Cover-Bild Der Muttercode
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15,00
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  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 12.07.2021
  • ISBN: 9783453320734
Carole Stivers

Der Muttercode

Roman
Jürgen Langowski (Übersetzer)

Im Jahr 2049 haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, werden Kinder nun von Robotern ausgebrütet und aufgezogen. Um sicherzustellen, dass es den Kindern an nichts mangelt, wurde ein spezielles Computerprogramm, der sogenannte Muttercode, entwickelt, der dafür sorgt, dass die Roboter agieren und empfinden wie ein Mensch. Kai ist so ein Roboterkind. Gemeinsam mit seiner Mutter Rho-Z streift er durch das zerstörte Amerika der Zukunft. Kai ist glücklich, denn Rho-Z umsorgt ihn liebevoll und lehrt ihn alles, was er wissen muss. Doch als die erste Generation der Roboterkinder heranwächst, sollen die Mütter wieder abgeschaltet werden ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2021

Für alle Fans der Story von Horizon Zero Dawn

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Dieses Buch hat vor allem wegen seines Covers meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich lese nicht ganz so oft Sci-Fi, weswegen ich das Buch zwar gerne lesen wollte, aber nicht allzu große Erwartungen ...

Dieses Buch hat vor allem wegen seines Covers meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich lese nicht ganz so oft Sci-Fi, weswegen ich das Buch zwar gerne lesen wollte, aber nicht allzu große Erwartungen hatte. Dafür wurde ich umso positiver überrascht.

Für alle Fans der Story von Horizon Zero Dawn
Als Erstes muss gesagt werden: Der Klapptext von Heyne ist Schrott. Und zwar so richtig. Er beschreibt im Grunde die letzten 50 Seiten des Romans was a) spoilert und b) falsche Erwartungen weckt. So denkt man der Roman spiele vor allem nach der Katastrophe und drehe sich hauptsächlich um Kai und seine Robotermutter.
Dem ist jedoch nicht so. Das Buch ist in zwei Teile unterteilt und grob gesagt kann man sagen, dass Teil 1 erzählt, wie es zur Katastrophe und dem Plan der Robotermütter kam wobei hier auf zwei Zeitebenen erzählt wird und erst ab Teil zwei ist man in einer einzigen Gegenwart angelangt und der Fokus wird stärker auf die Kinder und Robotermütter gelegt. Nun haben sich aber viele auf diesen Fokus eingestellt und sind enttäuscht, dass es den Großteil er ersten Hälfte um etwas anderes geht.Dass der Klapptext so irreführend ist, ist mit ein Grund, warum ich schon einige negative Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, was ich schade finde, denn von einem Buch enttäuscht zu sein, einfach, weil falsche Erwartungen geschürt worden ist frustrierend und vor allem vermeidbar.

Zum Glück, lese ich Klapptexte sowieso nur flüchtig, weswegen ich da keine großen Erwartungshaltungen hatte. Und da ich auch jemand bin, der in Büchern immer wissen will, wieso, weshalb warum eine Katastrophe geschieht/geschah, fand ich den ersten Teil von Der Muttercode sehr spannend. Am besten hat mir die Stimmung gefallen, wie sich alles immer mehr zuspitzt und es trotzdem Menschen gibt, die nach Lösungen suchen, notfalls auch nach welchen, die nicht die Rettung, sondern einen Neubeginn versehen. In der ganzen Stimmung hat mit dieser Teil sehr an die Story von dem Spiel Horizon Zero Dawn erinnert. Es war das gleiche Gänsehautgefühl, die gleiche Dramatik, als die Lage immer aussichtsloser wurde.

Die Seiten flogen für mich nur so dahin, es las sich eigentlich schon wie ein Thriller und selbst wenn man den groben Ausgang ja schon kannte, empfand ich den Wettlauf mit der Zeit als sehr spannend und nervenaufreibend. Noch dazu hatte es auch etwas sehr Beklemmendes, denn auch wenn der “Übeltäter” hier eine Biowaffe war, der freigesetzte Erreger löste eine grippeähnliche Lungenkrankheit aus. In Angesicht von Corona verursacht das schon Gänsehaut. (Die Autorin schrieb den Roman allerdings bereits vor der Pandemie)

Mensch und Maschine
Nach diesem nervenaufreibenden Teil eins, wird es in Teil zwei etwas ruhiger. Statt Endzeitspektakel konzentriert sich die Handlung nun auf die Beziehung zwischen Mensch und Maschine, genauer gesagt den Kindern und ihren Robotermüttern. Es stellt sich die Frage was Menschlichkeit ist, was einen Menschen ausmacht und inwieweit Roboter Persönlichkeit haben, aber auch ob eine zu selbstständig denkende KI nicht gefährlich ist. Diesen fragen wird zwar nicht allzu tief im Detail nachgegangen, aber ihr Ton klingt immer wieder durch, während zwei grundverschiedene Generation von Menschen versuchen zu ergründen, was mit den Robotormüttern ist und vor allem was geschehen soll.

Ich muss zwar gestehen, dass mich Teil eins noch ein bisschen mehr packen konnte, trotzdem hat mir auch diese zweite Hälfte sehr gut gefallen. Was mir besonders gut gefallen hat und auch schon beim ersten Abschnitt deutlich wurde, ist, wie die Autorin aus ihren Protagonisten keine Helden oder Supergenies macht. Alle Figuren machen Fehler, es gibt Rückschläge bei der Entwicklung der Mütter, wie auch danach. Dadurch wirkte vieles auf mich authentischer und nachvollziehbarer, wobei viele Dinge natürlich weiterhin vorerst im Bereich der Science-Fiction, denn der realen Möglichkeiten bleibt, aber e ist ja auch nun mal ein Sci-Fi Roman.

Fazit:


Der Muttercode war für mich die (positive) Überraschung des Julis. Der Roman ist gut durchdacht und spannend und dicht erzählt. Die erste Hälfte des Buches ist ein nervenaufreibendes Endzeitdrama, die zweite eine berührende Geschichte, die nach dem Menschlichen in der Maschinen fragt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung (jedoch auch die Aufforderung zum Ignorieren des Verlag-Klappentext).

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Veröffentlicht am 07.07.2022

Der Klappentext verspricht eine andere Geschichte

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Buchinfo
Im Jahr 2049 haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, werden Kinder nun von Robotern ausgebrütet und aufgezogen. Um sicherzustellen, ...

Buchinfo
Im Jahr 2049 haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, werden Kinder nun von Robotern ausgebrütet und aufgezogen. Um sicherzustellen, dass es den Kindern an nichts mangelt, wurde ein spezielles Computerprogramm, der sogenannte Muttercode, entwickelt, der dafür sorgt, dass die Roboter agieren und empfinden wie ein Mensch. Kai ist so ein Roboterkind. Gemeinsam mit seiner Mutter Rho-Z streift er durch das zerstörte Amerika der Zukunft. Kai ist glücklich, denn Rho-Z umsorgt ihn liebevoll und lehrt ihn alles, was er wissen muss. Doch als die erste Generation der Roboterkinder heranwächst, sollen die Mütter wieder abgeschaltet werden ... (Quelle: Amazon)

Anfang
Die Laufräder dicht unter die Rümpfe gezogen und die Flügel ausgebreitet, zogen sie in enger Formation nach Norden. Die Sonne glänzte auf den Metallkörpern und zeichnete ihre verschmolzenen dahinrasenden Schatten auf die Höhenzüge und Hügelkämme der offenen Wüste. Unten war es völlig still, dort herrschte das unendliche tiefe Schweigen, das sich einstellt, wenn alles verloren und vertan ist.

Meine Meinung
Ich war so wahnsinnig gespannt auf dieses Buch und habe so viel erwartet...und wahrscheinlich war genau das das Problem 😕 Angelockt wurde ich durch dieses wundervolle Cover und auch der Klappentext hat mich unglaublich neugierig gemacht. Erwartet hatte ich eine Mischung aus Dystopie und Sci-Fi, was es im Endeffekt auch war, aber doch ganz anders, als ich dachte.

Ich hatte durchaus erwartet, dass man erfährt, wie es überhaupt soweit kommen konnte. Roboter, die Kinder aufziehen müssen, damit die Menschheit nicht ausstirbt...da will ich selbstverständlich wissen, wieso das nötig ist! Aber nach dem Klappentext dachte ich eigentlich, dass es hauptsächlich um die Roboter und die Kinder gehen wird. Pustekuchen!

Man muss sich durch unzählige Kapitel durchquälen, in denen es um Wissenschaftler, Geheimdienste und um Liebesgeschichten geht, während man von den Kindern und den Robotern immer nur so ein paar Häppchen hingeworfen bekommt. Versteht mich nicht falsch: Ja, Hintergrundinfos sind wichtig und ich wollte sie ja auch, aber ich wollte es eben nicht so. Es sind so viele Kleinigkeiten und stellenweise unwichtige Dinge auf massenhaft Seiten beschrieben, dass ich das Buch immer mal wieder weglegen musste. Da man aber ständig in der Zeit rumspringt, hat mir die Aufnahme des Weiterlesens dann jedesmal wieder Schwierigkeiten bereitet. Ab einem gewissen Punkt war ich wirklich gefrustet!

Eine absolut unrealistische Sache fand ich das Verhalten der Kinder. Rho-Z hat Kai sechs Jahre lang aufgezogen und alles was er weiß, weiß er von ihr. Gelernt hat er durch Videos und für die Kommunikation mit ihr hat er einen Chip in der Nase, wourch er sich über Gedanken mit ihr unterhalten kann. Niemand spricht aktiv mit den Kindern, aber sie können sprechen und sich dann auch miteinander unterhalten. Außerdem agieren sie keinesfalls wie Kinder mit sechs, acht oder später zehn Jahren. Sie ziehen Rückschlüsse und wenden eine Logik an, wozu sie in ihrem Alter noch gar nicht fähig sind (ich bin pädagogische Fachkraft...ich behaupte das also nicht einfach so 😉). Außerdem schwingen sie sich mal eben auf ein motorisiertes Fahrzeug und können damit ohne Probleme durch die Gegend fahren. Einfach so. Von jetzt auf gleich.

Ich will auch nicht zu viel verraten, aber ich kann so viel sagen, dass die ganzen Stränge zum Ende hin zusammenlaufen und man versteht, wieso die Erwähnung von allen zwischenmenschlichen Geschichten wichtig ist. Aber ich persönlich hätte sie einfach nicht bis ins kleinste Detail gebraucht. Mir persönlich sind die (menschlichen) Charaktere dadurch nicht näher gekommen oder ans Herz gewachsen.

Fazit
Ein Buch, von dem ich mir so viel versprochen habe und was auch wirklich gut hätte werden können, wenn es sich nicht so in Nichtigkeiten verloren hätte.

Der Klappentext lässt etwas ganz anderes erwarten, als man im Endeffekt serviert bekommt. Die Kinder und die Roboter spielen lange Zeit nur eine ziemlich untergeordnete Rolle, obwohl ich gedacht hätte, dass auf ihnen das Hauptaugenmerk liegt.

Aufgrund des wunderschönen Covers darf das Buch aber bei mir im Regal bleiben, auch wenn mich die Geschichte nicht gänlich überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 09.10.2021

Andes als erwartet!

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Der Debütroman von Carole Stivers wurde gleich in mehrere Sprachen übersetzt als er rauskam und galt damit sofort als heiße Ware. Für mich damit ein Must-Read aus dem SciFi-Bereich, dem ich mich gleich ...

Der Debütroman von Carole Stivers wurde gleich in mehrere Sprachen übersetzt als er rauskam und galt damit sofort als heiße Ware. Für mich damit ein Must-Read aus dem SciFi-Bereich, dem ich mich gleich widmen wollte. Aber der Anfang war schwer …

Im Jahr 2049 haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert. Um den Fortbestand der Menschheit zu sichern, werden Kinder nun von Robotern ausgebrütet und aufgezogen. Um sicherzustellen, dass es den Kindern an nichts mangelt, wurde ein spezielles Computerprogramm, der sogenannte Muttercode, entwickelt, der dafür sorgt, dass die Roboter agieren und empfinden wie ein Mensch. Kai ist so ein Roboterkind. Gemeinsam mit seiner Mutter Rho-Z streift er durch das zerstörte Amerika der Zukunft. Kai ist glücklich, denn Rho-Z umsorgt ihn liebevoll und lehrt ihn alles, was er wissen muss. Doch als die erste Generation der Roboterkinder heranwächst, sollen die Mütter wieder abgeschaltet werden …
Die Autorin ist Biochemikerin und hat lange im Silicon Valley gearbeitet, also eine Frau, die bereits tiefe Einblicke in die Wissenschaft, Technik und Arbeitswelt geworfen hat. Und genau diese Aspekte merkt man beim Lesen, so war der Roman für mich zunächst eine Herausforderung.
Einen guten Teil der Geschichte nimmt die Zeit vor der Pandemie ein, wo wir beim US Militär sind, der Virus wird entdeckt und sie suchen Möglichkeiten die Menschheit zu retten. Wie es scheint gibt es auf dieser Welt nur Amerika, keine anderen Länder.
Das mal beiseite, es ging viel um die Personen die an der Stelle mitgewirkt hatten und eben die Roboter entwickelten, die wie Mütter auf die nächste, bzw. letzte Generation aufpassen sollten.

Viele wissenschaftliche Begriffe und Abläufe am Anfang, viele Handlungsstränge die sich um die Personen aus dem Militär drehten und ihr Privatleben, brachten mich durcheinander und langweilten mich. Wo blieb die Apokalypse? Die Roboter?
Einzig allein der andere Handlungsstrang in der Zukunft, über den jungen Kai, der auf der Suche nach anderen Kindern ist, hellte für mich das Buch auf und ließ hoffen, dass wir bald mehr darüber erfahren.

Kai ist ein Kind, dass ein Militärroboter mit einer künstlichen Gebärmutter und dank dem “Mutter-Code” geboren hat, sie beschützt das Kind in der postapokalyptischen Welt. Während die Kinder auf der Suche nach anderen Kindern sind, sind auch die letzten Überlebenden und Schöpfer der Roboter unterwegs auf der Suche nach ihnen. Aber die Welt hat sich stark verändert und überall lauern Gefahren.

Nachdem die Zeitstränge sich fast angleichen, wurde es für mich viel interessanter. Denn meiner Meinung nach wurde zu viel Augenmerk auf die Erwachsenen gelegt und das war unpassend zum Klappentext. Auch konnte ich mit den Charakteren am Anfang kaum Verbindung aufbauen, sie waren alle sehr geradlinig, einfach gestrickt, keine Überraschungen und es waren einfach zu viele für diesen Roman.

Als einen düsteren apokalyptischen Hollywood-Streifen kann ich mir das Buch eher vorstellen. Und auch wenn ich nun eher negativ das Buch beschrieben habe, es war okay! Nur nicht ganz das, was ich erwartet und gehofft hatte!

Veröffentlicht am 16.09.2021

Zu langer Anlauf

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„Der Muttercode“ wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Zum einen erfährt man, was Kai und seiner „Mutter“ Rho-Z unter widrigsten Umständen nach der Katastrophe erleben. Zum anderen läuft ein zweiter Erzählstrang ...

„Der Muttercode“ wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Zum einen erfährt man, was Kai und seiner „Mutter“ Rho-Z unter widrigsten Umständen nach der Katastrophe erleben. Zum anderen läuft ein zweiter Erzählstrang einige Jahre vor der Epidemie, als quasi der Untergang der Menschheit eingeläutet wird. Das ist durchaus interessant, da man eben nicht nur die Auswirkungen der Katastrophe sieht, sondern auch die dramatischen Ereignisse, die dazu geführt haben.

Der Roman hat eine melancholische Grundstimmung, was mir gut gefallen hat. Sowohl in der Zeit vor der Katastrophe als auch danach ist die Hoffnungslosigkeit regelrecht spürbar. Und die Szenen, die sich Stivers ausgedacht hat, schreien geradezu nach einer Verfilmung. Ich konnte mir die Bilder richtig gut vorstellen.

Und jetzt kommt ein großes Aber. Eigentlich sogar mehr als eins. Denn quasi die erste Hälfte des Romans besteht darin, die Situation zu erklären, die Charaktere vorzustellen und vor allem die Entwicklung der Robotermütter Schritt für Schritt zu verfolgen. Vieles wird richtig kleinteilig aufgedröselt. Stellenweise zieht sich die Handlung dadurch enorm. Erst nach 200 Seiten finden sich die ersten kleinen Puzzleteile zusammen. Ein klasse Plottwist an dieser Stelle kann den Karren aber auch nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Und auch wenn die zweiten 200 Seiten etwas an Spannung zugelegt haben, war mir der Weg dorthin einfach zu beschwerlich.

Und mein nächstes Aber sind die Charaktere. Selbst nach der Hälfte des Romans konnte ich keine richtige Beziehung zu ihnen aufbauen. Sie erschienen mir blutleer und funktional, von den Kindern einmal abgesehen. Deshalb hat mich auch die düstere Story relativ kalt gelassen. Für mich war der Roman nicht in Balance – zu viele Nebensächlichkeiten werden untergebracht, statt die Figuren komplexer darzustellen oder mehr Spannungsmomente einzubauen.

Fazit:
Carole Stivers hat in „Muttercode“ eine großartige Idee leider schwach umgesetzt. Obwohl das Thema genau mein Fall war, konnten mich weder der Spannungsbogen noch die Charaktere überzeugen. Zudem war der Anlauf, den der Sci-Fi-Roman braucht, um in Fahrt zu kommen, einfach zu lang.

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Veröffentlicht am 11.08.2021

Zu wenig erzählt, zu viel erklärt?

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Es gibt einfach Bücher, da funkt es nicht. Der Muttercode ist für mich leider eins davon. Da es um Roboter und Krankheiten geht, wird sehr vieles erklärt. Das finde ich grundsätzlich gut, denn ich hasse ...

Es gibt einfach Bücher, da funkt es nicht. Der Muttercode ist für mich leider eins davon. Da es um Roboter und Krankheiten geht, wird sehr vieles erklärt. Das finde ich grundsätzlich gut, denn ich hasse es, wenn etwas in Büchern keinen Sinn ergibt. Trotzdem geht das hier schon sehr ins Detail. Ich hatte (als Biologiestudientin kurz vor einer Epigenenetik-Klausur) manchmal eher das Gefühl zu lernen oder ein Paper zu lesen 😀

Obwohl der Schreibstil sehr angenehm ist und ich es eigentlich sehr mag, wenn es verschiedene Handlungsstränge gibt, wirkte das hier sehr unausbalanciert. Während der Fokus im Klappentext auf den Kindern liegt, liest man im Buch mehr über die Rolle des Militärs bezüglich der Krankheit und des Muttercodes. Das wirkte auf mich leider wie eine viel zu lange Einleitung.

Leider bleiben auch zwischenmenschliche Beziehungen und Charakterzüge auf der Strecke. Es gibt zwar ein paar Entwicklungen, aber gerade die Figuren vom Militär habe ich sehr oft vertauscht, weil sie mir so ähnlich vorkamen.

Fazit

Wahrscheinlich gehört dieses Buch in die Kategorie „Man liebt es oder es gefällt einem gar nicht“. Ich finde den Klappentext dazu etwas trügerisch, denn von Kais Geschichte erfährt man weniger als über das Militär und bis derdie Leserin an dem Punkt angelangt, der am Ende des Klappentexts steht, ist das halbe Buch auch schon um.

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