Cover-Bild Wolkenschwer
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Literatured. Niederösterr.
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 184
  • Ersterscheinung: 15.09.2025
  • ISBN: 9783902717832
Eva Holzmair

Wolkenschwer

In „Wolkenschwer“ führt uns Eva Holzmair nach und nach in die Welt des Altwerdens und Altseins ein. Auf sehr persönliche Art und Weise erzählt die Autorin davon, was es bedeutet, als Tochter einen Elternteil sukzessive an Demenz zu verlieren, welche Hürden ihr und ihrer Mutter auferlegt werden und wie es gelingt, dabei sich selbst und vor allem seinen Humor nicht zu verlieren. Gleichzeitig gibt uns die Autorin einen Einblick in die Vergangenheit einer inzwischen fast ausgestorbenen Kriegsgeneration, in das Niederösterreich und Wien von damals und in die Gefühlswelt einer Generation, die von Verzicht und Traditionsbewusstsein geprägt war. Eine Mutter-Tochter-Geschichte, die zugleich schmerzlich und berührend an die Vergänglichkeit des Lebens erinnert und in ihrer Einzigartigkeit trotzdem auf uns alle verweist: auf das (kollektive) Erinnern, das Sterben und den Tod.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2026

So persönlich, so voll Liebe und zu Herzen gehend – ein Lesehighlight

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„Wolkenschwer“ von Eva Holzmair (2025 erschienen) ist eines der wunderbarsten und berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter an Demenz erkrankt? Wie verändert ...

„Wolkenschwer“ von Eva Holzmair (2025 erschienen) ist eines der wunderbarsten und berührendsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter an Demenz erkrankt? Wie verändert sich der geliebte Mensch? Welche Ereignisse und Dinge bleiben bis zuletzt im Gedächtnis? Woran erinnert sich die Tochter aus Kindheits- und Jugendjahren? Welchen Herausforderungen müssen sich die Angehörigen stellen? Wie werden demente Menschen in Seniorenheimen, auf Pflegestationen und im Krankenhaus betreut?

Eingebettet zwischen zwei amüsanten Szenen, dem Prolog und Epilog, erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Mutter, den Verlauf der Demenzerkrankung, wie so nach und nach ihre Fähigkeiten nachlassen, Gedächtnislücken auftreten, Verwirrtzustände sich mehren und mit welchen Problemen die Angehörigen konfrontiert sind - bis zum bewegenden Abschied. Immer wieder sind Episoden aus dem Leben der Mutter, aus der Kindheit der Autorin eingeschoben. Die Übergänge sind harmonisch, die Rückblenden verdeutlichen die Charaktere, geprägt durch Herkunft und Kindheit. So ernst das Thema auch ist und manchmal traurig stimmt, es sind sehr persönliche Einblicke in eine Tochter-Mutter-Beziehung, mit allen Ecken und Kanten.

Als Wienerin sind mir nicht nur die meisten Schauplätze vertraut sowie der niederösterreichische Dialekt, sondern ich fühlte mich zudem persönlich angesprochen. Einiges hat mich an die eigene Kindheit bzw. Jugend erinnert: die Begeisterung fürs Lesen, gemeinsame Lesestunden mit den Eltern, Donauland und „Die Struwwelliese“, Telefonate mit der stets besorgten Mutter u.v.a.m. Ich konnte so vieles nachempfinden. Meine zahlreichen Besuche im Pensionistenheim, erst jahrelang im Appartment, später auf der Pflegestation, hinterließen ziemlich dieselben Eindrücke. Mich ereilte ein gewisses Déjà-vu, was Notfallaktionen und Spitalsbesuche anbelangt. Meine Mutter versank gegen Ende ihres Lebens ebenfalls in ihrer eigenen Welt.

Eva Holzmair ist mit „Wolkenschwer“ ein sehr bewegender Roman gelungen, eine wunderbare Erinnerung an ihre Mutter. Ihr Erzählstil strahlt so viel Wärme und Liebe aus, alles wirkt ehrlich und authentisch. Für mich war dieses Buch ein Lesehighlight. Somit eine unbedingte Leseempfehlung mit 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Vom Erinnern, Vergessen und Weiterlieben

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„Wolkenschwer“ ist ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Eva Holzmair nimmt uns sehr persönlich mit auf ihre Reise als Tochter einer demenzkranken Mutter – ehrlich, feinfühlig und mit einer guten Portion ...

„Wolkenschwer“ ist ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Eva Holzmair nimmt uns sehr persönlich mit auf ihre Reise als Tochter einer demenzkranken Mutter – ehrlich, feinfühlig und mit einer guten Portion Humor, die das Ganze nie zu schwer werden lässt.

Ich fand es unglaublich authentisch, wie sie von den Herausforderungen erzählt: von der Liebe und Nähe, aber auch von der Ungeduld, dem Unverständnis und den Schuldgefühlen, die einfach dazugehören, wenn man einem geliebten Menschen beim Vergessen zusehen muss.

Besonders schön sind die lebendigen Dialoge zwischen Mutter und Tochter. Die Mutter spricht im niederösterreichischen Dialekt, was die Szenen unglaublich nahbar macht. Dadurch kommen natürlich die feinen und persönlichen Nuancen der Aussagen noch besser beim Leser an.

Neben der persönlichen Geschichte öffnet Holzmair auch ein Fenster in die Vergangenheit: in die Welt der Kriegsgeneration, in das alte Niederösterreich und Wien.

Die Sprache liest sich flüssig, angenehm und zugleich poetisch. Ein stilles und ehrliches Buch über das Altwerden, das Erinnern und das Loslassen – traurig, tröstlich und immer wieder zum Schmunzeln.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Eine berührende Geschichte

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Wolkenschwer ist ein berührendes Buch über das Abschied nehmen, über Erinnerungen, und die Verbundenheit innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen einer demenzkranken Mutter und ...

Wolkenschwer ist ein berührendes Buch über das Abschied nehmen, über Erinnerungen, und die Verbundenheit innerhalb der Familie. Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen einer demenzkranken Mutter und ihrer Tochter, die versucht den langsamen Verlust zu verarbeiten und zugleich an gemeinsamen Erinnerungen festzuhalten.
Durch viele Rückblenden wird nach und nach das Leben der beiden sichtbarer, während in der Gegenwart die Erinnerungen verblassen.
Besonders gut finde ich die Darstellung der Mutter-Tochter-Beziehung. Man findet sich darin wieder, obwohl natürlich jeder anderes erlebt hat. Es wirkt ehrlich erzählt, die unbequemen Seiten werden nicht versteckt.
Trotz der Schwere des Themas, kommen aber auch immer wieder Wärme und sogar Humor durch. Besonders die Kommentare von Felix und das Wienerische der Mutter haben mir gut gefallen. Letzteres klingt eben auch einfach vertraut und nach Zuhause. Besonders gut ist es natürlich, wenn man die Umgebung kennt, um die es in dem Buch geht, aber notwendig ist das natürlich nicht.
Den Epilog fand ich auch sehr gelungen, denn so gibt es einen fröhlicheren Abschluss.
Insgesamt ist Wolkenschwer ein sehr berührendes Buch über Erinnerungen, Abschied nehmen und die Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Berührende Mutter-Tochter-Geschichte

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Die Autorin führt uns in die Welt des Altwerdens und Altseins ein. Es ist eine sehr berührende Mutter-Tochter-Geschichte, denn es wird erzählt, wie es ist, als Tochter, die Mutter an Demenz zu verlieren, ...

Die Autorin führt uns in die Welt des Altwerdens und Altseins ein. Es ist eine sehr berührende Mutter-Tochter-Geschichte, denn es wird erzählt, wie es ist, als Tochter, die Mutter an Demenz zu verlieren, welche Schwierigkeiten es gibt und wie man damit umgeht.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Das Thema Demenz wird viel zu selten in Geschichten behandelt. Der Schreibstil hat mir auch wunderbar gefallen, vor allem die Ich-Perspektive und ich habe mich gefragt, ob das nicht eine zum Teil autobiografische Geschichte ist, denn es hat sich alles sehr echt für mich angefühlt. Ich vergebe sehr gerne 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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