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Kati80

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2020

mysteriös - dunkel und wahnsinnig spannend

Finsterthal
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Worum geht`s:

"Finsterthal" ist das zweite Buch aus einer Thrillertrilogie vom Autor Linus Geschke. Hauptprotagonist ist Alexander Born, ein Ex-Polizist, der in kriminelle Tätigkeiten verstrickt war und ...

Worum geht`s:

"Finsterthal" ist das zweite Buch aus einer Thrillertrilogie vom Autor Linus Geschke. Hauptprotagonist ist Alexander Born, ein Ex-Polizist, der in kriminelle Tätigkeiten verstrickt war und dadurch seinen Polizistenjob verloren hat. Lange hat man nichts mehr von ihm gehört, bis man bei drei ungeklärten Entführungen junger Frauen seine Hilfe benötigt. Diese drei Töchter stammen aus angesehenen einflussreichen Familien, deren Väter allesamt ein dunkles Geheimnis verbindet. Born will mit solchen Fällen eigentlich nichts mehr zu tun haben, kann dann aber doch nicht seine Finger davon lassen....mit schwerwiegenden Folgen.


Meine Meinung:

Ich muss gestehen, dass ich Band 1 "Tannenstein" noch nicht gelesen habe. Was aber inhaltlich wohl kein Problem war, da man diese beiden Teile auch unabhängig voneinander lesen kann. Ich werde es aber ganz bald nachholen, denn Band 2 "Finsterthal" hat mir unglaublich gut gefallen.

Der Klappentext von "Finsterthal" hat mich direkt angesprochen und neugierig auf diese Story gemacht und auch das Cover ist traumhaft schön. Dieses Buch vereint alles, was einen guten Thriller ausmacht. Es ist spannend, mysteriös, düster und ausgestattet mit vielen interessanten Charakteren. Zu keiner Zeit habe ich mich auch nur ansatzweise gelangweilt. Linus Geschkes Schreibstil ist geradlinig und klar, aber trotzdem sehr bildhaft. Ich konnte zu fast jedem Charakter einen Bezug herstellen, obwohl - und da habe ich doch einen Kritikpunkt - die einzelnen Charaktere für meinen Geschmack mehr herausgearbeitet hätten sein können und die Ereignisse in "Finsterthal" noch detaillierter beschrieben sein können.

Hauptprotagonist Born gefällt mir sehr gut. Er ist ein Bilderbuchermittler - mysteriös, düster, sehr mutig aber im Kern weich und verletzlich. Dies wird im Ende von "Finsterthal" - welches übrigens unglaublich ist - ganz deutlich sichtbar.

Parallel spielen auch Andreij Wolkow und Nikita wieder eine Rolle in dieser Story. Diese beiden haben mich von Anfang an fasziniert und ich hoffe, hoffe, hoffe, dass Linus Geschke ihnen im 3.Teil eine noch umfassendere Rolle zukommen lässt.


Fazit:

Mit Band 2 "Finsterthal" ist Linus Geschke eine beeindruckende Fortsetzung seiner Thrillertrilogie gelungen. Sein Schreibstil ist geradlinig und klar. Ich habe schnell einen Bezug zu den Protagonisten aufbauen können und die Story hat mich von Anfang bis Ende fesseln können. Ich habe mir fest vorgenommen, Band 1 "Tannenstein" ganz bald zu lesen. Eine klare Leseempfehlung für "Finsterthal" gibt`s von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2020

ein psychologisch interessanter Roman mit Schwächen

Die Frau ohne Namen
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Worum geht`s:

Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert. In dieser Studie muss man als Testperson psychologische Fragen beantworten, welche ...

Worum geht`s:

Frauen zwischen 18 und 32 für Ethik- und Moralstudie gesucht. Großzügige Vergütung. Anonymität garantiert. In dieser Studie muss man als Testperson psychologische Fragen beantworten, welche dann von einem Psychologen/einer Psychologin ausgewertet werden. Leicht verdientes Geld denkt sich Jess. Es sind allerdings keine Allerweltsfragen sondern Fragen wie z.B.: "Schildern Sie eine Situation, in der Sie betrogen haben." oder "Sollte eine Strafe dem Verbrechen immer angemessen sein?". Vorraussetzung ist, das die Teilnehmer ehrlich antworten. Zunächst sind die Fragen noch recht harmlos, steigern sich dann aber immer mehr und nehmen sogar persönlichen Bezug auf Jess...


Meine Meinung:

"Die Frau ohne Namen" von Greer Hendricks & Sarah Pekkanen ist ein Roman, auf den ich mich sehr gefreut habe. Schon ihr erstes gemeinsames Buch "The wife between us" hat mir wahnsinnig gut gefallen und als ich im Klappentext gelesen habe, worum es in "Die Frau ohne Namen" geht, war meine Vorfreude umso größer.

Ich fand es sehr interessant mitzuverfolgen, wie sich die psychologischen Fragen im Laufe der ersten Kapitel mehr und mehr steigerten und immer persönlicher wurden. Die Fragen werden so gestellt, dass herausgefunden werden kann, ob die Studienteilnehmer lügen oder nicht. Das haben die beiden Autorinnen wirklich gut hinbekommen. Man konnte Jess dadurch sehr gut kennen lernen und ihr quasi beim Denken/Grübeln über jeder einzelne Frage zu hören. Dies war die ersten Kapitel lang auch noch spannend zu lesen. Diese Fragerei zog sich dann aber über die ganze erste Hälfte des Buches hin. Nichts anderes passierte, was die Story fortan leider wenig abwechslungsreich machte.

Erst in der 2. Hälfte wurde es so richtig interessant. Ich fand es faszinierend und erschreckend zugleich, wie Jess beginnt, den Bezug zur Realität zu verlieren. Allerdings kam ich beim Lesen irgendwann an einen Punkt, an dem ich Jess Verhalten überhaupt nicht mehr nachvollziehen konnte. Geschehnisse in einem Buch müssen für mich nicht zwangsläufig logisch oder realistisch sein. Aber hier war für mich die Story dann leider zu unglaubwürdig. Als Leser erkannte man recht früh, auf was die Geschichte hinauslaufen wird. Alles in Allem wurden meine Erwartungen an das Buch nicht so ganz erfüllt.


Fazit:

Die Idee des Buches "Die Frau ohnen Namen" hat mir sehr gut gefallen. Psychologische Aspekte in einem Roman/Thriller mag ich wahnsinnig gerne lesen. Das haben Greer Hendricks und Sarah Pekkanen auch gut rübergebracht. Allerdings kippte meine Euphorie recht schnell, weil sich das Buch streckenweise sehr in die Länge gezogen hat. Als es endlich spannender wurde, konnte ich Jess Verhalten irgendwann nicht mehr nachvollziehen und die Story wurde leider zu unglaubwürdig. "Die Frau ohne Namen" hat durchaus interessante Aspekte aufzuweisen, eine absolute Leseempfehlung kann ich aber nicht geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2020

ein eher mäßiger Thriller/Familiendrama

Suche mich nicht
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Worum geht`s:

Simon führt ein gut bürgerliches Leben mit seiner Ehefrau und seinen Kindern. Alles wäre perfekt, wenn da nicht die Sorge um seine älteste Tochter Paige wäre. Denn diese ist seit mehreren ...

Worum geht`s:

Simon führt ein gut bürgerliches Leben mit seiner Ehefrau und seinen Kindern. Alles wäre perfekt, wenn da nicht die Sorge um seine älteste Tochter Paige wäre. Denn diese ist seit mehreren Monaten verschwunden. Simon macht sich auf die Suche nach ihr in den Straßen New York. Und findet sie auch. Der Anblick den Paige bietet, ist allerdings mehr als erschreckend. Verwahrlost, abgemagert und offensichtlich den Drogen verfallen flüchtet Paige vor ihrem Vater. Simon setzt alles daran, Paige aus dieser Hölle zu "retten" und gerät damit in die dunkelsten Abgründe New York Citys.


Meine Meinung:

Vorweg muss ich sagen, dass ich bei den Thrillern von Harlan Coben immer hin- und hergerissen bin. Es gibt Bücher wie zum Beispiel "In ewiger Schuld" von ihm, die mich wirklich mitreißen konnten. Mit anderen Werken von ihm konnte ich wiederum nicht viel anfangen. "Suche mich nicht" liegt irgendwo dazwischen.

Der Klappentext hat mich sofort neugierig auf diese doch ungewöhnliche Geschichte gemacht und Cobens flüssigen und schnürkellosen Schreibstil mag ich wahnsinnig gern. Er vereint in seinem neuesten Werk "Suche mich nicht" eine tragische Familiengeschichte mit Thrillerelementen. Leider ist ihm die Umsetzung meiner Meinung nach nicht besonders gut gelungen. Erzählt wird uns die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Das hat mir wirklich gut gefallen und brachte etwas Abwechslung in den Handlungsablauf. Und auch die Hauptcharaktere waren mir symphatisch.

Die Geschichte an sich wirkte auf mich oftmals an den Haaren herbeigezogen. Es gab Handlungsabschnitte und Charaktere, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte und die auf mich als Leser eher störend als positiv für das Buch gewirkt haben. Die ersten 100 Seiten sind Coben gut gelungen. Er hat Spannung aufgebaut und dem Leser somit Lust auf mehr gemacht. Dann aber folgen sehr langatmige und langweilige Passagen, durch die ich mich fast kämpfen musste. Erst im letzten Drittel kommt wieder mehr Schwung in die ganze Story. Handlungen nehmen unvorhersehbare Wendungen und es wird wieder spannender. Das Ende war gut, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen.


Fazit:

Alles in allem war "Suche mich nicht" ein solider Thriller/Familiendrama. Die Story fing vielversprechend an, hat aber bereits nach kurzer Zeit an Spannung und Rafinesse verloren. Erst zum Ende hin kam wieder mehr Schwung in die ganze Geschichte. Handlungen nahmen ungewöhnliche Verläufe an und es wurde etwas spannender. Vom Hocker gerisse hat mich diese Geschichte allerdings nicht.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

ein gelungener 11. Teil der Joe O´Loughlin-Reihe. Absloute Leseempfehlung von mir!

Die andere Frau
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Worum geht`s:

Der Psychologe Joe O´Loughlin erhält einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist überfallen worden und liegt im Koma. Joe macht sich sofort auf den Weg ins Krankenhaus.
Am Krankenbett ...

Worum geht`s:

Der Psychologe Joe O´Loughlin erhält einen alarmierenden Anruf: Sein Vater William ist überfallen worden und liegt im Koma. Joe macht sich sofort auf den Weg ins Krankenhaus.
Am Krankenbett seines Vaters hält Joe jedoch schockiert inne. Am Bett seines Vaters sitzt tränenüberströmt und mit Blut verschmierter Kleidung eine ihm unbekannte Frau, die sich als Williams Ehefrau Olivia ausgibt. Es ist aber nicht Joes Mutter Mary.
Und auch Mary behauptet, dieser Frau noch nie begegnet zu sein. Joe schaltet die Polizei ein und beginnt parallel mit seinen eigenen Ermittlungen. Er möchte die Identität dieser ominösen Frau und der des Angreifers seines Vaters herausbekommen.
Dabei kommen nach und nach immer mehr Verwirrungen und Geheimnisse seiner Familie ans Tageslicht.

Mit "Die andere Frau" erscheint bereits der 11.Band von Michael Robotham aus der Joe O´Loughlin-Reihe, welche mit "Adrenalin" im Jahr 2004 begann und gleich die Bestsellerlisten stürmte.

Meine Meinung:

Ich habe bereits alle vorherigen Teile dieser Reihe gelesen. Für mich ist es eine der besten Buchreihen überhaupt. Ich habe alle elf verschlungen, wobei "Die andere Frau" in meinen Augen kein Psychothriller ist sondern eher ein Thriller.

Joe O´Loughlin und seine Familie sind eine der symphatischsten, liebenswertesten und realsten Protagonisten überhaupt.
Michael Robotham gibt einem das Gefühl, Teil der Story zu sein. Er beschreibt seine Protagonisten so lebensnah und echt, dass sie sich beim Lesen nicht wie Buchcharaktere anfühlen.
Joe ist ein Charakter, an den man sein Herz einfach verlieren muss. Er liebt seine Familie über alles und würde alles für diese tun. Für ihn stellt sich in "Die andere Frau" überhaupt nicht die Frage, die Ermittlungsarbeit der Polizei zu überlassen. Er muss herausfinden, wer das seinem Vater angetan hat und wer Olivia, die andere angebliche Ehefrau seines Vaters, ist.
Auch Vincent Riuz, ein Ex-Cop und Joes bester Freund, spielt in diesem 11.Teil wieder eine entscheidende Rolle bei der Suche nach dem Angreifer und der wahren Identität von Olivia. Und was soll ich sagen, die beiden sind ein absolutes Dreamteam.
Zwei weitere wichtige Protagonisten in diesem Buch sind Mary (Joes Mutter) und Olivia. Mit diesen beiden Charakteren konnte ich nicht viel anfangen.
Mary will man einfach nur schütteln und ihr die rosarote heile Welt Brille von der Nase ziehen. Sie will ihre Scheuklappen einfach nicht abnehmen. Und Olivia wünscht man nicht das Allerbeste, gelinde ausgedrückt.

Das auch dieses Buch wieder ein großes Lesevergnügen wurde lag aber nicht nur an den symphatischen Protagonisten sondern auch am mitreißenden Schreibstil von Michael Robotham. Die Geschichte ist oft gespickt mit Pageturnern, sehr real beschriebenen Emotionen und überraschenden Wendungen, so dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann. Das Ende war, wie immer bei Robotham-Büchern, eine Überraschung und auch hochemotional. Ich musste die ein oder andere Träne verdrücken.

Fazit:

"Die andere Frau" von Michael Robotham ist ein gelungener 11. Teil der Joe O´Loughlin-Reihe. Der Autor gibt einem das Gefühl, Teil der Story zu sein, weil seine Protagonisten so lebensnah und echt beschrieben sind, das sie sich nicht wie Buchcharaktere anfühlen.
Im 2.Drittel des Buches hat Robotham ein bisschen Fahrt rausgenommen, was der Spannung aber keinen Abbruch tat.
Im letzten Drittel hieß es dann wieder volle Fahrt voraus und das bis zum letzten Satz.
Das Ende war wie immer überraschend, realistisch und in diesem Buch auch hochemotional.
Ein gelungenes Buch, aber nicht das Stärkste in dieser Reihe. Eine ganz klare Leseempfehlung meinerseits.

PS: Ein ganz großer Vorteil dieser Reihe ist, das man die Bücher nicht der Reihe nach lesen muss. Der Autor gibt in jedem Buch einen kurzen Überblick über die Verbindungen der Protagonisten untereinander. Man sollte aber mit dem 1.Teil "Adrenalin" anfangen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

ein Thriller mit mäßiger Spannung und ganz viel Schnulzencharakter.

Ich finde dich
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Worum geht`s:

Jake Fischer trifft seine große Liebe Natalie Avery, eine Künstlerin und Freigeist. Sie verbringen eine wundervolle Zeit miteinander. Doch eines Tages verlässt Natalie Jake völlig unerwartet ...

Worum geht`s:

Jake Fischer trifft seine große Liebe Natalie Avery, eine Künstlerin und Freigeist. Sie verbringen eine wundervolle Zeit miteinander. Doch eines Tages verlässt Natalie Jake völlig unerwartet und heiratet wenig später ihre "alte Jugendliebe" Todd. Jake ist am Boden zerstört. Auf Natalies und Todds Hochzeit muss er Natalie ein Versprechen geben: "Versprich mir, mich für immer in Ruhe zu lassen!" verlangt sie von Jake. Er ist schockiert, hält sich aber schweren Herzens an sein Versprechen. Er lebt sein gutbürgerliches, etwas langweiliges Leben als Professor am Lanford-College in Amerika. Nach 6 Jahren liest Jake zufällig eine Zeitungsanzeige und sein Leben ändert sich schlagartig.

Ich finde Dich ist mein 3. Hörbuch des amerikanischen Thriller-Autors Harlan Coben. Gelesen werden seine deutschen Hörbücher von Detlef Bierstedt. Ein, wie ich finde, großartiger Hörbuch-Leser, der Emotionen der Buchcharaktere sehr gut rüberbringt. Auch das Buch Cover mit seiner Düsternis gefällt mir ausgesprochen gut und ist ein Markenzeichen des Autors.

In Ich finde Dich lernen wir den sympathischen College-Professor Jake Fischer kennen, der zugleich auch der Erzähler seiner Geschichte ist. Er lebt sein "normales" Leben auf dem College-Kampus, hält Seminare, hilft seine Studenten bei deren Problemen und geht abends mit seinem besten Freund Benedikt, über den er alles zu wissen glaubt, auf einen Absacker in die Kneipe.
Auch zu seiner Arbeitskollegin Shanta Newlin hat er ein gutes Verhältnis. Sie ist eine frühere FBI- und CIA-Mitarbeiterin......

Harlan Coben beschreibt seine Protagonisten in diesem Buch für meinen Geschmack zu oberflächlich. Als Leser erfährt man zu wenig über Jakes Vergangenheit, über seine Familie und die Zeit mit seiner großen Liebe Natalie (um die es ja eigentlich geht).
Über Natalie hält sich der Auto ebenfalls sehr bedeckt. Man erfährt nur, das sie Künstlerin/Freigeist ist und ihr Vater, ebenfalls ein ehemaliger Lanford-Professor, die Familie verlassen hat als Natalie noch klein war.
Und Benedikt, Jakes bester Freund und Arbeitskollege, lebt in seiner eigenen kleinen verschrobenen Welt, mit der er oft nicht zurecht kommt.

Ich finde Dich ist für mich ein Thriller mit zuviel Schnulzencharakter. Die Idee der Story an sich gefällt mir gut. Ein verschmähter Ex-Liebhaber bricht sein Versprechen und macht sich nach 6 Jahren auf die Suche nach seiner großen Liebe. Wem wird da nicht warm ums Herz! Dabei zerstört er seine eigene gutbürgerliche Existenz und gerät in die Fänge ganz übler und korrupter Typen.
Das klingt erstmal sehr vielversprechend und die ersten 2 Hörbuch-Stunden hab ich auch gern eingeschaltet.
Bis Jake dann vom College-Professor zum verkappten Action-Helden wird, der die übelsten Verbrecher ohne jede Hilfe von außen im Alleingang zur Strecke bringen will. Dabei macht er auf mich aber keineswegs den Eindruck eines Action-Helden sondern eher den eines verschmähten Liebhabers, der verzweifelt seiner Ex-Liebe hinterher rennt und jeden den er trifft, immer dieselbe Frage stellt (wer das Buch kennt weiß glaub ich, welche ich meine).

Ich finde Dich entpuppt sich als schnulziger, realitätsferner Thriller mit einer quälend langsamen Entwicklung der Story und mit zu wenig Spannung. Gut gefallen hat mir wiederum die Auflösung der Geschichte, welche der ein oder andere aber vielleicht erahnen konnte. Für mich war sie dennoch eine Überraschung, obgleich der Autor auch zum Ende hin alle Schnulzengeschütze auffährt, die es aufzufahren gibt.

Fazit:

Ich finde Dich ist für mich das bisher schwächste Buch, das ich von Harlan Coben gehört habe. Die Idee der Story ist eigentlich nicht schlecht, aber in meinen Augen nicht so gut umgesetzt worden. Der Hauptprotagonist Jake wurde vom College-Professor zum verkappten Action-Helden, welcher seiner Ex-Liebe verzweifelt hinterher rennt.
Die Story war an manchen Stellen ewas zu langatmig mit wenig Spannungsmomenten. Die Auflösung hat mir wiederum gu gefallen, auch wenn hier der Schnulzenfaktor mal wieder ganz groß geschrieben wurde.
Wer unblutige Thriller mit gaaanz viel Liebesduselei mag, sollte dieses Buch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere