Cover-Bild Die Sonne und die Mond
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21,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 20.08.2025
  • ISBN: 9783257615807
Chris Kraus

Die Sonne und die Mond

Sie waren beste Freundinnen, starteten gemeinsam eine Bühnenkarriere, doch dann kam der Bruch. Sonja, genannt Sonne, wurde von Jana von Mond verraten. Jahre später steht Jana – inzwischen ein Comedy-Star – vor der Tür von Sonnes Bestattungsunternehmen und bittet sie, die Trauerfeier für ihren Liebsten auszurichten. Alte Wunden brechen auf, neue werden zugefügt. Die Sonne und die Mond können ihre Umlaufbahn nicht verlassen, sie leuchten weiter, jede auf ihre Art, mal kalt, mal warm.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2025

Einfühlsam erzählt

1

Chris Kraus schreibt vom Tod, vom Loslassen und vom Leben und von Freundschaft schreibt er auch. Die Sonne, das ist Sonja, und Jana von Mond waren in jungen Jahren beste Freundinnen, bis sie es nicht mehr ...

Chris Kraus schreibt vom Tod, vom Loslassen und vom Leben und von Freundschaft schreibt er auch. Die Sonne, das ist Sonja, und Jana von Mond waren in jungen Jahren beste Freundinnen, bis sie es nicht mehr waren. Jana ist mittlerweile ein gefeierter Comedy-Star und nun steht sie vor Sonnes Tür, denn ihr Liebster muss bestattet werden und wer wäre da besser geeignet als Sonne und ihr Bestattungsunternehmen. Allerdings ist Sonne alles andere als begeistert, sie geht sogar so weit, Jana hinauszukomplimentieren. Diese aber denkt gar nicht daran, sie nistet sich in Sonnes Leben ein, gewinnt das Herz des 8jährigen Nicky und auch Sonnes Mitarbeiter Samuel ist von Jana angetan.

„Alles war gerichtet. Und sie fühlte sich wie auf Wellen. Es gab keine Seekrankheit, die vergleichbar gewesen wäre mit ihrem Zustand. Sie begann zu weinen. Und doch hatte sie nicht die geringste Ahnung, welch perfekter Sturm sie an diesem Tag noch erwarten sollte.“ Jana wusste es nicht, auch nicht Samuel und Sonne war auch nicht darauf vorbereitet.

Während des Lesens bin ich durch eine Achterbahn der Gefühle gegangen. Ich mochte das Buch, dann wieder gar nicht. Zuweilen schrammt es an der Grenze des Erträglichen und doch konnte ich es nicht weglegen. Der Tod gehört zum Leben, wer kennt den Schmerz darum nicht. Auch der Autor weiß, wovon er schreibt, wie er im Nachwort verrät. Es ist seine Geschichte um Tod und Vergänglichkeit, um Abschied und Liebe und das unerträgliche, das tragische Ende eines geliebten Menschen.

Was das Buch so besonders macht, ist dieser feine Sinn für Humor, der auch den Schmerz und die Trauer erträglich macht. Zumindest ein wenig. Auch lässt es so einiges von den so unterschiedlichen Ritualen, die rund um das Sterben und den Tod in den verschiedenen Kulturen zelebriert werden, mit einfließen.

„Die Sonne und die Mond“ ist ein emotionales, ein einfühlsames Buch, nicht nur über den Tod. Auch und vor allem über Freundschaft, über verletzte Gefühle und das Sich-Wiederfinden.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Nett, aber mit Längen

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DIE SONNE UND DIE MOND
Chris Kraus
ET: 20.8.25

Sonja „Sonne“ und Jana – von allen nur „Mond“ genannt – kennen sich seit Kindertagen. Als Jana nach Deggendorf zog, wurden die Mädchen schnell unzertrennlich. ...

DIE SONNE UND DIE MOND
Chris Kraus
ET: 20.8.25

Sonja „Sonne“ und Jana – von allen nur „Mond“ genannt – kennen sich seit Kindertagen. Als Jana nach Deggendorf zog, wurden die Mädchen schnell unzertrennlich. Sie teilten nicht nur viele Erinnerungen, sondern auch die schmerzliche Erfahrung, früh ein Elternteil verloren zu haben: Sonne ihren Vater durch Selbstmord, Jana ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall. Doch ein Ereignis führte zu einem Bruch, der sie für viele Jahre trennte.

Zehn Jahre später steht Mond, inzwischen eine erfolgreiche Kabarettistin, plötzlich wieder vor Sonne, die heute ein Bestattungsinstitut führt. Sie bittet sie, die Beerdigung ihres Mannes und seiner schwangeren Geliebten zu übernehmen. Sonne weigert sich zunächst, gibt ihrer ehemaligen Freundin schließlich aber nach. Schon bald nimmt Mond wieder einen immer größeren Platz in Sonnens Leben ein – und überschreitet Grenzen, die schon damals zur Entzweihung geführt haben.

Ein Buch, das weit über die Freundschaft von Sonne und Mond hinausgeht.

Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen – ruhig, klar und zugleich poetisch, mit feinem schwarzen Humor gespickt. Chris Kraus zeichnet die beiden Frauen mit großem Gespür für ihre Widersprüche und Verletzlichkeiten. Themen wie Verlust, Freundschaft, Loyalität und die Frage nach dem Sinn des Lebens ziehen sich durch die Geschichte, stets begleitet vom Tod, der hier erstaunlich sachlich und unaufgeregt beschrieben wird.

Trotz einiger Längen ist es insgesamt eine kluge und fein erzählte Geschichte über Nähe, Distanz und das, was bleibt.
3,5/5

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Ich wollte die Geschichte so gern mögen

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,Wenn wir nicht einfach in den Tag heineinleben wollen, sondern uns unserer Existenz ganz bewusst werden möchten, dann ist es unsere schwerste Aufgabe und auch unsere größte, in unserem Leben einen Sinn ...

,Wenn wir nicht einfach in den Tag heineinleben wollen, sondern uns unserer Existenz ganz bewusst werden möchten, dann ist es unsere schwerste Aufgabe und auch unsere größte, in unserem Leben einen Sinn zu finden.
Ausgerechnet Papa, dieser so vergebliche Sinnsucher, hatte den Satz oft wiederholt,…‘

Ein Buch über die Freundschaft von Sonne und Mond
Die Sonne und die Mond kennen sich seit ihrer Kindheit, als Jana aus Jena – auch „Mond“ genannt – nach Deggendorf zog und neu in die Schule kam. Beide haben früh ein Elternteil verloren: Sonne ihren Vater durch Selbstmord, Jana ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall. Dieses gemeinsame Schicksal hat sie lange unzertrennlich verbunden, bis ein Ereignis sie entzweit hat.
Nun, zehn Jahre später, steht Jana plötzlich wieder vor Sonne, die inzwischen ein Bestattungsinstitut betreibt, und bittet sie, die Beerdigung ihres Ehemannes und dessen Affäre zu übernehmen.
Sprachlich hat mir das Buch unglaublich gut gefallen. Es liest sich flüssig, und es enthält viele wunderschön formulierte Sätze. Chris Kraus hat die beiden Protagonistinnen sehr feinfühlig mit all ihren Stärken und Schwächen gezeichnet. Ob man sie sympathisch findet, sei dahingestellt. Behandelt werden Themen wie der Sinn des Lebens, Freundschaft, Treue, Enttäuschung, das Verarbeiten von Wut, das Zulassen von Nähe – und vor allem der Tod. Letzterer wird sehr nüchtern und pragmatisch dargestellt.
Insgesamt war mir das Buch jedoch zu lang; es konnte mich in seiner Ausführlichkeit nicht fesseln, und das Märchen am Ende erschien mir entbehrlich.

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Veröffentlicht am 20.08.2025

Hat mich nicht abgeholt

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Zum Inhalt:
Einst waren sie beste Freundinnen, begannen sogar eine gemeinsame Bühnenkarriere, bis der Bruch kam. Sonja, genannt Sonne, wurde von Jana von Mond verraten. Mond wurde ein erfolgreicher Comedy-Star, ...

Zum Inhalt:
Einst waren sie beste Freundinnen, begannen sogar eine gemeinsame Bühnenkarriere, bis der Bruch kam. Sonja, genannt Sonne, wurde von Jana von Mond verraten. Mond wurde ein erfolgreicher Comedy-Star, Sonne leitet ein Bestattungsinstitut. Nun steht Mond vor Sonne und bittet sie die Bestattung ihres Liebsten zu übernehmen und damit brechen alte Wunden wieder auf und neue Wunden entstehen.
Meine Meinung:
Ich konnte mich einfach nicht wirklich in das Buch einfinden, da ich auch die Protagonisten nicht wirklich sympathisch fand. Dadurch habe ich mich auch echt schwer getan, das Buch zu Ende zu bringen. Viele der Ereignisse konnte ich auch nicht nachvollziehen und manches Mal habe ich mich bei der Lektüre fast gelangweilt. Wenn man das Nachwort liest, weiß man dann schon, warum der Autor das Buch geschrieben hat und das kann auch dazu geführt haben, dass es vielleicht nicht so gut lesbar war.
Fazit:
Hat mich nicht abgeholt