Cover-Bild Termitenkönigin. Roman
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26,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Klöpfer, Narr GmbH
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 319
  • Ersterscheinung: 17.02.2020
  • ISBN: 9783749610181

Termitenkönigin. Roman

Paul trifft Lena – und es könnte alles so einfach sein. Wenn
Lena nicht behindert wäre: halbseitige Körperlähmung.
Und wenn Paul nicht so schüchtern wäre: Während Lena als
„Königin der Berliner Lesebühnen“ gefeiert wird, wagt er
sich gar nicht erst in die Öffentlichkeit mit seinen Texten. Gerade haben sie zueinandergefunden, da wird ihre zerbrechliche Liebe auf eine harte Probe gestellt: Lena erkrankt an Lymphdrüsenkrebs und plötzlich muss Paul seinen Ekel vor ihrer Krankheit und ihrer Glatze überwinden und der Starke sein …

„Mit Philipp Brotz haben wir eine neue Stimme gewonnen, die überraschend leicht vom Schweren erzählt. Humorvoll und mit einem Gespür für die zwischenmenschlichen Gefechte, in die wir alle tagtäglich ziehen.“ Oswald Burger

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2020

Angenehmer Schreibstil mit diversen Zitaten

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Provokant und mit einem großen Schwerpunkt auf Literatur "Termitenkönigin" von Philipp Brotz war ein ungewöhnliches Leseerlebnis, konnte mich jedoch nicht völlig überzeugen.

Den Schriftstil prägen diverse ...

Provokant und mit einem großen Schwerpunkt auf Literatur "Termitenkönigin" von Philipp Brotz war ein ungewöhnliches Leseerlebnis, konnte mich jedoch nicht völlig überzeugen.

Den Schriftstil prägen diverse literarische Zitate und Texte, welche von den Protagonisten selbst verfasst werden und in den Roman, mit Kursivschrift hervorgehoben, einfließen. Dennoch liest sich das Buch flüssig und es ist leicht sich in der Handlung zu orientieren. Mir gefällt, dass mit einer Geschichte in der Geschichte gearbeitet wird. Die letzten drei Sätze sind auch die ersten drei Sätze und rahmen so die gemeinsame Geschichte des Paares Lena und Paul ein.

Beim Kennenlernen der beiden zeigt sich, dass Paul einige fragwürdige Ansichten hat und Menschen mit einer Behinderung oder aus der Masse herausstechendem Kleidungsstil als zumindest peinlich, wenn nicht gar seiner nicht würdig, empfindet. Wer sich erhofft, dass Paul als Charakter im weiteren Verlauf des Romans reift, wird enttäuscht werden. Paul und seine Einstellung zu Menschen, die er liebt, finde ich ausgesprochen erschreckend. Es ärgert mich, wie schwach und auf sich bezogen er bis zum Schluss ist. Das hat die Handlung sehr ins Negative gezogen. Einerseits finden sich stellenweise höchst philosophische Gespräche und Kurzgeschichten, die sicher enorme Mühe beim Verfassen des Romans gekostet haben und andererseits ist vieles oberflächlich und in Schemata verhaftet. Dadurch blieb viel Potential ungenutzt. Ich hatte den Eindruck, dass der Roman provozieren wollte. Paul als Protagonist wurde in keiner Weise als sympathisch und liebenswert dargestellt, sondern vor allem eines: oberflächlich. Er ist so eine Art Mensch, von dem man sich wünscht, er möge einmal sich selbst begegnen, um zu erfahren wie es ist, so behandelt zu werden.

Lena scheint hingegen ein sehr verkopfter, schlagfertiger Mensch zu sein und ein großes Herz zu haben. Schnell wird jedoch klar, dass auch sie unter Problemen leidet und damit nur schwer zurecht kommt: "Es baue sich einfach so viel Druck auf jeden Tag. Das Genügenmüssen. Das Mithaltenmüssen. Das Aushaltenmüssen."

Ein interessantes Leseerlebnis mit Potential, insgesamt habe ich mich jedoch schwer getan mit diesem Roman. Ich liebe Romane, die eine besondere Note haben, mit witzigen und geistreichen Dialogen und Zitaten oder Briefen. Das alles findet sich hier und dennoch kann es mich nicht begeistern. Es ist mir alles ein wenig zu sehr drüber. Ich habe das Gefühl, dass es eher darum geht zu provozieren, als den Leser mitzunehmen.
Für mich ist "Termitenkönigin" von Philipp Brotz leider befremdlich. Eine Leseempfehlung kann ich nur für diejenigen aussprechen, die gern einen Roman abseits der breiten Masse lesen wollen.

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Veröffentlicht am 01.04.2020

Gemischte Gefühle

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Dieses Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen und eine Bewertung fällt mir nicht leicht. Einerseits eine interessantes Ausgangsszenario, das sprachlich sehr ansprechend und langsam, fast ...

Dieses Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen und eine Bewertung fällt mir nicht leicht. Einerseits eine interessantes Ausgangsszenario, das sprachlich sehr ansprechend und langsam, fast schon bedächtig geschildert wird. Der Autor hat sich viel Zeit gelassen, die beiden Protagonisten miteinander bekannt zu machen und zueinander finden zu lassen. Oft wurden Zitate und Verweise auf große Werke der Literaturgeschichte eingestreut und da sowohl Paul als auch Lena selbst schreiben bekommt man auch immer wieder eigenständige Texte der beiden zu lesen. Das hat mir alles sehr gut gefallen.
Auf der anderen Seite konnte mich die eigentlich traurige Geschichte der beiden im weiteren Verlauf nie wirklich berühren, da ich mich einfach nicht mit Paul anfreunden konnte. Seine Empfindungen in Bezug auf Lenas körperliche Unvollkommenheit waren mir einfach zu fremd. Bis zum Schluss schaffte er es nie, seine Oberflächlichkeit abzulegen und sich ganz auf Lena einzulassen wodurch er immer ein wenig unaufrichtig auf mich wirkte. Ich hätte mir für Lena einen Partner gewünscht, der sie mit all ihren Facetten liebt. So aber war ich irgendwie immer ein wenig genervt von Paul und mir hat da etwas eine Entwicklung seines Charakters gefehlt. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, warum er sich nicht lieber jemanden sucht der besser zu ihm passt.
Durch die unterschiedlichen Aspekte fand ich dieses Buch zwar sprachlich sehr gelungen und auch die eigentliche Geschichte hätte mir gefallen, allerdings konnte sie mich schlussendlich dann doch nicht so berühren, wie ich es mir gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Oberflächlichkeit

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In dem Buch 'Termitenkönigin' von Philipp Brotz geht es um Paul und Lena, die sich ineinander verlieben. Lena ist behindert und erkrankt auch noch an Krebs. Hat ihre Liebe eine Chance?

Der Schreibstil ...

In dem Buch 'Termitenkönigin' von Philipp Brotz geht es um Paul und Lena, die sich ineinander verlieben. Lena ist behindert und erkrankt auch noch an Krebs. Hat ihre Liebe eine Chance?

Der Schreibstil des Autors gefiel mir sehr. Die beiden Hauptcharaktere haben sich literarisch gesehen ausgetauscht, was das Buch sprachlich zum Vorschein gebracht hat.

Für mich war Paul viel zu oberflächlich. Ich war an einigen Stellen wirklich sauer auf ihn. Deshalb konnte ich mich auch mit ihm gar nicht anfreunden.

Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Sternen.

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