»Überall Schmetterlinge. Sommervögel hat ihre Mutter sie genannt. Dabei sind sie ebenso wenig Vögel, wie sie ihre Mutter war.«
Mit seinem azurblauen Wasser und grünen Hügeln ist Elba ein Paradies. Doch Lilly ist nicht wegen der schönen Natur gekommen. Durch eine schwere Krankheit hat sie erfahren, dass sie adoptiert wurde. Nun ist sie genesen und lässt alles hinter sich – auch ihren Verlobten Oliver, um ihre Mutter zu suchen. Ein Buch über Schmetterlinge ist ihr einziger Anhaltspunkt. Es führt sie zu Valentina, die auf der Insel einen Schmetterlingspark leitet. Lilly ergattert dort eine Stelle und hofft, Valentina näherzukommen. Als Oliver ihr nachreist, muss Lilly herausfinden, wie viel Vergangenheit in einen Neuanfang passt.
Eine schöne und atmosphärische Geschichte, die mit einigen Überraschungen aufwartet. Die Perspektiven aus Lillys und Valentinas Sicht gewähren einen Einblick in die - doch sehr unterschiedlichen- Leben ...
Eine schöne und atmosphärische Geschichte, die mit einigen Überraschungen aufwartet. Die Perspektiven aus Lillys und Valentinas Sicht gewähren einen Einblick in die - doch sehr unterschiedlichen- Leben der beiden Hauptprotagonisten. Ich mochte es sehr, dass die Geschichte ohne Klischees und Kitsch auskommt. Besonders das Setting auf Elba hat es mir angetan und auch die Beschreibungen der Schmetterlinge und deren Lebensarten sind sehr gelungen. Ein wirklich toller Roman den ich gerne weiterempfehle.
Lilly ist ende 20 und hat eine schwierige Zeit hinter sich. Sie war schwer krank und hat dan noch erfahren das ihre Eltern sie adoptiert haben. Das ist sehr dicke Post ...
Sommer Vogel Flug von Eva Floris
Lilly ist ende 20 und hat eine schwierige Zeit hinter sich. Sie war schwer krank und hat dan noch erfahren das ihre Eltern sie adoptiert haben. Das ist sehr dicke Post auf einmal. Und Lilly will ihre leibliche Mutter suchen gehen und ihre Reise beginnt auf der Insel Elba. Auch ihren Verlobten Oliver lässt sie in Deutschland zurück. Ein Buch mit Schmetterlingen und eine Widmung darin ist ihr einziger Anhaltspunkt zur Suche.
Valentina ist ende 40 und hat auf der Insel Elba ein Schmetterlingspark. Mit den Tieren versteht sie sich besser als mit den Menschen. Eine alte Liebe hat sie sehr enttäuscht und Valentina ein wenig zur Einzelgängerin werden lassen. In jungen Jahren hat eine Wahrsagerin ihr etwas Prophezeit und das hat sie ihr ganzes Leben nicht losgelassen. Ob es sich bewahrheitet?
"Sommervogelflug" von Eva Floris,
erschienen beim Fischer Verlag Februar 2025
Lilly erfährt nach einer schweren Krankheit, dass sie adoptiert wurde. Sie lässt ihr bisheriges Leben hinter sich, um ihre ...
"Sommervogelflug" von Eva Floris,
erschienen beim Fischer Verlag Februar 2025
Lilly erfährt nach einer schweren Krankheit, dass sie adoptiert wurde. Sie lässt ihr bisheriges Leben hinter sich, um ihre leibliche Mutter zu suchen. Einziges Indiz ist ein Buch, das sie zu Valentina auf die Insel Elba führt. Valentina betreibt dort einen Schmetterlingspark. Lilly nimmt eine Stelle an und hofft, Valentina näherzukommen. Als ihr Verlobter Oliver ihr nachreist, muss Lilly sich entscheiden, wie viel Vergangenheit sie für einen Neuanfang zulassen kann.
Die Autorin hat die Schönheit Elbas und die Faszination der Schmetterlinge gekonnt eingefangen. Lillys Suche nach ihrer Identität und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit sind berührend dargestellt. Interessante Charaktere sorgen für sehr gute Unterhaltung, besonders Valentina und Lilly sind dafür ausschlaggebend.
Die Beschreibungen der Schmetterlinge und der Natur Elbas spiegeln Lillys innere Gefühlswelt wider. Die Schönheit und Zerbrechlichkeit der zarten Tiere symbolisieren ihre eigenen Emotionen. Die Ungewissheit und die Hoffnung, ihre leibliche Mutter zu finden, erzeugen eine starke emotionale Spannung. Valentinas zurückhaltende Art und die Geheimnisse um ihre Vergangenheit erzeugen eine Distanz, die Lilly zu überwinden versucht.
Die Enthüllung von Valentinas Geschichte führt zu emotionalen Momenten der Versöhnung und des Verständnisses.
Fazit:
"Sommervogelflug" ist ein gefühlvoller Roman über die Suche nach der eigenen Identität und die Kraft der Liebe. Die Geschichte führt in eine malerische Umgebung und berührt mit ihren emotionalen Wendungen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne tiefgründige und atmosphärische Romane lesen.
Das Cover mit den schönen Farben wirkt freundlich und angenehm. Der hübsche Schmetterling im Vordergrund ist ein Blickfang.
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte die Autorin Eva Floris bisher nicht, mir war das bunte Titelbild (gelber Horizont, blutrote Sonne, vorne grüne Pflanzen und ein blauer Schmetterling aufgefallen, besonders ...
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte die Autorin Eva Floris bisher nicht, mir war das bunte Titelbild (gelber Horizont, blutrote Sonne, vorne grüne Pflanzen und ein blauer Schmetterling aufgefallen, besonders der weiße Schriftzug vom Titel war nicht zu übersehen. Ich kenne mich mit Schmetterlingen nicht aus, kannte den Begriff Sommervögel nicht, war noch nie auf Elba, habe aber vor knapp 2 Monaten das Schmetterlingshaus im Frankfurter Palmengarten besucht und hatte so eine Miniatur-Vorstellung dessen, was Lilly in Valentinas Park zu sehen bekommt, wenn das Flattern losgeht. Mich hat gewundert, dass zwar immer mal von Lillys „Krankheit“ gesprochen, aber nie konkret erwähnt wird, was sie hatte. Es ging wohl um Leben und Tod, so kam die Sache mit den Blutgruppen und den nicht leiblichen Eltern ans Licht, aber es blieb in dieser Hinsicht für mich schwammig. Vermutlich tut die Krankheit selbst nichts zur Sache für die weitere Geschichte, aber es war immer so, als würde etwas verdeckt, verschwiegen. Ich kann mich nicht in Lillys Adoptiveltern reinversetzen, warum sie über all die Jahre oder gar Jahrzehnte nichts erwähnt haben, dass Lilly adoptiert ist. Das kostet sicher einiges an Kraft, Nerven und Überwindung für alle, aber ab einem gewissen Alter fände ich es dem Kind gegenüber nur fair, etwas über die Herkunft zu erfahren. So war es, zusätzlich zur Krankheit ein zweiter Schlag, mit dem Lilly fertigwerden muss. Ihr Bruder Max ist mir sehr sympathisch und auch Freund Oliver hat sicher einiges durchgemacht an ihrer Seite, meiner Meinung nach kapselt sie ihn zu sehr ab und er nimmt es hin.
Man kann sich drüber streiten, ob der Aufbruch nach Elba zu überstürzt war, ich hätte zumindest die bisherige Familie grob in Kenntnis gesetzt, anstatt einfach aufzubrechen. Lilly hat sich wohl genau in den Kopf gesetzt, wonach sie sucht, wen oder was sie finden will, daran hält sie fest. Die Situation wirkt für mich meist ziemlich angespannt, ich kann Valentina ein bisschen verstehen, nur nicht ihre
Angst vor der Prophezeiung. Rosa dagegen kann doch nicht so gefühlskalt sein, wie sie sich gibt, oder? So gar kein Interesse zeigen, weder an der Vergangenheit, aus der sie das Beste machen musste und dabei Verluste erlitten hat, noch an der Zukunft? Das nehme ich ihr nicht ab. Ich finde die Idee gut umgesetzt, anhand weniger Puzzleteile auf die Suche nach den eigenen Wurzeln zu gehen. An manchen Stellen klingt es fast zu einfach, dann wieder unheimlich schwierig, ich möchte mit keiner der Frauen tauschen. Die
336 Seiten sind flüssig zu lesen, man fühlt die ergreifende Geschichte mit, Flora und Fauna (und die italienische Küche) sind sehr schön beschrieben. Kleine Abstriche habe ich, doch auf jeden Fall gibt es eine Leseempfehlung mit 4,5-5 Sternen.