Cover-Bild Golden Cage. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 1)
Teil 1 der Serie "Golden Cage"
20,95
inkl. MwSt
  • Verlag: Hörbuch Hamburg
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 29.03.2019
  • ISBN: 9783844920574
Camilla Läckberg

Golden Cage. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 1)

Vera Teltz (Sprecher), Katrin Frey (Übersetzer)

Was machst du, wenn dir alles genommen wird?

Camilla Läckbergs erster Psychothriller: raffiniert, abgründig, brillant

Nach außen wirkt Fayes Leben perfekt: Sie hat einen einflussreichen Ehemann, eine Tochter, die sie über alles liebt, und eine luxuriöse Wohnung im schönsten Viertel Stockholms. Doch sie wird von dunklen Erinnerungen aus ihrer Kindheit verfolgt. Und ihr Ehemann Jack bringt ihr nichts als Verachtung entgegen. Faye war einmal eine mutige, starke junge Frau, die ihre Träume verfolgte. Bis sie für Jack alles aufgab.

Als Jack sie betrügt, steht Faye vor dem Nichts. Doch dann beschließt sie, sich zurückzuholen, was ihr gehört – und schmiedet einen Racheplan, der seinesgleichen sucht.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2019

Der schmale Grad der Selbstjustiz

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Als ich Golden Cage als Hörbuch anfing, hatte ich keinerlei Hintergrundinfos und auch keine Vorstellungen. Die Idee eine Geschichte quasi mit dem Ende beginnen zu lassen und dann ganz langsam Fayes Geschichte ...

Als ich Golden Cage als Hörbuch anfing, hatte ich keinerlei Hintergrundinfos und auch keine Vorstellungen. Die Idee eine Geschichte quasi mit dem Ende beginnen zu lassen und dann ganz langsam Fayes Geschichte zu hören, fand ich gut gewählt. Prinzipiell schreibt Camilla Läckberg mit Golden Cage keine neue Geschichte. Faye und Jack sind DAS Traumpaar, jung und erfolgreich. Bis Jack die Beziehung beendet und er gefährlich zu werden scheint, da er aus Arroganz und übersteigertem Selbstwertgefühl Faye gänzlich aus seinem Leben ausschließt und ihr sowohl kein Geld als auch kein bisschen Wertschätzung für die Jahre entgegen bringt.

Also sucht Faye nach der Möglichkeit sich zu rächen und findet diese auch. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich über den Wandel des Buches doch sehr überrascht bin. Sicherlich wurde die Protagonistin gedemütigt und vorgeführt und auch den Weg es ihrem Examen heim zu zahlen, kann ich vollkommen nachvollziehen. Doch den Weg den Faye gegen Ende einschlägt, macht für mich das Buch etwas seltsam. Zumal ich dahingehend dann auch nicht mehr den Untertitel verstehen mag und kann.

[ Denn Rache ist das Eine. Aber Läckberg schildert Faye zum Einen als toughe Frau, die einfach nur so blöd war blind vor Liebe zu sein und sich vollkommen in ihrer Beziehung und Liebe zu ihrem Mann zu verlieren. Zum Anderen ist Faye aber auch eins: Eine eiskalte Mörderin. Während ich vielleicht den Mord an ihrem Vater noch erklären kann und die Beweggründe dahingehend - vor allem mit dem Ende des Buches verstehen kann - so empfinde ich die Lösung sich ihres Exfreundes zu entledigen, als auch das Ende der Rache an Jack als so übertrieben, dass ich das Buch fast unterbrochen hätte.

Ich bin sicherlich nicht kleinlich, aber mit Selbstjustiz auf solchen Ebenen, auch wenn sie vielleicht gerechtfertigt ist, habe ich meine Probleme.
Trotzdem habe ich das Buch sehr schnell durchgehört und fühlte mich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Läckberg einmal anders

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Nachdem Faye ihrem Leben in Fjällbacka entkommen ist, sucht sie in der Stadt ihr Glück. Hier trifft sie auf den jungen und erfolgreichen Jack Adelheim und verliebt sich unsterblich in ihn. Sie heiraten ...

Nachdem Faye ihrem Leben in Fjällbacka entkommen ist, sucht sie in der Stadt ihr Glück. Hier trifft sie auf den jungen und erfolgreichen Jack Adelheim und verliebt sich unsterblich in ihn. Sie heiraten und bekommen eine Tochter, das Geschäft könnte nicht besser laufen und sie schwimmen regelrecht im Geld. Doch Faye ist nichts mehr weiter als Jack hörig, versucht ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen und kann es ihm letzten Endes doch nie recht machen. Statt Liebe erntet sie Verachtung, statt Geborgenheit nur Kälte und auf einmal ändert sich alles in Fayes Leben.
Meine Meinung
Normalerweise greife ich bei Büchern der Autorin Camilla Läckberg blind zu, denn bisher sind ihre Geschichten doch so gut wie immer ein Garant für Spannung. Doch dieses Buch ist einmal kein Thriller, sondern eher ein Roman rund um das Thema Betrug, Verrat und Rache. Wer also mit der Erwartung an diese Geschichte geht, einen der typischen Läckberg Thriller zu erhalten, könnte enttäuscht werden.
Das Buch beginnt gleich recht spannend und macht neugierig, was da geschehen sein könnte. Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr flüssig und einnehmend. Eins muss man Camilla Läckberg einfach lassen, sie kann mit Worten umgehen.
Die Geschichte wird in drei Teilen erzählt, dabei springt man innerhalb der drei Teile zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bekommt zu Beginn der einzelnen Teile auch kurze Einblicke in die Zukunft. Allerdings bietet die Geschichte nicht unbedingt die großen Überraschungen, zumindest nicht, was die Vergangenheit der Protagonistin Faye angeht. Hier war so manches vorhersehbar, aber es gab auch den ein oder anderen Moment, der mich überraschte. Doch auch hier gibt es ein “Aber”, denn gerade was Fayes Rachepläne angeht, läuft mir das alles zu glatt. Ich bin jedoch auch hier hin- und hergerissen, denn im Grunde hat mich die Geschichte trotz meiner Kritik auch gut unterhalten.
Protagonistin Faye, aus deren Sicht wir hier das Geschehen durch einen dritte Person Erzähler verfolgen, war mir mal sympathisch, mal nicht. Genauso, wie es mir mit der Handlung ging, ging es mir auch mit ihr. Sie hat sich auf jeden Fall immer wieder und wieder gewandelt, was mir dann doch wieder gut gefallen hat. Ich konnte mir auf jeden Fall vorstellen, warum sie wie handelt, zumindest ab dem zweiten Teil. Denn ihr Mann Jack ist ein furchtbarer Mistkerl, bei dem ich wirklich immer wieder dachte: tu dir das nicht an, dieser Kerl ist es einfach nicht wert. Mir fällt es einfach immer sehr schwer, nachvollziehen zu können, warum manche Frau einfach sich selbst aufgibt, um ihren Mann zu gefallen. Diesen Aspekt hat Läckberg wiederum gut ausgearbeitet.
Mein persönlicher Lieblingscharakter ist Nebenfigur Chris, Fayes beste Freundin. Sie hält zu Faye in jeder Situation und ist lebenslustig und sympathisch.
Alles in allem gab es nur eine recht geringe Anzahl an Figuren, die auf das Geschehen einwirkten. Doch letzten Endes blieben diese eher vorhersehbar und blass. Gerade in diesem Bereich hätte es noch ganz viel Potential und Möglichkeiten gegeben, um noch mehr Spannung zu erzeugen.
Mein Fazit
Ich bin doch ziemlich zwiegespalten, was meine Meinung zu Golden Cage betrifft. Zwar hat mich das Buch recht gut unterhalten, blieb aber hinter meinen Erwartungen. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass man bei dem Namen Camilla Läckberg gleich an Thriller denkt und das ist dieses Buch einfach nicht, soll es aber auch nicht sein und gibt dies auch nicht vor. Alles in allem blieb es mir ein wenig zu geradlinig und flach und gerade im Bereich Charaktere hätte man noch deutlich mehr herausholen können. Trotzdem nette Unterhaltung für zwischendurch und definitiv mal etwas anderes von Camilla Läckberg.

Veröffentlicht am 15.07.2019

Absolut nervige Hauptfigur und lahme Storyline.

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MEINE MEINUNG:
Camilla Läckberg konnte mich schon einmal von sich überzeugen. Es gab zwar nur 3 Sterne für „Die Eishexe“, was jedoch eher der Länge und den damit einhergehenden langgezogenen Passagen geschuldet ...

MEINE MEINUNG:
Camilla Läckberg konnte mich schon einmal von sich überzeugen. Es gab zwar nur 3 Sterne für „Die Eishexe“, was jedoch eher der Länge und den damit einhergehenden langgezogenen Passagen geschuldet war. Da mir Stil wie auch Aufbau aber gut gefallen haben, war ich jetzt umso gespannter auf den ersten Psychothriller der Autorin. Also prompt beschlossen, das Buch als Hörbuch zu hören und heute kann ich euch auch schon meine Meinung dazu liefern. Viel Spaß und berichtet mir gerne, wie es euch gefallen hat, falls ihr es schon gelesen habt.

Angepriesen wird das Buch wiefolgt: „Camilla Läckbergs erster Psychothriller: raffiniert, abgründig, brillant“. Wenn ich mir jetzt diesen Satz durch den Kopf gehen lasse, frage ich mich, ob derjenige, der das gesagt hat, auch wirklich das gleiche Buch gelesen hat, wie ich. Ganz wie man es von Psychothrillern kennt, herrscht beim Einstieg noch eine verräterische Ruhe, die einiges an Zündstoff für den weiteren Verlauf der Geschichte verspricht. Doch Fehlanzeige. Meine Hoffnung auf Spannung, Action und Raffinesse wurde von Seite zu Seite immer mehr zerstört. Die Handlung plätscherte nur so vor sich hin und bis auf die Tatsache, dass ich mich unbeschreiblich über die Protagonistin aufregen musste, passierte rein gar nichts. Im Allgemeinen erinnerte dieses Buch viel mehr an einen Roman; einen seichten Roman, der zur Langeweile neigt, um genau zu sein. Man könnte es vielleicht noch als Familiendrama sehen, doch selbst dafür fehlten mir spannende und interessante Elemente. Alles was wir als Leser miterleben ist unsere völlig naive, dümmliche Protagonistin, die sich von ihrem Mann schlecht behandeln lässt, ihn aber immer wieder in Schutz nimmt. Ziemlich genau in der Mitte kam dann der große Umbruch und Teil 2 des Buches begann. Meine Hoffnung, die ja eh schon fast verpufft war, meldete sich nochmal – ganz kurz. Denn auch im zweiten Teil gab es nichts, was auch nur im entferntesten an einen Psychothriller erinnerte. Das Handlung schlug zwar eine ganz andere Richtung ein, eine Besserung war das aber nicht. Getrieben von Racheplänen ruiniert Faye den kläglichen Rest an Unterhaltung. Auch dieser besondere Plot, der etwa im mittleren Bereich des zweiten Teils auftrifft, entzieht sich meiner Logik komplett – das alles ergab für mich keinen Sinn. Die größte Frage ist aber: wer hat diesen Klappentext geschrieben? Ich hab selten einen derartigen Spoiler gesehen. Denn das, was verraten wird, geschieht in den letzten 10 Minuten des Buches. Diese letzten 10 Minuten waren es dann auch, die die erste Überraschung der Geschichte bereithielten. Das Ende wirbelte dann zwar nochmal alles durcheinander, was bisher geschah; doch konnte dieser durchaus gelungene und spannungsgeladene Schluss und die damit einhergehende, sehnlichst vermisste Psychothriller-Atmosphäre, die endlich aufkam, das Ruder auch nicht mehr herum reißen. Schade. Aber genau dieses Tempo, diese Abgründigkeit hätte spätestens nach der ersten Hälfte der Geschichte kommen müssen.

Wie oben jetzt schon angeteasert, konnten mich auch die Charaktere in keinster Weise von sich überzeugen. Besonders Faye als Hauptfigur war mehr als anstrengend. Dank Rückblicken in ihre Anfangszeit in Stockholm erfahren wir als Leser auch, dass sie einen Neustart machen und ihre Vergangenheit und ihr altes Ich hinter sich lassen will. Das funktioniert in genau diesen Rückblicken auch sehr gut. Faye wirkt taff und selbstsicher, zielstrebig und karriereorientiert. Vergleicht man diese Frau aber mit der Hausfrau und Mutter von der Gegenwart, findet man kaum Parallelen, was ich unendlich schade finde. In der Perspektive der Jetztzeit ist Faye kleinlaut und naiv, wird untergebuttert und nimmt das überhaupt nicht wahr. Sie wirkt beinah dümmlich vor lauter Blauäugigkeit und verliert so jegliche Glaubwürdigkeit. Desweiteren trifft sie Entscheidungen, bei der mir einfach der Mund offen blieb und ich nur fassungslos den Kopf schütteln konnte. Erst in den letzten Hörminuten empfand ich so etwas wie Sympathie für sie; und das auch nur, weil oben genannter Plot, den ich nicht verstand, sie zu einem realen Menschen werden ließ und ein wenig Mitleid ins Spiel kam. In den restlichen Stunden war sie für mich weder nachvollziehbar noch greifbar und einfach ein Störfaktor.
Die Randfiguren erwiesen sich zu Beginn auch als Reinfall. Ich fand zu keinem einzigen auch nur eine Andeutung von Verbindung hätte jeden im Sekundentakt auf den Mond schießen können. Erst als der zweite Teil der Geschichte startete, änderte sich nicht nur die Handlung, sondern auch meine Beziehung zu bestimmten Figuren. So wurde ich ein großer Fan von Faye’s beser Freundin Kris und auch Kerstin konnte sich sehen lassen. Vom Rest fange ich gar nicht an namentlich zu sprechen – Jack war für mich der Inbegriff eines Antagonisten, den ich mit Leib und Seele hassen musste.

Der Stil von Camilla Läckberg gefiel mir als einziger Punkt wieder richtig gut. Ich mag ihre Art, Geschichten zu erzählen, weil man sich trotz aller Kritik stets „mittendrin“ fühlt und immerzu ein klares Bild der einzelnen Szenen vor Augen hat. Selbst die Charaktere konnte ich mich trotz der großen Distanz sehr gut vorstellen und hatte in dieser Hinsicht keinerlei Probleme. Einziges kleines Problem waren die vielen erotischen Szenen, die meines Erachtens nach gar nicht zu der Handlung gepasst haben. Die derbe Aussprache in diesen Momenten machte es dann auch nicht besser. Der Aufbau der Geschichte, nämlich in Form der oben genannten Perspektiv-Wechsel, traf meinen Geschmack genau so sehr, wie es all die anderen Bücher tun, die so aufgebaut sind. Ich liebe es, Sprünge in die Vergangenheit zu machen und das vorherige Leben der Charaktere einfach noch näher kennenlernen zu dürfen. Die Sprecherin, die „Gold Cage“ vertont hat, sprach mich ebenfalls sehr an. Ich mochte ihre Stimme, fand sie allgemein sehr passend und ihre Betonungen, Stimmfarben und Tempi waren sowohl abwechslungsreich wie auch mitreißend eingesetzt. In dieser Hinsicht habe ich also überhaupt nichts zu bemängeln.

FAZIT:
Der erste Psychothriller, „Golden Cage“, von Camilla Läckberg hinkt leider um einiges hinter „Der Eishexe“ her. Die Geschichte war über eine geraume Zeit einfach langweilig und bis auf das familiäre Drama der Protagonistin passierte nur extrem wenig. Fehlende Sympathie gegenüber genau dieser machte es für mich nicht leichter, überhaupt am Ball zu bleiben. Erst die letzten 10-15 Minuten konnten mich dann überraschen und erzeugten diese von mir so geliebte (Psycho)Thriller-Atmosphäre, die mir in den restlichen Stunden komplett fehlte. Dafür waren aber Stil und Sprecherin wieder top gewählt und so gibt’s von mir nun eine doch recht milde Bewertung, wie ich finde.