Cover-Bild Die wunderbare Kälte
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6,99
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  • Verlag: Kirschbuch Verlag
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 01.12.2020
  • ISBN: 9783948736132
Elisabeth Rettelbach

Die wunderbare Kälte

“Auch als es Nacht wurde, hing die dunkle Kai immer noch lauernd im Spiegel. Ihre leeren schwarzen Augenhöhlen schimmerten eiskalt, triumphierend. Da bekam ich irgendwie Angst, mein Herz raste, es fühlte sich an, als säße in mir etwas. Etwas Stummes und Großes.“

In einem fast märchenhaft schneereichen Winter wandelt die einzelgängerische Maskenbildnerin Kai durch die Straßen der Stadt und stalkt Fremde. Sie ist eine ferne Betrachterin des Lebens. Doch dann laufen ihr zwei Menschen über den Weg, die sie stärker faszinieren als alles andere und in deren Leben sie sich einmischt.
Was zunächst als Spielerei beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem psychedelischen Albtraum, der seine Tribute fordert …

“Ein literarisch bitterböses und doch poetisches Werk, das seinesgleichen sucht. Wem Amelie Nothomb gefällt, wird „Die wunderbare Kälte“ lieben”.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2021

Kühl

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Kai ist Maskenbildnerin und hat eine Obsession für Fremde, die sie heimlich beobachtet, wenn sie heimlich durch die Stadt schleicht. Als sie zwei besonders faszinierende Menschen ausmacht, droht das Gleichgewicht ...

Kai ist Maskenbildnerin und hat eine Obsession für Fremde, die sie heimlich beobachtet, wenn sie heimlich durch die Stadt schleicht. Als sie zwei besonders faszinierende Menschen ausmacht, droht das Gleichgewicht zu kippen und es tun sich Abgründe auf. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Auf eine ruhige Art steigt der Spannungsbogen und wirft viele Fragen bezüglich der Figur und ihren Hintergründen auf. Der Schreibstil ist beinahe poetisch schön und auch das Cover passt. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Ein originelles und besonderes Debut!

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Wir lernen die eigenbrötlerische und eigenartige Maskenbildnerin Kai kennen, die Schwierigkeiten hat, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und die in ihrer eigenen Welt lebt, in der ihre eigenen ...

Wir lernen die eigenbrötlerische und eigenartige Maskenbildnerin Kai kennen, die Schwierigkeiten hat, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und die in ihrer eigenen Welt lebt, in der ihre eigenen Regeln gelten und in der die Grenzen, Bedürfnisse und Gefühle Anderer keine große Rolle spielen.

Kai ist verhaltensauffällig, betrügt, manipuliert, verfolgt und stalkt.
Sie spielt mit ihrer Umwelt und die Spiele sind bzw. bleiben nicht harmlos.

Ihre Gedanken sind oft sprunghaft und nicht nachvollziehbar, ihre Wahrnehmungen oft verzerrt und ihre Handlungen äußerst fragwürdig und befremdlich.

Kai hat aber auch eine gefühlvolle und herzliche Seite, kann das Leben genießen und sich freuen.

Diese Polarität und das Extreme ihrer Persönlichkeit machen Kai zu einer Romanfigur, an die man noch lange denken wird. Sie stößt nicht nur ab, sie zieht auch an.

Kai ist zugleich sadistisch und masochistisch.
Sie provoziert den Knall.
Von Anfang an vermutet man, dass das alles nicht gut ausgehen kann.

Es ist äußerst interessant und spannend, sich auf die mindestens psychisch auffällige, wenn nicht gar psychisch kranke und behandlungsbedürftige Protagonistin Kai einzulassen und in ihre ganz spezielle Welt einzutauchen.

Elisabeth Rettelbach hat mit „Die wunderbare Kälte“ ein außergewöhnliches, originelles und verstörendes literarisches Werk mit Tiefe geschaffen.

Der eigenwillige Schreibstil und die poetische, wortgewaltige und bildkräftige Sprache machen den Roman zu etwas Besonderem. Die Erzählperspektive, der gesamte Roman wurde aus der Sicht Kais und in der Ich-Perspektive geschrieben, ist gut gewählt, denn sie bringt uns dem Innenleben der Protagonistin näher.

Es ist ein beeindruckendes Debut, das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 18.12.2020

Ein Roman der anderen Art

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Wer außergewöhnliche, literarische, poetische Romane mag, dem wird dieser Roman definitiv gefallen. Dieser ist anders als alles andere, was ich je gelesen habe.Im Buch begleiten wir die Protagonistin Kai, ...

Wer außergewöhnliche, literarische, poetische Romane mag, dem wird dieser Roman definitiv gefallen. Dieser ist anders als alles andere, was ich je gelesen habe.Im Buch begleiten wir die Protagonistin Kai, bei der man schnell feststellen wird, dass sie ganz anders agiert. Sie lebt quasi in ihrer eigenen Welt, in der nach ihren Spielregeln gespielt werden muss. Gefühle anderer sind ihr dabei egal. Sie manipuliert, stalkt andere, missachtet dabei oft die persönlichen und gesetzlichen Grenzen. Aber trotz allem, finde ich, ist sie eine sehr interessante Persönlichkeit. Ihre Denkweise und ihr Handeln nachvollziehen, war oft nicht einfach aber für sie war es okay. Und wenn man dies für sich und die Geschichte akzeptiert, ist es wirklich ein großartiger Roman.
Am Anfang war es für mich, aufgrund des besonderen Schreibstil, etwas schwierig aber letztendlich fand ich es wortgewaltig und könnte mir vorstellen, von @elisabeth_rettelbach nochmal etwas zu lesen

Eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 05.12.2020

Ein abgebrühtes Spiel mit den Gefühlen anderer

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Inhalt:
„“Auch als es Nacht wurde, hing die dunkle Kai immer noch lauernd im Spiegel. Ihre leeren schwarzen Augenhöhlen schimmerten eiskalt, triumphierend. Da bekam ich irgendwie Angst, mein Herz raste, ...

Inhalt:
“Auch als es Nacht wurde, hing die dunkle Kai immer noch lauernd im Spiegel. Ihre leeren schwarzen Augenhöhlen schimmerten eiskalt, triumphierend. Da bekam ich irgendwie Angst, mein Herz raste, es fühlte sich an, als säße in mir etwas. Etwas Stummes und Großes.“

In einem fast märchenhaft schneereichen Winter wandelt die einzelgängerische Maskenbildnerin Kai durch die Straßen der Stadt und stalkt Fremde. Sie ist eine ferne Betrachterin des Lebens. Doch dann laufen ihr zwei Menschen über den Weg, die sie stärker faszinieren als alles andere und in deren Leben sie sich einmischt.
Was zunächst als Spielerei beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem psychedelischen Albtraum, der seine Tribute fordert …

“Ein literarisch bitterböses und doch poetisches Werk, das seinesgleichen sucht. Wem Amelie Nothomb gefällt, wird „Die wunderbare Kälte“ lieben."


Schreibstil/Art:
Ein Stil dessen Norm völlig von den anderen abweicht. Kurze, effektvolle Sätze spiegeln die Gedankengänge sowie die Gefühle der Protagonistin sehr gut wieder. Der Aufbau ist raffiniert und ausgeklügelt. Der Plot ist gewöhnungsbedürftig, Kais Handeln ist oft nicht nachvollziehbar, dennoch menschlich und doch irgendwie total absurd und konfus. Die winterliche Stimmung und Ortschaft ist gut umschrieben.

Um die Wirkung auf den Leser zu intensivieren wendet die Autorin als Stilmittel Repetitio an, sprich eine Wiederholung des gleichen Wortes bspw.: „… warum war ich nicht bei ihm, warum machte ich das mit ihm, warum hatte ich das alles zugelassen, warum, warum, warum, sag mir warum, Kai.“. Empfand ich manchmal leider etwas nervig.


Fazit:
Meine Meinung ist total gespalten. Zum einen ist die Geschichte so sonderbar, zum anderen doch so strange, faszinierend und einzigartig zugleich. Kais Machtspielchen sorgen für Spannung und man weiß, dass es am Ende nicht gut ausgehen wird - doch genau das ist ihr Ziel. 
Man hat das Gefühl, dass sie stellenweise einfach durchdreht, sich selbst zerstört. Sie spielt mit dem Schicksal Fremder, beeinflusst im Hintergrund dessen Leben und steht dauernd unter Strom.
Kleiner Einblick: „Aber ich war ja gar nicht böse. Ich spielte nur Schicksal, ich half ihm.“

Durch den psychologischen Touch würde ich die Story nicht dem Genre Roman zusprechen. Im Großen und Ganzen fand ich den Plot interessant aber sehr eigen, deshalb hat mich die Geschichte leider nicht zu 100% packen können.

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