Cover-Bild Suche mich nicht

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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 480
  • Ersterscheinung: 13.07.2020
  • ISBN: 9783442490622
Harlan Coben

Suche mich nicht

Thriller
Gunnar Kwisinski (Übersetzer)

Für Simon wird ein Alptraum wahr, als seine Tochter Paige von einem Tag auf den anderen verschwindet. Hinterlassen hat sie die klare Botschaft, dass sie nicht gefunden werden will. Panisch begibt sich Simon dennoch auf die Suche, und als er Paige im Central Park tatsächlich entdeckt, erkennt er sie kaum wieder. Denn diese junge Frau ist verstört und voller Angst. Sie flieht vor ihm, und Simon hat nur eine Chance, wenn er seine Tochter retten will: Er muss ihr in die dunkle und gefährliche Welt folgen, in deren Sog sie geraten ist. Was er dort entdeckt, reißt ihn und seine gesamte Familie in den Abgrund …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2020

Geniale Twists

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Simons Tochter hat den Kontakt zur Familie abgebrochen, lebt mit ihrem Junkie-Freund zusammen und ist immer auf der Suche nach der nächsten Dosis. Es ist verständlich, dass Simon nicht akzeptieren kann, ...

Simons Tochter hat den Kontakt zur Familie abgebrochen, lebt mit ihrem Junkie-Freund zusammen und ist immer auf der Suche nach der nächsten Dosis. Es ist verständlich, dass Simon nicht akzeptieren kann, was mit seiner Tochter geschieht. Er versucht sie zu finden, doch als er ihr im Park begegnet reagiert sie kaum & dann taucht auch noch ihr Freund auf. Simon versucht Paige zu folgen und in seiner Verzweiflung schlägt er den Freund, der ihn aufzuhalten versucht.
Die Szene geht viral auf Youtube. ‘’Reicher Wallstreet-Geschäftsmann schlägt obdachlosen Helden’’ so sieht es für die Aussenstehenden aus. Dieser Anfang hat mir schon mal extrem gut gefallen. Die Szene wirkt durch das Video ganz anders & als dann einige Wochen später Paiges Freund ermordet wird, ist klar, wer verdächtigt wird.

Doch die Geschichte ist bei Weitem nicht so einfach gestrickt. Paige ist verschwunden und die Polizei will den Mordfall klären. Eine Privatdetektivin ist ebenfalls auf der Suche nach einem jungen Mann & Simon beginnt mit ihr zusammen zu arbeiten, um seine Tochter zu finden. Doch es geht nicht nur um zwei verschwundene Jugendliche. Wer versucht hier etwas zu vertuschen? Harlan Coben hat einen genialen Thriller geschrieben. Hier ist nichts, wie es scheint. Fragen über Fragen. Eine gute Mischung aus psychologischen Spielchen & brutalen Morden. Die Geschichte ist genial aufgebaut, steckt voller Twists, die absolut unerwartet waren & gleichzeitig schwebt die ganze Zeit diese Frage in der Luft: wie weit geht man, um seine liebsten Menschen zu retten? Kann es sein, dass Simon doch schuldig ist?
Fazit
Harlan Coben is back! Zumindest für mich. Nach der Enttäuschung von ‘’In deinem Namen’’ bin ich unglaublich happy, dass mich ‘’Suche mich nicht’’ so begeistern konnte. Die Geschichte hat mich gepackt, ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und Coben macht das genau richtig. Er gibt immer wieder Hinweise, aber immer nur gerade so viele, dass man sich Theorien überlegen kann, die nicht stimmen.
Mich hat das Buch voll überzeugt. Jeder einzelne Twist kam überraschend, es gab jede Menge Action, Psychologie und die gute Portion Brutalität. Ein Jahreshighlight! Ich vergeb 5 von 5 Sterne & kann das Buch allen Thrillerfans wärmstens ans Herz legen.
Ich danke dem Goldmann Verlag für mein Exemplar!

Veröffentlicht am 04.05.2020

ein eher mäßiger Thriller/Familiendrama

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Worum geht`s:

Simon führt ein gut bürgerliches Leben mit seiner Ehefrau und seinen Kindern. Alles wäre perfekt, wenn da nicht die Sorge um seine älteste Tochter Paige wäre. Denn diese ist seit mehreren ...

Worum geht`s:

Simon führt ein gut bürgerliches Leben mit seiner Ehefrau und seinen Kindern. Alles wäre perfekt, wenn da nicht die Sorge um seine älteste Tochter Paige wäre. Denn diese ist seit mehreren Monaten verschwunden. Simon macht sich auf die Suche nach ihr in den Straßen New York. Und findet sie auch. Der Anblick den Paige bietet, ist allerdings mehr als erschreckend. Verwahrlost, abgemagert und offensichtlich den Drogen verfallen flüchtet Paige vor ihrem Vater. Simon setzt alles daran, Paige aus dieser Hölle zu "retten" und gerät damit in die dunkelsten Abgründe New York Citys.


Meine Meinung:

Vorweg muss ich sagen, dass ich bei den Thrillern von Harlan Coben immer hin- und hergerissen bin. Es gibt Bücher wie zum Beispiel "In ewiger Schuld" von ihm, die mich wirklich mitreißen konnten. Mit anderen Werken von ihm konnte ich wiederum nicht viel anfangen. "Suche mich nicht" liegt irgendwo dazwischen.

Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf diese doch ungewöhnliche Geschichte gemacht und Cobens flüssigen und schnürkellosen Schreibstil mag ich wahnsinnig gern. Er vereint in seinem neuesten Werk "Suche mich nicht" eine tragische Familiengeschichte mit Thrillerelementen. Leider ist ihm die Umsetzung meiner Meinung nach nicht besonders gut gelungen. Erzählt wird uns die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Das hat mir wirklich gut gefallen und brachte etwas Abwechslung in den Handlungsablauf. Und auch die Hauptcharaktere waren mir symphatisch.

Die Geschichte an sich wirkte auf mich oftmals an den Haaren herbeigezogen. Es gab Handlungsabschnitte und Charaktere, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte und die auf mich als Leser eher störend als positiv für das Buch gewirkt haben. Die ersten 100 Seiten sind Coben gut gelungen. Er hat Spannung aufgebaut und dem Leser somit Lust auf mehr gemacht. Dann aber folgen sehr langatmige und langweilige Passagen, durch die ich mich fast kämpfen musste. Erst im letzten Drittel kommt wieder mehr Schwung in die ganze Story. Handlungen nehmen unvorhersehbare Wendungen und es wird wieder spannender. Das Ende war gut, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen.


Fazit:

Alles in allem war "Suche mich nicht" ein solider Thriller/Familiendrama. Die Story fing vielversprechend an, hat aber bereits nach kurzer Zeit an Spannung und Rafinesse verloren. Erst zum Ende hin kam wieder mehr Schwung in die ganze Geschichte. Handlungen nahmen ungewöhnliche Verläufe an und es wurde etwas spannender. Vom Hocker gerisse hat mich diese Geschichte allerdings nicht.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2019

Guter Beginn, doch dann wird es ziemlich unglaubwürdig

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Wie meistens bei Harlan Coben gestaltet sich der Plot sehr spannend, jedoch verarbeitet er sehr oft dasselbe Grundthema: Das Verschwinden oder der Tod einer nahestehenden Person.
Auch in "Suche mich nicht" ...

Wie meistens bei Harlan Coben gestaltet sich der Plot sehr spannend, jedoch verarbeitet er sehr oft dasselbe Grundthema: Das Verschwinden oder der Tod einer nahestehenden Person.
Auch in "Suche mich nicht" sucht Simon nach seiner Tochter Paige, die abgestürzt und drogenabhängig geworden ist, obwohl sie aus gutem Haus kommt. Denn Simon ist ein erfolgreicher Finanzbeamter, seine Frau Ingrid Kinderärztin. Neben Paige haben sie noch einen Sohn, Sam, und eine Tochter, Anya.
Durch einen Tipp eines Bekannten sucht Simon im Central Park nach ihr und wird schließlich fündig. Doch als er Paige anspricht, steht plötzlich ihr drogensüchtiger Freund Aaron neben ihm und die beiden Männer geraten in Streit. Paige flüchtet und ist wiederum verschwunden. Am nächsten Tag gibt es ein YouTube Video im Internet auf dem man Simon sieht, wie er anscheinend grundlos auf einen Obdachlosen losgeht. Ein Shitstorm wird losgetreten - doch es kommt noch schlimmer! Ein paar Tage später wird Aaron tot aufgefunden und Simon des Mordes verdächtigt. Gemeinsam mit seiner Frau Ingrid macht er sich neuerlich auf die Suche nach Paige und gerät dabei in Lebensgefahr....
Zeitgleich zieht ein Killerpärchen durchs Land und arbeitet ohne Kompromisse eine Liste ab. Und Privatdetektivin Elena Ramirez ist ebenfalls auf der Suche nach einem vermissten männlichen Jugendlichen. Was haben alle diese Personen miteinander zu tun? Das erfährt ihr nur, wenn ihr diesen Thriller selbst liest..

Ich muss sagen, dass mich die erste Hälfte wirklich gepackt hat. Die verzweifelte Suche von Simon nach seiner Tochter Paige wird spannend erzählt. Man spürt die Verzweiflung und den Willen seine Tochter aus dem Droghensumpf zu holen, während seine Frau Paige bereits abgeschrieben hat. Trotzdem blieb er als Figur trotz seines Engagement als Charakter etwas farblos.
Drogen, Gewalt und überraschende Wendungen halten den Spannungslevel hoch, doch ab der zweiten Hälfte gleitet die Handlung etwas ins abstruse ab. Viele Aktionen wirken auf einnmal überzeichnet und völlig unrealistisch. Ähnlich wie bei Sebastian Fitzek kommt die Auflösung ziemlich etwas fragwürdig daher, auch wenn sie auf jeden Fall glaubwürdiger ist, als bei den Büchern des deutschen Thrillerautors.

Falls man selbst miträtseln möchte, hat man kaum eine Chance die Auflösung zu erahnen und diese Art von Thriller muss ich nicht haben. Ich bevorzuge Geschichten, die ohne völlig aus der Luft gegriffenen Aktionen auskommen und der Actionanteil nicht wie ein billiger Film wirkt. Auch die Auflösung sollte logisch und nachvollziehbar sein. Das ist hier leider nur teilweise geglückt.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Zahlreichen Wendungen erhöhen den Spannungseffekt. Mit der Anzahl an gelesenen Seiten wird die Geschichte allerdings immer abwegiger.
Die Kapitel sind kurz gehalten und man wechselt oftmals die Perspektive von Simon zum Killerpärchen oder der Privatdetektivin.

Fazit:
Eine grandiose erste Hälfte - doch ab der Mitte war mir der Thriller oftmals zu unlogisch oder wirkte unglaubwürdig. Trotzdem spannend und leicht zu lesen, aber für mich nicht wirklich herausragend. Ein solider Thriller, der sich gut lesen lässt, aber mich nicht gänzlich überzeugen konnte.

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