Cover-Bild Bel-Ami und Tom
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: epubli
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: allgemein und literarisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 192
  • Ersterscheinung: 11.09.2023
  • ISBN: 9783758402418
Britta und Frank Perschke

Bel-Ami und Tom

- ein digitaler Briefroman
Aus dem langehegten Wunsch einen Briefroman zu schreiben, ist mit Hilfe der künstlichen Intelligenz, ein neues Projekt entstanden. In einer ersten Annäherung und einem „Kennenlernen“ der neuen Möglichkeiten durch KI – begibt sich das Autorenpaar in einen Dialog mit der unbekannten Größe. Immer weiter tastet man sich voran – um dann zu entdecken: es funktioniert!
Am Beispiel eines kleinen Beziehungsdramas, das Themen von Betrug, Vertrauen, Freundschaft und der Komplexität interaktiver Irrungen enthält, entspinnt sich ein facettenreicher Briefwechsel.
Der nicht ganz fiktive Tom unterhält sich mit ChatGPT. Nach und nach lernt man sich kennen und lotet weitere Möglichkeiten der „Zusammenarbeit“ aus. Das Drama nimmt seinen Lauf, als die künstliche Intelligenz (als Bel-Ami) das Heft in die Hand nimmt und anfängt Briefe zu schreiben… von und über Menschen, die sie gerade erst kennengelernt hat. Gerade so, als ob sie sich im sozialen Geflecht der Menschheit bestens zu recht findet.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei Li-Lo in einem Regal.
  • Li-Lo hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.03.2024

Unterhaltung mit einer KI

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Das Buch war sehr interessant zu lesen. Ein Experiment! Und als solches sollte man es auch angehen. Es sollte kein Anspruch an ein perfektes unterhaltsames Buch an den Autor herangetragen werden. Denn ...

Das Buch war sehr interessant zu lesen. Ein Experiment! Und als solches sollte man es auch angehen. Es sollte kein Anspruch an ein perfektes unterhaltsames Buch an den Autor herangetragen werden. Denn der Autor bestimmt das Buch eben nur zur Hälfte. Der andere Teil wird von einer KI, eben ChatGPT, beigetragen. Wer selber schon mit ChatGPT gearbeitet oder sich mit ihm/ihr unterhalten hat, wird den Stil wiedererkennen. Wird nichts anderes vorgegeben begegnet einem ein beflissener, zustimmender Gegenüber der bereitwillig auf alles eingeht was man möchte, und ebenso bereitwillig und um Verzeihung bittend Fehler eingesteht, wenn man darauf hinweist.

Das machte das Buch in zweiten Drittel dann auch etwas ermüdent und sorgte für Längen. Zum Ende nimmt die Unterhaltung wieder Fahrt auf als Tom und Bela Ami (ChatGPT) zusammen die ein Beziehungsgewirr und dessen Verlauf entstehen lassen. Hier wird aus meiner Sicht auch deutlich warum gute Bücher zur Zeit von menschlichen Autoren geschrieben werden sollten. Bel Amis Beiträge lesen sich wie ein Groschenroman. Gespickt von Floskeln, Kerzenschein und Gefühlsdrama. Witzig in diesem Kontext, aber für ein komplettes Buch vielleicht eher nicht. Ich könnte mir vorstellen, das es für andere Genres genauso aussieht. Aber wie man vorher erfahren hat arbeitet der Algorithmus der KI eben auch so. Es werden möglichst viele Texte aus einem Genre bereitgestellt und das Modell mit diesen trainiert. Dabei werden die typischen Stilmittel und Inhalte ermittelt und extrahiert. Wird daraus ein neuer Roman erstellt, handelt es sich erst einmal um ein Gebilde voller Klischees und allgemeiner Floskeln.

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Veröffentlicht am 04.01.2024

Eine KI auf dem Prüfstand - ein aufschlussreiches Experiment

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In “Bel-Ami und Tom” treten die AutorInnen Frank und Britta Preschke als Tom auf, während sie sich selbst zum ersten Mal mit einer KI - der sie den Namen Bel-Ami verleihen - nähern. In einem zweiwöchigen ...

In “Bel-Ami und Tom” treten die AutorInnen Frank und Britta Preschke als Tom auf, während sie sich selbst zum ersten Mal mit einer KI - der sie den Namen Bel-Ami verleihen - nähern. In einem zweiwöchigen Experiment widmen sie sich der Erforschung dieser neuen Technik und tasten sich langsam an deren Möglichkeiten und Grenzen heran.
Als Leserin verfolge ich den ansonsten kommentarlosen Austausch zwischen den beiden Protagonisten. Dabei beweist Bel-Ami seine/ihre Lern- und Anpassungsfähigkeit vor allem in Ausdruck und Stil. Die KI wird als philosophischer Sparringspartner eingesetzt, paraphrasiert Gedanken und Träume, schlüpft in die Rolle einer berühmten Persönlichkeit und versucht sich auch als Autor. Unter anderem. Auch einen Totalabsturz gilt es zu verdauen. Aber auch “Tom” macht einen sichtbaren Lernprozess durch und geht das Experiment aus unterschiedlichen Perspektiven an.
Im Buch geht es weniger um den Inhalt (der durchaus auch gedanklich zu verfolgen spannend ist), als um die Ergebnisse, die Stärken und Schwächen der KI. Die für mich spannendste - und beruhigende - Erkenntnis: Der Mensch, der die Technik bedient, steuert noch immer massgeblich das Ergebnis. Und Bel-Ami agiert und schreibt entlang offenbar strenger Vorgaben, die ihn eindeutig als Maschine ausweisen.

Ich fand “Bela-Ami und Tom” interessant und anregend. Und es hat bei mir definitiv Hemmschwellen abgebaut, mich mit dem Thema KI selbst näher zu beschäftigen.

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Veröffentlicht am 13.11.2023

Ein Briefwechsel mit einer KI

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Das Buch Bel-Ami und Tom von Britta und Frank Perschke stellt einen Briefroman zwischen einer Person und einer KI dar. Dabei wurden die KI-Antworten tatsächlich von einer KI verfasst und meiner Ansicht ...

Das Buch Bel-Ami und Tom von Britta und Frank Perschke stellt einen Briefroman zwischen einer Person und einer KI dar. Dabei wurden die KI-Antworten tatsächlich von einer KI verfasst und meiner Ansicht nach geht es weniger um den Inhalt den Buches an sich, sondern vielmehr um die Gestaltung der KI-Einträge. Zu Beginn sind diese noch sehr distanziert und so dargestellt, wie man sie sich von einer Maschine vorstellt. Doch für mich persönlich war es faszinierend und erschreckend, wie schnell diese Anonymität aufgehoben wurde. Man hat beim Lesen förmlich gespürt, wie die Antworten immer persönlicher wurden, bis man nach einigen Kapiteln meiner Meinung nach nicht mehr merken würde, dass man mit einer KI kommuniziert, wenn man dies nicht gewusst hätte.

Und dann gibt es immer wieder Stellen, an denen sich das System aufhängt und Informationen (kurzzeitig) verloren gehen und es einige Zeit benötigt, um die eigentliche Konversation fortzusetzen. Auch bestimmte Programmiereigenheiten konnte man entdecken, mit denen man einfach umgehen muss.

Insgesamt ist dieses Werk für meine Begriffe eine recht wertfreie Auseinandersetzung mit einer KI, die den Leser selbst eigene Schlüsse ziehen lässt, inwieweit ein Einsatz solcher "Hilfen" im Alltag möglich und sinnvoll ist. Welche eigenen Folgerungen man zieht und was man für sich selbst mitnimmt, ist jedem selbst überlassen. Ich kann aber und vor allem vor diesem Hintergrund jedem empfehlen, sich auf dieses Experiment einzulassen und sich selbst eine eigene Meinung zu bilden.

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