbekannt waren. Und genau an dieser Stelle lag für mich auch der Reiz an diesem Buch: Mehr Sichtbarkeit. Wie oft ist euch schon Prosa aus dem Persischen oder Hebräischen begegnet? Wie viele eurer Bücher sind im Original in Urdu oder Walisisch verfasst worden? So divers habe ich vermutlich noch nie an einem Stück gelesen.

Gleichzeitig hat mir bei einigen Geschichten Kontext zu z. B. verwendeten Motiven und angesprochenen Thematiken gefehlt. Sicher hätten zu viele Anmerkungen den Umfang gesprengt, für mich als Leserin, die eher in anderen Bereichen sattelfest ist, wäre es allerdings zum Einordnen der Geschichten oft hilfreich gewesen. Nach drei bis vier Kurzgeschichten war für mich meist erstmal Schluss, um über das Gelesene nachdenken zu können.

Aus meiner Sicht ist das Buch eines, für das man als Leser:in Zeit mitbringen sollte. Dann ist es aber ein buntes Sammelsurium aus unterschiedlichen Schreibstilen und Ausrichtungen, das einen spannenden Einblick in Themen gibt, die Schriftstellerinnen um und nach 1900 beschäftigt haben.

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