Cover-Bild Schleifen
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19,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 27.01.2026
  • ISBN: 9783552076341
Elias Hirschl

Schleifen

Roman
Nach »Content« der neue Roman von Elias Hirschl – »Ein großer Ideenroman von einem der beglückendsten Autoren der Gegenwart.« Clemens J. Setz

Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In Otto Mandl, einem genialen Mathematiker, findet die junge Franziska ihren Seelenverwandten. Sie lernt, sich mit Wörtern aus toten Sprachen gegen ihr Leiden zu immunisieren. Die beiden entwickeln eine absolute Sprachbesessenheit und forschen fortan und bis an alle denkbaren Grenzen gemeinsam nach der perfekten Sprache.
»Schleifen« ist ein großer, ein kluger Roman über die Macht und den Einfluss von Sprache auf unser Leben, der richtig Spaß macht beim Lesen. Immer wieder stellt sich bei Elias Hirschl das schier Unglaubliche als wahr heraus, und der Rest ist extrem gut erfunden.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2026

Kafka im Kreisverkehr

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Eine kurze Liste der Dinge die ich während des Lesens über den Autor und das Buch recherchiert habe:

Punkt 1: Elias Hirschl ist ein ehemaliger Mathematik-Student
Punkt 2: Elias Hirschl hat Philosophie ...

Eine kurze Liste der Dinge die ich während des Lesens über den Autor und das Buch recherchiert habe:

Punkt 1: Elias Hirschl ist ein ehemaliger Mathematik-Student
Punkt 2: Elias Hirschl hat Philosophie studiert. Eventuell im Wien. Das würde das Vorkommen des Wiener Kreises im Buch erklären
Punkt 3: Das Buch entstand aus einer Fülle an Kurzgeschichten die erst später mit einer Rahmenhandlung verknüpft wurden

„Schleifen“ liest sich so, wie es die oben genannten Punkten vermuten lassen würden. Das Buch ist speziell, im besten Sinne. Absurd, kreativ, humorvoll aber auch voll brutaler, roher Schönheit. Ein wilder mix aus Sprachtheorie, Wissenschaft, Philosophie, Geschichte, Kunst. Ein wenig Mathematik ist auch dabei. Selbstreflexiv. Teilweise auch kindisch, fast schon dumm. Einmal Lesen reicht vermutlich nicht, um alle Feinheiten entdecken zu können. Reale Figuren werden mit fiktiven vermischt. Biblische Geschichten neu gedeutet. Raum und Zeit neu vermessen.

Kein einfaches Buch für nebenbei. Aber ein Buch, das Spaß macht, wenn man sich darauf und die verrückten Ideen, die darin durchgekaut werden, einlassen kann. Ich habe es geliebt, weiß aber, dass das Buch alles andere als Mainstream ist.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Sprache und ihre Möglichkeiten

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Elias Hirschls Roman „Schleifen“ hat mich durch sein besonderes und kunstvoll verziertes Cover magisch angezogen. Die Geschichte spielt in Wien vor Hundert Jahren. Die junge Protagonistin Franziska Denk ...

Elias Hirschls Roman „Schleifen“ hat mich durch sein besonderes und kunstvoll verziertes Cover magisch angezogen. Die Geschichte spielt in Wien vor Hundert Jahren. Die junge Protagonistin Franziska Denk leidet an einer seltsamen Krankheit. Jede Krankheit von der sie hört, wird auf sie körperlich übertragen und die Symptome dieser Krankheit treten bei ihr auf. Ihre Krankheit und ihr Leben ändern sich erst, als sie den späteren Mathematiker Otto Mandl kennenlernt. Otto Mandl ist wissenschaftlich sehr interessiert und entwickelt zusammen mit Franziska eine eigene Sprache, die verhindert, dass Krankheiten weiterhin physisch auf Franziska übertragen werden. Der Roman ist ein wunderbarer Roman über Sprache und die Macht, die diese hat. Er ist nicht leicht zu lesen, aber wenn man sich darauf eingelassen hat, wunderschön.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Sprache und was sie mit uns macht

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Wien in den 1930-er Jahren. Franziska wächst in einem Haushalt auf, in dem Intellektuelle aus Wissenschaft und Philosophie ein und aus gehen. Schon früh schnappt das Kind die hochstehenden Gespräche auf. ...

Wien in den 1930-er Jahren. Franziska wächst in einem Haushalt auf, in dem Intellektuelle aus Wissenschaft und Philosophie ein und aus gehen. Schon früh schnappt das Kind die hochstehenden Gespräche auf. Franziska leidet aber unter einer besonderen Störung: Mit ihrem hochempathischen Wesen genügt es, von einer Krankheit nur zu lesen oder zu hören, um direkt die entsprechenden Symptome zu entwickeln. Als überaus intelligentes, aber isoliertes Mädchen bringt sie sich selbst alte, tote Sprachen bei und kann mit deren Hilfe eine wundersame Desensibilisierung ihrer Störung herbeiführen. Endlich kann sie dem Leben teilnehmen.

Franziska lernt den begabten Mathematiker Otto kennen. Die Beziehung ist nicht nur von romantischen Gefühlen geprägt, sondern vor allem von gegenseitigem tiefen Verständnis und Respekt. In den beiden reift eine mutige Vision: Sie möchten die Welt mit einer neuen Sprache einen. Dieses Ziel verfolgen sie mit immer mehr Besessenheit, die sogar in der Gründung eines eigenen Kleinstaates und einem aberwitzigen Konklave gipfelt.

Erstmals in meiner zugegebenermassen noch jungen Laufbahn als Vorableserin, hat ein Autor es geschafft, mich an meine Grenzen zu bringen. Elias Hirschl nimmt den Leser mit, weit weg aus der Komfortzone, auf einen wilden und witzigen, kafkaesken, grotesken Ritt durch Raum und Zeit. Ja wirklich, er hebt sogar die Regeln der Zeitmessung aus den Angeln! Roter Faden bleibt die tiefe Faszination über Herkunft, Veränderung, Missbrauch und Zukunft der menschlichen Sprache.

Ich habe dieses Husarenstück geliebt. Das wird wohl auch das Schicksal dieses Buchs sein: Entweder man wird es total lieben oder kann far nichts damit anfangen.

Veröffentlicht am 02.02.2026

Ein Universum der Sprachlichkeit

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Und der Mathematik noch dazu - oder ist eines nicht auch das andere? - hat Elias Hirschl geschaffen, in dem die Protagonisten Franziska Denk und Otto Mandl zu Hause sind. Oder sich dieses Zuhause ...

Und der Mathematik noch dazu - oder ist eines nicht auch das andere? - hat Elias Hirschl geschaffen, in dem die Protagonisten Franziska Denk und Otto Mandl zu Hause sind. Oder sich dieses Zuhause erst suchen (müssen).

Einen solch abwegigen und zugleich stimmigen Roman habe ich noch nie gelesen - Franziska Denk weist von Kind an Symptome einer jeden Krankheit auf, von der sie hört - sie lernt, sich durch Mittel der Sprache zu schützen. Sie kreiert eigene Sprachen, findet Follower - sowohl Freunde der Worte als auch Nonverbalisten und trifft durch Zufall auf Otto Mandl, der für einige Zeit ihr Lebensgefährte wird - in welcher Form genau, ist nicht so klar. Zudem ist Mandl auch - wie vormals sein Vater - ein Mathematiker ganz besonderer Art.

Ein fordernder, ein verwirrender Roman, in dem es auf eine wissenschaftliche Art und Weise ganz schön durcheinander geht. Oder ist dies gerade nicht wissenschaftlich? Klar ist, dass Autor Elias Hirschl eine gehörige Portion Phantasie und mindestens eine ebensolche an Humor aufbietet, um Protagonisten ebenso wie seine Leser von einer abstrusen Situation in die nächste zu katapultieren.

Ein sehr ungewöhnlicher Roman - ob der Autor die ganze Dauer seiner Entstehung in der von ihm geschaffenen Welt verbrachte? Ich kann es mir kaum anders vorstellen!

Veröffentlicht am 27.01.2026

Sehr ungewöhnlich

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Zum Inhalt:
Franziska Denk leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, dass sie mitbekommt, ereilt sie sofort. In dem Mathematiker Otto Mandl findet Franziska einen Seelenpartner und sie ...

Zum Inhalt:
Franziska Denk leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, dass sie mitbekommt, ereilt sie sofort. In dem Mathematiker Otto Mandl findet Franziska einen Seelenpartner und sie lernt sich mit Wörtern aus toten Sprachen zu immunisieren. Die beiden sind absolut sprach besessen und forschen nach der perfekten Sprache.
Meine Meinung:
Eigentlich kann man zu diesem Buch keine Inhaltsbeschreibung machen, denn wenn man das wirklich versuchen würde, wäre wahrscheinlich diese Beschreibung schon seitenlang und würde vermutlich immer noch nicht einfangen, worum es in diesem Buch eigentlich geht. Und im Grunde geht mir das jetzt bei meiner Meinung zu dem Buch genauso, denn eigentlich weiß ich gar nicht so recht, was meine Meinung dazu ist. Irgendwie hatte ich immer mal wieder das Gefühl die Personen Googlen zu müssen, um dann wieder festzustellen, dass es kein Ergebnis gibt. Dann habe ich mich immer wieder gefragt, was das Buch mir eigentlich sagen will, allerdings auch ohne Ergebnis. Aber irgendwie hat mich das Buch fasziniert, so dass ich immer weiterlesen musste. Der Schreibstil hat etwas fesselndes, was mich immer wieder lesen lies, aber am Ende lässt mich das Buch auch ein wenig ratlos zurück.
Fazit:
Sehr ungewöhnlich