Cover-Bild Die Geheimnisse meiner Mutter
(4)
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

18,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Insel Verlag
  • Themenbereich: Gesellschaft und Sozialwissenschaften - Gesellschaftliche Gruppen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 17.02.2020
  • ISBN: 9783458765707
Jessie Burton

Die Geheimnisse meiner Mutter

Peter Knecht (Übersetzer)

Mit vierzehn bringt Rose ihre Mutter um – allerdings nur in den Geschichten, die sie ihren Mitschülern erzählt. Das ist leichter zu ertragen, als zuzugeben, dass ihre Mutter Elise einfach verschwunden ist, als Rose noch ein Baby war, und dass sie keine Ahnung hat, wohin, und vor allem – warum. Als Rose erwachsen ist, erfährt sie, dass die Schriftstellerin Constance Holden, einst eine gefeierte Bestsellerautorin, die dann aber plötzlich mit dem Schreiben aufgehört hat, damals die Letzte war, zu der Roses Mutter vor ihrem Verschwinden Kontakt hatte. Und mehr als das – Elise und Constance waren ein Liebespaar. Rose nimmt Kontakt zu Constance auf, um endlich zu erfahren, was mit ihrer Mutter geschehen ist …


Wie soll man seine Zukunft finden, wenn man seine Vergangenheit nicht kennt? Jessie Burtons fulminanter neuer Roman erzählt von den Geheimnissen und Geschichten, die uns prägen, von Mutterschaft und Freundschaft und davon, sich selbst zu verlieren – und wiederzufinden.

Weitere Formate

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2020

Interessante Suche nach der eigenen Vergangenheit!

0

„Die Geheimnisse meiner Mutter“ ist ein Roman der Autorin Jessie Burton, in der Protagonistin Rose sich auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit macht.
Zum Klappentext:
Mit vierzehn bringt Rose ...

„Die Geheimnisse meiner Mutter“ ist ein Roman der Autorin Jessie Burton, in der Protagonistin Rose sich auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit macht.
Zum Klappentext:
Mit vierzehn bringt Rose ihre Mutter um – allerdings nur in den Geschichten, die sie ihren Mitschülern erzählt. Das ist leichter zu ertragen, als zuzugeben, dass ihre Mutter Elise einfach verschwunden ist, als Rose noch ein Baby war, und dass sie keine Ahnung hat, wohin, und vor allem – warum. Als Rose erwachsen ist, erfährt sie, dass die Schriftstellerin Constance Holden, einst eine gefeierte Bestsellerautorin, die dann aber plötzlich mit dem Schreiben aufgehört hat, damals die Letzte war, zu der Roses Mutter vor ihrem Verschwinden Kontakt hatte. Und mehr als das – Elise und Constance waren ein Liebespaar. Rose nimmt Kontakt zu Constance auf, um endlich zu erfahren, was mit ihrer Mutter geschehen ist …
Protagonistin Rose wirkt ein wenig planlos: Mitte dreißig, in einer irgendwie perspektivlosen Beziehung zu einem Freund, der eine fragwürdige Karriere als Streetfood-Burrito-Verkäufer plant, aber nicht wirklich vorantreibt. Sie ist fast wie besessen von ihrer Mutter und deren Vergangenheit, über die ihr Vater ihr einfach nichts verrät. Nach Jahren bricht ihr Vater endlich das jahrzehntelange Schweigen und gibt ihr einen Tipp zur Vergangenheit ihrer Mutter. Das bringt Rose dazu, ihr ganzes Leben umzukrempeln und sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen, ohne zu wissen, ob diese noch lebt. Dazu schleicht sie sich als Haushaltshilfe bei der früheren Lebensgefährtin ihrer Mutter, der Schriftstellerin Connie, ein. Durch Connie und deren Erinnerungen lernt sie mehr über sich selbst – dann scheinen sich die Ereignisse der Vergangenheit zu wiederholen – aber Rose überrascht am Schluss mit ihren eigenen Entscheidungen…
Interessante Frauengeschichte, die einem bewusst macht, wie sehr die Vergangenheit für die eigene Zukunft wichtig ist…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2020

Absolut faszinierend und fesselnd

0

Der Klappentext verspricht schon, worum es in diesem Roman zentral geht: Um die Suche von Rose nach Spuren ihrer Mutter, die sie und ihren Vater verlassen hat, als Rose noch ein kleines Baby war. Aber ...

Der Klappentext verspricht schon, worum es in diesem Roman zentral geht: Um die Suche von Rose nach Spuren ihrer Mutter, die sie und ihren Vater verlassen hat, als Rose noch ein kleines Baby war. Aber es geht um so viel mehr. Die Geschichte wird nämlich nicht nur in der Gegenwart von Rose erzählt, sondern führt die Leser auch in die Vergangenheit von Elise, Roses Mutter.
Rose ist zwar vordergründig auf der Suche nach ihrer Mutter – meiner Meinung nach ist sie aber viel mehr auf der Suche nach sich selbst, einer Richtung, die sie ihrem Leben geben möchte. In ihrer Beziehung ist sie unglücklich, die beruflichen Perspektiven hat sie nie ganz ausgeschöpft. Es ist, als würde sie in einer Starre oder Warteposition verharren, aus der sie ausbricht, als ihr Vater ihr einen Hinweis zum Verbleib ihrer Mutter gibt – die Autorin Constance Holden.
Ich war fasziniert von der Entwicklung der Geschichte, von den Charakteren, auch wenn ich Elise ehrlich gesagt nicht besonders mochte. Sie war auf der einen Seite verletzlich und zerbrechlich, auf der anderen Seite aber auch nachtragend und anderen gegenüber nicht immer fair.
Constance Holden war für mich hier aber beinahe die tragischste Figur, was den Verlust angeht, den Elise anderen zugefügt hat.
Jessie Burton hat ein wirkliches Geschick bewiesen, die Szenen, die sie aus Gegenwart und Vergangenheit präsentiert, auszuwählen und so zu präsentieren, dass in die Geschichte eintauchen kann.
Von mir erhält dieser Roman volle fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin, da mir ihre Art des Geschichtenerzählens unglaublich gut gefallen hat und die Charaktere mehrdimensional und greifbar waren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2020

Zwiespältig ...

0

Ehrlich gesagt lässt mich das Buch mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich weiß einfach nicht genau ob ich das Buch jetzt gut oder schwach fand.
Einerseits ist die Grundgeschichte sehr spannend: Rose`wächst ...

Ehrlich gesagt lässt mich das Buch mit einem großen Fragezeichen zurück. Ich weiß einfach nicht genau ob ich das Buch jetzt gut oder schwach fand.
Einerseits ist die Grundgeschichte sehr spannend: Rose`wächst ohne ihre Mutter auf, da diese verschwand als sie noch ein Baby war. Jetzt viele Jahre später versucht sie heraus zu finden was passiert ist.

Die Geschichte ist auf zwei Zeitebenen geschrieben: Einerseits begleiten wir in der Vergangenheit Elise (Rose Mutter) und in der Gegenwart Rose. Rose zu begleiten war für mich sehr spannend und auf diesen Seiten habe ich das Buch wirklich gemocht. Sie ist für mich eine sehr starke und insprierende Frau.
Elise hingegen fand ich sehr anstrengend und konnte ihr Handeln auch nicht immer nachvollziehen.

Der Schreibstil war auch gemischt. Beschreibende Szenen fand ich sehr schön geschrieben. Die Dialoge waren aber holprig und teilweise fast belanglos.

Insgesamt eine Geschichte die Potentzial hatte aber mich irgendwie nicht so hunderdprozentig überzeugen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2020

Toll erzählt, faszinierende Charaktere

0

Eine sehr gut erzählte Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitschienen und mit wundervoll facettenreichen weiblichen Charakteren.

Ein Teil der Geschichte spielt in den frühen 80ern. Zusammen mit Elise, ...

Eine sehr gut erzählte Geschichte auf zwei verschiedenen Zeitschienen und mit wundervoll facettenreichen weiblichen Charakteren.

Ein Teil der Geschichte spielt in den frühen 80ern. Zusammen mit Elise, Anfang 20, treffen wir Connie, eine etwa 15 Jahre ältere Schriftstellerin. Die beiden Frauen verlieben sich und werden ein Paar. Zwei Jahre später: Elise und Connie reisen von London nach L.A., wo Connies Roman verfilmt werden soll. Connie fühlt sich in der Traumfabrik Hollywood gleich zuhause, Elise eher weniger: Sie hat Zweifel an allem und jedem. Sie beginnt, sich nur als hübsches Anhängsel ihrer Partnerin zu sehen, die wiederum Hollywoods Elite zu umgarnen weiß. Elises Ängst und Unsicherheiten wachsen rasant, bis sie handelt - was ernsthafte Konsequenzen zur Folge hat.

35 Jahre später zieht Rosie ein Zwischenfazit über ihr Leben: A Freund mit vielen Träumen aber wenig Elan, ein Job, der sie weder befriedigt noch fordert, sowie das größte Fragezeichen von allen: Ihre unbekannte Mutter - Elise, die sie verlassen hat, als Rosie noch ein Baby war. Zufällig erhält Rosie die Chance, Assistentin der Schriftstellerin Connie (ja, genau der) zu werden, die nach Jahrzehnten ein neues Buch schreibt. Rosie schmuggelt sich heimlich in Connies Leben, um mehr über ihre Mutter zu erfahren.

Die ist eine ruhige, von den Charakteren getriebene Erzählung, in der doch einiges passiert. Mit haben beide Zeitstränge gleich gut gefallen, ebenso wie die vielen Frauencharaktere, die alle interessant und faszinierend auf ihre Weise sind. Sie sind voller Unzulänglichkeiten, aber auch voller Liebe: Sie machen schlimme Dinge, obwohl sie es eigentlich gut meinen. Es geht um Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Betrug - und um das gute alte Mutter-Tochter-Thema.

Die grundsätzliche Botschaft des Buches: Selbststärkung. Selbstwahrnehmung. Aus Fehlern lernen. Und zu wissen, wann es Zeit ist, zu gehen. Sei du selbst - nicht bloß die Person, die andere in dir sehen (wollen). Steh zu dir!