Cover-Bild Liber Thanatamor
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14,90
inkl. MwSt
  • Verlag: telescope
  • Themenbereich: Belletristik - Märchen, Mythen, Fabeln und Legenden
  • Genre: Romane & Erzählungen / Märchen & Sagen
  • Seitenzahl: 260
  • Ersterscheinung: 28.02.2020
  • ISBN: 9783959151306
Dirk-Boris Rödel

Liber Thanatamor

Das Buch von Tod und Liebe
Dirk-Boris Rödel führt den Leser in siebzehn magischen Kurzgeschichten in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wo ein mordgeübter Landsknecht auf ein sterbendes kleines Mädchen trifft, zu einer Sippe von Steinzeitmenschen, die sich am Rande eines Moores von einer furchteinflößenden Hexe Beistand gegen übermächtige Angreifer erflehen, und immer wieder in tiefe Wälder, in denen der Leser auf Hexen, Geister, Einhörner und schließlich sogar auf Erlkönigs Tochter trifft.
Die Magie-durchtränkten Geschichten pendeln stets zwischen den beiden großen Polen Tod und Liebe – mal schlägt das Pendel zur einen, mal zur anderen Seite aus. Und manchmal werden Tod und Liebe eins …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2021

Magische Geschichten für sommerliche Abende am Lagerfeuer

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Meine Meinung

Der deutsche Journalist und Kulturwissenschaftler Dirk-Boris Rödel legt mit der Kurzgeschichtensammlung »Liber Thanatamor« sein Debütwerk vor und vermag sogleich mit siebzehn kurzweiligen ...

Meine Meinung

Der deutsche Journalist und Kulturwissenschaftler Dirk-Boris Rödel legt mit der Kurzgeschichtensammlung »Liber Thanatamor« sein Debütwerk vor und vermag sogleich mit siebzehn kurzweiligen Erzählungen in seinen magischen Bann zu ziehen.

Die Geschichten sind teilweise in der Gegenwart angesiedelt, entführen aber auch in die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs oder sogar an vollkommen mystische Orte. Dirk-Boris Rödel berichtet über Menschen, Hexen, Geister, Vogelscheuchen, Waldmänner, Landsknechte den Fährmann und einiges mehr. Mysteriöse Ereignisse, Flüche und Legenden sind dabei ebenso essenziell wie Familie sowie die Werte Freundschaft und Liebe.

In den Erzählungen scheint auch immer wieder eine Verbundenheit zur Natur hindurch, so wird in »Der Waldmann und die Vogelscheuche« der immer kleiner werdende Lebensraum Wald für Tiere in Szene gesetzt und mit einer magischen Note versehen.

Hexerei, Okkultismus, Liebe und Tod sind die zentralen Themen der Geschichten, die durchweg fesselnd erzählt werden, zum Nachdenken anregen und auch subtile Gruselmomente bereithalten. Einige der Geschichten erinnerten mich an die TV-Serie »X-Factor: Das Unfassbare« aus den 90ern, da sie genau die gleiche realistisch-mystische Atmosphäre versprühen und in ihnen die Linie zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. Kann es sich nicht wirklich so zugetragen haben, dass sich eine verstorbene Seele eines kleinen Jungen bemächtigt, um etwas abschließen zu können und dadurch Frieden zu finden?

Dirk-Boris Rödels Geschichten sind durch die verschiedensten Einflüsse geprägt, so kann man »Erlkönigs Tochter« als moderne Interpretation der Ballade von Johann Gottfried von Herder erkennen und »Gjöll« greift Fragmente aus dem Nibelungenlied auf. Durch diesen Abwechslungsreichtum entsteht ein magisches Potpourri, das unterhält und keine Langeweile aufkommen lässt.

In einigen Geschichten geht es recht lustig zu, so muss in »Moppelfee« ein dicklicher Kobold mit Berliner Dialekt als gute Fee Sozialstunden ableisten und gerät dabei mit dem glücklichen Wunschempfänger in einen weniger erfreulichen Dialog und in »Die Kekshexe« steht eine schusselige Hexe kurz vor dem Ausschluss aus ihrem Zirkel, da sie nicht nur unpünktlich ist, sondern auch schon so einige Zauber vergeigt hat. Doch mit ihren mitgebrachten und zugegebenermaßen recht improvisierten Weihnachtskeksen in Häschenform kann sie das Blatt doch noch zu ihren Gunsten wenden.

Zwei Geschichten sind unter dem Kapitel »Visionen« enthalten, auf mich wirkten diese sehr diffus und ich konnte nicht wirklich etwas damit anfangen. Somit waren das die einzigen Texte der Anthologie, die mich nicht überzeugen konnten.

Den Gesamteindruck konnte das jedoch nicht großartig beeinträchtigen, da man die Liebe zum Geschichten erzählen, für das Magische und Übernatürliche zwischen den Zeilen spürt aber auch die Bezüge zur Realität (ähnlich wie bei Fabeln) erkennbar sind. Meine absolute Lieblingsgeschichte ist »Das Einhorn von Magdeburg«, denn hier geht es um eine schicksalshafte Begegnung zwischen einem verletzten Mädchen und einem Landsknecht im Dreißigjährigen Krieg. Unschuld trifft auf Sünde und in dieser Kombination geht das Erzählte tief unter die Haut!

Fazit

Dirk-Boris Rödels magische Geschichten sind die perfekte Untermalung für sommerliche Abende am Lagerfeuer.

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 27.08.2020

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Veröffentlicht am 15.05.2020

Magische Geschichtensammlung

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Die Kurzgeschichtensammlung "Liber Thanatamor" ist das Debüt des Autors Dirk-Boris Rödel und beinhaltet 17 Kurzgeschichten, welche sich alle um das Thema Magie drehen. Die unabhängig voneinander lesbaren ...

Die Kurzgeschichtensammlung "Liber Thanatamor" ist das Debüt des Autors Dirk-Boris Rödel und beinhaltet 17 Kurzgeschichten, welche sich alle um das Thema Magie drehen. Die unabhängig voneinander lesbaren Geschichten sind in drei Kategorien unterteilt: Dramen, Visionen und Unfug, wobei die Dramen bei weitem den größten Teil ausmachen.

In diesem ersten Teil versammelt der Autor Geschichten, die mal in der Gegenwart, mal in der (näheren und ferneren) Vergangenheit angesiedelt sind. Die Geschichten welche in längst vergangenen Zeiten spielen haben mir meist besser gefallen, da die Sprache des Autors hier einfach besser zu passen scheint - aber dazu später mehr.
Besonders positiv herausgestochen sind in diesem Abschnitt die Geschichten "Das Einhorn von Magdeburg" und "Der Besucher". Erstere hat mich sehr gerührt. Sie handelt von einem jungen Mann, dessen Familie im Krieg ermordet wird, woraufhin er alles hinter sich lässt und selbst zu dem wird, was er eigentlich hassen müsste. Sie zeigt, wozu die Menschen in Notlagen im Stande sind, wie sie verrohen und bösartige Dinge tun. Doch die Begegnung mit einem jungen Mädchen lässt den Protagonisten erkennen, wozu er geworden ist und er erhält die Chance, seine Menschlichkeit unter Beweis zu stellen, wenn auch auf äußerst schmerzhafte Art und Weise. Eine sehr traurige Geschichte, die mir gut gefallen hat. Die Zweite großartige Geschichte aus diesem Abschnitt des Buches, "Der Besucher", handelt von einem Mann, der so einsam ist, dass er bereit ist für ein wenig Gesellschaft wirklich alles zu geben. Ein Fabelwesen, dass ihn eines Nachts besucht, bekommt dies auf grausame Art zu spüren. Die Geschichte endet für beide tragisch und hat mich noch eine ganze Weile beschäftigt.
Der zweite Abschnitt ist mit "Visionen" betitelt und enthält zwei wunderschöne Schöpfungsgeschichten, beide sehr poetisch und surreal. Sie haben etwas rauschhaftes und verträumtes und wirken noch lange nach. Sicher werde ich sie noch mehrmals hervorholen und im Klang ihrer Worte schwelgen.
Den Abschluss des Buches bilden drei Erzählungen der Kategorie "Unfug", welche alle sehr humorvoll sind und einem nach den vielen, sehr nachdenklich stimmenden Texten ein lächeln ins Gesicht zaubern - oder einen auch mal laut auflachen lassen. Da nutzt eine stets verwirrte Hexe aus Versehen Brausepulver statt Schwefel für einen Zauber, der Dämon Marduk macht jetzt "irgendwas mit Musik" und ein Mann will möglichst unhöflich zu einer alten Frau sein, um ja keinen weiteren Besuch einer wunscherfüllenden Fee zu erhalten.

Die Geschichten in diesem Buch sind alle recht kurz gehalten und eignen sich gut, um sie zwischendurch einzeln zu lesen, so kann man sie auch besser noch ein wenig nachwirken lassen, da einige von ihnen doch sehr nachdenklich stimmen. Manche lassen auch einigen Raum für Interpretationen und so lohnt es sich, der einen oder anderen Geschichte auch etwas Zeit zu lassen noch ein wenig nachzuhallen. Teilweise hätte ich mir die Erzählungen etwas ausführlicher gewünscht und gerade bei den Geschichten welche in der Gegenwart spielen passte die teils altertümlich anmutende Sprache des Autors nicht immer perfekt zum Inhalt. Eine Braut, die ihren Zukünftigen nicht "schelten" will als dieser verletzt auf seiner Hochzeit auftaucht, passt für mich nicht zu den Flitterwochen in der Dominikanischen Republik, um ein kleines Beispiel zu nennen. Dies hat den Lesefluss für mein Empfinden bei zwei oder drei der Erzählungen ein wenig gestört, passt aber umso besser zu den in der Vergangenheit angesiedelten Geschichten, weshalb dies auch nur ein kleiner Kritikpunkt ist.
Alles in allem ein sehr gelungenes Debut voll melancholischer, poetischer, nachdenklich stimmender und auch lustiger Geschichten, bei denen jeder Leser, der gerne ein wenig Magie in seinen Alltag lassen möchte, fündig wird.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Das Buch von Tod und Liebe

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Das Buch beinhaltet 17 Kurzgeschichten im Bereich Fantasy, welche sich allesamt rund um die Themen Liebe und Tod bewegen. Geschrieben wurde das Buch von Dirk-Boris Rödel.

Aufgeteilt ist das Buch in drei ...

Das Buch beinhaltet 17 Kurzgeschichten im Bereich Fantasy, welche sich allesamt rund um die Themen Liebe und Tod bewegen. Geschrieben wurde das Buch von Dirk-Boris Rödel.

Aufgeteilt ist das Buch in drei Abschnitte: Dramen, Visionen und Unfug. Die Geschichten sind allesamt unabhängig voneinander lesbar und super angenehm geschrieben. Was ich an Kurzgeschichten auch so gerne mag, ist die Tatsache, dass man schnell mal eine zwischendurch lesen kann.

Die Botschaft und Aussagen sind zwar teilweise etwas tiefer in der Geschichte versteckt, aber da es einfach Spaß macht, das Buch zu lesen, ist dies nicht weiter schlimm.

Ich kann das Buch jedem Fan von Kurzgeschichten und Fantasy empfehlen und wünsche ganz viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 11.04.2020

Tod und Liebe

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Rezension zu Liber Thanatamorvon Dirk-Boris RödelTod ...

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Rezension zu Liber Thanatamorvon Dirk-Boris RödelTod und Liebe

 von Gelincik vor ein paar Sekunden

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Gelincikvor ein paar Sekunden

In dem Buch 'Liber Thanatamor' von Dirk-Boris Rödel sind 17 Fantasy-Kurzgeschichten über den Tod und die Liebe.

Einige Geschichten waren interessant, andere wiederum nicht wirklich. Die Botschaft, die man mit der Geschichte vermitteln will, ist nicht immer eindeutig - meiner Meinung nach.

Dadurch, dass es Kurzgeschichten sind, kann man auch zwischendurch mal eine lesen und das Buch wieder zur Seite legen. Wenn man am Stück lesen möchte, klappt das eigentlich auch ganz gut, weil sich das Buch einfach lesen lässt.

Ich habe nur für mich feststellen müssen, dass ich nicht so der Kurzgeschichten-Typ bin.

Deshalb bekommt das Buch 3 von 5 Sternen.



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