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Veröffentlicht am 09.10.2021

Durch die Augen eines Kindes

Wer die Nachtigall stört ...
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Meinung:
Wer die Nachtigall stört, wird hauptsächlich als ein klassisches Werk über den Rassismus zwischen den Hautfarben beworben. Dies ist sicherlich auch kein zu unterschätzender Teil des Buches, doch ...

Meinung:
Wer die Nachtigall stört, wird hauptsächlich als ein klassisches Werk über den Rassismus zwischen den Hautfarben beworben. Dies ist sicherlich auch kein zu unterschätzender Teil des Buches, doch ich empfand das Buch vor allem als Gesellschaftsporträt im Gesamten durch die Augen eines Kindes.
Dabei geht es nicht nur um Schwarz und Weiß, vielmehr ist die Geschichte ein Muster für so viele Dörfer und Städte mit Armen und Reichen, Alteingesessenen und Zugezogenen. Standesunterschiede spielen genauso eine Rolle wie unterschiedliche Religionszugehörigkeiten.
Diese Differenzen werden gerade durch die Unschuld Scouts wunderbar deutlich gemacht.

Sie ist ein Mädchen, das geprägt ist durch eine Stadt/Zeit voller Vorurteile, aber bei einem Vater lebt, der versucht, sie und ihren Bruder zu anständigen Erwachsenen zu erziehen.
Teilweise kommt ihre Prägung durch die Umwelt deutlich durch und sie wirft mit Vorurteilen um sich ohne wirklich zu wissen, was sie sagt. Gleichzeitig hinterfragt sie aber auch eine Menge und lernt schnell dazu.
Doch sie ist nicht der einzige Charakter der bei mir Punkten konnte. Allgemein wirkten die Figuren sehr authentisch. Ich empfand die Beschreibung der Einwohner und ihre Sicht auf die Mitmenschen leider als sehr realistisch, auch wenn es sich um ein fiktives Dorf handelt. Für mich kann man sich den Schauplatz genau so auf jeder Landkarte vorstellen.

Das eigentliche Kernthema des Buches, nämlich der Prozess, kommt erst nach vielen Seiten und ist dann im Endeffekt auch unspektakulärer, als man ihn sich vielleicht vorab vorgestellt hat.
Das ganze Buch lebt sowieso mehr von der Behäbigkeit, die Glaubwürdigkeit schafft als vom großen Drama. Es ist ein leises, aber eindringliches Werk, was zu Recht Fans auf der ganzen Welt hat.


Fazit:
Ich bin froh, das ich nun endlich mal zu diesem Buch gegriffen haben und mir nun selbst ein Urteil erlauben kann. Mich hat diese leise Geschichte berührt.

Veröffentlicht am 07.10.2021

Zu oberflächlich

Als die Stadt in Flammen stand
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Meinung:
Das Thema Rassismus kann und sollte immer wieder Thema in verschiedenen Medien sein. Wer dazu wirklich eine Geschichte zu erzählen hat, kann dies gerne tun.
Dieses Buch wirkt allerdings auf mich ...

Meinung:
Das Thema Rassismus kann und sollte immer wieder Thema in verschiedenen Medien sein. Wer dazu wirklich eine Geschichte zu erzählen hat, kann dies gerne tun.
Dieses Buch wirkt allerdings auf mich so, als möchte man zu dem Thema unbedingt etwas schreiben und schafft sich nun künstlich eine Geschichte, die man verkaufen kann.
Es fehlt dem Buch nämlich leider so ziemlich an allem. Pluspunkte gibt es eigentlich nur dafür, dass es sich recht schnell lesen lässt. Die Liste der Minuspunkte ist da schon deutlich länger.
Angefangen mit den Charakteren, zu denen man schwierig Zugang bekommt. Die eine ist ein verschüchtertes Mäuschen ohne eigene Meinung, die andere ist nicht schüchtern, hat aber genauso wenig Meinung wie Nummer eins. Denn sie lässt sich ihre Meinung komplett von ihrem ach so tollen Freund aufdrücken und hechelt ihm hinterher wie ein Hündchen. Ich weiß ehrlich nicht, welche von beiden ich schlimmer finde.

Aber es bleibt nicht nur dabei. Ich habe mich nach dem Klappentext auf eine wirklich spannende Geschichte gefreut. Ich habe danach auch eifrig gesucht, aber leider vergebens.
Bei mir kam auch in den brenzligsten Situationen keine Spannung an. Auch die Angst der Mädchen hat sich nicht auf mich übertragen. Ich konnte ihr Verhalten an den meisten Punkten nicht nachvollziehen und sehe auch wenig logische Hintergründe dafür. Schade.

Auch an Tiefgang lässt sich nicht viel finden. Das Buch bleibt ziemlich oberflächlich, was die Identifikation mit den Protagonistinnen zusätzlich erschwert.

Fazit:
Das war leider nix und von mir gibt es wie zu erwarten keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 28.09.2021

Wichtige Fragen, spannende Antworten

Kurze Antworten auf große Fragen
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Meinung:
Ich halte Stephen Hawking wie oben schon erwähnt für ein Genie auf seinem Gebiet. Ein Mann der Wissenschaft durch und durch. Was zum einen natürlich gut ist für neue Erkenntnisse, zum anderen ...

Meinung:
Ich halte Stephen Hawking wie oben schon erwähnt für ein Genie auf seinem Gebiet. Ein Mann der Wissenschaft durch und durch. Was zum einen natürlich gut ist für neue Erkenntnisse, zum anderen aber auch hilfreich, weil er dieses Wissen gerne weiter gab. Darum hat er in seiner Karriere unter anderem zahlreiche Bücher geschrieben, die sein Wissen (in groben Zügen) auch für Laien zugänglich machen sollen. Er versucht dabei gleichermaßen viel Information in seinen Texten unterzubringen und das Ganze doch möglichst verständlich zu vermitteln.
Das gelingt in meinen Augen mal mehr und mal weniger gut. Teilweise findet er wunderbar bildliche Beispiele, die selbst schwierigste naturwissenschaftliche Phänomene sehr leicht verständlich machen, teilweise muss man sich beim Lesen aber auch stark konzentrieren,
um ihm folgen zu können. Die Themen bleiben halt auch mit der einfachsten Erklärung komplex.
Ich konnte ihm ganz gut folgen, kann mir aber vorstellen, dass das Buch nicht jedermanns Sache ist. Für viele Laien bleiben die Informationen denke ich zu kompliziert, was für mich nicht unbedingt den Zweck des Werkes erfüllt. Hier kann ich nur empfehlen, vor dem Kauf mal reinzulesen.

Ansonsten gefällt mir das Buch wirklich gut. Ich mag die persönliche Note, die sowohl der Autor selbst als auch das persönliche Vorwort von Eddie Redmayne reinbringen. Man kann ein wenig in Hawkings Leben eintauchen und bekommt einen guten Eindruck, was ihn antreibt und bewegt. Ebenso offen erzählt er aber auch über dunkle Zeiten, die ihn aus der Bahn geworfen haben. Mich beeindruckt dieser Mut.
Neben diesem persönlichen Flair mag ich auch die Themen, mit denen sich Hawking hier befasst. Beispielsweise stellt er sich der Frage nach der Existenz Gottes, der Entstehung des Universums und der Zukunft menschlichen Lebens auf der Erde. An interessanten Themen mangelt es also nicht und an Unterhaltung trotz des manchmal anstrengenden Inhalts auch nicht.

Fazit:
Mir hat es gefallen, aber es mag sicher nicht jeder. Schaut euch vorher eine Leseprobe an und wenn die gefällt, könnt ihr bedenkenlos zuschlagen.

Veröffentlicht am 20.09.2021

Highlight

Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Meinung:
Endlich ein Reihenauftakt, der mich mal wieder voll gepackt hat. Das Elfenreich mit tollen und individuellen Ideen, die Charaktere, die schon in diesem ersten Band einen wirklich guten Eindruck ...

Meinung:
Endlich ein Reihenauftakt, der mich mal wieder voll gepackt hat. Das Elfenreich mit tollen und individuellen Ideen, die Charaktere, die schon in diesem ersten Band einen wirklich guten Eindruck hinterlassen und einfach die ganze Art zu schreiben haben mich überzeugt. Bis auf einen Aspekt habe ich mich während des ganzen Lesens einfach super unterhalten gefühlt. Die Geschichte ist spannend, amüsant und liebevoll gemacht. Sie wird durch viele Sorgen und ernste Themen aber auch nicht zu süß gehalten, sodass der Kitschfaktor im Rahmen bleibt. Auch Actionelemente fehlen nicht und runden zusammen mit einem schönen Personengefüge das Buch ab.

Schon das Schulsetting als Grundlage ist etwas, was ich generell immer wieder gern lese. Ich glaube, damit bin ich bestimmt auch nicht ganz alleine unter den Jugendbuchlesern. In diesem Fall mag ich speziell die unterrichteten Fächer, die doch sehr schön von einer klassischen Schule abweichen. Die ganze Art des Unterrichts darf gern in den nächsten Bänden noch etwas mehr Platz einnehmen, weil hier einfach viele fantasievolle Ideen eingearbeitet worden sind. Trotzdem bin ich froh, dass die Schule nicht der einzige Schauplatz ist. Durch die wechselnden Orte ist mehr Abwechselung geboten und die Geschichte verliert nicht an Fahrt.

Wie weiter oben erwähnt gibt es bei allem Lob aber auch noch einen Kritikpunkt, den ich nicht verschweigen möchte. Dieser betrifft die Protagonistin Sophie bzw. Figuren ihrer Art. Ich weiß beim besten Willen nicht, warum sich die Autoren in den letzten Jahren gegenseitig darin überbieten, ihre Figuren noch besser und außergewöhnlicher zu machen. Noch eine Fähigkeit mehr als alle anderen Lebewesen, noch besser aussehend, noch umschwärmter sein etc. Seit wann reicht es eigentlich nicht mehr, einfach ein Elf zu sein statt eines Menschen? Ich würde mir einfach wieder mehr „Normalos“ unter den „Besonderen“ wünschen. Man kann die Welt doch auch retten, ohne der einzig Wahre zu sein. Diese Kritik trifft in diesem Fall Sophie, steht aber stellvertretend für so viele Figuren in diesem Genre.
Ich bin einfach müde, mich darüber zu ärgern, wollte es aber zumindest einmal loswerden.
Trotz dieser Kritik hat mich das Buch aber überzeugen können und Band 2 wandert sofort auf meine Wunschliste.

Fazit:
Ein toller Auftakt, der wenig zu wünschen übrig lässt.

Veröffentlicht am 06.09.2021

Chaotisch und spaßig

Emma Charming – Nicht zaubern ist auch keine Lösung
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Meinung:
„Nicht zaubern ist auch keine Lösung“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe rund um Emma, die mit ihrer Magie für reichlich Chaos sorgt. Der Beginn ist noch recht harmlos und die junge Hexe ist ...

Meinung:
„Nicht zaubern ist auch keine Lösung“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe rund um Emma, die mit ihrer Magie für reichlich Chaos sorgt. Der Beginn ist noch recht harmlos und die junge Hexe ist noch schüchtern im Umgang mit ihren Zauberkräften. Dies ändert sich im Laufe des Buches deutlich und sorgt so für viel ungewollten Ärger. Man könnte sagen, je frecher Emma wird, umso mehr stürzt sie sich in Probleme. Die Entwicklung dieses Übermuts passt für mich gut zur Situation und auch zu ihrem Alter. Man darf schließlich nicht vergessen, was sie für eine Verantwortung mit ihren jungen 13 Jahren schon innehat.
Das da nicht alles glattgehen kann, ist wohl vorprogrammiert.

Natürlich machen diese Katastrophen aber auch einen großen Teil des Humors dieser Geschichte aus und ich denke, es gibt einige Szenen, die die Zielgruppe zum Lachen bringen werden. Doch nicht allein die Missgeschicke sorgen für Lacher. Auch Emmas Hexenbegleittier Merlin ist immer zu Späßen aufgelegt, solange er dabei jemanden ärgern kann. Da kann einem das Mädchen manchmal echt leidtun. Die Leser profitieren allerdings von Merlin und finden in diesem Buch reichlich Humor.

Doch es gibt nicht nur etwas zu lachen. Das Buch verarbeitet auch ernste Themen wie Mobbing, Zugehörigkeit und Vorurteile in sehr charmanter Weise. Man lernt das Rache nicht immer süß ist und es verschiedene Arten gibt, sich beliebt zu machen. Dafür braucht es nicht immer die ganz großen Taten.

Allgemein gibt die Geschichte viel Schönes her und bereitet vergnügliche Lesestunden. Man darf keine völligen Neuheiten, erwarten aber ein solides, hübsches Kinderbuch.

Fazit:
Wer Emma kennenlernen möchte, macht nichts verkehrt mit dem Kauf. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.