Cover-Bild Jahresausklang in Travemünde

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12,50
inkl. MwSt
  • Verlag: Verlagshaus el Gato
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 206
  • Ersterscheinung: 15.03.2018
  • ISBN: 9783946049227
Brina Stein

Jahresausklang in Travemünde

Wellengeflüster an der Ostsee
Zum Jahresende erwarten den Leser spannende Tage im Ostseeheilbad Travemünde. Ein verschwundener Bräutigam, eine Kneipe, die einem Neubauprojekt weichen soll sowie drei lebenslustige Landfrauen sorgen für Verwirrungen und Verwicklungen ganz im Stil von Brina Stein. Die Autorin nimmt den Leser an zahlreiche Schauplätze ihres Heimathafens Travemünde mit und gibt so ganz nebenbei Insidertipps in Sachen Gastronomie.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2018

Humorvoller aber nachdenklicher Trip nach Travemünde

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Die rüstigen Rentner Hans-Hugo und Josef laden ihre befreundeten Landfrauen Rita und Rosi nach Travemünde ein, um dort über Weihnachten überraschend ihre Freunde Ute und Kalli zu besuchen. Alles ist wunderbar, ...

Die rüstigen Rentner Hans-Hugo und Josef laden ihre befreundeten Landfrauen Rita und Rosi nach Travemünde ein, um dort über Weihnachten überraschend ihre Freunde Ute und Kalli zu besuchen. Alles ist wunderbar, bis sie Inge, eine alte Freundin, in ihrer alteingesessenen Kneipe "Bootsdeck" auf dem Priwall besuchen. Sie müssen dort erfahren, daß das "Bootsdeck" abgerissen werden soll, denn ein Investor will den Priwall als Ferienzentrum erschließen. Doch da hat der Investor die Rechnung ohne die Landfrauen gemacht, denen noch dazu ein großer Zufall zu Hilfe kommt....

Dies war mein erstes Abenteuer mit den Landfrauen - und garantiert nicht mein letztes. Das Buch ist einfach herrlich. Der Humor ist genial und gerade die Kapitel, in denen die Möwen Mecki und Kraki zu Wort kommen und man das Geschehen aus Möwensicht betrachtet, sind einfach genial. Man bekommt da eine ganz spezielle Sichtweise.... Die Charaktere sind durchweg sympathisch und könnten nicht unterschiedlicher sein. Vor allem die vorlaute Rita sticht hervor und man muß sich erst an ihre Art gewöhnen. Besonders gelungen empfand ich die wahrheitsgetreue Beschreibung Travemündes. Ich habe wirklich alles wiedererkannt, konnte die Augen schließen und war dort. Ich hörte sogar Mecki und Kraki kreischen und hatte den Duft von frischem Fisch in der Nase. Humorvoll war die Umgestaltung der Namen der real existierenden Hotels und Cafés. Das hat mich zum Schmunzeln gebracht. Was mich beeindruckt hat, ist die Thematisierung der umstrittenen Umgestaltung des Priwall. Denn dies ist leider keine Fiktion, es ist brutale Wahrheit. Diese landschaftlich schöne Halbinsel wird tatsächlich mit Hotels und Ferienhäusern verbaut und verliert ihren Reiz. Ebenso wie der Anblick der Viermastbark "Passat" nie mehr so schön sein wird.... Ich fand es sehr mutig von Brina Stein in ihrem heiteren Roman dieses ernste Thema einzubauen. Aber man kann gar nicht genug auf diese Sünden aufmerksam machen. Vielleicht regt es den ein oder anderen Leser ja an, über die Situation nachzudenken.

Hervorheben kann man bei diesem Buch auch das absolut phantastische Cover. Es ist ein absoluter Hingucker und gehört eigentlich in einen Rahmen und als Zierde an die Wand!

Veröffentlicht am 12.03.2018

Wiedersehen an der Ostseeküste

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Wiedersehen an der Ostseeküste

Rosi und Rita, die beiden Landfrauen aus Wülferode, feiern in diesem Jahr zusammen mit ihren Bekannten dem ehemaligen Pastor Josef und Hans-Hugo Weihnachten und Silvester ...

Wiedersehen an der Ostseeküste

Rosi und Rita, die beiden Landfrauen aus Wülferode, feiern in diesem Jahr zusammen mit ihren Bekannten dem ehemaligen Pastor Josef und Hans-Hugo Weihnachten und Silvester im Ostseeheilbad Travemünde. Aber es werde keine lockeren Urlaubstage, denn die beiden Frauen müssen zusammen mit Ute, die schon bei ihrem Kalli an der Ostseeküste lebt, die kleine Kneipe "Das Bootsdeck" von Inge retten. Die will ein Investor für das Projekt Waterkant platt machen. Ausserdem wird Rita mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Und dann verschwindet auch noch der zukünftige Bräutigam...

Es ist so schön, die alten Bekannten, die ich schon beim Jahresausklang auf Sylt kennengelernt habe, hier wiederzutreffen. Diesmal sind wir also an der Ostsee in Travemünde. Bei ihren Beschreibungen der Stadt und der Menschen merkt man, dass sich die Autorin hier auskennt und wie sehr ihr dieses Fleckchen Erde am Herzen liegt. Alles wird so lebendig und liebevoll beschrieben, dass sich während des Lesens bei mir wieder mal die Reiselust ausbreitet.

Ich sehe Josef und Rita, Hans-Hugo und Rosi und Ute und Kalli in dem kleinen Siedlungshäuschen sitzen und mit Kartoffelsalat und Würstl Weihnachten feiern.
Gerade die 6 Menschen mit ihren Ecken und Kanten, aber vor allem mit ihrer unbändigen Lebensfreude haben sich von Anfang an in mein Herz geschlichen.

Eine besonders schöne Stelle fur mich, ist die kurze Begegnung von Josef und Hans-Hugo auf dem Friedhof. Die Bemerkung von Josef "Wir leben im Hier und Jetzt" ist so wahr. Und mit diesen wenigen Worten ändert sich auch in Hans-Hugo etwas. Aber lest selbst.

Die wenigen plattdeutschen Sätze von Kalli geben der Geschichte das norddeutsche Flair. Von mir aus könnte es auch noch etwas mehr plattdütsch sein. Doch das mag ja Ute gar nicht.

Zwischendrin teilt mir das Möwenpärchen Mecki und Kraki aus luftiger Höhe ihre Sicht auf die Dinge mit, die sich da am Travemünder Boden abspielen. Die Beiden gehören zur Geschichte wie die Wellen und der Salzgeruch der Ostsee.

Wer locker-leichte Unterhaltung mit einem kleinen Schuss Krimi sucht, der ist hier genau richtig. Ich freue mich schon, wenn ich alle zusammen im Sommer auf Sylt wiederlesen werde.