Cover-Bild Louder Than Hunger
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19,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Fischer Sauerländer
  • Genre: Kinder & Jugend / Jugendbücher
  • Seitenzahl: 528
  • Ersterscheinung: 29.01.2025
  • ISBN: 9783737343978
  • Empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
John Schu

Louder Than Hunger

Ergreifender Jugendroman nach einer wahren Geschichte über Magersucht ab 12 Jahren jetzt als Taschenbuch (Deutsche Ausgabe)
Maren Illinger (Übersetzer)

Krass, herzzerreißend, heilsam: Der Kampf eines Jungen gegen die Magersucht. Basierend auf der wahren Geschichte des Autors. Ab 12 Jahren

Da ist eine Stimme in Jakes Kopf,

die sagt: 

DU BRAUCHST NUR MICH.

Doch eine andere Stimme 

tief in ihm 

sagt:

Du brauchst Hilfe , Jake.

Sonst stirbst du.


Jake wird in der Schule gemobbt, und von seinen Eltern fühlt er sich nicht verstanden. Er möchte am liebsten verschwinden. Deshalb kippt er das Essen heimlich in den Müll und treibt so viel Sport wie möglich. 

Als man ihn in eine Klinik für Essstörungen bringt, meldet sich die Stimme lauter als je zuvor. Sie sagt: Vertraue niemandem! Sie sagt: Keiner liebt dich! Sie sagt: Du hast nur mich.

Wird Jake es schaffen, sich der Stimme in seinem Inneren zu widersetzen? 


Der Autor litt als Teenager unter einer lebensgefährlichen Essstörung. Für Jakes Geschichte hat er kraftvolle Worte gefunden, die in kunstvoller Gestaltung über die Seiten tanzen, fallen, wieder aufsteigen, Raum einnehmen oder fast verschwinden. Es ist diese besondere Form, die dem Inhalt seine ganze Wucht verleiht. – Ein Buch für Jugendliche und Erwachsene, das mitreißt, berührt und einen so schnell nicht wieder loslässt. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2025

Typografie als Sprache

1

Der Autor hat ein Werk erschaffen, das sowohl sprachlich als auch visuell beeindruckt. Das Besondere an diesem Buch ist die Art der Typografie. Schu spielt mit der Schrift, als wäre sie ein eigenes Werkzeug, ...

Der Autor hat ein Werk erschaffen, das sowohl sprachlich als auch visuell beeindruckt. Das Besondere an diesem Buch ist die Art der Typografie. Schu spielt mit der Schrift, als wäre sie ein eigenes Werkzeug, um das Gesagte zu verstärken. Die Schriftgrößen, Abstände und Stile haben hier eine tiefere Bedeutung, die dem Text eine zusätzliche Dimension verleiht. Es ist, als ob die Wörter selbst ihre eigene Stimme haben – und diese Stimme ist laut, klar und intensiv. Man merkt, wie viel Gedanken und Liebe in das Design geflossen sind, was das Lesen zu einer fast multisensorischen Erfahrung macht.

Doch auch die Themen sind nicht weniger eindrucksvoll. Schu geht auf den Hunger ein, der nicht nur körperlich ist, sondern auch ein emotionales und soziales Defizit beschreibt. Es geht um das Verlangen nach mehr – mehr Verständnis, mehr Mitgefühl, mehr Gerechtigkeit.

Der Text fordert einen, er regt zum Nachdenken an und schafft es dabei, das Leserherz zu berühren. Wer also auf der Suche nach einem Buch ist, das sowohl intellektuell als auch emotional herausfordert, wird mit diesem Werk belohnt.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Kurzrezension: intensiv

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In "louder than hunger" lesen wir Jake's Tage-/Notizbuch während seiner Esstörung. Wir lesen von "der Stimme", die ihm Freund und Trost, aber vielleicht auch Schaden ist. Von den Dingen, die ihm wichtig ...

In "louder than hunger" lesen wir Jake's Tage-/Notizbuch während seiner Esstörung. Wir lesen von "der Stimme", die ihm Freund und Trost, aber vielleicht auch Schaden ist. Von den Dingen, die ihm wichtig sind, wie Gedichten und Musicals. Von den Menschen in seinem Leben, seiner Großmutter.

Die Seitengestaltung und der Schreibstil sind kreativ, da ist Bewegung und Fahrt in der Typographie. Manchmal las es sich dadurch zu schnell, aber insgesamt hat es mich sehr angesprochen. Ich finde die Erzählung sehr intensiv und immersive, für mich war das okay, insbesondere, da ich ab einem bestimmten Punkt bis zum Ende durchgelesen habe.

Ich mag Jake und wünsche ihm ein derbe gutes Leben!

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, es behandelt eindrücklich das Erleben von Anorexie.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Großartig gemacht, authentisch, deep, emotional, ehrlich

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Mit 𝕃𝕠𝕦𝕕𝕖𝕣 𝕥𝕙𝕒𝕟 ℍ𝕦𝕟𝕘𝕖𝕣 von @mrschureads startet @fischer.sauerlaender dieses Jahr eine beeindruckende Reihe Mental Health Jugendbücher zu verschiedenen relevanten Themen.
Die mutige Geschichte über den ...

Mit 𝕃𝕠𝕦𝕕𝕖𝕣 𝕥𝕙𝕒𝕟 ℍ𝕦𝕟𝕘𝕖𝕣 von @mrschureads startet @fischer.sauerlaender dieses Jahr eine beeindruckende Reihe Mental Health Jugendbücher zu verschiedenen relevanten Themen.
Die mutige Geschichte über den Kampf eines Jungen gegen Anorexie ist inspiriert von der Vergangenheit des Autors und dadurch umso authentischer.
Es ist nicht in Romanform verfasst, sondern poetisch-lyrisch aufgebaut, mit unterschiedlichem Layout und Typografie, mal laut, mal leise, mal groß, mal klein. Die Kapitel messen oft nicht mehr als eine Seite und zählen die einzelnen Tage des Protagonisten wie eine Art Tagebuch, zwischen nicht Wahrhaben wollen der Krankheit, Aufenthalt in der Klinik bis über die Zeit danach.
Auf diese Weise können die über 500 Seiten schnell gelesen werden, ohne zu erschlagen. Dass die Emotionen, Gedanke und Gefühle des Jungen auf diese poetische Weise dargestellt werden, wirft einen Fokus auf Relevantes, erzählt aber gleichzeitig den Plot spannend, unfassbar deep und integriert die Nebenfiguren hervorragend.
Zudem gibt es nicht nur einen weitgefassten, strukturierten und sehr ausführlich ausgearbeiten Einblick in die Krankheit und das Innenleben des Jungen, was sie mit einem Menschen macht und wie sie sich zu einer eigenen finsteren, manipulierenden Stimme festsetzt - sondern zeigt auch den exemplarischen Ablauf in einer Jugendklinik, einen abgedruckten Wochenplan, Gespräche mit Therapierenden und wie unterschiedliche Betroffene agieren, inkl. Verwandter.
Insgesamt finde ich das Buch wirklich wahnsinnig gut gemacht, gestaltet und geschrieben. Man merkt, wie viel Herzblut in diesem Projekt steckt und ich finde es sowohl von Autor als auch Verlag unheimlich stark, ein solch großartig durchdachtes, wichtiges Jugendbuch zu publizieren. Durch den Schreibstil ist es mMn für Betroffene auch nicht zu triggernd-erschlagend, sondern lösungsorientiert, ohne zu belehren.
5 ⭐

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Veröffentlicht am 08.02.2025

Selbsttherapie

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Der Autor John Schu erzählt in seinem Buch eine Geschichte, die von seiner eigenen Lebensgeschichte inspiriert ist. Sie handelt vorallem von Magersucht, aber auch Depressionen und Zwangsstörungen sind ...

Der Autor John Schu erzählt in seinem Buch eine Geschichte, die von seiner eigenen Lebensgeschichte inspiriert ist. Sie handelt vorallem von Magersucht, aber auch Depressionen und Zwangsstörungen sind Thema. Ausgrenzung, Mobbing aber auch die Liebe zu Bezugspersonen als Anker sind wichtig.
Am auffälligsten an der Geschichte ist aber tatsächlich nicht der Inhalt, sonder die Form. Auf über 500 Seiten befindet sich Text, den man auf wenigen Seiten hätte zusammen fassen können. Stattdessen wird hier als bewusstes Stilmittel Platz verschwendet. Thematisch passt das gut, weil der Protagonist Jake am liebsten so wenig Raum wie möglich einnehmen würde und sich praktisch am liebsten unsichtbar machen würde. Ganz im Gegensatz nimmt sich der Autor hier soviel Raum wie er möchte und breitet sich auf vielen Seiten aus. Vorteil, es liest sich ganz schnell, Nachteil es liest sich nicht schön. Daher kommt tatsächlich auch meine Hauptkritik. So ganz ohne Fließtext ist wirklich eigenwillig.
Inhaltlich gibt es viele Wiederholungen,die zwar gut zur Therapie passen, die sich ständig wiederholt, allerdings ist auch das nicht immer schön zu lesen. Ansonsten ist mir besonders die innere Stimme positiv aufgefallen. Man konnte sie während des Lesens im Kopf fast selbst hören und sich die entsprechende Qual die Jake durchmacht umso besser vorstellen. Auch der Alltag in der Klinik und seine Behandlungen fand ich interessant, hier hätte es sogar gern ein wenig tiefer gehen dürfen.

Fazit:
Für mich trübt hier die Form den Inhalt. Zwar passend, aber nicht ganz das Richtige für mich.