Träume in den Bergen
Chiemseeträume von Franziska Blum hat mich erneut an den Chiemsee entführt und dabei dieses ganz besondere Gefühl von Leichtigkeit, Hoffnung und leisem Neubeginn ausgelöst. Beim Lesen hatte ich ständig ...
Chiemseeträume von Franziska Blum hat mich erneut an den Chiemsee entführt und dabei dieses ganz besondere Gefühl von Leichtigkeit, Hoffnung und leisem Neubeginn ausgelöst. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, barfuß über warme Holzstege zu laufen, den Blick über das glitzernde Wasser schweifen zu lassen und für einen Moment alle Sorgen hinter mir zu lassen. Die Geschichte lebt von ihren sanften Zwischentönen: von Figuren, die nicht perfekt sind, aber genau dadurch so nahbar wirken, und von Träumen, die vielleicht lange verdrängt wurden, nun aber langsam wieder an die Oberfläche kommen. Besonders schön fand ich, wie Franziska Blum Emotionen nicht laut oder überdramatisch erzählt, sondern ihnen Raum gibt, sich natürlich zu entfalten – in Blicken, Gesprächen und stillen Momenten. Die Liebesgeschichte entwickelt sich behutsam und fühlt sich dadurch umso echter an, getragen von Vertrauen, Offenheit und dem Mut, sich auf Veränderungen einzulassen. Der Schreibstil ist warm, bildhaft und voller Atmosphäre, sodass der Chiemsee selbst fast wie eine eigene Figur wirkt: beruhigend, beständig und voller Versprechen. Chiemseeträume ist für mich ein Wohlfühlroman, der zeigt, dass Träume nie zu spät kommen und dass manchmal ein Ortswechsel – oder ein neuer Mensch – genügt, um das Herz wieder ein Stück weiter zu öffnen.