Cover-Bild Männer in Kamelhaarmänteln
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22,00
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  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 21.09.2020
  • ISBN: 9783446268388
Elke Heidenreich

Männer in Kamelhaarmänteln

Kurze Geschichten über Kleider und Leute
„Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.“ – Die große Erzählerin Elke Heidenreich über die schönste Nebensache der Welt

Elke Heidenreich kennt sich aus, mit Jacke und Hose, Rock und Hut – vor allem aber mit den Menschen. Gut aussehen wollen alle, aber steckt nicht noch viel mehr dahinter? Warum sind einem die Jugendfotos im Faltenrock so peinlich? Warum kauft man sich etwas, was einem weder passt noch steht? Wenn Elke Heidenreich von Kleidern erzählt, dann erzählt sie vom Leben selber: von sich mit sechzehn, von Freundinnen und Freunden, von Liebe und Trennung, erzählt Geschichten, komisch und traurig wie nur sie es kann, in denen jeder sich wiedererkennt: sei‘s in ausgeleierten Jeans, sei’s in der wunderbaren Bluse, die schon keine Farben mehr hat, oder schlimmstenfalls im Kamelhaarmantel.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2020

Modegeschichten einer Anti-Modeikone

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Was für ein wundervolles Buch! Eine Anti-Modeikone schreibt über Kleider und Leute. Charmant, humorvoll, ironisch, kritisch, liebevoll, sensibel, herzenswarm und berührend.
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Es geht um Schönes, das man ...

Was für ein wundervolles Buch! Eine Anti-Modeikone schreibt über Kleider und Leute. Charmant, humorvoll, ironisch, kritisch, liebevoll, sensibel, herzenswarm und berührend.
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Es geht um Schönes, das man einfach nur der Schönheit wegen haben will. Oder weil einen die Farbe magisch anzieht. Kleidungsstücke, die einen an einen Ort erinnern, eine bestimmte Situation, einen besonderen Menschen. Es geht um die Robe für den großen Auftritt über Alltagskleidung bis hin zu Nachthemden und Unterwäsche.
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Elke Heidenreich erzählt von modischen Glücksmomenten und Desastern. Ganz wunderbar beschreibt die Autorin die Liebe zu Mode, die aber an anderen seltsamerweise immer besser aussieht, als an einem selbst. Die Erkenntnis, dass sie selbst eben kein Modepüppchen und keine Lady ist. Elke Heidenreich schreibt über Begegnungen, zum Beispiel mit Schauspieler Heinz Rühmann und Modezar Karl Lagerfeld. Und sie verliert sich in Mode-Erinnerungen, die immer auch ganz viel mit der Liebe und Männern zu tun haben.
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Ich hätte nie erwartet, dass ausgerechnet Elke Heidenreich ein Buch über Mode schreibt. Umso begeisterter bin ich, was sie Schlaues, Tiefgründiges und Wahres zu diesem Thema zu sagen hat. Die Autorin lässt den Leser tief in ihre Seele blicken und auch an schwierigen Momenten ihres Lebens teilhaben. Sie meistert jede Situation auf ihre eigene Art und Weise. Sie fällt hin und steht wieder auf. Sie entwickelt ihr eigenes Selbstbewusstsein. Als Leser zieht man Vergleiche, erinnert sich selbst und denkt über den eigenen Umgang mit Mode nach. Die Bedeutung von Farben, Mustern, Stoffen, Accessoires ... In den sehr liebevoll erzählten Episoden, findet sich jeder irgendwo wieder.

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Veröffentlicht am 16.11.2020

Kurzweilige und unterhaltsame Gedanken zum Thema Mode

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In diesem kleinen Band, den Elke Heidenreich vorlegt, geht es um Kleidung. Textile Stücke aller Art liefern das Stichwort oder die Grundlage zu den Gedanken oder Erinnerungen, die hier versammelt sind. ...

In diesem kleinen Band, den Elke Heidenreich vorlegt, geht es um Kleidung. Textile Stücke aller Art liefern das Stichwort oder die Grundlage zu den Gedanken oder Erinnerungen, die hier versammelt sind.
Unter den Kapitelüberschriften Rot, Gold, Grün, Schwarz, Weiß gibt es kurze Geschichten zu lesen, die mit viel Witz, ein wenig Nostalgie, Augenzwinkern, Selbstironie und ja, machmal auch mit etwas Sentimentalität weit über das Thema Mode hinausweisen. Nicht immer erschließen sich die Zuweisungen, aber das schmälert den Lesegenuss in keiner Weise.
Die Autorin gibt eine Menge Privates preis. Nichts scheint ihr heilig, nichts scheint ihr peinlich zu sein. Das Ergebnis sind erfrischend offene Texte, die neben der scheinbaren Leichtigkeit immer auch nachdenklich, aber nie moralisierend sind.
Da geht es beispielsweise um ein Papierkleid, wie es sie in den Sechzigern gab, und die unangenehme Situation, in welche ihre Trägerin gerät. Oder um die Bestattung des Lieblingstieres in angemessener Hülle. Um den Kamelhaarmantel, den kein Mann richtig zu tragen versteht, abgesehen vom Vater. Oder um eine kleine Überraschung bei dem Blick auf Karl Lagerfelds Socken.
Neben ihr treten also auch andere Personen auf, viele Prominente, deren Namen vor allem der älteren Generation, die an diesem Buch sicher viel Freude hat, geläufig sein dürften. Verschont werden wenige von ihnen, mal mehr mal weniger wohlwollend wird mit den übrigen verfahren.
Ab und an ist ein Foto eingefügt, meistens zeigt es die Autorin in zeittypischen Outfits, und unterstreicht den Eindruck des Persönlichen.
Besonders erwähnenswert, weil keineswegs mehr selbstverständlich, ist das Inhaltsverzeichnis, das auf den letzten Seiten einen Überblick gewährt und rasches Wiederfinden einzelner Episoden ermöglicht.
Im Großen und Ganzen eine vergnügliche und sehr kurzweilige Unterhaltung für Menschen, die gerne Lachen und Nachdenken verknüpfen.

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Veröffentlicht am 20.10.2020

Dieses Buch war auf jeden Fall eine Horizonterweiterung

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Ich habe viele Interessengebiete: Bücher und Lesen, Schreiben (Gedichte, Rezis etc.) Geschichte, Archäologie, Psychologie, Philosophie, Architektur, Kunst, Filme, Serien, Schwertkampf, Reenactment... Mode ...

Ich habe viele Interessengebiete: Bücher und Lesen, Schreiben (Gedichte, Rezis etc.) Geschichte, Archäologie, Psychologie, Philosophie, Architektur, Kunst, Filme, Serien, Schwertkampf, Reenactment... Mode und Kleidung gehört so was von nicht dazu. Klamotten kaufen hab ich schon als Kind gehasst (sehr zum Verdruss meiner Frau Mama), ich mag es auch heute noch nicht. Wenn ich nicht gerade meine Arbeitsuniform trage (und das tue ich den Großteil der Zeit), dann trage ich schwarz. Schwarz ist immer elegant, man muss sich keine Gedanken machen, was man dazu anzieht oder dazu passen könnte (einfach ebenfalls schwarz). Und das seit meinem 17. Lebensjahr. Während mir meine Familie eine Phase prophezeit hat, hab ich meinen Stil einfach durchgezogen.

Und dann lese ich kürzlich von der Leserunde zu Elke Heidenreichs neuestem Werk auf Lovelybooks und ich habe mich beworben, weil ich dachte es ist ein Buch über die Mode des 20. Jahrhunderts (bekamntlicherweise meine Liebelingsepoche in der Geschichte). Spätestens, als das Buch, dass ich Rahmen fer Leserunde tatsächlich gewonnen hatte, bei mir eintraf und ich die ersten Seiten gelesen hatte, stellte ich fest, dass ich thematisch auf dem Holzweg war. Allerdings schrieb die Heidenreich so gut, so lustig und interessant, dass ich weniger auf die Mode geachtet habe, als viel mehr auf die Anekdoten, die sie uns erzählte. Wenn es auch mein erstes Buch von Elke Heidenreich war, es war nicht das Letzte. Ich liebäugel schon sehr mit Nero Corleone. 👀

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Mode kann sehr unterhaltsam sein

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Bei „Männer in Kamelhaar-Mänteln“ handelt es sich um Kurzgeschichten rund um das Thema Mode.
„Mode sagt auch viel aus über die Zeit, in der wir leben – wenn die Säume fallen und die Röcke kurz werden, ...

Bei „Männer in Kamelhaar-Mänteln“ handelt es sich um Kurzgeschichten rund um das Thema Mode.
„Mode sagt auch viel aus über die Zeit, in der wir leben – wenn die Säume fallen und die Röcke kurz werden, sagt man, fallen auch die Kurse“ (S. 17).
Gegliedert ist das Buch in einzelne Kapitel, die den Namen von Farben haben. Die jeweiligen Kapitel verfügen dann über passende Geschichten. Und am Ende gibt es ein Potpourri von verschiedenen, „berühmten“ Kleidern der Filmgeschichte.
Mal geht es um ein Kleid, ein anderes Mal um Anzüge oder auch mal einen Hut. Die Storys sind dabei immer unverwechselbar typisch Elke Heidenreich, so wie man sie von Buchlesungen oder dem Fernsehen her kennt: mit feinem, trockenen Humor oder auch mal nachdenklich, dabei immer sie selbst und sehr persönlich.
Es gibt Anekdoten mit Karl Lagerfeld oder mit Marie Kondo, der falten und rollen von Kleidung-Queen. Zum Teil sind die Geschichten erfunden, zum Teil selbst erlebt oder ihr erzählt worden. Amüsant sind fast alle. Das ist dann der Grund warum ich „nur“ 4 Sterne verteilt habe: bei manchen Stories fehlte mir der Bezug.
Fazit:
Ein amüsantes Buch über diverse Kleidungsstücke, die einem im Leben so begleiten: ein modischer Volltreffer oder ein totales Desaster. Der Kategorie „Protect me from what I want“ (S.7) gehört das Buch NICHT an. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Typisch Elke Heidenreich

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Elke Heidenreich bleibt ihrem Stil auch in diesem Buch treu und hat punktet hierbei mit der Vielfalt der Geschichten.

Mir gefällt vor allem, dass sie es schafft, bei mir Emotionen während des Lesens zu ...

Elke Heidenreich bleibt ihrem Stil auch in diesem Buch treu und hat punktet hierbei mit der Vielfalt der Geschichten.

Mir gefällt vor allem, dass sie es schafft, bei mir Emotionen während des Lesens zu wecken und ich mal lache, mal traurig und dann wieder nachdenklich werde. Ich kenne es nur aus sehr wenigen Büchern, dass mich diese so sehr berühren und derart unterschiedliche Facetten bieten.

Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und mir gefällt, dass die Geschichten zwischen realen und fiktiven Szenen wechseln. Dennoch haben mich einige Geschichten nicht 100%ig überzeugt, weil mir unter Anderem der Bezug zum Thema gefehlt hat.

Insgesamt ist es ein gelungenes Buch, dem ich gerne 4 von 5 Sterne vergebe.

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