Cover-Bild Mickey 7 – Der letzte Klon
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15,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Weltraumoper
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 10.08.2022
  • ISBN: 9783453321724
Edward Ashton

Mickey 7 – Der letzte Klon

Roman
Felix Mayer (Übersetzer)

Mickey hat einen einfachen Job. Er hilft einer Expeditionscrew, den Eisplaneten Niflheim zu kolonisieren, und dabei übernimmt er alle gefährlichen Aufgaben. Wenn er draufgeht, ist das kein Problem, denn dann wird einfach der nächste Klon von Mickey generiert und macht da weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hat. Aber irgendwann fasst Mickey Nr. 7 einen unerhörten Entschluss: Er will nicht sterben. Aber wie überlebt man als Wegwerfklon auf einer tödlichen Mission?

  • »Der Marsianer« trifft »Die Kinder der Zeit« – Edward Ashtons »Mickey 7« ist ein großes Weltraumabenteuer
  • Mickey hat einen der gefährlichsten Jobs im All, und wenn er stirbt, übernimmt sein nächster Klon – doch Mickey Nr. 7 hat endgültig genug
  • Die Filmrechte wurden noch vor der Buchveröffentlichung an Brad Pitts Produktionsfirma verkauft

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2022

Tolle Geschichte, mal was anderes

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Mal ganz anders und irgendwie witzig, gleichzeitig aber auch mit ernsteren Themen.
Mickey 7 ist ein Buch, dass nicht nur mit Humor kann, sondern auch (mal mehr und mal subtiler) ernstere Gedanken anstößt. ...

Mal ganz anders und irgendwie witzig, gleichzeitig aber auch mit ernsteren Themen.
Mickey 7 ist ein Buch, dass nicht nur mit Humor kann, sondern auch (mal mehr und mal subtiler) ernstere Gedanken anstößt. So wird sich irgendwo auch mit ethischen Fragen beschäftigt, mit Kolonialisierung - gleichzeitig aber auch mit Unsterblichkeit, oder Rechten von Menschen und anderen empfindungsfähigen Lebewesen.
Ich kann es kaum wirklich zusammenfassen, weil man vieles sicher sehr unterschiedlich interpretieren kann, aber ich empfinde es deutlich so, dass man viele wichtige, aber auch spannende Themen zu lesen bekommt und auch tiefere Gedankengänge zu bestimmten Themen angestoßen werden. Der Protagonist macht sich Gedanken, seine Sichtweise ist aber auch durchaus veränderbar. Etwas was mir wirklich gefällt, weil er dazu bereit ist zu hinterfragen und anders zu handeln, als er eigentlich gezwungen ist. Generell mag ich es aber auch gern, wenn in einem Buch auch tiefergehend etwas angestoßen wird, wenn Dinge hinterfragt oder aufgezeigt werden zum Beispiel Objektifizierung.

Insgesamt bekommt man hier eine witzige, spannende und vielleicht auch ein bisschen verrückte Story, die auf jeden Fall lesenswert ist. Denn was macht das Leben eigentlich kostbar - und ist ein Mensch, den man quasi klonen kann nun wirklich weniger wert und eher zu entbehren als ein anderer?
Man kann sich sicher schon einige Gedanken machen, kann das Buch aber auch genießen, ohne eben solche Gedankengänge haben zu müssen. Das finde ich überhaupt sehr gelungen. Niemand ist beim Lesen des Buches gezwungen, sich mit irgendwelchen ethischen oder philosophischen Fragen auseinanderzusetzen, aber der Anstoß wird gegeben, man muss nur danach greifen. Und wenn nicht, liest man einfach trotzdem ein gutes Buch.

Andere Menschen lernt man hier zwar grundsätzlich weniger intensiv kennen - und das Potential auf Hasscharaktere ist sicher gegeben. Trotzdem überwiegt das für mich jetzt nicht so drastisch. Das Meiste zentriert sich hier eindeutig auf Mickey und sein Leben, sein Innenleben, seinen Job und seine spärlichen Kontakte, von denen ich einen echt nicht ausstehen kann. Aber auch das passt sehr gut, es ist für das Buch wirklich brauchbar. Worum geht es nun also genau? Eigentlich bloß um Mickey (mehr oder weniger unsterblich und absolut entbehrlich) und die Geschichte von seinem Leben auf einer Kolonialisierungsmission auf einem etwas widerspenstigen Planeten. Mickey gibt aber auch gern mal einen Crashkurs der Menschheitsgeschichte generell, oder Einblicke in seine Vergangenheit, die ganz erleuchtend sein können. Eine tolle Idee und ein Buch, das mich gut unterhalten konnte!

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Ein spannendes Gedankenexperiment

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Edward Ashton hat mit „Mickey 7 - Der letzte Klon“ einen Roman geschrieben, in dem es um einen Wegwerfklon in einer Siedlungskolonie der Menschen geht. Die deutsche Übersetzung ist bei Heyne im August ...

Edward Ashton hat mit „Mickey 7 - Der letzte Klon“ einen Roman geschrieben, in dem es um einen Wegwerfklon in einer Siedlungskolonie der Menschen geht. Die deutsche Übersetzung ist bei Heyne im August 2022 erschienen.

Wir befinden uns weit in der Zukunft und haben den Weltraum kolonisiert. Doch diese Kolonisierung ist noch nicht abgeschlossen und weiterhin wird neuer Lebensraum auf fremden Planeten erschlossen. Mickey hat sich vor einigen Jahren für so eine Mission als Expendable gemeldet und ist auf dem Eisplaneten Nilfheim gelandet. Sein Job als Expendable: Gefährliche Aufgaben erledigen, bei denen der Tod droht. Stirbt Mickey bei einer Expedition wird einfach ein neuer Mickey geklont und im Biodrucker gedruckt. Das ist bereits mehrere Male passiert als Mickey 7 in eine Felsspalte stürzt. Wider Erwarten überlebt er und schafft es zurück zur Station, doch dort wartet bereits Mickey 8 und keiner von beiden möchte sein Leben aufgeben.

Das ist noch gar nicht so lange her, dass ich diesen Roman entdeckt habe und bei der Prämisse dachte ich mir gleich, das muss ich lesen. Von drucken ist im ursprünglichen Klappentext nicht die Rede, dort steht nur generieren, aber ich habe mich sofort gefragt, wie kann man denn in kürzester Zeit einen Klon generieren, der direkt dort weitermacht, wo die vorherige Version aufgehört hat?
Ganz große Klasse finde ich bei diesem Roman schon mal den Klappentext vom Verlag. Dieser gibt nur die Prämisse wieder und die Geschichte entwickelt sich von dort aus weiter. Es gibt so oft Klappentexte, bei denen man sich quasi schon denken kann, was im gesamten Roman passiert. Da war dieser mal eine echte Wohltat.
Mickey 7 gibt die Ereignisse aus seiner Sicht wieder. Ich konnte schnell eintauchen und ich mochte seine Art zu erzählen sehr gerne. Zwischendurch spricht er zum Lesenden. Mal ein bisschen fatalistisch, mal sarkastisch und manchmal auch etwas naiv, aber meist sehr pragmatisch und mit einer guten Prise Humor. Auf wundersame Weise scheint er ein gutes Gespür für die Ereignisse auf dem Planeten zu haben und er ist fasziniert von anderen Kolonisierungsprojekten.
Bei seiner Erzählung springt Mickey 7 in der Zeit hin und her. Mal erzählt er davon, wie er zu seinem Job als Expendable gekommen ist, dann erzählt er von den aktuellen Ereignissen oder von den Dingen, mit denen er sich beschäftigt. So habe ich ein breites Bild zu vielfältigen Themen bekommen: die Voraussetzungen, um Expendable zu werden, der Bewerbungsprozess, die Ausbildung, seine vergangenen Einsätze, andere Kolonisierungsprojekte und ihre Gründe fürs glücken oder scheitern. Insgesamt betrachtet ist es ein spannendes Gedankenexperiment, das auch beleuchtet, was es bedeutet ein Wegwerfklon zu sein.
In diesen 368 Seiten war wirklich so viel Interessantes zu entdecken und nebenbei müssen Mickey 7 und Mickey 8 das Problem lösen, dass es nun zwei von ihnen gibt. Das soll eigentlich nicht sein und diese Prämisse schafft Konstellationen, die in diesem Roman auf unterschiedlichste Weise angegangen werden und den Lesenden auch vor philosophische Fragen stellen. Ich fand das alles sehr nachvollziehbar beschrieben.
Die Perzonenanzahl in diesem Roman ist sehr überschaubar. Neben Mickey 7 und 8, spielen unheimliche Wesen auf dem Planeten eine Rolle, Commander Marshall, Nasha und Berto (die Piloten), einige Ärzte und Biologen sowie einige Security-Leute, u.a. Cat Chen. Es war eine gute Mischung: Berto fliegen manche Dinge einfach zu und irgendwie ist er ein Arschloch. Nasha ist Mickeys Freundin. Ich weiß nicht, ob ich das könnte, wenn mein Freund immer mal wieder wegstirbt und neu gedruckt wird. Commander Marshall ist sehr streng, hat aber einen Kern, der mehr als in Ordnung ist.
Dieser Roman hatte wirklich viele gute Ansätze, dennoch fehlt mir so der letzte Funke zur Begeisterung. Das Buch plätschert lange Zeit so vor sich hin, wenn auch mit vielen interessanten Informationen. Das Ende hingegen hat mir sehr gut gefallen, weil es neue Impulse zum Nachdenken geboten hat und ich begeistert davon war, wie Mickey 7 die Problemstellung gelöst hat. Auch die Spannung wurde am Ende nochmals deutlich angezogen und so hatte ich zum Ende hin nochmal richtig Spaß mit dem Buch.
Es gibt eine kurze Danksagung am Ende des Buches, alles andere wird während der Geschichte erklärt. Da sind einige wissenschaftliche Dinge dabei, aber für mein Empfinden wurden diese so greifbar erklärt, dass diesen gut gefolgt werden kann.

Fazit: Ein toller Science-Fiction Roman mit einem spannenden Gedankenexperiment, der einen schnell in seinen Bann zieht und mit vielen interessanten Informationen aufwarten kann. Ich bin den Ereignissen rund um Mickey 7 gerne gefolgt und mochte seine pragmatische Art, die Dinge anzugehen.

Veröffentlicht am 21.08.2022

Es hat definitiv was, aber ich habe auch etwas Kritik

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Mickey ist ein Expendable – ein Klon, der immer wieder für die gefährlichsten Missionen ausgewählt wird, weil er zwar sterben kann, aber nach jedem Tod einfach neu hergestellt werden kann und weiter geht's. ...

Mickey ist ein Expendable – ein Klon, der immer wieder für die gefährlichsten Missionen ausgewählt wird, weil er zwar sterben kann, aber nach jedem Tod einfach neu hergestellt werden kann und weiter geht's.
Mickey 7 ist der siebte Mickey. Als er in eine in eine Felsspalte stürzt, wird er von seinem Team abgeschrieben, aber Mickey 7 trifft eine unerhörte Entscheidung: Er will nicht sterben. Doch es darf immer nur ein Klon gleichzeitig in der Kolonie leben. Als Mickey 7 also auf Mickey 8 trifft, haben sie ein echtes Problem.


Ich fand die Idee echt mega. Allein schon mit den Expendables, der Technologie, dass ihr Bewusstsein, alles gespeichert wird, damit sie quasi nahtlos da weitermachen können, wo sie aufgehört haben. Wirklich, total faszinierend! Auch mit der Welt, in der Mickey 7 lebt, wie sich die Gesellschaft verändert hat durch die Kolonialisierung des Weltraums. Mickey hat als Historiker keinen "wert" alles Wissen kann man downloaden. Wenn ich mir das so vorstelle, wie viele Berufe da überflüssig würden, das ist schon heftig. Bei Mickey kam noch ein anderer Faktor hinzu, der ihm praktisch keine andere Wahl ließ, als Expendable zu werden, aber dazu verrate ich nichts, ich will ja nicht spoilern.

Mickey 7 hat nicht getan, was er hätte tun sollen, er ist nicht gestorben. Und jetzt gibt es plötzlich zwei Mickeys. Mickey 8 hat keine Lust das Feld zu räumen und Mickey 7 hat schon bewiesen, dass er nicht sterben will. Wenn sie auffliegen, ist das für sie beide das Todesurteil. Wie sollen sie das schaffen?

Ich mochte Mickey 7 sehr. Er erinnerte mich vom Typ her ein wenig an den "Marsianer", er ist auch immer wieder recht trocken. Mein Problem war Mickey 8, er war mir recht schnell unsympathisch. Das lag nicht daran, dass er nicht sterben wollte, um den Platz für Mickey 7 zu räumen, sondern an ihm selbst. Ich empfand ihn als sehr egoistisch und leichtsinnig. Er war zwar auch Mickey, aber gleichzeitig irgendwie auch nicht.

Zwischendurch hatte das Buch für mich ein paar Längen. Es wurde aber wieder spannender, als die Bedrohung durch die Creeper deutlicher wurde. Da kam dann richtig Spannung auf.


Fazit: Mir hat das Buch gut gefallen. Wäre mir Mickey 8 sympathischer gewesen, wäre es glaube ich noch etwas schöner gewesen. So war er für mich ein Schwachpunkt der Handlung. Zwischendurch hatte das Buch seine Längen, aber es konnte mich trotzdem bei der Stange halten. Die Hintergrundinfos waren sehr interessant und die Geschichte rund um die Bedrohung durch die Creepers sehr spannend.

Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.

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