Cover-Bild Das Feuerzeichen

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 14.08.2017
  • ISBN: 9783453316430
Francesca Haig

Das Feuerzeichen

Roman
Kathrin Wolf (Übersetzer)

Die Geschwister Zach und Cass leben in einer zerstörten Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Alphas sind perfekt, während Omegas einen Makel tragen, gebrandmarkt und verstoßen werden. Obwohl sie so grundverschieden sind, ist die Lebenskraft eines jeden Menschen an seinen Zwilling gebunden. Cass ist eine Omega, und wenn sie frei sein will, muss sie gegen ihren größten Feind kämpfen: ihren Zwillingsbruder Zach. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn wenn Zach sein Leben verliert, stirbt auch Cass ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2019

Toller Auftakt

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Nach der „Explosion“ werden nur noch Zwillingspärchen geboren. Einer von beiden ist immer gesund, der andere entweder verkrüppelt oder ein Seher. Genau dies ist Cass, die versucht, diese Gabe so lange ...

Nach der „Explosion“ werden nur noch Zwillingspärchen geboren. Einer von beiden ist immer gesund, der andere entweder verkrüppelt oder ein Seher. Genau dies ist Cass, die versucht, diese Gabe so lange wie möglich zu unterdrücken, um nicht von ihrer Familie verstoßen zu werden. Denn diese „Omegas“ sind untragbar für die Familie und müssen in Enklaven außerhalb der Städte wohnen. Cass will das nicht akzeptieren und wird von ihrem Bruder , der schnell ein hohes Tier in der Verwaltung wird, eingesperrt. Denn wenn Cass etwas passiert, stirbt ja auch ihr Bruder!



Cass kann entkommen und ihre Visionen zeigen ihr immer wieder eine Insel, die sie nun sucht. Auf ihrem Weg begleitet sie Kip, den sie vorher aus einem Tank befreit hat, in dem er dahin vegetiert hat. Ein Weg voller Abenteuer beginnt für die beiden, verfolgt und ständig hungrig. Werden sie die Insel erreichen? Und wie geht es dann weiter?



Es bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, was mit „Explosion“ gemeint ist. Es könnte ein Atombombenangriff gewesen sein, aber auch jegliches anderes Szenario wäre denkbar. Das ist aber sowieso zweitrangig, denn im Vordergrund steht die Zwillingsproblematik. Man kann nicht einfach einen Menschen töten, wenn er im Weg ist – man tötet immer seinen Zwilling mit. Und das sorgt im Buch für Zündstoff. Als Cass als Schwester von Zach erkannt wird, gerät sie in Gefahr. Denn Zach sorgt für Reformen, die keiner haben will. Und tötet man Cass stirbt auch Zach!



Unglaublich, wie Cass das 4 Jahre in dem Kerker ausgehalten hat, mich hat es beim Lesen gegruselt, wobei man es noch anschaulicher hätte erzählen können, aber das hätte wohl den Rahmen des Buches gesprengt. Haig erzählt sehr flüssig und anschaulich und man langweilt sich auf keiner Seite. Bangt mit den Protagonisten mit, hungert an ihrer Stelle und spürt förmlich die aufgesprungenen Lippen und Cass‘ Grusel, auch in so einem Tank zu landen, aus dem sie Kip befreit hat.



Ein paar kleinere Fragen bleiben für mich offen, aber die sind auch eher nebensächlich: z.B. wie bindet man sich die Schnürsenkel mit nur einer Hand? ;)



Fazit: furioser Auftakt einer neuen Trilogie mit sympathischen Charakteren. Man sollte sich Zeit nehmen, wenn man das Buch zur Hand nimmt, denn man wird es nicht so schnell wieder weglegen mögen.

Veröffentlicht am 06.10.2019

Hat mich echt überrascht!

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Wenn man "Das Feuerzeichen" auf seinen Kern zurückführt, ist es tatsächlich ein Roman über die besondere Beziehung von Geschwistern. Lediglich das Setting ist fantastisch und die Handlung drumherum düster, ...

Wenn man "Das Feuerzeichen" auf seinen Kern zurückführt, ist es tatsächlich ein Roman über die besondere Beziehung von Geschwistern. Lediglich das Setting ist fantastisch und die Handlung drumherum düster, stellenweise brutal. Aber was mich an diesem Buch am meisten fasziniert hat, war tatsächlich, wie Cass und ihr Zwillingsbruder Zach, aber auch andere Zwillingspaare, miteinander umgegangen sind.

Denn in der düsteren Zukunft, in der das Buch spielt, hängt das Leben der jeweiligen Zwillinge voneinander ab. Es werden immer ein Junge und ein Mädchen geboren. Und während eines der beiden Kinder als Alpha nahezu perfekt ist - gutaussehend, stark und gesund -, ist der andere Zwilling als Omega sein Schattenstück - mit fehlenden oder zusätzlichen Gliedmaßen. Aber auch jeder Alpha hat eine Schwachstelle. Denn nicht nur werden die Zwillinge zur selben Zeit geboren, sie sterben auch zur selben Zeit. Ihre Gesundheit betreffend sind die Zwillingspaare untrennbar miteinander verbunden, was sich auch nicht dadurch umgehen lässt, dass man die Omegas unmittelbar nach Sichtbarwerden ihrer Missbildung aus der Familie nimmt und in eine der Omega-Siedlungen schafft. Nicht immer zeigt sich die Fehlbildung direkt nach der Geburt. Es können auch einige Jahre vergehen, bis sich diese entwickelt. Aber es gibt auch Omegas, deren "Fehlbildung" nicht äußerlich zu erkennen ist.

Es hat mich stellenweise schier fassungslos und mit offenem Mund zurückgelassen, welche Gedanken den Charakteren durch den Kopf gehen, welche Fäden sie spinnen, wie weit sie um die Ecke denken, um dahinter zu kommen, wie sie ihrem Zwilling schaden können, ohne sich selbst zu schaden bzw. dabei und damit für ihre eigene Sicherheit zu garantieren. Dieses Debüt wurde so klug durchdacht und ich habe selten ein Buch gelesen, bei dem so viel im Hintergrund passiert, während die eigentliche Handlung doch eher ruhiger bleibt.

Denn tatsächlich umfasst die Handlung des Buches mehrere Jahre, in denen nicht mehr passiert, als dass Cass gefangen in einem Verlies sitzt. In dieser Zeit denkt Cass viel über ihre Vergangenheit nach und sie nimmt dabei den Leser mit in ihre Kindheit. Auch bei ihr und ihrem Zwilling Zach zeigte sich nicht direkt nach der Geburt, wer Alpha und wer Omega ist. Stattdessen gingen viele Jahre ins Land, in denen vor allem für Zach nicht klar war, auf welcher Seite er steht, während Cass schon längst wusste, wer von ihnen das "schwächere" Glied ist. Großartig beschreibt die Autorin, wie Cass sich darum bemüht, die düsteren Träume und Visionen, die sie vor allem nachts überfallen, zu verbergen. Wie Zach immer stärker darunter leidet, dass er nicht weiß, ob er wirklich zur Familie gehört oder diese bald verlassen muss. Die ersten Kapitel, in denen die Kindheit der Zwillinge beschrieben wird, waren sehr fesselnd und intensiv beschrieben und damit hat die Autorin mich direkt gepackt. Und gerade in diesen ersten Kapiteln wird deutlich, wieso dieses Buch tatsächlich ein Buch über Geschwister ist, denn so intensiv wird die Beziehung zwischen Cass und Zach deutlich und wirkt sich bis in die Gegenwart aus.

Eine Gegenwart, in der Cass nach Jahren der Gefangenschaft durch ihren Bruder endlich die Flucht gelingt. Und sie macht sich auf die Suche nach der Insel, die sie in ihren Träumen und Visionen vor sich sieht, auf der sich ein Widerstand zu organisieren scheint. Dabei ist sie nicht allein, denn auf ihrer Flucht trifft sie auf Kip, der eine völlige neue Wendung in die Handlung und das Verhalten der Alphas bringt.

Obwohl ich von "Flucht" spreche, wird das Buch nun ruhiger. So viel Zeit, wie sich Francesca Haig bislang genommen hat, um die Kindheit von Cass und Zach zu schildern, so viel Zeit nimmt sie sich nun, um die Handlungsumgebung die Handlung der Charaktere selbst zu beschreiben. Es gibt in diesem Buch viele Seiten, die mit Beschreibungen gefüllt sind, auf denen nicht gesprochen wird. Die Autorin schafft es auch selbst damit, ihre Leser komplett zu fesseln. Durch den angenehmen Schreibstil kommen dabei nur selten Längen auf. Und letztlich schreitet die Handlung natürlich dennoch voran und die Autorin baut Entwicklungen ein, die den Spannungsbogen aufrechthalten und den Leser überraschen.

Vor allem mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet. Da hat die Autorin echt was rausgehauen, was mich total überrascht hat. Und obwohl das Buch nicht mit einem fiesen Cliffhanger endet, kann ich die Fortsetzung gar nicht mehr erwarten, auf die wir zum Glück gar nicht mehr so lange warten müssen.

Ein Buch wie "Das Feuerzeichen" habe ich noch nie gelesen. Es hat mich wirklich direkt von der ersten Seite an gepackt und mich mit seiner Handlung und seiner Tiefgründigkeit sofort fasziniert. Die Idee hinter dem Buch finde ich einzigartig, so etwas kannte ich bislang noch nicht, und das macht für mich den besonderen Reiz an diesem Buch aus. Dazu kommen die unfassbar tiefgründigen Charaktere und die Handlung, die so genial konstruiert und durchdacht ist. Ich kann "Das Feuerzeichen" nur empfehlen, wobei ich der Altersempfehlung des Verlags nicht ganz zustimmen kann. Für jüngere Leser, gerade ab 13 Jahren, halte ich das Buch noch nicht geeignet. Der Inhalt ist schon auf eine gewisse Art und Weise einfach krass und brutal und auch den Schreibstil empfinde ich als zu anspruchsvoll für jüngere Leser.


Mein Fazit

Francesca Haig hat mich mit ihrem Debüt vollkommen überrascht, ich war total begeistert von "Das Feuerzeichen" und freue mich schon riesig auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 21.02.2018

Mich hat es umgehauen

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Hattet Ihr schon mal das Gefühl, eure Geschwister seien eure Feinde?
Ich denke fast jeder kennt das. Rivalität, der Streit um die Aufmerksamkeit der Eltern und natürlich das andauernde Vergleichen. Das ...

Hattet Ihr schon mal das Gefühl, eure Geschwister seien eure Feinde?
Ich denke fast jeder kennt das. Rivalität, der Streit um die Aufmerksamkeit der Eltern und natürlich das andauernde Vergleichen. Das alles ist aber noch lange nicht so tragisch, denn am Ende hat man sich ja doch wieder lieb. Bei Cass und Zach liegt das jedoch anders.
In ihrer Welt sind Geschwister lästig, zumindest die fehlerhaften Omegas.
Das Buch von Francesca Haig lag lange auf meiner Wunschliste, jedoch hatte ich Angst es würde eine ähnliche Enttäuschung für mich werden wie die Tribute von Panem. Eine schöne Idee die leider völlig anstrengend umgesetzt wurde.
Zum Glück blieb das hier aus.
Ich kam sehr schnell in die Geschichte rein, auch wenn die Zeit der Gefangenschaft etwas langwierig war. Danach flog ich quasi durch das Buch.
Der Schreibstil ist zwar einfach, hat jedoch auch seine ausschweifenden und fast schon träumerische Momente. Das Ende war gemein.
Tatsächlich mal wieder eine Empfehlung die ich gern ausspreche.

Veröffentlicht am 04.11.2017

Guter Auftakt der Reihe

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Stellt euch eine weit entfernte Zukunft vor. Eine Zukunft, die durch einen katastrophalen, nuklearen Krieg geformt worden ist, und die Lebensumstände dementsprechend schlecht sind. Und das Merkwürdigste: ...

Stellt euch eine weit entfernte Zukunft vor. Eine Zukunft, die durch einen katastrophalen, nuklearen Krieg geformt worden ist, und die Lebensumstände dementsprechend schlecht sind. Und das Merkwürdigste: es werden nur noch Zwillinge geboren, die noch dazu unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotzdem sind sie auf ewig aneinander gebunden. Der Gute und der Böse. Der Bessere und der Schlechte. Alpha und Omega. Zach und Cass. Was Strahlung alles anrichten kann...
 



Kurz zum Inhalt:

Die Geschwister Zach und Cass leben in einer zerstörten Welt, in der nur noch Zwillinge geboren werden. Alphas sind perfekt, während Omegas einen Makel tragen, gebrandmarkt und verstoßen werden. Obwohl sie so grundverschieden sind, ist die Lebenskraft eines jeden Menschen an seinen Zwilling gebunden. Cass ist eine Omega, und wenn sie frei sein will, muss sie gegen ihren größten Feind kämpfen: ihren Zwillingsbruder Zach. Doch die Rebellion hat ihren Preis, denn wenn Zach sein Leben verliert, stirbt auch Cass ...
1.Kriterium: Die Idee des Buches.

Ich habe erst gestern die Rezension zu "Battle Island" geschrieben, und irgendwie finde ich diese Idee hier ähnlich. Wieder Jugendliche, die sich um sich selbst kümmern müssen, in einer neuen zerstörten Welt. Eigentlich kommt die Idee wieder an Panem heran, nur dass es hier in dem Sinn keine Arena gibt.
Was die Idee des Buches für mich ausmacht, ist nicht unbedingt die zerstörte Zukunft, sondern die Zwillinge die so eng aneinander gekettet sind, obwohl sie so unterschiedlich sind. Dann auch noch diese Trennung in zwei verschiedene Gesellschaftsschichten. Es werden immer ein Mädchen und ein Junge geboren. Einer ist der "Bessere" und einer der "Schlechtere". Oft haben diese weniger Guten eine Behinderung oder auch eine Gabe und werden in die Schicht der Omegas getan. Ich finde diesen Ansatz interessant...

Die Idee lässt sehr viel Spielraum und hat großes Potential finde ich. Deswegen gibt es hier einen ganzen Weltentaucher.

2. Kriterium: Der Aufbau der Geschichte.

Ich habe sehr gut in das Buch hinein gefunden und es hat mir auch wirklich sehr gut gefallen. Der Leser lernt die beiden Zwillinge gleich besser kennen. Vor allem Cassie, die "Schlechtere", die versucht ihre Gabe zu verbergen. Als die Gabe dann aber entdeckt wird, wird finde ich die Geschichte ein bisschen unlogisch... Sie wird verband und ihr guter Bruder sucht sie, nur um zu verhindern dass sie stirbt, denn sonst stirbt auch er. Für mich war das sehr sehr unlogisch, denn wieso werden dann die Omegas überhaupt verband, wenn die Alphas dann Angst haben, das ihre schlechte Hälfte stirbt... Ich persönlich würde ihn nahe bei mir haben wollen...

Langsam beginnt sich dann die Rebellion zu verwirklichen und dieser Teil hat mir sehr gut gefallen. Man hat hier einen guten Einblick in die zwei gespaltene Gesellschaft bekommen.

Durchs Buch zieht sich ein deutlich sichtbarer roter Faden, und die Handlung steigert sich laufen.

Hier gibt es einen halben Weltentaucher.

3. Kriterium: Die Charaktere.

Ich persönlich war mit den Charakteren zufrieden, hätte mir aber ein bisschen mehr Gefühle gewünscht. Beispielsweise bei der Liebesgeschichte, die dann doch etwas zu schnell und unlogisch verläuft.
Auch gab es einige interessante Nebencharaktere, die die Geschichte spannender und mysteriöser wirken ließen.

4. Kriterium: Die Spannung bzw. ob mich das Buch gefesselt hat. 

Die Autorin hat gute spannende Passagen geschrieben und auch am Ende einiges offen gelassen. Ich muss aber auch sagen, dass es viele Passagen gab, die sich sehr in die Länge gezogen haben und zeitweise passierte gar nix und die Handlung schien still zustehen. Ich hab das Buch dann auch öfters auf die Seite gelegt, weil es mich zwischendurch einfach nicht gepackt hat.

5. Kriterium: Die Schreibweise.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm. Es ließ sich schnell und flüssig lesen.



Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Weltentaucher. Der Auftakt der Reihe hat mir gut gefallen und ich werde sicher weiterlesen!