Cover-Bild Prinzessin Alice
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Claassen
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 25.09.2025
  • ISBN: 9783546101561
Irene Dische

Prinzessin Alice

Roman | Das tragische Leben einer schillernden Prinzessin!
Tanja Handels (Übersetzer)

Wahrheit ist ein schwieriger Punkt in allen schillernden Lebensgeschichten. Diese hier handelt von dem bewegten Leben einer irdischen Heiligen, die manche für eine ganz normale Verrückte hielten. Oder war sie nur eine adlige Frau, die mit den widrigsten Bedingungen zu kämpfen hatte? 

Prinzessin Alice erzählt vom bewegten und überraschenden Leben der hochadligen Alice von Battenberg, der Großmutter des britischen Königs Charles III. Ihre faszinierende Intelligenz – sie, die gehörlos geboren wurde, las in fünf verschiedenen Sprachen von den Lippen ab –, aber auch ihre überbordende erotische Lust in Verbindung mit ihrer nahezu fanatischen Beziehung zu Gott ließen Alice von Battenberg zur Bedrohung für all jene werden, die ein traditionelles Frauenbild in Königskreisen konservieren wollten. Ihre Familie wandte sich ab und brachte sie in einer der frühen Psychiatrien unter, der sie unter größter Gefahr entkam. Fortan lebte sie unter größter Einsamkeit in Griechenland, wo sie eine Suppenküche für die Ärmsten unterhielt. Doch auch dieses dem Höheren gewidmete Streben wurde hinweggespült, als Griechenland Ende der 1960er Jahre einen Militärputsch erlebte.  

Die große Charakterkünstlerin Irene Dische, die die Historie niemals ihrer Aktualität entkleidet, lässt Prinzessin Alice greifbar auferstehen. Sie erzählt von einer Frau, deren Intellekt, Lebenslust und Konsequenz an den eisigen Mauern einer königlichen Familiendynastie kratzten – und Spuren hinterließen, über die wir noch heute unsere Hände gleiten lassen können.  


Temporeich, witzig und zutiefst menschlich, Irene Dische entfaltet ihre feine Erzählkunst aufs Prächtigste
Für Fans von The Crown und Bridgerton 
Jede unglückliche Familie ist unglücklich auf ihre Weise. Die älteste Geschichte der Welt so aktuell erzählt wie nie 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2025

Wahrheit und Fiktion nur schwer voneinander zu unterscheiden

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"Prinzessin Alice" von Irene Dische rückt die Mutter von Prinz Philipp in den Vordergrund, und zwar, indem die Autorin Alice selber sprechen lässt.

Eine vollständige Biografie liegt somit nicht vor, nur ...

"Prinzessin Alice" von Irene Dische rückt die Mutter von Prinz Philipp in den Vordergrund, und zwar, indem die Autorin Alice selber sprechen lässt.

Eine vollständige Biografie liegt somit nicht vor, nur bestimmte Lebensabschnitte werden ausführlicher von Alice beschrieben. So stehen besonders ihr Aufenthalt in einer Klinik in Deutschland und ihre Zeit danach in Griechenland im Vordergrund. Für ein besseres Verständnis sind deswegen Kenntnisse über die damalige Zeit und über Alice als Person sowie ihre Rolle in der adligen Welt sicherlich von Vorteil.

Es wird deutlich, dass Alice nicht dem gewohnten und erwünschten Bild einer Adligen entsprach. Sie war taubstumm, sehr religiös, und sie schien auch mit psychischen Problemen zu kämpfen. Wegen (angeblicher) Schizophrenie wurde sie dann in Deutschland in eine Klinik eingewiesen und mit Medikamenten ruhiggestellt. Hier war es auch schwer zu beurteilen, was wahr ist und was nicht. Nach ihrer Flucht nach Griechenland wird aber auch nicht alles besser für sie.

Keine Frage, die Schwiegermutter von Queen Elizabeth II. schien eine interessante und unangepasste Persönlichkeit gewesen zu sein, deren Leben erzählenswert ist. Auf den ca. 150 Seiten aber wurde sie für mich als Mensch nicht so richtig greifbar. Vieles blieb für mich nebulös und wenig greifbar. Auch fällt es schwer zwischen Wahrheit und Fiktion zu unterscheiden, da weitere Informationen, die auf Fakten beruhen, fehlen. Der eigenwillige Erzählstil macht es auch nicht wirklich einfacher. Er passt zwar vielleicht zu Alice, aber mich konnte er nicht überzeugen.

Immerhin ließ es sich schnell weglesen und interessante Einblicke in das Leben von Alice von Battenberg hat man durchaus bekommen können. Mehr aber auch nicht.

Veröffentlicht am 21.09.2025

Die Schwiegermutter der Queen

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Allein vom Cover her, das eine Frau im roten Kleid zeigt, wäre ich nicht unbedingt auf die Idee gekommen, dass dieses Buch von Alice von Battenberg (später Mountbatten), Schwiegermutter der Queen und Großmutter ...

Allein vom Cover her, das eine Frau im roten Kleid zeigt, wäre ich nicht unbedingt auf die Idee gekommen, dass dieses Buch von Alice von Battenberg (später Mountbatten), Schwiegermutter der Queen und Großmutter von König Charles III, handelt. Da ich eine kleine Schwäche für die englischen Royals nicht abstreiten kann, und wusste, dass Prinzessin Alices Leben ungewöhnlich war, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Prinzessin erzählt wird, hat mich überrascht. Vom Zeitraum her umfasst sie Alice Leben in Exil in Paris, ihren erzwungenen Aufenthalt in der Klinik am Bodensee und die Jahre während des zweiten Weltkrieges. Auf ihre Jugend in England und ihre Zeit als griechische Prinzessin wird hin und wieder Bezug genommen. Bereits zu Beginn wird ihr schwieriges Verhältnis zur Familie ersichtlich, die zusehends mit ihrer Schizophrenie nicht klarkommt. Es kommt zu einer Zwangssterilisation. Spätestens mit dem Aufenthalt in der gehobenen geschlossenen Anstalt, sind Alice Gedankengänge wirr und unangenehm zu lesen. Tatsächlich war ich hier froh, dass dieses Buch nur 150 Seiten dünn ist. Irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass die Autorin der Prinzessin gerecht wird. Nicht immer ist ersichtlich, was Fiction und was Realität ist. Beispielsweise kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Alice jahrelang im Nachbarhaus eingemietet hat, um das Leben einer ihrer Töchter zu beobachten. Auch der Wiedergewinn ihres Gehörs, scheint unrealistisch, eher schon Manifestation ihrer psychischen Erkrankung. Aufklärung darüber findet auch in einem Nachwort nicht statt. Vielleicht hätte ich lieber eine fundierte Biographie lesen sollen. So überzeugte mich Prinzessin Alice von Irene Dische leider nicht.

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