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Veröffentlicht am 07.01.2020

Leider zu wenig Buchladen und noch weniger Weihnachtsstimmung

Der kleine Weihnachtsbuchladen am Meer
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Der Einstieg war, trotz fehlendem Vorwissen, total einfach. Ich war innerhalb kürzester Zeit in der Geschichte drin und kam gut zurecht. Allerdings hatte ich schon ein wenig das Gefühl, dass es mir und ...

Der Einstieg war, trotz fehlendem Vorwissen, total einfach. Ich war innerhalb kürzester Zeit in der Geschichte drin und kam gut zurecht. Allerdings hatte ich schon ein wenig das Gefühl, dass es mir und meinem Lesevergnügen zuträglich gewesen wäre, die ersten beiden Bände zu kennen. Trotzdem schafft es die Autorin, mit die fehlenden Infos unterschwellig mitzuteilen, weshalb es zu keinen Verständnisproblemen kommt. Mit ihrem angenehmen, lockerleichten Schreibstil konnte mich die Autorin problemlos nach Spiekeroog entführen und vermittelte mir mit ihren Worten stets ein klares Bild der Kulissen und Charakteren. Auch die Sprecherin, Julia von Tettenborn, hat dem Buch definitiv in die Karten gespielt. Ihre Stimme passt herrlich gut zu unserer Protagonistin und vermittelt so den Eindruck, als würde Frieke höchstpersönlich ihre Geschichte mit uns Lesern teilen. Ich mochte die Stimmfarbe, die Betonungen und die lebendige Atmosphäre, die sie versprühte. Außerdem konnte ich ihr sehr gut folgen, denn sie spricht klar und verzichtet auf großartige Spielereien mit ihrer Stimme.
Erzählt wird übrigens lediglich aus Frieke’s Sicht, in der dritten Person. Was weitere Lebendigkeit mit sich brachte und einfach gut mit dem Geschehen und der allgemeinen Atmosphäre harmonierte.

Die Hauptfiguren Frieke und Bengt spielen die wohl wichtigste Rolle in diesem Stück. Und bevor ich nun zu meinem Fazit zu den beiden komme, wollte ich erst einmal kurz über die Namensgebung herziehen. Den Namen „Frieke“ kennt man ja vielleicht noch aus Oma-Tagen, doch „Bengt“? Ich weiß nicht, ob ich zu sehr Südlicht bin, aber erstens habe ich ihn noch nie gehört, und zweitens finde ich ihn absolut scheußlich. Beide sind zwar außergewöhnlich, aber im Endeffekt einfach nicht schön anzuhören.
Frieke’s Charakterzügen passten sehr gut zur Handlung. Sie ist herrlich bodenständig und unscheinbar, führt ein wunderbar normales Leben und glänzt durch ihr „unaufgeregte“ Verhalten. Doch die Schwangerschaft geht nicht spurlos an ihr und ihren Launen vorbei. Immer wieder neigt sie dazu, zickig zu reagieren und sich zu sehr aufzuführen. Dadurch entstehen nicht nur Augenroll-Momente für den Leser, sondern auch jeder Menge unnötige Streitereien. Doch bis auf diese kurzzeitigen Tiefs mochte ich sie als Person doch sehr gerne. Sie verkörpert eigentlich alles, was man sich selbst von sich wünscht: sie ist glücklich, zufrieden, stets für ihre Freunde da und manchmal vielleicht ein bisschen zu übereifrig in gewissen Belangen. Ich gebe zu, ich habe mich manchmal ein wenig ihr Frieke wieder erkannt und ja, auch in den zickigen Momenten. Sie ist darüber hinaus mit einer gesunden Portion Misstrauen ausgestattet, was mir enorm zusagte! Endlich mal kein naives Dummchen, sondern eine erwachsene, realistische Frau, die mitten im Leben steht. Den letzten Pluspunkt sammelte sie dann mit ihrer unumstößlichen Liebe zu Büchern – die ich bedingungslos mit ihr teile.
Bengt gegenüber blieb ich lange Zeit total misstrauisch. So richtig sympathisch wollte er mir also nicht werden und mit seinen zum Teil unbedachten Aussagen und Entscheidungen erntete er vor allen Dingen Unmut bei mir. Ich verstand nicht, was Frieke an diesem Kerl fand. Er wirkte durchweg negativ, stellte alles in Frage und gönnte seiner Liebsten nicht einmal ein wenig Weihnachtsvorfreude. Die Idee, ihn als restlosen Okö-Freak hinzustellen, tat dann sein übriges, um bei mir gänzlich unten durch zu rutschen. Ich hatte eigentlich stets einen nörgelnden, graubärtigen Almöhi vor Augen, dem nichts recht ist und der immer irgendwas auszusetzen hat. Nein danke. Auch wenn er eine gewisse Entwicklung an den Tag legte und der Grundgedanke hinter seinem Verhalten ja ehrbar ist, erreichte das alles irgendwie genau die entgegengesetzte Wirkung.
Dafür mochte ich die Randfiguren, besonders Frieke’s Freundinnen, ungemein gerne! Jeder hatte seine Geschichte und offenbarte diese im Laufe der Handlung. Maike’s Vergangenheit spielt eine wesentliche Rolle innerhalb der eigentlichen Storyline und so erhalten wir besonders ihr gegenüber einen sehr tiefgreifenden, umfassenden Eindruck. Gefiel mir auf ganzer Linie und ich schloss einen jeden ziemlich tief ins Herz.

Die Grundidee hinter der Geschichte ist irgendwie ganz klassisch für diese Art von Roman. Liebespaar, Insel, Idylle, Drama. Auch den Titel fand ich etwas irreführend, denn besagter Weihnachtsbuchladen wird a) keine 10x in dem Buch erwähnt und b) ist er alles andere als weihnachtlich. Selbst die allgemeine Weihnachtsstimmung fällt extrem flach aus; es wird nicht großartig thematisiert, sondern ist viel eher Mittel zum Zweck, um die Handlung schlüssig zu machen. Lediglich immer wieder kurzzeitig auftretende Höhepunkte wie Plätzchen backen, Dekorier-Wahn o.Ä. zeigen überhaupt auf, dass es sich um die Vorweihnachtszeit handelt. Dabei wären die Möglichkeiten eigentlich gegeben gewesen, denn das Potential und die Hintergründe waren ideal dafür; wurden aber nicht ausgeschöpft. Die ganze Handlung schleppt sich eher, und auch wenn man sich durchaus wohl fühlt auf Spiekeroog und die Atmosphäre warm und freundlich und durchaus intensiv ausfällt; kann von Mitgerissensein keine Rede sein. Es war viel eher ein Treibenlassen, ein netter Zeitvertreib und ganz süß; aber mehr auch nicht. Spannung oder wenigstens emotional mitfiebern war für mich nicht drin. Nichts desto trotz hab ich das Geschehen doch irgendwie gern verfolgt; konnte dabei abschalten und den Alltag mal kurzzeitig vergessen. In meinen Augen hat sich hier einfach alles viel zu sehr um Frieke’s Schwangerschaft gedreht (immerhin kenne ich jetzt jeden noch so kleinen Vor,- und Nachteil einer Hausgeburt) und viel zu wenig um Weihnachten. Auch Maike’s Geschichte nahm enorm viel Raum ein, sodass Frieke und Bengt fast schon in den Hintergrund rückten.
Oben erwähntes Drama war auf der einen Ebene zu vorhersehbar, auf der anderen Ebene zu banal. Ein viel zu großer Terz um eine Nichtigkeit, deren Lösung man eh schon während den ersten Minuten durchschaut hat. Super schade! Die ein oder andere Überraschung wäre schön gewesen, trat aber leider bis zum Ende hin nicht auf. Die Auflösung im Allgemeinen war schön insziniert und glaubhaft in Szene gesetzt, herzerwärmend und heimelig, aber eben nicht die erhoffte Überraschung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Die perfekte Mischung aus Fantasy und Ermittlungen

Schatten der Ewigkeit - Zwillingsblut
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Wie ich es schon von Carolin gewohnt bin, hat sich das Buch wahnsinnig flüssig und angenehm lesen lassen. Ihr Schreibstil ist nicht nur absolut verständlich, sondern auch sehr bildhaft, detailreich und ...

Wie ich es schon von Carolin gewohnt bin, hat sich das Buch wahnsinnig flüssig und angenehm lesen lassen. Ihr Schreibstil ist nicht nur absolut verständlich, sondern auch sehr bildhaft, detailreich und authentisch. Im Auftakt der Alias – Reihe war es wieder eher das Gefühl von Film schauen als von Lesen, besonders deswegen, weil es ein Leichtes ist, komplett abzutauchen und sich mit Haut und Haaren mitreißen zu lassen. Die Autorin hat eine wunderbare Art, ihre Geschichte zu Papier zu bringen und schafft mittels gut platzierten Beschreibungen, authentischen Emotionen und lebendigen, echten Dialogen eine sehr stimmige, einnehmende Atmosphäre.
Die Gliederung ist so gewählt, dass wir als Leser aus zwei verschiedenen Perspektiven lesen. So begleiten wir Kit, wie auch Nakir vorerst getrennt, ehe sich ihre Wege kreuzen. Die zwei Sichten bleiben aber, auch wenn sich die beiden ineinanderfügen, erhalten. Mir gefiel diese Aufteilung enorm gut; denn die Gedankengänge, Überlegungen und Empfindungen waren äußerst interessant und informativ und wirbelten jede Menge Fragen auf, die zum Miträtseln animieren und für Spannung sorgen. Die ideale Gliederung für das Buch. Und auch die gewählte Form spielte der Geschichte in die Karten. Während viele nicht gut mit der dritten Person zurecht kommen, war es hier einfach passend. Ich hätte mir die Ich-Perspektive hier tatsächlich nur schwer vorstellen können und bin deshalb umso glücklicher, dass sich für die dritte Person entschieden wurde.

Ebenso passend waren die Charaktere. Nakir und Kit sind vom Wesen und von der Persönlichkeit her einfach grundverschieden. Er, einer der mächtigsten Todesdaimonen der Erde und sie, der kleine Fuchsgeist. Er, der Chef des Departments, sie, die unbedeutende Mitarbeiterin. Zwischen den beiden lagen Welten, und trotzdem funktionierte diese Kombination erstaunlich gut. Ich gebe zu, dass ich mich an Nakir erst einmal gewöhnen musste, denn seine Rolle ist nicht ganz unkompliziert. Kit hingegen hatte ich ziemlich schnell tief ins Herz geschlossen und fieberte bedingungslos mit ihr mit.
Mir gefiel die Charaktergestaltung allgemein enorm gut. Nicht nur, dass es die unterschiedlichsten Eigenschaften gab; auch vom Wesen her glich keine Figur der anderen. Vom Todesdaimon, über Vampire, Hexen, Elfen bishin zu Fuchsgeistern. Und trotzdem waren sie alle nichts weiter als Menschen; zumindest traten sie als diese auf – welches Gesicht hinter der Maske schlummerte, blieb für das Auge unsichtbar.
Kit glänzte besonders durch ihre Lebendigkeit und ihre authentische Art, mit ihren Gefühlen umzugehen. Offen und doch gleichzeitig irgendwie verschlossen versucht sie ihr Leben irgendwie zu meistern; mal erfolgreicher, mal weniger erfolgreich. Ich konnte mich problemlos mit ihr identifizieren, sie nachempfinden und ihre Handlung und Gedanken in den meiste Fällen befürworten.
Mein Highlight der Geschichte war aber eindeutig Nakir. Mit seiner düsteren, unnahbaren Art weckte er sofort mein Interesse und meine Neugier! Seine Geheimnisse und die bedingungslose Loyalität seinem Status gegenüber – aber auch seiner Schwester gegenüber, standen in absolutem Kontrast gegenüber. Beides sorgte wiederum für Tiefgang und den nötigen Blick hinter die Fassade, sodass er eben doch nicht wie ein herzloser Dämon wirkte. Ich bin immer noch absolut überrascht, wie gut mir dieser Charakter gefiel und wie sehr ich mich jedes Mal freute, wenn er ins Spiel kam. Seine Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar, seine ruppige, eiskalte Art weckte alles, nur keine Sympathie – und trotzdem war er schlicht und einfach mein Liebling.
Randfiguren gab es einige und auch hier glich sich keiner dem anderen. Wir haben Lelja, mit ihren lilafarbenen Haaren, wie haben Keagan mit seinem Körperbau Typ Schrank und wir haben etliche weitere auffällige Charaktere, die allesamt eine sehr große Portion Aufmerksamkeit von der Autorin erhalten haben und nur so ihr wahres Potential entfalten konnten. Meist ist es so, dass mir Randfiguren egal sind – oder ich nur wenig auf sie achte. Bei „Schatten der Ewigkeit: Zwillingsblut“ ist das genaue Gegenteil der Fall: ich bildete mir über jeden ein Urteil und musste einsehen, dass sich dieses nicht bei jedem stimmte. So; und nur so sollte die Charaktergestaltung sein und deshalb gibt’s von mir auch nur lobende Worte zu Kit & Co.

Als letztes widmen wir uns der Idee und deren Umsetzung. Für mich klang der Klappentext schon enorm interessant und ich hatte die Hoffnung, dass meine ewige Suche nach der perfekten Vampir-Story hiermit nun endlich ein Ende findet. Und ich kann berichten: rein von der Idee her erfüllt dieses Buch alles, was ich mir gewünscht hatte. Es gab endlos viele, unterschiedliche Wesen, es gab Ermittlungsarbeit und es gab Dunkelheit bzw. düstere Atmosphäre. Es gab Aspekte zum Miträtseln und es gab Spannung. Leider aber war mir der Vorlauf, bis es dann endlich richtig zur Sache ging, ein wenig zu lang. Carolin Wahl gibt sich spürbar Mühe, dieses Geschichte logisch und gut erklärt aufzubauen; was ich auch definitiv honorieren werde – nichts desto trotz verspürte ich dadurch auch eine gewisse „Ruhe“ – vielleicht die Ruhe vor dem Sturm? Die Wendungen, die immer wieder für kurzzeitiges Ansteigen der Geschwindigkeit sorgten, reichten meiner Meinung nach nicht komplett aus, um mich von den Füßen zu fegen. Die ersten zwei Drittel sind informativ und absolut interessant, keineswegs langweilig; nur ruhig erzählt, aber erst im letzten Drittel kam die gewünschte Action, die Spannung, die einem die Luft auf den Lungen presst, das Adrenalin und der Punkt, an dem ich gar nicht schnell genug voran kommen konnte. Der Spannungsbogen baut sich also eher langsam auf, explodiert dann aber in Form eines wirklich mitreißenden Finales, das jede Menge Überraschungen zu bieten hat und mich kurzzeitig sogar richtig sprachlos machte, weil ich mit all meine Überlegungen und möglichen Lösungen derart falsch lag. Dieses Feeling hätte ich mir einfach schon früher gewünscht; obwohl mir natürlich klar ist, dass bei einem Auftakt auch Wert auf Erklärungen, Worldbuilding und das Kennenlernen der Charaktere und deren Lebensumstände und Verhältnisse zueinander, gelegt werden muss. Das wiederum ist der Autorin enorm gut geglückt, nahm aber der Geschichte ein bisschen den Wind aus den Segeln. Soll im Umkehrschluss aber keineswegs heißen, dass ich nicht auch während des ruhigen Teils gefesselt gewesen wäre; das Buch konnte mich, wie oben schon erwähnt, mit Haut und Haaren mitreißen udn mein Interesse, alles weitere kennen zu lernen, war ungebrochen.
Kurz um nochmal schnell zusammen gefasst: ruhiger Einstieg, gefolgt von wendungsreichem, aber dennoch ruhigen Mittelteil bishin zu einem fulminanten Finale des ersten Teils dieser vielversprechenden Reihe. Ich für meinen Teil lege nun all meine Hoffnung auf die Folgebände, immerhin bin ich als Leser jetzt ausreichend informiert, um direkt in einen actionreichen zweiten Band einzusteigen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Leider kein Vergleich zur Again Reihe

Save Me
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Fangen wir erstmal mit dem positiven Aspekt an: Mona Kasten schreibt auch in diesem Buch wieder sehr locker, sehr leicht und absolut verständlich. Die Sprache ist der Zielgruppe des Genres definitiv angepasst ...

Fangen wir erstmal mit dem positiven Aspekt an: Mona Kasten schreibt auch in diesem Buch wieder sehr locker, sehr leicht und absolut verständlich. Die Sprache ist der Zielgruppe des Genres definitiv angepasst und an die Handlung angepasst. Trotzdem hatte auch ich keine Probleme damit und kam schnell voran. Angenehm und bildhaft erzählt die Autorin die Geschichte und verzichtet dabei auf jedes unnötige Detail, was den Lesefluss hätte aufhalten können. Ein weiterer Pluspunkt ist die Gliederung, die hier in Form zweier Perspektiven daher kommt. Wir lesen also sowohl aus Ruby’s, als auch auf James‘ Sicht und erhalten tiefe Einblicke in deren unterschiedlichen Lebensweisen, Gedankengänge und Beweggründe. Binnen kürzester Zeit war ich durch das Buch durch und hatte während des Lesens des Öfteren wieder dieses wohlige Gefühl, was schon die Again Reihe bei mir auslöste. Quasi eine Art Flashback.

Trotzdem unterscheidet sich diese Reihe erheblich von Begin Again und Co. „Save Me“ wirkt wesentlich „jünger“, die Charaktere naiver und die ganze Handlung durchschaubarer, als ich es von der Autorin gewohnt bin. Trotzdem soll das dem Ganzen keinen Abbruch tun – es sind zwei komplett unterschiedliche Reihen, die sich ja auch voneinander abheben sollen. Gut. Hören wir auf mit den Vergleichen.
„Save Me“ beginnt damit, dass wir als Leser erst einmal Zeit bekommen, unsere Protagonistin kennen zu lernen. Erst nach und nach entwickelt sich die Handlung. Ein großer Spannungsbogen ist dabei allerdings nicht zu erwarten; viel eher ist es ein netter Zeitvertreib, der größtenteils von der Atmosphäre und ein paar wenigen transportierten Gefühlen lebt. Die Storyline wirkt klischeehaft, fast stereotypisch und ist definitiv nichts, was man nicht schon zigmal gelesen hat. Immer wieder gab es diese „Augenrollen“-Momente, die besonders dann auftraten, wenn die Charaktere mal wieder jeden Wink mit dem Zaunpfahl übersahen und quasi blind das absolut falsche taten.
Der Schulalltag gestaltet sich als ebenso gewöhnlich; lediglich die Treffen des Veranstaltungskomitees brachten ein wenig Abwechslung. Versteht mich nicht falsch: die gesamte Handlung ist durchaus unterhaltsam, liest sich gut und kann stellenweise sogar sowas wie Neugier wecken, aber es ist mehr als offensichtlich, was noch alles passiert. Überraschungsmomente und spannende Wendungen sucht man hier also vergeblich. Sehr schade, doch bringt die Idee an sich schon nicht besonders viel Potential mit sich. Ein weiterer Punkt ist für mich die Altersempfehlung. Das Buch ist ab 16 Jahren angesetzt – doch da im Grunde nichts passiert; besonders nichts erotisches oder verbotenes, könnte die Geschichte auch von der jüngeren Zielgruppe gut gelesen werden. Ab 14 Jahren wäre meiner Meinung nach passender gewesen.
Der Schluss ist, wie schon vorherzusehen, sehr schlicht, sehr ausgelutscht und wenig einladend, Band 2 überhaupt lesen zu wollen. Einzig und allein die Atmosphäre, die während des Lesens entsteht und der sehr angenehme Schreibstil hielt mich bei Laune und konnte mich über die Vorhersehbarkeit hinweg trösten. Der Unterhaltungswert ist definitiv gegeben, die Kulisse überzeugt; doch die Handlung bietet nicht das, was ich mir versprochen hatte. Sehr schade.

Ebenso verhielt es sich mit den Charakteren. Sie waren durchschnittlich; ganz nett – aber mehr leider nicht. Nicht falsch verstehen, ich mochte Ruby und James, das war nicht das Problem; ihre Gewöhnlichkeit war es, die mir manchmal sauer aufstieß. Die Interaktionen untereinander und die Dialoge zwischen ihnen waren derart vorhersehbar; so klischeehaft und stereotypisch, dass es mich einfach stellenweise nervte. Auch konnte ich ihre Handlungen und Gedankengänge nicht mit ihrem Alter in Einklang bringen. Ruby feiert im Laufe der Geschichte irgendwann ihren 18. Geburtstag, wirkte auf mich aber wesentlich jünger und „unreifer“. Ihr Verhalten hätte eher zu einem 15-jährigen, pubertierenden Mädchen gepasst. Bei James war es ein bisschen anders; doch ging er mir nicht weniger auf die Nerven. Selbstmitleid ist beinah das einzige, was bei mir als NoGo läuft – und James hatte jede Menge davon mit im Gepäck. Zusätzlich davon gab es noch einige Trotz-Reaktionen, die nicht besonders gut bei mir ankamen.
Beide schenkten sich in der Hinsicht nicht viel; und trotzdem gab es auch einige Passagen – manchmal ganze Kapitel, in denen ich gut und leicht mit ihnen mitfiebern konnte. Sie waren weitestgehend liebenswert und sympathisch; James dazu noch recht attraktiv; doch der Funke wollte nicht gänzlich überspringen. Mag vielleicht auch sein, dass ich mit meinen knapp 28 Jahren einfach schon ein wenig zu alt bin, um mich mit den Protagonisten anfreunden zu können; doch Fakt ist: ich konnte es weder bei James noch bei Ruby.
Randfiguren gab es ebenfalls einige – und da war es besonders James‘ Schwester Lydia, die mich für sich gewann. Ihre Entwicklung war interessant; ihr ganzes Leben hob sich vom tristen Alltag der anderen ab und ich mochte diese junge Frau einfach ungemein gerne! Auch Ruby’s Schwester gefiel mir – sie unterschied sich ebenfalls deutlich mehr vom Einheitsbrei, als es die Protagonisten taten. Alle anderen beteiligten Figuren empfand ich als ausreichend gut ausgearbeitet und ich konnte mir von allen ein Bild machen und ein Urteil bilden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Überraschend anders und trotzdem wieder mit so viel Marie Force Charakter

Wenn das Glück uns findet
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Brandon wieder zu treffen war, gelinde gesagt, ein wenig seltsam. Man hat ihn als Leser einfach in nicht allzu guter Erinnerung und die Zweifel, ob er seinen ersten Eindruck wirklich ausbessern kann, waren ...

Brandon wieder zu treffen war, gelinde gesagt, ein wenig seltsam. Man hat ihn als Leser einfach in nicht allzu guter Erinnerung und die Zweifel, ob er seinen ersten Eindruck wirklich ausbessern kann, waren nicht gerade klein. Doch letztlich muss ich sagen, dass ich Brandon inzwischen als meinen zweitliebsten O’Mailley betrachte. Seine Geschichte mit der Alkoholsucht, sein Weg aus dieser Krankheit, sein Umgang damit und was ihm dabei alles durch den Kopf ging, war einfach bemerkenswert authentisch und auf ganzer Linie nachvollziehbar. Besonders seine Entwicklung überraschte mich, denn während ich ihn als skrupellosen Vollidioten kennengelernt habe, mauserte er sich schnell zu einem attraktiven, offenherzigen und großzügigen Menschen. Brandon ist die perfekte Besetzung für dieses Buch und bereicherte die Story mit seiner Art und seinem Wesen ungemein. Gleichzeitig schwang aber auch immer diese Angst mit, er könnte doch nicht stark genug sein, für das, was ihm bevorstand.
Die weibliche Hauptrolle übernimmt hier Daphne, eine junge Frau, deren Leben auch alles andere als vorbildlich verlief. Ihr Status als alleinerziehende Mutter einer tollen Tochter, wäre sicher noch kein Problem für sie gewesen; doch ihre Vergangenheit droht in jeder Sekunde, sie einzuholen und ihr hart erkämpftes Leben durcheinander zu bringen. Marie Force hat sich hier für ein ganz besonderes Element entschieden, das später noch für eine Menge Spannung sorgen wird. Daphne ist von ihren Charakterzügen her nicht einzigartig. im Gegenteil, solche wie sie gibt es wie Sand am Meer und trotzdem war sie für mich eine absolut interessante, mitfiebernswerte Protagonistin, die mich erreichte und mitriss. Genau wie Brandon war auch sie 100% nachvollziehbar, vollkommen authentisch und größtenteils einfach liebenswert. Ihre bodenständige Art war angenehm zu verfolgen und der perfekte Ausgleich zu der eher ungewöhnlichen Handlung.
Doch ganz wie gewohnt sind es besonders die Randfiguren, die mein Herz im Sturm eroberten. Die O’Malleys sind eine wundervolle Großfamilie, die perfekt harmoniert und bei denen Streitigkeiten trotzdem mit zum Alltag gehören. Jeder, der Colleen und Dennis kennenlernt, wird sofort diese wohlige Stimmung spüren, die auf jeder einzelnen Seite Zuhause ist. Dieses Miteinander und der Zusammenhalt sind herzerwärmend und großartig und einfach schön. Da hat Marie Force mal wieder gezeigt, dass es gerade die Charaktergestaltung ist, die solchen Büchern Leben einhauchen.

Der Klappentext verrät bereits einen wichtigen Punkt der Handlung: Brandon’s Alkoholsucht. Bereits im Vorgänger sind mir mit der Thematik in Berührung gekommen und haben erfahren, dass sein Umfeld ihm nun ein Ultimatum stellt. Doch erst hier begleiten wir den Mann, der die Kontrolle über seine Trinkerei längst verloren hat. Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit Brandon’s Ankunft in der Entzugsklinik. Wir begegnen einem Kerl, bei dem von Einsicht keine Spur ist. Stattdessen ist er wütend auf seine Familie – immerhin hat er doch gar kein Problem.
Mir persönlich gefiel der Einstieg enorm gut, denn Brandon bestätigte meinen ersten Eindruck und bekam dadurch die Chance, sich langsam und glaubhaft zu entwickeln. Die ganze Handlung rund um ihn und Daphne läuft allgemein sehr realistisch und nicht überstürzt ab; es gibt genügend Vorlaufzeit und wirkt sehr lebensecht. Anders verhielt es sich aber mit dem zweiten Handlungsstrang, der sich vom Brandon’s Bruder Colin dreht. Auch hier hatte ich, wie schon in Band 2, das große Problem, dass dieser Handlungsstrang einfach ein komplettes, eigenes Buch verdient hätte um wirklich authentisch zu sein. Hier geschah alles Schlag auf Schlag und die Glaubwürdigkeit blieb einfach auf der Strecke. Das war allerdings auch der einzige, negativ angehauchte Aspekt, der mir ins Auge stach.
Dafür ist die Handlung rund um Brandon, Mike und Daphne eben umso echter – sie nahm aber auch locker dreimal so viel Raum ein und erhielt definitiv mehr Aufmerksamkeit von der Autorin. Das spürte man sich zuletzt daran, dass die Emotionen hier sehr intensiv transportiert wurden und ich stellenweise wirklich atemlos und voller Sorge, Leid und Schmerz mitfiebern konnte. Insbesondere das Ende hatte es in sich! So viel Action, Spannung und Adrenalin bin ich von der Autorin wirklich nicht gewohnt: umso (positiv) überraschter und begeisterter war ich davon. Wer hätte denn auch damit gerechnet, hier auf Crime-Elemente zu treffen? Kurz um: wir treffen hier auf die perfekte Mischung aus gefühlvoller Liebesgeschichte, einnehmender Wohlfühl-Geschichte und spannendem Crime. Rund herum gelungen!

Worüber ich mich aber am meisten gefreut habe war: Marie Force hat auf die Erotik quasi komplett verzichtet. Es gibt Sex-Szenen, keine Frage, doch die wurden lediglich erwähnt und nicht (wieder) im kleinsten Detail beschrieben. Sie kann Erotik, keine Frage, aber es hätte hier einfach nicht ins Bild gepasst. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf die Gefühle, die Stimmung, das Miteinander und das Erlebnis, das Buch zu lesen. Dank ihres Stils ist es ein Kinderspiel sich fallen und treiben zu lassen, abzuschalten und den Alltag komplett zu vergessen. Nirgends fühle ich mich so wohl und so entspannt, wie in Marie Force‘ Geschichten. Mittels eines einfachen und somit verständlichen Stils rauscht man nur so durch die Seiten und ist, meiner Meinung nach, viel zu schnell am Ende angelangt. Ihre gewählten Beschreibungen, die stets auf den Punkt und nie zu ausschweifend sind, erzeugten ein klares Bild vor meinem inneren Auge und ich fühlte mich mal wieder als Teil des Ganzen. So; und nur so muss ein Roman dieser Art geschrieben und erzählt werden. Für mich ist die Autorin die Queen, was Wohlfühl-Geschichten betrifft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.12.2019

Herrlich authentisch und mitreißend

Kissing Lessons
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Schon lange vor dem Erscheinungstermin ist mir dieses wunderschöne Cover ins Auge gestochen; kein Wunder – es ist ein absoluter Blickfang! Doch erst der Klappentext sorgte dafür, dass ich es unbedingt ...

Schon lange vor dem Erscheinungstermin ist mir dieses wunderschöne Cover ins Auge gestochen; kein Wunder – es ist ein absoluter Blickfang! Doch erst der Klappentext sorgte dafür, dass ich es unbedingt haben musste. Vielen Dank an dieser Stelle an den Kyss-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars; die Freude darüber war grenzenlos! Und kaum dass das Buch dann bei mir einzog habe ich mich auch schon direkt in die Geschichte gestürzt. Ich denke, am neugierigsten war ich definitiv darauf zu sehen, wie Helen Hoang den Autismus-Aspekt ausgearbeitet und dargestellt hat. Und exakt das; aber auch noch vieles mehr, erzähle ich euch jetzt. Bleibt also gerne dran. Viel Spaß.

In Kissing Lessons treffen wir auf eine junge Frau, deren Leben vor allen Dingen dank Routinen und sehr viel Arbeit funktioniert. Stella ist Autistin und reagiert deshalb sehr stark auf Veränderungen und gewisse Einflüsse von außen wie Lärm, Gerüche, Lichteffekte, etc. Sie schottet sich ab, sieht sich selbst als schlechte Gesellschaft und ist daher unsicher und schüchtern. Doch das will sie ändern, und nur eins kann ihr helfen: Übung. Kurzerhand entscheidet sie sich dazu, einen männlichen Escort zu engagieren und prompt kommt Michael ins Spiel.
Stella als Protagonistin ist wahrlich perfekt. Ich habe lange überlegt, wie es jemand ohne diese Störung schafft, eine autistische junge Frau derart realistisch und glaubhaft darzustellen, doch im Endeffekt ist das auch völlig egal – wichtig ist nur, dass Helen Hoang eine wunderbare, absolut greifbare und zutiefst bewundernswerte Hauptfigur geschaffen hat; wie sie das machte, spielt gar keine Rolle. Mit Stella die Geschichte zu durchleben ist nicht nur interessant, sondern macht auch unheimlich Spaß. Es gewährte mir völlig neue Einblicke in die Welt der Betroffenen und öffnete mir die Augen. Ich habe mir nie besonders intensiv Gedanken um Autismus gemacht, doch Stella animierte mich, zu recherchieren – noch mehr über sie bzw. ihre Störung wissen zu wollen und alleine das bestätigt mich in meiner Meinung, dass ich sie absolut genial fand, erst recht. Stella ist nicht wie die unzähligen anderen Charaktere in Büchern, Stella ist was Besonderes. Ihre Eigenheiten machen sie umso sympathischer und ihre Entwicklung beobachten zu dürfen, erfüllte mich mit grenzenloser Freude.
Michael hingegen ist total wie alle anderen; und trotzdem irgendwie einzigartig. Mein Empfinden ihm gegenüber in Worte zu fassen fällt mir immens schwer, da er einerseits wirklich recht gewöhnlich war, mein Herz aber trotzdem im Sturm erobern konnte. Michael ist unendlich attraktiv und sexy; er weiß immer, was er tut und er strahlt ein Selbstbewusstsein aus, um das man ihn beneiden muss. Dabei hat er selbst Probleme, übernimmt mehr Verantwortung als gut für ihn ist und steckt seine eigenen Ziele und Wünsche zurück, um für andere zu sorgen und da zu sein. Michael ist auf ganzer Linie lebendig und überzeugte mich schon während den ersten Seite komplett. Mit seiner Art und Weise, seinem inneren Dilemma und seiner wahnsinnigen Ausstrahlung ist er exakt das Gegenteil von Stella und trotzdem genau so liebenswert und greifbar, wie sie.
Kurz um: Stella und Michael sind einfach fantastisch zusammen. So unterschiedlich sie auch sein mögen, die Interaktionen miteinander und untereinander sind mehr als interessant und trotzdem herrlich normal und bodenständig. Durch ihre verschiedenen Wesen ergänzen und helfen sie sich enorm und holen das Beste aus dem jeweils anderen heraus.
Und können wir bitte auch mal eben schnell einen Absatz den Nebenfiguren widmen? Ein jeder einzelne ist derart greifbar und lebendig, dass es kaum in Worte zu fassen ist. Es gibt so viele unterschiedliche Persönlichkeiten, denen wir im Laufe der Geschichte begegnen dürfen und jeder ruft ganz andere Gefühle im Leser hervor – von Misstrauen über Abscheu bishin zu tiefer Bewunderung und Liebe.

Besonders gut gefiel mir allerdings auch die Umsetzung dieser ohnehin schon vielversprechenden Idee. Die Autorin hat iden Hauptteil ihres Augenmerks darauf gelegt, wie Stella tickt, wie ihr Alltag aussieht und wie die Menschen um sie herum mit ihr umgehen. Ihre Unsicherheiten nahmen so viel Raum ein, so viel Geschichte, und doch hätte dieses Werk niemals ohne das alles funktioniert. Es war allgemein ein Erlebnis, zu sehen, wie gut sich die Autorin mit der Thematik rund um Autismus beschäftigt hat und welch wahnsinnige Recherche-Arbeit dahinterstecken muss. Trotzdem wird nicht auf jeder zweiten Seite erwähnt, dass Stella daran leidet – man spürt es einfach und das ist ein unglaublicher Pluspunkt, in meinen Augen.
Die Handlung nimmt eine ganz andere Richtung, als man vielleicht anfangs vermutet und diesen Verlauf zu verfolgen, ist auf eine ganz besondere Art und Weise spannend. Es beginnt noch recht klischeehaft, entwickelt sich aber so wundervoll, so authentisch und so lebendig. Helen Hoang setzt dabei nicht nur auf einen atmosphärisch, gefühlvollen Schreibstil und eine passend abgestimmte Sprache, sondern auch eine bewährte Gliederung: wir erleben die Geschichte nämlich durch zweierlei Perspektiven; Stella’s und Michael’s. In ihrer beiden Köpfen geht so viel vor, beide haben recht ähnliche Gedankengänge, dabei aber grundverschiedene Probleme und trotzdem ähneln sich zwei so unterschiedliche Charaktere auf eine ganz spezielle Art. Dank gut platzierten Geschehnissen und abwechslungsreichen Elementen wird es nie langweilig und das obwohl die Geschichte definitiv nicht von Tempo oder gar Action lebt, sondern einzig und allein vom Interesse des Lesers und den Gefühlen der Protagonisten.
Das Highlight des Buches lag in meinen Augen aber wo anders: ich fand es perfekt, wie sich die Sache zwischen Stella und Michael entwickelt hat. Ruhig und gediegen, fast schon langsam; 100% glaubhaft und lebensnah. Nicht so überstürzt wie in vielen anderen New Adult Romanen, sondern in einem realistischen Tempo, mit realistischen Problematiken, mit realistischen Dramen und einem realistischen Ende. Kein Kitsch, sondern herzerwärmende Dialoge und jede Menge Emotionen sind es, die das Buch aufrecht halten. Sogar ein paar kleine Überraschungen sind eingebaut und sorgen für den nötigen „Spannungsbogen“. Endlich mal eine NA-Geschichte, die weder überdramatisiert noch aalglatt abläuft. Selbst die Erotikszenen wirken in diesem Buch so niveauvoll und sind trotzdem auf ganzer Ebene prickelnd und gut geschrieben.

Das Ende ist nicht außergewöhnlich, schaffte es aber mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit, mich zu begeistern. Meistens ist es völlig gleichgültig ob man als Leser etwas kommen sieht oder nicht, die Hauptsache ist, dass es schön verpackt ist – und genau das war hier der Fall. helen Hoang setzt auf einen runden Schluss, der alle offenen Fragen beantwortet und mich 100% zufrieden stellt. Was für eine Gefühlsachterbahn; gerade gen Ende ist es noch einmal sehr mitreißend und spannend, genau so wie beim restlichen Buch und somit perfekt ausgearbeitet und zu Papier gebracht. Danke für dieses Erlebnis!

FAZIT:
„Kissing Lessons“ ist Unterhaltung, Aufklärung, eine emotionale Achterbahnfahrt und ein absolutes Wohlfühl-Buch in einem. Helen Hoang bringt mit einem wunderschönen, leicht zu lesenden Schreibstil eine gefühlvolle Geschichte zu Papier, die überzeugt und begeistert. Einzigartige Charaktere mit Ecken und Kanten macht besonders deshalb Spaß, weil wir sie als Leser sehr eingehend kennenlernen und dank den beiden Perspektiven ein deutliches Bild ihrer Gedankengänge erhalten. Es fällt mir unheimlich schwer, meine Begeisterung für das Werk in Worte zu fassen, ohne alles nüchtern herunter zu rattern; aber lasst euch eins gesagt sein: dieses Buch ist genau das, was hinten drauf steht » Die Liebesgeschichte des Jahres“ ♥ Von mir also die volle Punktzahl und ich freue mich auf Band 2.

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