Cover-Bild Geheimnisse in der Grünen Mark
Band der Reihe "Historischer Kriminalroman"
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 29.02.2024
  • ISBN: 9783740818708
Gudrun Wieser

Geheimnisse in der Grünen Mark

Historischer Kriminalroman
In der Steiermark lauert der Tod: Ein Krimi aus der Kaiserzeit mit überraschend modernen Themen!

Frohnleiten, 1897: Statt die Sommerfrische zu genießen, bekommt es Arzt Titus Pyrner in der Kaltwasserheilanstalt erst mit einem verschollenen Kurgast und dann mit dessen Leiche zu tun. Zusammen mit dem jungen Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum folgt er den zahlreichen Hinweisen und stößt dabei nicht nur auf Gerüchte um verkaufte Kinder, sondern muss sich auch mit den Vorurteilen der bürgerlichen Gesellschaft auseinandersetzen. Doch dann bringt ein Gewitter die beiden der Lösung des Falls einen entscheidenden Schritt näher ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2025

historischer Krimi

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Titus Pyrner, Arzt von Beruf, befindet sich in Frohnleiten in der dortigen Kurheilanstalt. Eigentlich will er seiner Gesundheit etwas Gutes tun, doch dann verschwindet ein Kurgast spurlos. Titus wird ...



Titus Pyrner, Arzt von Beruf, befindet sich in Frohnleiten in der dortigen Kurheilanstalt. Eigentlich will er seiner Gesundheit etwas Gutes tun, doch dann verschwindet ein Kurgast spurlos. Titus wird um Hilfe bei der Suche gebeten. Leider kann jener Gast nur noch tot gefunden werden. Als Untersuchungsrichter trifft Franz Stahlbaum ein. Er ist für den Arzt kein Unbekannter und obwohl sich die beiden eigentlich nicht besonders mögen, beginnen sie gemeinsam, den Hinweisen nachzugehen. War es Mord? Und was sind das für seltsame Gerüchte über verschwundene Kinder?

Dieser historische Krimi hat seinen Handlungsort in dem Ort Frohnleiten in der Steiermark. Eigentlich sind die Menschen zur Sommerfrische in diesem Ort. Dass jetzt erst nach einem vermissten Kurgast gesucht werden muss und dann auch noch sein Tod aufgeklärt werden will, bringt viel Unruhe in den Ort. Schnell ist dem Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum klar, hier stimmt noch so einiges andere nicht. Gudrun Wieser erzählt einen spannenden Krimi am Ende des 19. Jahrhunderts.

Schon im Prolog werden die Protagonisten Stahlbaum und Pyrner vorgestellt. Der erste Eindruck ihrer Charaktere entsteht. Dann erst geht es weiter in Frohnleiten. Am Anfang stellt sich die Frage, was dieser Prolog in Bezug auf die eigentliche Geschichte zu bedeuten hat, doch später wird diese Verbindung sehr gut deutlich. Mir hat das gut gefallen. Die Autorin schildert nachvollziehbar, welche Probleme der Untersuchungsrichter bei seinen Ermittlungen hat und wie er sie lösen kann. Auch die Unterstützung durch den Arzt wird schön in Szene gesetzt. Vor allem gefällt mir, dass nicht von Anfang an klar ist, was hier eigentlich los ist. Die Wahrheit kommt erst so nach und nach ans Licht.

Gudrun Wieser erzählt aber nicht nur einen spannenden Krimi, auch die Umstände der Zeit werden erläutert. Ortsbedingte Eigenheiten werden geschildert, die einen schönen Einblick in diese Epoche gewähren. Zudem befindet sich vor jedem Kapitel ein Zitat aus dem Handbuch für Untersuchungsrichter von Dr. Hans Gross, was dem Krimi eine persönliche Note verleiht. In einem Nachwort wird noch kurz Fiktion und Wahrheit geklärt.

Mir hat „Geheimnisse in der grünen Mark“ gut gefallen. Die Handlung steigert sich so nach und nach und lädt zum Mitraten ein. Die Protagonisten Stahlbaum und Pyrner sind jeder auf seine Weise sympathisch. Gerade weil sie sich nicht immer einig sind und ihre eigenen Wege gehen, sorgen sie für angenehme Unterhaltung. Gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 16.04.2024

Mörderischer Kurschatten!?

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Klappentext:

In der Steiermark lauert der Tod: Ein Krimi aus der Kaiserzeit mit überraschend modernen Themen! Frohnleiten, 1897: Statt die Sommerfrische zu genießen, bekommt es Arzt Titus Pyrner in der ...

Klappentext:

In der Steiermark lauert der Tod: Ein Krimi aus der Kaiserzeit mit überraschend modernen Themen! Frohnleiten, 1897: Statt die Sommerfrische zu genießen, bekommt es Arzt Titus Pyrner in der Kaltwasserheilanstalt erst mit einem verschollenen Kurgast und dann mit dessen Leiche zu tun. Zusammen mit dem jungen Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum folgt er den zahlreichen Hinweisen und stößt dabei nicht nur auf Gerüchte um verkaufte Kinder, sondern muss sich auch mit den Vorurteilen der bürgerlichen Gesellschaft auseinandersetzen. Doch dann bringt ein Gewitter die beiden der Lösung des Falls einen entscheidenden Schritt näher ...

Gudrun Wiesers "Geheimnis in der Grünen Mark " entführt die Leserinnen auf eine faszinierende Reise in die Steiermark Ende des 19. Jahrhunderts. Der historische Krimi verwebt geschickt die Atmosphäre des kaiserlichen Österreichs mit einem spannenden Mordfall, der die Leserinnen bis zur letzten Seite in Atem hält.

Die Geschichte beginnt mit dem Verschwinden eines Kurgastes in der Kuranstalt Frohnleiten. Zufällig ist auch Dr. Titus Pyrner vor Ort auf Kur. Der hiesige Arzt bittet Titus in Erfahrung zu bringen, wo der verschollene Kurgast verblieben sein könnte. Nach einigen Recherchen trifft Titus auf den jungen Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum, mit dem er bereits die Schulbank gedrückt hat. Beide ermitteln schnell Hand in Hand im Fall des verschollenen Kurgastes und aus ehemaligen Rivalen werden schnell Partner und "Freunde". Als dann die Leiche des Kurgastes auftaucht und seine Ehefrau vor der Tür der Anstalt steht, beginnt ein Strudel voller Intrigen und Geheimnisse die den jungen Arzt zu verschlingen drohen.

Was "Geheimnisse in der Grünen Mark" besonders macht, ist Oswalds meisterhafte Darstellung der Epoche. Die detaillierte Recherche und die lebendige Beschreibung der historischen Schauplätze versetzen den Leser direkt ins Herz der Steiermark. Von der mondänen Kurstadt bis zu den düsteren Ufern der Mur– jede Szene ist mit historischer Genauigkeit und einem Hauch von Nostalgie eingefangen.

Die Charaktere sind ebenfalls überzeugend dargestellt. Dr. Titus Pyrner ist ein vielschichtiger Protagonist, der sehr sympathisch den Leserinnen vermittelt wird. Auch Franz Stahlbaum wird schnell von der Leserinnen ins Herz geschlossen werden. Beide Figuren sind ein unschlagbares Team und ich könnte mir durchaus noch mehrere Geschichte mit den beiden Männern vorstellen und hoffe auf Fortsetzung.

Der Kriminalfall selbst ist geschickt konstruiert und lässt die Leserinnen bis zum Schluss im Dunkeln tappen. Mit unerwarteten Wendungen führt Gudrun Wieder die Leserinnen auf falsche Fährten, bevor die Wahrheit "zufällig" entdeckt wird. Leider hat mir so ein bisschen der Weg zu einer Lösung des Falls gefehlt. Es werden viele Fäden aufgenommen, doch letztendlich kommen die beiden Ermittler durch Zufall auf den Täter, welcher einfach nur zur falschen Zeit, am falschen Ort war. Ich würde mir wünschen, dass in einer Fortsetzung die beiden Männer nochmal eine Chance bekommen ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und wer weiß, vielleicht gibt es wieder die ein oder andere weibliche Unterstützung.

Insgesamt ist "Geheimnisse in der grünen Mark" ein gemütlicher und kurzweiliger historischer Krimi, der sowohl Krimifans als auch Liebhaber historischer Romane gleichermaßen begeistern wird. Gudrun Wieser beweist mit diesem Roman ihr Talent für fesselnde Geschichten und ihre Liebe zum Detail, und hinterlässt bei den Leser*innen ein dringendes Verlangen, mehr von Titus und Franz zu erfahren.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Süffisanten Anekdoten des Kuralltags

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Ein sehr differenziertes Ermittler-Duo in einem verzwickten Mordfall, der mit süffisanten Anekdoten des Kuralltags in der damaligen Zeit für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. In Frohnleiten im Jahr ...

Ein sehr differenziertes Ermittler-Duo in einem verzwickten Mordfall, der mit süffisanten Anekdoten des Kuralltags in der damaligen Zeit für ein kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. In Frohnleiten im Jahr 1897 wird der Allgemeinmediziner Titus auf einen verschollenen Kurgast aufmerksam gemacht und nach kurzer Suche wird dieser tot aufgefunden. Er hat kurz vorher seinen ehemaligen Klassenkameraden Franz in einer sonderbaren Situation wieder getroffen. Widerspenstig erklärt er sich bereit seinem ehemaligen Kameraden zu helfen. Die Antipathie der beiden Protagonisten sorgt dabei für eine unterhaltsame Reise durch die Kur-Welt in Frohnleiten auf der Suche nach den Tätern.

Untersuchungsrichter Franz ist ein leicht impulsiver Charakter, der durchaus schnell aufbrausend und manchmal etwas unbedacht in Situationen agiert. Titus dagegen wirkt wesentlich ruhiger und abgeklärter, auch wenn er manchmal emotional sehr unsicher agiert. Diese gute Mischung der beiden ermittelnden Personen sorgt für eine gute Abwechslung bei der Entwicklung der Story. Auch die Nebencharaktere sind gut gewählt und ich konnte für einige durchaus Sympathie entwickeln.

Der Schreibstil der Autorin ist mit einer Sprachfärbung der damaligen Zeit gewählt mit österreichischem Einschlag. An der ein oder anderen Stelle verwendet die Autorin Begrifflichkeiten, die in der heutigen Zeit so nicht mehr im allgemeinen Sprachgebrauch ihre Anwendung finden, aber für die Authentizität der Story habe ich das im Wesentlichen als korrekt empfunden.

Die Spannung der Erzählung ist gut und wer aufpasst kann eventuell auf die Täter kommen, ich habe es trotz Konzentration aber nicht geschafft. Sehr gut hat mir die allgemeine geschriebene Atmosphäre in der Geschichte gefallen. Ich konnte mir die Umgebung, sowie das allgemeine Verhalten und Handlungsgeschehen der Protagonisten ziemlichgut vorstellen. Ein zwei Turns hätte ich mir in der Geschichte noch gewünscht, aber das ist nur eine kleine Anmerkung, an der in sich sehr gut konstruierten, sehr schön erzählten und auch durchaus humorvollen Kriminalstory.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Solider historischer Krimi mit interessanten Ermittlern

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Der Arzt Titus Pyrner weilt zur Sommerfrische in der Kaltwasserheilanstalt Frohnleiten. Als jemand, der nicht Nein sagen kann, wird er ungewollt in den Fall eines spurlos verschwundenen Kurgastes verwickelt.
Untersuchungsrichter ...

Der Arzt Titus Pyrner weilt zur Sommerfrische in der Kaltwasserheilanstalt Frohnleiten. Als jemand, der nicht Nein sagen kann, wird er ungewollt in den Fall eines spurlos verschwundenen Kurgastes verwickelt.
Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum leitet die Ermittlungen, ausgerechnet er. Ein alter Schulfreund von Titus, der ihn wegen seiner roten Haare und Sommersprossen immer Titus Feuerfuchs genannt hat.
Werden die beiden es schaffen, zusammenzuarbeiten und den Fall zu lösen?
Die beiden Detektive haben mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Es gibt immer wieder Wendungen, so dass es durchgehend spannend bleibt.
Der Schreibstil ist angenehm, der Dialekt gibt dem Ganzen ein besonderes Flair. Ein Kapitel umfasst immer einen Tag, das gefällt mir sehr gut. Auch die Zitate am Anfang der Kapitel finde ich toll.

Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden, aber das hat sich dann gelegt.
Der Krimi hat mir gut gefallen. Das Setting und die Zeitepoche hat die Autorin gut vermittelt, auch die Prise Humor hat mir gut gefallen.

Von mir gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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