Passagenweise etwas zäh
Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie ...
Das Buch ist als dystopischer Jugendthriller deklariert, dabei könnte er genauso gut heute spielen. Das einzige, was ihm in meinen Augen einen dystopischen Touch gibt, ist die zu erforschende Technologie in der Factory. Und ganz ehrlich, so weit hergeholt finde ich auch das nicht. Das Setting ist einfach super begrenzt und vom Vibe her erinnert mich das ganze ein bisschen an „alles was wir geben mussten“.
Der Erzählstil war irgendwie nicht so 100% meins. Ich mag zwar normalerweise verschiedene Zeitachsen, aber dieses Foreshadowing fand ich nicht so richtig interessant. Vor allem weil ich bis zum Ende gerätselt habe, ob all diese Sachen wirklich nicht passieren, oder das einfach Ashers Art ist zu Rekapitulieren was genau alles folgte. Mich hat das jedenfalls eher im Lesefluss gestört.
Die Enthüllung, wie diese Episoden mit der Handlung verknüpft sind, fand ich überraschend; vielleicht hab ichs aber auch einfach nicht gecheckt, falls da Hinweise drauf gab. Ich hätte mir glaube schon eher konkretere Hinweise gewünscht.
Alles was in der Factory selbst passiert ist einfach super nebulös angelegt. Die Freundesgruppe rund um Asher forscht zwar auf eigene Faust nach, aber so wirklich viel kommt dabei nicht rum. Für einen Jugendroman hätte ich mir auch mehr Interaktionen der Jugendlichen untereinander gewünscht, Potential für Spannungen, Rebellionen, aber auch unerwartete Freundschaften war ja da, aber es is schon sehr auf die Vierergruppe rund im Asher fokussiert.
Das Ende finde ich, unter Berücksichtigung, dass es einen zweiten Band gibt, ok. So richtig abgeholt hat mich dieses erste Buch noch nicht. Würde den zweiten Band aber trotzdem in der Hoffnung auf ein paar mehr Antworten lesen.