Modern mit starken Themen
Das Buch hat mich überrascht. Auf eine gute und auch fordernde Art.
Gleich zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Figuren auseinanderzuhalten. Die Vielzahl an Charakteren hat mich als Leserin ...
Das Buch hat mich überrascht. Auf eine gute und auch fordernde Art.
Gleich zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Figuren auseinanderzuhalten. Die Vielzahl an Charakteren hat mich als Leserin zunächst eher überrumpelt und ich brauchte etwas Zeit, um mich wirklich in der Gruppe zurechtzufinden. Aber je weiter die Geschichte voranschritt, desto klarer wurden die Stimmen und desto besser konnte ich eintauchen.
Inhaltlich überzeugt das Buch dafür mit einer beeindruckenden Bandbreite an Themen, die gerade junge Menschen heute beschäftigen: Rassismus, Ressourcenverschwendung, Umweltzerstörung, Krieg und eine bedrohlich wirkende Zukunft. Darkviktory verknüpft all diese Bereiche in einer Art, die spürbar macht, wie sehr diese Probleme die kommenden Generationen betreffen. Die Dystopie bleibt nicht abstrakt. Sie fühlt sich unheimlich nah und relevant an.
Die Sprache wirkt bewusst jugendlich und direkt. Manche Leser empfinden das vielleicht als zu obszön, aber ich persönlich fand es sehr authentisch. Jugendliche reden nun einmal nicht wie Goethe oder Schiller, und gerade diese ungeschönte, ehrliche Sprache gibt der Geschichte Glaubwürdigkeit.
Besonders hervorheben möchte ich die Illustrationen, die vom Autor selbst stammen. Sie verleihen dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre und zeigen, wie viel Herzblut in dem Projekt steckt.