Berührende Weihnachtsgeschichte
„...Der Wolf blieb stehen. Ein eigenartiges, warmes Leuchten schien von dem Häuschen auszugehen…“
Diese Zeilen stehen fast am Ende des Prologs. Sie führen mich in einen Teil der Geschichte ein.
Die Autorin ...
„...Der Wolf blieb stehen. Ein eigenartiges, warmes Leuchten schien von dem Häuschen auszugehen…“
Diese Zeilen stehen fast am Ende des Prologs. Sie führen mich in einen Teil der Geschichte ein.
Die Autorin hat eine berührende Weihnachtsgeschichte geschrieben, die zum Teil einen märchenhaften Inhalt hat. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. E bringt den Zauber der Landschaft und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier auf den Punkt.
Ein junger Wolf verliert in den Bergen von Montan seine gesamte Familie. Dann aber trifft er eine Gefährtin. Als diese in eine Fangschlinge gerät, spürt er, dass er Hilfe holen muss, wenn er sie retten will.
Die Journalistin Lindsay freut sich auf Weihnachten. Sie hofft, dass sie die Feiertage bei Dans Familie verbringen kann und dass er ihr endliche einen Heiratsantrag macht. Doch kurz vor Heiligabend teilt ihr Dan mit, dass sich zwar an ihrem Verhältnis nichts ändert, er aber die Tochter eines Anwaltskollegen des Vaters heiraten wird. Lindsay macht ihm durch ihre Verhalten klar, was sie davon hält.
Kurzerhand bucht Lindsay eine Hütte in den Bergen Montanas. Dort hat sie weder Strom noch Handyempfang. Sie hofft, abschalten und in Ruhe an ihren geplanten Roman arbeiten zu können. Brian, der Ranger, bringt sie zur Hütte. Unterwegs erklärt er ihr, was die Bewohner unter Diamantenstaub verstehen.
„...Es ist eine Art Eisnebel, der dort entstehen kann, wo extrem kalte Luft über relativ warmes Wasser streicht. Der aufsteigende Dampf gefriert quasi sofort und füllt die Luft mit Eiskristallen…
Zwar hat Lindsay erst einmal von Männern die Nase voll, kann aber nicht umhin, Dan und Brian zu vergleichen. Dabei erinnert sie sich an die Worte ihrer Mutter:
„...Männer sind wie Autos. Es gibt die schönen, schnellen Sportwagen, mit denen du auffällst, und es zuverlässige Familienvans, die ewig halten und dich überall hin bringen…“
In der Geschichte lerne ich eine Menge über das Sozialleben der Wölfe. Die Autorin verschweigt auch nicht die Schattenseiten in der Beziehung zwischen Wolf und Mensch. Den negativen Part hat in der Regel der Mensch.
In ihrer Hütte hört Lindsay das Geheul eines Wolfes. Anfangs hat sie Angst. Doch dann beginnt ein märchenhaftes Geschehen.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.